Jump to content

Eure "theologische Entwicklung" über die Jahre


Ralf
 Share

Recommended Posts

Nabend.

 

Mir ist neulich mal aufgefallen, nach so vielen Monaten (schon einigen Jahren), dass man, wohl auch beeinflusst durch kath.de, sich im theologischen Denken irgendwie weiterentwickelt, in welche Richtung auch immer.

Martin hatte so etwas ja auch schon mal angedeutet.

 

Wie sieht es denn so bei Euch, besonders denen mit urlanger Zugehörigkeit, aus?

 

Ich selbst sehe mich jetzt schon "theologisch konservativer" als vor ein paar Jahren, die Beschäftigung mit Theologie und die Auseinandersetzung mit den Argumenten führten mich einfach dahin (muss für andere ja nicht gelten). Gleichzeitig bin ich aber wohl auch etwas gelassener geworden, keine Ahnung.

 

Also, extra nicht als Umfrage oder so gestellt: was hat sich bei Euch getan? Nix?

Link to comment
Share on other sites

Ich habe meinen Grundkurs Theologie vor ein paar Tagen "mit Erfolg" absolviert.

Ob ich nun mehr Ahnung habe als vorher...eigentlich schon, aber das war nicht schwierig :blink:

 

Genau - hat nichts mit dem Forum zu tun. Oder doch - ich habe hier von dem Fernkurs erfahren.

Und nur belegt, weil Martin gedrängelt hat.

Edited by jakob.
Link to comment
Share on other sites

Das Forum schließt hie und da einige Wissenlücken, doch.

Man kann mal nach Dokumenten oder Erklärungen frgane, die man nirgens findet. Das ist super!

 

Der Austausch mit den A&As erweitert auch meinen Horizont, auch keine Frage.

 

Ob das aber nun groß auf meine "theol. Entwicklung" Einfluß nimmt, kann ich nicht sagen.

 

Ich kann nur sagen, daß Austausch immer zur Selbstwerdung hilft.

Link to comment
Share on other sites

Ich selbst sehe mich jetzt schon "theologisch konservativer" als vor ein paar Jahren, die Beschäftigung mit Theologie und die Auseinandersetzung mit den Argumenten führten mich einfach dahin (muss für andere ja nicht gelten). Gleichzeitig bin ich aber wohl auch etwas gelassener geworden, keine Ahnung.

So sehr es mich graust - geht mir genauso. Dabei wär ich doch so gern im Mainstream... :blink:

Link to comment
Share on other sites

Guest Juergen

Das mit dem "Mainstream" oder "Mehrheiten" etc. ist so eine Sache.

 

Da will ich doch mal eine Begebenheit, oder mehr eine "Anekdote" zum Besten geben:

 

Während des Studiums kam ich mit meinem Dogmatiker ins Gespräch.

Er erzählte mir - beinahe entrüstet - daß ihm jemand gesagt habe, er sei besonders romtreu/linientreu. Er meinte, er würde sich niemals von einer "Partei" oder Strömung oder Denkrichtung beeinflussen lassen.

Sein Ansatz sei eher logisch korrekt zu denken auf dem Weg zur Wahrheit.

Daß seine Ergebnisse mit der Lehrmeinung der Kirche immer 100% übereinstimmen sei reiner Zufall ! :blink:

 

 

Und die Moral von der Geschicht'

 

Es geht nicht um (Mehrheits)meinungen, sondern um die Wahrheit !

Edited by Juergen
Link to comment
Share on other sites

Guest Juergen
Und die Moral von der Geschicht'

 

Es geht nicht um (Mehrheits)meinungen, sondern um die Wahrheit !

Ach,

es ist so schön sich selbst zu zitieren,

aber diese Aussage würde wunderbar in den "Eucharistie"-Thread passen. :blink:

Link to comment
Share on other sites

Ich habe meinen Grundkurs Theologie vor ein paar Tagen "mit Erfolg" absolviert.

Ob ich nun mehr Ahnung habe als vorher...eigentlich schon, aber das war nicht schwierig  :blink:

 

Genau - hat nichts mit dem Forum zu tun. Oder doch - ich habe hier von dem Fernkurs erfahren.

Und nur belegt, weil Martin gedrängelt hat.

Hallo jakob,

 

herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Abschluß des Theologiestudiums!

 

Martin, der gedrängelt hat, und meine Wenigkeit, wir trödeln noch ein bisschen rum. Was machst Du nun mit dem Grundkurs, machst Du weiter?

 

Liebe Grüße, Gabriele

Link to comment
Share on other sites

Lieber Ralf,

 

in den letzten Jahren hat sich mein "theologisches Denken weiterentwickelt", gar keine Frage! :blink:

Dieses Forum hat einen großen Anteil daran, auch keine Frage. Aber wenn nicht hier, dann hätte ich mich sicher in einem anderen Forum beteiligt und mich möglicher Weise in eine andere Richtung weiterentwickelt.

Wie jakob habe auch ich hier vom Fernkurs erfahren und durch Martin ermutigt, damit angefangen.

Dann gibt es noch zwei, drei Forenmitglieder, mit denen ich auch außerhalb des Forums Kontakt habe und die mich in vielem weiterbringen.

Ich habe sehr viel gelernt hier im Forum.

Im übrigen kann ich mich Sven anschließen.

 

Liebe Grüße, Gabriele

Link to comment
Share on other sites

In meiner Sturm und Drangzeit (18-22) hab ich damals viele Diskussionen mit unserem Kaplan geführt, viel gelesen u.a. das Buch von Satory: „In der Hölle brennt kein Feuer“.

Ich habe das Buch dieses Jahr wieder gelesen: Es ist im Ikvu-Stil bzw. „Kuschelchristentum“ geschrieben und die Hauptaussage ist etwa: Was die Kirche lehrt ist unbarmherzig und falsch – alle kommen sowieso in den Himmel. Damals hatte das Lesen dieses Buches bei mir die Wirkung, dass ich mich von der Kirche weitgehend abwandte (konservativer Sch...haufen) und zum U-Boot-Christen wurde, der glaubt, dass Gott ein lieber Gott ist, der zufrieden ist, wenn man versucht ein netter Mensch zu sein. Die 3 Kinder die wir bekamen wurden getauft, kommuniziert; auch wurde ich der Pate von zwei Neffen – aber ansonsten war das Glaubensleben weitgehend = Null.

 

In einer Lebenskrise erfüllte ich mir einen langgehegten Wunsch und fuhr nach 14 Tage allein nach Israel (als Student wollte ich mit einem israelischen Freund schon dorthin – hatte sich dann aber zerschlagen). Meine Zeit in Israel war wie ein „Comming home“. Israel empfing mich, wie den verlorenen Sohn. Ich war ohne Plan über Zypern mit dem Schiff dorthin gefahren – dennoch klappte vor Ort alles, wie von Zauberhand geführt.

 

Nach Israel wollte ich nun genauer wissen, wer da seine Hand über/unter mich gehalten hatte und fing an zu fragen forschen, lernen eine Beziehung zu Gott aufzubauen. Allmählich ( in den letzen 8 Jahren) wurde ich zu dem, wie ihr mich heute kennt. :blink:.

 

Mein persönliches Fazit: Die Botschaft des „Kuschelchristentums“ haben mich ca. 30 wertvolle Glaubensjahre gekostet, von denen ich einige „nacharbeiten“ konnte – andere jedoch – leider unwiderruflich verloren sind.

 

Vielleicht versteht ihr jetzt eher meine Abneigung gegenüber dieser „Kuscheltheologie“

 

Tach zusammen

Erich

Link to comment
Share on other sites

herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Abschluß des Theologiestudiums!

 

Martin, der gedrängelt hat, und meine Wenigkeit, wir trödeln noch ein bisschen rum. Was machst Du nun mit dem Grundkurs, machst Du weiter?

Hallo Gabriele,

 

danke für die Glückwünsche. Von Theologiestudium würde ich doch nicht sprechen wollen - es ist ja

"nur" ein Grundkurs.

Ja, den Aufbaukurs werde ich ab September belegen, denn die Themen hören sich interessant genug an. Und die letzten Monate des Grundkurses haben mir auch zunehmend Freude bereitet.

 

jakob.

Link to comment
Share on other sites

In einer Lebenskrise erfüllte ich mir einen langgehegten Wunsch und fuhr nach 14 Tage allein nach Israel (als Student wollte ich mit einem israelischen Freund schon dorthin – hatte sich dann aber zerschlagen). Meine Zeit in Israel war wie ein „Comming home“. Israel empfing mich, wie den verlorenen Sohn. Ich war ohne Plan über Zypern mit dem Schiff dorthin gefahren – dennoch klappte vor Ort alles, wie von Zauberhand geführt.

 

Nach Israel wollte ich nun genauer wissen, wer da seine Hand über/unter mich gehalten hatte und fing an zu fragen forschen, lernen eine Beziehung zu Gott aufzubauen. Allmählich ( in den letzen 8 Jahren) wurde ich zu dem, wie ihr mich heute kennt. :blink:.

 

...

 

Vielleicht versteht ihr jetzt eher meine Abneigung gegenüber dieser „Kuscheltheologie“

Ja Erich, jetzt verstehe ich das, obwohl ich noch nie eine Anhängerin des von Dir so genannten "Kuschelchristentums" war. Wenn ich heute eine wachsende Abneigung dagegen verspüre, so hat das gewiss etwas mit diesem Forum zu tun.

 

Meinen "theologischen" Weg ging und gehe ich nach wie vor nicht in oder mit diesem Forum. Da ziehe ich noch immer, und neuerdings wieder verstärkt, die Auseinandersetzung von Angesicht zu Angesicht vor und schicke ein Dankgebet zum Himmel, wenn Gott mir mal wieder jemanden über den Weg schickt, mit dem solche Auseinandersetzungen möglich sind, nach denen man sich vorkommt, als habe man soeben mal wieder einen Schritt aus dem eigenen Schatten heraus getan.

 

Ach ja, und die Synagoge, später noch Israel: Beides war auch für mich ein "coming home".

 

Mein "Lieblingsthema" ist noch immer der Kampf Jakob's am Jabbok.

 

:angry:

 

 

Corinna

Edited by Corinna
Link to comment
Share on other sites

Hallo,

 

ich habe diesen Thread seinerzeit wegen Urlaubs nicht mitbekommen.

 

Also, ich bin im Laufe meiner Glaubensentwicklung, die ja gerademal ca. 3 Jahre dauert, "katholischer" geworden. :blink:

 

Bei meiner Hinwendung zu Gott stand ich der katholischen Theologie sehr skeptisch und zweifend gegenüber. Ich hielt vieles für fragwürdig und widersprüchlich, manches für nicht im Einklang mit dem Wort Gottes stehend.

 

Zu Beginn meines Glaubensweges war bzw. blieb ich katholisch wegen meiner katholischen Wurzeln und wegen der Tatsache, dass ich besonders durch die katholische Kirche und katholische Christen zum lebendigen Glauben an Gott gekommen bin.

 

Aber recht bald wurde ich zur "Überzeugungstäterin". :wub:

 

Meine Überzeugung, dass die katholische Lehre "wahr" ist, wurde durch die Beschäftigung mit dem Wort Gottes und der katholischen Theologie - auch, aber nicht nur hier im Forum - und durch die Glaubenspraxis mehr und mehr verstärkt.

 

Manches sehe ich auch heute noch skeptisch, aber wesentlich weniger als ganz zu Beginn meines Glaubenslebens und auch weniger als noch vor ca. einem Jahr. Die Unfehlbarkeit des Papstes und die Mariendogmen, die mir Schwierigkeiten bereiteten, kann ich inzwischen zumindestens akzeptieren, wenn ich diese Auffassungen auch nicht teile.

 

Ich kann also jetzt das ganze Glaubensbekenntnis inklusive der Wendung "... an die heilige katholische Kirche ..." ( :blink: ) aus ganzem Herzen beten. :angry:

 

Dass gerade kurz nachdem ich soweit war, ein Firmvorbereitungskurs für Erwachsene in unserer Gemeinde angekündigt wurde, halte ich nicht für Zufall, sondern für einen Hinweis Gottes an mich. Ich habe mich natürlich angemeldet und werde also Ende November gefirmt. Ich freue mich total darüber und bin sehr, sehr dankbar. :lol:

 

(Es hat mir schon seit ca. 10 Tagen "in den Fingern gekribbelt", euch das zu erzählen. :blink: )

 

Liebe Grüße

Angelika

Link to comment
Share on other sites

Dass gerade kurz nachdem ich soweit war, ein Firmvorbereitungskurs für Erwachsene in unserer Gemeinde angekündigt wurde, halte ich nicht für Zufall, sondern für einen Hinweis Gottes an mich. Ich habe mich natürlich angemeldet und werde also Ende November gefirmt. Ich freue mich total darüber und bin sehr, sehr dankbar.  :P

 

(Es hat mir schon seit ca. 10 Tagen "in den Fingern gekribbelt", euch das zu erzählen. :blink: )

 

Liebe Grüße

Angelika

*mitfreu*

 

Bei mir liegt die Firmung zwar schon sehr lange zurück, aber ich hole gerade den Firmkurs nach.

 

:P

 

Doppelt: mit meiner Tochter, die sich vor drei Jahren von der Firmung zurückstellen ließ und jetzt einen sehr guten Firmkurs für junge Erwachsene besucht, und nebenbei, ganz für mich persönlich - ich habe da jemanden gefunden, der sich gut mit dem Heiligen Geist auskennt.

 

:P

 

An einen Zufall mag ich auch nicht glauben: Da kommt genau in einer Phase, in der man sich für ein bestimmtes Thema öffnen kann, jemand daher, der kompetenter nicht sein könnte, um einen an die Hand zu nehmen und ein paar Schritte weiter zu führen.

Edited by Corinna
Link to comment
Share on other sites

An einen Zufall mag ich auch nicht glauben

da kann ich Dich beruhigen.

 

Du mußt nicht an Zufälle glauben.

 

Es gibt nämlich keine Zufälle.

 

:-)

Link to comment
Share on other sites

Also ich habe hier viel gelernt - auch und gerade von den Fundis. Nicht, daß ich ihnen immer zustimme, aber es gut, wenn einen einer mal auf den Boden der kirchlichen Lehre zurückholt, wenn man gar zu pragmatisch (oder gar kuschelig) herumschludert.

 

Will sagen: ich bin, wie Du, Ralf, eher konservativer geworden. Dazu hat auch die Auseinandersetzung mit den A+As beigetragen, die einen oft veranlasst, mal nachzusehen, was wirklich da steht - und siehe da, es ist sehr gut! :blink:

Link to comment
Share on other sites

Ich war früher in diesen Dingen intoleranter als heute. Inzwischen kann ich mehr Nachsicht aufbringen, auch gegenüber Fundamentalisten.

 

Was mich allerdings noch immer etwas befremdet sind die extremen innerkatholischen Gruppierungen, von denen ich allerdings nur gerüchteweise gehört habe.

Edited by Squire
Link to comment
Share on other sites

Das lesen von Beiträgen der "Treuen" Katholiken,

ist eines der wenigen"Medialen"vergnügen,

in einer Medienwelt die vom"UnGeist"der

68er durch und durch geprägt ist! :ph34r:

 

Dieses Forum liefert mir da sogar Munition,

zum Verbalen schlagabtausch ausserhalb des Forums! :P

Ich weiss noch wie vorgestern ZUFÄLLIG mir jemand erzählen

wollte,das man im Mittelalter glaubte die Welt sei eine Scheibe! :P

Erichs Thema war zeitlich für mich EXAKT gesetzt!!! :blink:

Und sooooo vieles mehr...... :P

 

Wer weiss wieviele andere noch inspiriert wurden? :P

Link to comment
Share on other sites

Urlange dabei bin ich zwar nicht, aber durch das Forum habe ich festgestellt, dass ich wohl eher der sogenannten konservativen Fraktion angehöre. (Betonung auf „eher“.) Dass meine Gemeinden so waren, habe ich bemerkt, aber mich selbst habe ich gerne als flott und fortschrittlich gesehen. Bei dem Wort „konservativ“ erschienen mir immer ein wadenlangem Faltenrock, flache Absätze und eine verkniffene Miene. – Nun muss ich mit dieser Korrektur des Selbstbildes erst mal klar kommen ... schwierig. :blink:

Link to comment
Share on other sites

 Share

×
×
  • Create New...