Jump to content

christliche Gemeinde?


udo
 Share

Recommended Posts

Seit knapp 3.Jahren bin ich stellvertretender Pfarrgemeinderatsvorsitzender. Was ich immer mehr in dieser Zeit erlebe, ist das zum einen die Gruppen sich immer mehr auflösen und das die Gottesdienste immer mehr meiner Meinung nach zu einem stereotipen Ablauf abdriftet. Von christlicher gegenseitiger Aufmerksamkeit keine Spur. Wenn der Gottesdienst zu Ende ist, dann gehen die Leute schnustraks nach Hause, ohne wenigstens ein paar freundliche Worte gewechselt zu haben. Ganz anders habe ich es zum Beispiel in der Fokolarbewegung erlebt. Hier spürt man, daß die Leute das Evangelium ernst nehmen und aufrichtig versuchen danach zu leben. Das tut gut und spornt zum mitmachen an. Mich würde interessieren, wie sieht das in Euren Gemeinden aus? Ist unser Gemeindeleben ein Auslaufmodell und fehlt es an neuen Initiativen?

liebe Grüße Udo

Link to comment
Share on other sites

Hi Udo,

 

das Problem des Auseinanderlaufens nach dem Gottesdienst gab es bei mir in der Gemeinde auch.

Bei uns hat der KGR mit Kolping zusammen ein sogenanntes "Kirchenplatzpalawer" eingeführt.

 

Bei ein paar Getränken noch auf dem Kirchplatz verweilen und auch ein bißchen mit dem Pfarrer sprechen.

Kommt ganz gut an, theologisch tiefgründig wird's wohl allerdings immer nur bei den Kandidaten, die sich sonst auch interessieren.

Ansonsten findet aber natürlich menschlicher Austausch statt.

Link to comment
Share on other sites

Hallo Udo,

 

Das Problem ist bekannt.

 

Die ältere Generation kennt wenigstens noch den Frühschoppen nach dem Hochamt.

 

Ein paar Leute bleiben auf dem Platz vor der Kirche stehen und halten noch einen Plausch.

 

Im wesentlichen setzt aber, wenn die Hand des Pfarrers sich beim Schlußsegen senkt, der Fluchtinstinkt ein.

 

(Kommentar eines Priesters: Ich sagte: gehet hin in Frieden - und nicht: Es ist Feueralarm :unsure: )

 

Aber es beschränkt sich nicht nur auf den Sonntag. Christ ist man nicht nur Sonntags zwischen 10 und 11.

Da aber christliches Leben von der Gemeinschaft lebt, kann man sich ausrechnen, wie verkümmert es ist, wenn Gemeinschaft nicht gelebt wird.

 

Es stimmt schon, lieber udo, daß dies in den geistlichen Gemeinschaften (z.B. Fokolare) anders ist, allerdings wirken diese in den seltensten Fällen wirklich bis in die Gemeinde hinein, sondern grenzen sich aus oder werden ausgegrenzt.

Geistliche Gemeinschaften o.ä. können demzufolge "nur" die Tankstelle sein, die dem einzelnen die Kraft gibt sich persönlich in der Gemeinde einzubringen.

 

Es geht nichts über das persönliche Engagement im Sinne der Gemeinschaft / Gemeinde.

Der Weg ist allerdings nicht leicht.

 

Gruß

Cicero

Link to comment
Share on other sites

Lieber Udo,

 

es ist, wie du sagt. Es gibt bei uns einige (ältere) die die Zeit zu einem Gespräch nutzen, aber die meisten gehen direkt nach dem Gottesdienst. Wir haben über mehr als ein Jahr hinweg versucht, einen Sonntagstreff zu gestalten. Keine Chance. Die Nachbargemeinde hat es versucht. Am Anfang kamen viele, dann keiner mehr. Aus.

 

Ich versuche jetzt einen neuen Ansatz in der Jugendarbeit. Nach der Firmung besteht der Wunsch, gemeinsam weiterzumachen. Ein Vorschlag wird ein gemeinsames Frühstück nach dem Gottesdienst sein. Mal sehen, ob das geht.

 

Seit einem halben Jahr treffen wir uns einmal im Monat zum Bibel-teilen für Männer. War das am Anfang ein Thema. Das verhaltene, nur mühsam unterdrückte Frauen-Schmunzeln ist mir immer noch in der Erinnerung. Und es waren so wenige. Mal zwei, dann wieder drei. Ganz selten vier. Ich habe das immer wieder einschlafen lassen wollen. Aber immer wenn ich vorsichtig fragte, ob es das nun war - kam Widerspruch. Wir haben immer für drei Monate die Termine festgelegt. Jetzt bis Weihnachten. Erstaunlich eigentlich.

 

Zu den neuen geistlichen Gemeinschaften sehe ich auch nur Ciceros Einschätzung. Solche Gemeinschaften öffnen nicht die Gemeinde. Ich habe mich bisher deshalb davon ferngehalten, obwohl mich das, was du über die Folkolar-Bewegung schreibst schon sehr anzieht.

 

Herzliche Grüße

Martin

Link to comment
Share on other sites

Hallo Udo,

 

in unserer Gemeinde gibt es jeden Sonntag vormittag nach dem Familiengottesdienst und nach dem Hochamt einen Gemeindetreff mit Kaffee, Kuchen, Brötchen etc. Der Gemeindetreff wird wechselnd von den verschiedenen Gruppen innerhalb der Gemeinde, von den Eltern der Kindergarten- und Miniclub-Kinder und (selten) von einzelnen Personen vorbereitet. In den Vermeldungen wird jedesmal zum Gemeindetreff eingeladen und die vorbereitende Gruppe genannt.

 

Die Beteiligung ist natürlich unterschiedlich groß, aber das "Auseinander-Laufen" wird durch den Gemeindetreff in gewisser Weise verhindert. Ich selbst bin auch nicht so häufig dabei, aber ich finde den Gemeindetreff als Möglichkeit, nach dem Gottesdienst noch etwas zu plaudern, sehr schön.

 

Liebe Grüße

Angelika

Link to comment
Share on other sites

Liebe Angelika,

 

bei uns hatte das nicht funktioniert. Wir sind hinterher darauf gekommen, dass es möglicherweise zu unspezifisch war. Wir versuchen daher jetzt konkreter zu werden. Eines ist wie gesagt das Männer-Bibel-teilen, eines wird ein Jugendfrühstück. Mal sehen, ob anderen etwas anderes einfällt.

 

Herzliche Grüße

Martin

Link to comment
Share on other sites

Lieber Udo,

 

bei uns klappt das ganz gut.

Angefangen hat das, glaube ich, mit einer kleinen Gruppe, die etwa einmal im Monat Kaffee gekocht hat und nach dem Gottesdienst ausgeschenkt, aber nicht im Gemeindezentrum, sondern auf dem Kirchenvorplatz. Dazu gab es Kekse und vom Eine-Welt-Kreis wurden fair gehandelte Produkte verkauft. Meist stellte sich der Pfarrer dazu, und schon wurde die "Fluchtbewegung" abgebremst.

Zur Zeit wird kein Kaffee mehr angeboten, und der Pfarrer hat durch die Seelsorgeeinheit nicht mehr so viel Zeit, aber das Nach-der-Kirche-vor-der-Kirche-Treffen ist längst zur Gewohnheit geworden; so sehr, dass manche, die es nicht mehr in den Gottesdienst schaffen, dennoch für das Treffen vorbeikommen.

Es sind übrigens nicht die Älteren, die stehen bleiben, sondern eher Jüngere und das "Mittelalter".

 

Liebe Angelika,

 

jeden Sonntag Gemeindetreff, das ist natürlich ganz toll.

Ich selbst würde mir, wie Du es ja auch beschreibst, bestimmt nicht allzu häufig die Zeit für einen längeren Aufenthalt nehmen.

Das ist nämlich der Vorteil unseres improvisierten Steh-Cafes (bzw. des kaffeelosen Treffens): Man kann auch nur ganz kurz für fünf Minuten stehen bleiben, selbst wenn die Erfahrung längst gelehrt hat, dass es nie bei 5 Min. bleibt :blink: .

 

Liebe Grüße, Gabriele

Link to comment
Share on other sites

vielen Dank für Eure Antworten. Wenn, aber wie bei uns, in der Gemeinde immer weniger Leute bereit sind sich zu arrangieren; dann passiert leider nichts. Bleibt mir nur die Hoffnung, daß es vieleicht eines Tages wieder mehr "Aktive" gibt!

lieben Gruß Udo

Link to comment
Share on other sites

vielen Dank für Eure Antworten. Wenn, aber wie bei uns, in der Gemeinde immer weniger Leute bereit sind sich zu arrangieren; dann passiert leider nichts. Bleibt mir nur die Hoffnung, daß es vieleicht eines Tages wieder mehr "Aktive" gibt!

lieben Gruß Udo

Lieber Udo,

 

das Hoffen auf mehr Leute, die sich engagieren, sollte nicht aufgegeben werden, doch ist es eigentlich nicht wichtig, wie viele jetzt aktiv sind. Selber machen; suchen, wohin es einen zieht - und dann handeln. Es gibt viel mehr Möglichkeiten, als es im ersten Moment scheint. Und die Menschen kommen dann, wenn sich etwas bewegt. Es ist wie bei einer Lawine :blink:

 

Herzliche Grüße

Martin

Link to comment
Share on other sites

Das mit dem vor-der-Kirche-quatschen funktioniert bei uns ganz gut. Das ist schon gute Tradition und da die Jugend auch fast immer als letzte geht, ist wohl auch für Nachwuchs gesorgt. Unsere Gemeinde ist dafür wohl auch schon berühmt. Ich habe mich aber auch belehren lassen, daß es in Gegenden Tradition ist sofort nach dem Gottesdienst nach Hause zu gehen (Sauerland), aber da sind wir gerade am "Umerziehen". Bei unserem Pfarrer wird das wohl aber nicht mehr klappen, da er sich fast immer sofort nach dem Gottesdienst wegschließt.

 

Engagiere Dich ruhig, denn wenn nichts passiert, gibt es keine Gemeinschaft und die Gemeinde geht ein. Es ist zwar oftmals als wenn man gegen Windmühlen kämpft, aber es hat doch Sinn und wenn sich auch nur ganz wenige darüber freuen.

 

Mir geht es da nicht anders. Zum Beispiel habe ich in den letzten Wochen die neuen Ministranten "ausgebildet". Von den alten war dazu keiner zu bewegen und unser Oberministrant wohnt gerade ein paar 100km entfernt (hat sich aber bei den Vorbereitungen und bei den letzten Übungen engagiert). Vom Pfarrer kam keine Unterstützung. Er hat gerade mal die Kirche aufgeschlossen und beim letzten Üben mussten wir auch noch pünktlich aus der Kirche, weil er seine Privatmesse feiern wollte (nur für sich). Da gab es zwischendurch keine Fragen wie es läuft und auf ein Danke (das Wort reicht mir völlig) warte ich auch noch. Da verliert man wirklich den Mut, aber dann sage ich mir, daß ich etwas gutes getan habe und die Ministranten freuen sich und auch ein paar aus der Gemeinde. Das ist zwar nicht viel, aber es muß reichen.

 

In der Jugendarbeit gehts mir nicht anders, aber sonst würde es das gar nicht geben und man freut sich doch, wenn sich andere freuen, daß etwas passiert. Außerdem macht es ja doch Spaß - auch wenn es anders vielleicht etwas leichter wär.

Link to comment
Share on other sites

Christoph Overkott

Christliche Gemeinde lebt unsere Gemeinde zunächst einmal gemeinsam mit der ganzen Kirche von der sonntäglichen Eucharistie her.

 

Aber dann gibt es auch viele Vereine, Gruppen und Kreise, in denen auch in der Woche im Einzelnen und konkret Gemeinde erfahren werden kann.

Link to comment
Share on other sites

Eigentlich wollte ich das Thema abschließen, aber heute habe ich bei unserem Gemeindefest ein so tolles Erlebnis gehabt, daß ich darüber kurz berichten möchte. Zuerst sah es mit der Planung für das Fest gar nicht gut aus; denn kurz vor dem Beginn des Festes gab es von einigen Helfern nur Absagen. Wir standen also ziemlich frustriert da. Aber wie wenn es Gott so fügen wollte, bekamen wir Verstärkung von unserer Nachbapfarrei, mit der wir seit einem halben Jahr eine Seelsorgeeinheit bilden. Es hat alles wunderbar geklappt und Spaß hat es noch obendrein gemacht. Kann nur dankbar sagen: Jesus du wirkst wunderbar!

lieben Gruß Udo

:blink:

Link to comment
Share on other sites

Christoph Overkott

Beim Thema Gemeinde ist ein wichtiger Punkt die Frage nach dem Verhältnis von Pfarrer und Gesamtgemeinde.

 

"Unser Pastor ist wie der liebe Gott: Am Sonntag ist der unverständlich und in der Woche ist er unsichtbar.", heißt es in einem Scherz.

 

Wie ist das bei euch?

Link to comment
Share on other sites

„Im wesentlichen setzt aber, wenn die Hand des Pfarrers sich beim Schlußsegen senkt, der Fluchtinstinkt ein. (Kommentar eines Priesters: Ich sagte: gehet hin in Frieden - und nicht: Es ist Feueralarm )“ Cicero

*ganzbreitgrins*

 

Nach der freitäglichen Wochentagsmesse konnte ich erleben, daß vor der Kirche sämtliche Themen durchgehechelt werden (meistens Stadt- und Gemeindetratsch). Hierbei ist zu erwähnen, daß sich ca. 10 bis 20 Leute freitags einfinden, also einen sehr überschaubaren Rahmen bilden. Manchmal kommen Pfarrer und/oder Kaplan hinzu, wenn sie sich aus den Klamotten geschält haben. (Dadurch wird es nicht unbedingt theologischer :blink: )

Zu diesem Thema muß ich jetzt mal Werbung für „meine“ ev.-freikirchl. Gemeinde machen. Die haben echt ein ganz anderes Gemeindeverständnis. Nach den Bibelgesprächen (ca. sieben bis zwölf Leute) erlebe ich es immer wieder, daß die „Erzählgrüppchen“ sich nur schwer auflösen. Häufig werden hierbei auch gemeindeorganisatorische Sachen geklärt. Von sonntags habe ich gehört, daß eine anschließende Tasse Kaffee nicht selten ist.

Eure Uhu

 

PS: Da ich in den letzten drei Wochen zum passiven Lesen (im Büro) verdonnert war, weil ich am heimischen PC null Chance hatte ins Internet (Technik!!!) kommen, muß ich erst mal alles Liegengebliebene aufarbeiten :blink:

Link to comment
Share on other sites

"Unser Pastor ist wie der liebe Gott: Am Sonntag ist der unverständlich und in der Woche ist er unsichtbar.", heißt es in einem Scherz.

 

Wie ist das bei euch?

anders. Ganz anders!

 

Unser Pfarrer ist am Sonntag nach über 25 Jahren in den Ruhestand gegangen, mit herrlicher Abschiedsfeier.

Wer bis dahin auch nur den geringsten Zweifel an seiner Beliebtheit hatte... staunte.

*schluchz*.....

 

"Der Neue" kommt im August... und soll erst 35 Jahre alt sein..... (blutjung für einen Pfarrer!)

Wir sind gespannt :blink:

Link to comment
Share on other sites

Unsere Gemeinden sind jetzt schon nur noch eine Illusion. Das heutige Gemeindemodell ist oft nicht nur ein Auslaufmodell, sondern vielerorts schon ein ausgelaufenes Modell. Die anderen Gemeinden werden dem nachfolgen.

 

Gemeinde ist größtenteils ein Milieubetrieb und hauptsächlich daran interessiert, das Milieu aufrecht zu erhalten. Milieufremde sind Störenfriede. Das Gemeindemilieu ist inzwischen schwer lädiert und überaltert. Der strafende Hammer Gottes schlägt vernichtend auf dieses Milieu, das es gewagt hat, sich so abzugrenzen und seinen ursprünglichen Auftrag zu vernachlässigen. Und so blutet es aus, ohne dass es jemanden wirklich kratzt. Das Kirchenmilieu selbst wehrt sich nicht einmal wirklich dagegen. Da ist keine Umkehr, ein Aufbruch zu erkennen. Es bleibt das depressive: "Es ist halt nicht mehr, wie früher!". Und so müssen Gemeinden tatenlos mitansehen, wie die Jungen (und viele, viele Alte) das Milieu verlassen - und mit dem Milieu die alten Werte und den alten Glauben über Bord werfen.

 

Im Himmel herrschen gleichzeitig große Freude über die Gerechtigkeit Gottes, der es so gefügt hat, dass Hochmut und Abgrenzung vor den Fall kommen. Und zugleich tiefe Trauer über das Leid der einzelnen, gutgläubigen Gemeindemitglieder, die hilflos wie das Kaninchen vor der Schlange, mit ansehen müssen, wie alles, was sie an Milieubedingtem aufgebaut und gepflegt haben vor die Hunde geht. Eine tiefe Tragik, die der Sünde nicht entbehrt.

 

In unserer Gemeinde gibt es hunderte von Leuten, die Glauben dringend notwendig hätten. Und hunderte, die offen wären, wenn ihnen nur jemand Mut zum Glauben machen würde, den Weg weisen würde, Fragen beantworten würde. Aber da ist kein Aufbäumen, kein gemeindlicher Wille, diesen Menschen das Heil Jesu weiterzugeben. (Wenn schon "Heil", dann doch eher "Freude". Weltliche Freude).

 

Gemeinschaft ist beliebt. Aber: Wozu eigentlich ausgerechnet Gemeinschaft im Glauben? Unsere Vereine bieten schon längst mehr und attraktiver Gemeinschaft. Die Pfarrgemeinde schließt sich - aus der Erkenntnis, dass Gemeinschaft gut ist - daran an. ... Und verpasst es, aus der gewonnen Gemeinschaft eine Gemeinschaft im Glauben zu machen und den Leuten das zu geben, wozu eine Pfarrgemeinde gesandt ist, es (weiter-) zu geben.

 

Wenn die Gemeinden dann endlich vollständig zusammengebrochen sind, ist die Trauer im Himmel beendet. Dann gibt es ja keinen mehr, der darunter leidet. Dann wird im Himmel nur noch Freude sein, dass jetzt endlich der Acker umgepflügt und bereit für die Saat ist.

 

Das, was dann überlebt hat, wird vielleicht des Lebens wert sein und ein Saatgut für die Zukunft.

Link to comment
Share on other sites

Lieber Mecky,

 

das liegt daran, dass die Gemeinschafts-Aktivitäten der Gemeinde sich häufig nicht von denen des Sport-Vereins unterscheiden. Ich kann mich daran erinnern, welches Erstaunen ich hervorgerufen habe mit meiner Behauptung, eine Firmvorbereitung ohne Gebet sein sinnlos. Es hat sich niemand zu einer entrüsteten Bemerkung aufgerafft, aber es war Befremden zu erkennen.

 

Einerseits ist es mir schwergefallen, diesen Schritt wirklich zu gehen. Bei meiner ersten Firmgruppe habe ich das geschoben bis zum geht-nicht-mehr. Diesmal habe ich es bereits in der zweiten Stunde etabliert. Und jedesmal mußte ich erneut einen Anlauf nehmen, es nicht nur zu denken, oder zu sagen, sondern auch zu tun - was nicht immer gelungen ist.

 

Aber das wäre EINE Möglichkeit, der ich Gewicht beimessen würde.

 

Meine diesbezüglichen Pläne wurden im Vorfeld erstaunt betrachtet, und kommentiert im Stil von "das klappt nie und nimmer". In der Abschlußbesprechung werde ich vorschlagen, beim nächsten Mal mit den Katecheten gemeinsam zu beten - bei jedem Treffen. Um den Mut, auch den Jugendlichen diesen Weg zu öffnen. Auf die Frage, welche Gebete kennt ihr, fiel manchen nicht einmal auf, dass das Vaterunser ein Gebet ist. Gemeinsames Gebet in der Familie war bis auf wenige Ausnahmen vollkommen unbekannt.

 

Und niemanden scheint es zu stören.

 

Eine PGR-Sitzung mit gemeinsamen Gebet und einem Segen des Parrers am Abschluß - gibt es bei uns, weil unsere PGR-Vorsitzende das immer wieder erbeten hat. Es geht schon.

 

Herzliche Grüße

Martin

Link to comment
Share on other sites

 Share

×
×
  • Create New...