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Sonntagsevangelium 10.Aug


Monika
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19. Sonntag im Jahreskreis

 

„Wer dieses Brot isst, wird nicht sterben; er wird in Ewigkeit leben.“ Damit hat Jesus den leiblichen Tod nicht abgeschafft, im Gegenteil, er nimmt ihn ernst. Biologisch hat der Mensch, als dieser Mensch, keine Zukunft. Aber der Mensch, den Gott angeschaut und angesprochen hat, der Mensch, dessen Leben eins geworden ist mit dem Leben des menschgewordenen Gottessohnes, der ist in das Leben eingetreten, das für immer bleibt.

 

 

 

Zur 1. Lesung Die Wanderung des Propheten Elija zum Gottes­berg Horeb hatte als Flucht vor dem Zorn der Königin Isebel begon­nen. Dann wurde sie, durch die Begegnung mit dem Gottesboten, zu einer Pilgerreise, einer Rückkehr an die Quellen des reinen Glaubens. Am Propheten wiederholen sich die Erfahrungen Israels in der Wüste: Müdigkeit und Verzweiflung. Jeder Prophet muss durch diese Nacht hindurchgehen. Aber Gott verlässt ihn nicht. Elija isst das Brot, das ihm der Engel hinstellt, und trinkt das frische Wasser. Dann geht er seinen Weg weiter bis zum Berg der Gottesbegegnung.

 

 

 

1. Lesung 1 Kön 19, 4-8

 

Durch diese Speise gestärkt, wanderte er bis zum Gottesberg

 

Lesung aus dem ersten Buch der Könige

 

4Er selbst ging eine Tagereise weit in die Wüste hinein. Dort setzte er sich unter einen Ginsterstrauch und wünschte sich den Tod. Er sagte: Nun ist es genug, Herr. Nimm mein Leben; denn ich bin nicht besser als meine Väter.

 

5Dann legte er sich unter den Ginsterstrauch und schlief ein. Doch ein Engel rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss!

 

6Als er um sich blickte, sah er neben seinem Kopf Brot, das in glühender Asche gebacken war, und einen Krug mit Wasser. Er aß und trank und legte sich wieder hin.

 

7Doch der Engel des Herrn kam zum zweiten Mal, rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Sonst ist der Weg zu weit für dich.

 

8Da stand er auf, aß und trank und wanderte, durch diese Speise gestärkt, vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Gottesberg Horeb

 

 

 

Zur 2. Lesung Der Heilige Geist, Siegel und Garantie unserer Erlösung, ist der Geist der Liebe, die Glut der Gottheit. Man kann die­sen Geist „betrüben“, „beleidigen“, durch die kleinen Unmenschlich­keiten, von denen in der Lesung die Rede ist. Diese widersprechen dem Wesen Gottes ebenso wie der Berufung der Christen. Gott allein ist die Norm für das Verhalten der Menschen, die von ihm geliebt, als seine Kinder angenommen und von seinem Geist geprägt sind.

 

 

2. Lesung Eph 4, 30 - 5, 2

 

Liebt einander, weil auch Christus uns geliebt hat

 

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser

 

30Beleidigt nicht den Heiligen Geist Gottes, dessen Siegel ihr tragt für den Tag der Erlösung.

 

31Jede Art von Bitterkeit, Wut, Zorn, Geschrei und Lästerung und alles Böse verbannt aus eurer Mitte!

 

32Seid gütig zueinander, seid barmherzig, vergebt einander, weil auch Gott euch durch Christus vergeben hat.

 

1Ahmt Gott nach als seine geliebten Kinder,

 

2und liebt einander, weil auch Christus uns geliebt und sich für uns hingegeben hat als Gabe und als Opfer, das Gott gefällt.

 

 

 

Zum Evangelium Für die Zeitgenossen Jesu war es schwer, seinen unerhörten Anspruch hinzunehmen. Wie soll dieser Mensch einer wie wir, vom Himmel herabgekommen sein? Wie kann er Brot sein für das Leben der Welt? In der Tat, das kann niemand glauben, wenn nicht der Vater ihn dazu befreit. Es gibt keinen Glauben ohne die große Umkehr des Herzens. Wir müssen es geschehen lassen, dass Gott uns führt und belehrt.

 

 

 

Evangelium Joh 6, 41-51

 

Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

 

41Da murrten die Juden gegen ihn, weil er gesagt hatte: Ich bin das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.

 

42Und sie sagten: Ist das nicht Jesus, der Sohn Josefs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie kann er jetzt sagen: Ich bin vom Himmel herabgekommen?

 

43Jesus sagte zu ihnen: Murrt nicht!

 

44Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt; und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.

 

45Bei den Propheten heißt es: Und alle werden Schüler Gottes sein. Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen.

 

46Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen.

 

47Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben.

 

48Ich bin das Brot des Lebens.

 

49Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben.

 

50So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben.

 

51Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt.

 

(Quelle Erzabtei Beuron)

 

 

 

Für den Tag und die Woche

 

Der Leib Christi Willst du den Leib Christi verstehen, dann höre, was der Apostel zu den Gläubigen sagt: Ihr seid der Leib Christi, und jeder Einzelne ist Glied an ihm (1 Kor 12, 27). Wenn ihr also der Leib Christi und seine Glieder seid, dann ist es euer eigenes Mysterium, das auf den Tisch des Herrn gelegt wird; was ihr empfangt, ist euer Mysterium. Zu dem, was ihr seid, antwortet ihr: Amen, und antwortend unterschreibt ihr es. Du hörst, was man dir sagt: Der Leib Christi, und du antwortest: Amen. Sei also wirklich der Leib Christi, damit dein Amen wahr ist. (Augustinus)

Edited by Moni
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Da stand er auf, aß und trank und wanderte, durch diese Speise gestärkt, vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Gottesberg Horeb

 

Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, (ich gebe es hin) für das Leben der Welt.

 

Herr, Du bist alles, was ich brauche.

Stärke mich mit dem, was ich benötige,

nimm weg, was mich behindert

auf dem Weg zu Dir.

Amen

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Jede Art von Bitterkeit, Wut, Zorn, Geschrei und Lästerung und alles Böse verbannt aus eurer Mitte!

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Wurde nicht in der Vergangenheit zu sehr die Betonung auf die Realpräsenz gelegt, dass die symbolische Dimension (die in der Kirchenväterzeit wichtig war) ganz zurückgegangen worden ist. Irgendwann haben die Gesten und Symbole nichts mehr bedeutet. Das Brot wurde durch diese papierähnliche Hostie ersetzt, die Kelchkommunion wurde abgeschafft. Müsste man nicht diese Symbole wieder neu entdecken? Man braucht eigentlich gar nichts Neues zu erfinden, sondern nur das, was da ist, neu erfinden.

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