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Mk 1,9 - 11


Siegfried
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Ich möchte mit Hilfe der Literarkritik an dieser Stelle klären, ob Mk bei der Verfassung des Evangeliums Quellen oder andere Vorlagen benutzt hat.

Daher meine Frage, ob sich schon einmal jemand von Euch mit diesem Thema auseinandergesetzt hat. Ich wäre für Anregungen sehr dankbar!

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Hallo Siegfried,

 

hast Du schon die einschlägigen Kommentare gesichtet.

Die geben Dir sicher eine Reihe von Hinweisen

bzgl. Textabgerenzun und evtl. literarischer Schichtung,

 

viele Grüße,

 

Matthias

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Guest Juergen

Joseph Ernst in Das Evangelium nach Markus (Regensburger Neues Testament):

 

Die Taufszene muß als ein von der vor-mk Tradition (V. 2-8) zu unterscheidendes Überlieferungsstück, daß vielleicht schon anfänglich oder in einem frühen Stadium mit der nachfolgenden Versuchungsperikope (V. 12.13) verbunden war ... verstanden werden. Die Erzählung setzt sich zusammen aus einer berichtenden, die Situation knapp schildernden Einleitung (V. 9), aus der apokalyptischen-haggadischen Inszenierung (V. 10) und aus der Deutevision (V. 11). Der historische Haftpunkt dürfte das Ereignis der Taufe Jesu durch den Täufer Johannes sein. Das Ziel ist eindeutig: Die Überlegenheit des Täuflings über den Täufer soll sichtbar demonstriert werden. Der von Johannes mit Wasser Getaufte ist der mit dem heiligen Geist gesalbte, von Gott selbst durch hohe Proklamation ausgewiesene geliebte Sohn. Für die mk Red findet der "Anfang des Evangeliums" (V. 1) jetzt seine personal-christologische Konkretisierung. Der Landschaftsname "Galiläa" hat, da er nach der Nennung von Nazaret überflüssig ist, sein besonderes Gewicht. Jesus unterscheidet sich aufgrund seiner Herkunft von den übrigen, die zur Taufe des Johannes strömen. Zugleich wird ein deutlicher Hinweis auf die "großen Taten", von denen im folgenden die Rede sein wird, gegeben. Der Wortlaut der Gottesstimme (V. 11) ist wegen der Mischung von zwei voneinander unabhängigen atl. Modellen - Messiasproklamation nach Ps 2,7 und Gottesknechtvorstellung nach Jes 42,1 - umstritten. Die sprachlichen Unschärfen und der freie Umgang mit traditionellen Bildern rufen nach einer Deutung, die der Singularität des Christusereignisses Rechnung trägt.

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