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Ökumenischen Diskussion


weberknecht
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weberknecht

@all,

 

ich suche einen Text, auf den sich u.g. Artikel bezieht, den ich auf den Seiten einer katholischen

Zeitschrift gefunden habe. Kann mir jemand helfen, das Papier von dem genannten Theologen Berger (kennt den jemand?) zu finden? Die erwähnte Auseinandersetzung würde mich sehr interessieren.

Vielen Dank im voraus!

 

 

Während vor allem organisierte Laienkatholiken alles tun, um die Grenzen zwischen den Konfessionen zu verwischen, kristallisiert sich in manchen Kreisen eine Bekenntnisfreude heraus, die die Unterschiede nicht verdeckt, sondern benennt - auch wenn diese Stimmen unter dem lauten Einheitsjubel des Ökumenischen Kirchentages wohl ungehört verhallt sind. Jüngstes Beispiel dafür bildet die Auseinandersetzung des Heidelberger Neutestamentlers Klaus Berger mit der Eucharistie-Enzyklika Johannes Paul II. Mehr als viele heutige Katholiken erkennt Berger mit dem Papst an, daß eine sakramentale Einheit nur erreichbar ist, wenn zuvor eine theologische Einheit gewonnen wurde. Dies müsse heute vor allem der "anderen Seite" deutlich gemacht werden. Mit dem Bezug auf den Korintherbrief des hl. Apostels Paulus verspricht er sich in dieser Frage Hilfe von den Protestanten, die er dazu auffordert, "Katholiken darauf aufmerksam" zu machen, "daß es nach dem ganzen Neuen Testament nichts Schlimmeres und Katastrophaleres gibt als ein gemeinsames Mahl dort zu feiern, wo keine wirkliche Einheit der Christen besteht". Haben die Katholiken ihre eigenen Wurzeln vergessen? die Forderung nach dem gemeinsamen Abendmahl würde schließlich besonders von katholischer Seite erhoben. En Teil der Ortspfarrer sei "dem Papst und Kardinal Ratzinger in dieser Hinsicht unüberholbar davongelaufen." Berger konstatiert bei den deutschen Katholiken eine "Wut gegenüber den Bremsern (gemeint sind Papst und Bischöfe)", die er auf die deutsche Mentalität zurückführt. "Nach deren Selbstverständnis geht es m eine Revolution von unten, die wie bei einem Dammbruch alles hinwegschwemmen soll und kann, was Theologen und Bischöfe gegen das gemeinsame Abendmahl so vorbringen." Dies verwundere nicht, denn mit der Aufwertung der Laien, ihrer "Mündigsprechung", und durch das unaufhörliche Loblied auf die Einheit scheine es vielen, als wolle der Papst die Ökumene mitten im Lauf kurz vor dem Ziel anhalten, so Berger. Der gute Wille nach Gemeinsamkeit steh inzwischen eine wirklichen religiösen Identität entgegen, die bloß noch als "kopflastig" diffamiert werde. Insgesamt gehe die Tendenz auf "Wegwischen alle Theologie und Tradition - zugunsten von Harmonie und Liebesmahl". dies kann auch einem aufrechten Protestanten nicht schmecken. In dem Verblassen der Königin unter den Wissenschaften sieht Berger das größte Problem für eine ökumenische Einheit der Zukunft. Festzustellen sei ein "gigantischer Verlust an dem, was man früher Theologie nannte. Neunzig Prozent Deutschlands sind in diesem Sinne theologiefreie Zone. Viele Laien verstehen die ihnen zugesprochene Mündigkeit wie die Aushändigung eines theologischen Doktordiploms. Und da es bei den Pfarrern manches Mal ähnlich ist, weil ihre Ausbildung im schlimmsten Sinne veraltet ist, stehen wir hierzulande in einer Welt von Hobbytheologen, die mit ihrem Glauben umgehen, als wäre jedermann Chirurg, der ein Taschenbuch 'Du und dein Herz' studiert hätte."

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Lieber weberknecht,

erst einmal herzlich willkommen im Forum. In diesem Thread hier wurde im Zusammenhang mit dem ÖKT Klaus Berger zitiert:

http://forum.kath.de/index.php?act=Print&c...nter&f=3&t=3911

 

Vielleicht findest Du unter den Links das, was Du suchst.

 

Einen anderen Text von Berger hatte "jakob" mal auf seiner Homepage stehen - siehe diesen Thread:

 

http://forum.kath.de/index.php?act=ST&f=3&...and,berger&st=0

 

Allerdings hat er die Seite vom Netz genommen, aber sie liegt noch mit ziemlicher Sicherheit auf seinem Rechner - vielleicht schreibst Du ihm eine mail.

 

Gruß,

Lucia

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weberknecht

@Lucia Hünermann,

 

zunächst vielen Dank für Deine freundliche Begrüssung. Leider bin ich nicht fündig geworden; eine

mail konnte ich jakob nicht zusenden, hier kommt eine Fehlermeldung. Dennoch danke für die Mühe.

 

@all

 

Sollte sonst jemand Informationen zu dem oben genannten Thema haben, wäre ich für eine Info oder eine Mail dankbar.

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