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Zeugen Jehovas = Christen?


Cano
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Fasolt:

 

 

Hallo alle zusammen!

 

Sie waren mal wieder an meier Türe, jene "Religionsgemeinschaft, die die neusten Daten des Weltuntergangs gerne persönlich vorbeibringt"(Onkel Hotte).

Ich ahtte keine Zeiot, wuir machten einen Termin aus und die beiden Damen waren da...

 

Sie empfanden sich als die einzig wahren Christen, erzählten von der Kreationslehre, erläuterten die Blutverweigerung ( Bergründung Speisevorschrift aus dem AT), wehrten sich ein Lamm zur Geburt ihres Kindes zu opfern (auch ein Gebot aus Levitucus, also AT) , nannten sich aber aufgrund ihres Bekenntnisses zu dem Gesalbten Christen... von caritativen Werken hörte ich nichts, auch nichts anderes vom Missionsauftrag 8hier mal fix zum NT gesprungen). Abgesehen von dem ewigen Gehopse zwischen Livitucus, Markus, Offenbarung und Psalmenauszügen besorgte ich mir über sie eine "interessante" Übersetzung der Hl.Schrift

Was sind sie- Christen ?

 

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FasoltERAMQVODESERISQVODSVM

 

Beiträge gesamt: 37 | Dabei seit: Juli 2001 | Erstellt: 18:28 - 19.Juli.2001 | IP

 

 

pedrino:

 

Zitat von Fasolt am 18:28 - 19.Juli.2001

H

Was sind sie- Christen ?

 

 

 

Nein, Gläubige.

 

Und, jeder Krämer lobt seinen Kram.

 

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Gruß Pedrino

....................

Stelle Forderungen an andere und an die Gesellschaft immer so, als wenn du deren Auswirkungen zu tragen hättest.

 

Beiträge gesamt: 1460 | Dabei seit: Februar 2001 | Erstellt: 18:44 - 19.Juli.2001 | IP

 

 

Anna:

 

 

Hallo Fasolt.

 

Sie sind eine Sekte. Im letzten Jahr wurde ihnen, weil sie sich außerhalb der Demokratie bewegen, sogar die Gemeinnützigkeit verweigert.

 

Herzliche Grüße Anna

 

Beiträge gesamt: 118 | Dabei seit: März 2001 | Erstellt: 1:28 - 20.Juli.2001 | IP

 

 

jomavedo:

 

 

Liebe Anna,

was soll denn das für ein aufgelegter Unsinn sein.

 

Was ist ein Christ? Welche der über zweihundert versplitterten und untereinander verfeindeten "christlichen" Glaubensgruppen (denen Jesus eigentlich auch die Feindesliebe aufgetragen hat und die sich zumindest untereinander nicht ständig in den Haaren liegen sollten) sind nun Christen? Was soll das ganze Ökumene hin Ökumene her - Spiel, das in Wirklichkeit mehr von Rückschlägen als von Fortschritten lebt?

 

Wenn diese rechthaberischen (jeder glaubt, dass seine Lehre die richtige ist) und untereinander zerstrittenen "Christen" der Körper Jesu sind, dann ist dieser Körper ziemlich krank. Oder irre ich mich hier??

 

Glaubst du wirklich, dass diese unsinnigen Gesetze von wegen anerkannten und nicht-anerkannten "Religionsgemeinschaften auch nur im Geringsten mit Gott abgesprochen sind. Glaubst du, dass Jesus, wenn er selbst Papst, Bischof, Priester oder Sektenexperte wäre auch so freimütig gegen das 8. Gebot verstoßen würde?

 

Schau einmal auf http://www.religionsfreiheit.at hinein. Dort liest du Dinge, die deine Frisur ziemlich auffallend machen werden. (Die Haare werden dir zu Berge stehen)

 

Vom Verhalten her sind die "Anerkannten" Glaubensgemeinschaften oft viel, viel unchristlicher als die sogenannten Sekten. Dieser Wahrheitsbeweis ist sehr leicht anzutreten

 

 

 

(Geändert von jomavedo um 8:07 - 20.Juli.2001)

 

 

(Geändert von jomavedo um 8:44 - 20.Juli.2001)

 

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Herzliche Grüsse Jomavedo

 

Beiträge gesamt: 22 | Dabei seit: Juli 2001 | Erstellt: 8:05 - 20.Juli.2001 | IP

 

 

Fasolt:

 

Interessant, aber ab wann ist denn dann eine Sekte christlich?

Muß man finanzjuristisch gemeinnützig, sein um christlich zu sein.

 

Also ist die vernarrte Omma uas dem niederbayrischen Rosenkranzgeschwader evtl. nicht christlicher als die der Königreichssäle selige Klinkenputzer?

Das versteh ich nicht...

 

Verwirrt

 

-----

FasoltERAMQVODESERISQVODSVM

 

Beiträge gesamt: 37 | Dabei seit: Juli 2001 | Erstellt: 18:12 - 20.Juli.2001 | IP

 

 

Falk:

 

Zeugen Jehovas bekennen wie Petrus, dass Jesus Gottes Sohn und der Messias ist.

Ich meine, wenn heute Theologieprofessoren, die beides bestreiten, als Christen durchgehen und sogar von den christlichen Kirchen bezahlt werden, dann kann man den Zeugen Jehovas das Christ-Sein nun wirklich nicht absprechen ;-)

 

Beiträge gesamt: 177 | Dabei seit: Februar 2001 | Erstellt: 19:13 - 20.Juli.2001 | IP

 

 

amine:

 

Lieber Falk,

 

ich bin voll und ganz deiner Meinung.

 

(Geändert von amine um 16:16 - 21.Juli.2001)

 

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Liebe Grüsse

amine

 

Beiträge gesamt: 53 | Dabei seit: Mai 2001 | Erstellt: 16:14 - 21.Juli.2001 | IP

 

 

Ralf:

 

Hallo!

 

Falks Einwand ist mehr berechtigt, aber da die ZJ die Trinität ablehnen (habe mich schon sehr lange mit einigen unterhalten, bei denen war das so), sind sie keine Christen, so wie Arianer und Subordinaten auch keine sind. Schaut mal in Bücher der Kirchengeschichte rein, hats alles schon gegeben.

 

Paz Y Bien,

Ralf

 

 

(Geändert von Ralf um 12:06 - 22.Juli.2001)

 

Beiträge gesamt: 305 | Dabei seit: Februar 2001 | Erstellt: 11:57 - 22.Juli.2001 | IP

 

 

Yvesmanuel:

 

Hallo zusammen,

hier geht es um die Frage, ob die Zeugen Jehovas CHRISTEN sind.

Ich bin bei den Zeugen Jehovas aufgewachsen und habe mich im Alter von 15 Jahren von ihnen getrennt. Das ist nun 23 Jahre her. Über meine Erfahrungen möchte ich an dieser Stelle gerne einiges berichten.

 

In den Jahren zwischen meinem 12. und 15 Lebensjahr war ich bei den ZJ ziemlich aktiv. Das heißt, obwohl ich eigentlich kein getaufter Zeuge Jehovas war, ging ich regelmäßig zu den Versammlungen und auch mit älteren ZJ in den Predigtdienst. Meine Eltern waren zu dieser Zeit bei den ZJ inaktiv, so daß ich der einzige aus der Familie war, der die Versammlung hochhielt.

Ich war von der Wahrheit ihrer Lehre vollkommen überzeugt und es war zu damaliger Zeit mein Wunsch,

mein Leben einmal ganz in den Dienst Jehovs zu stellen;

ich wollte "Pionier", d.h. "hauptberuflich" ein Verkündiger der "Guten Botschaft" werden.

 

War es die damalige "pubertäre Phase", die mich zum Nachdenken brachte? Ich weiß es nicht. Jedenfalls begannen mich irgendwann Zweifel zu plagen, ob denn

eine Gemeinschaft überhaupt das Recht hat, sich als die

"einzig wahre" Religionsgemeinschaft zu bezeichnen.

 

Ich muß zugeben, daß ich recht bald die Konsequenz gezogen habe und nicht mehr zu den Versammlungen ging. Da meine Eltern inaktiv waren, fiel mir das nicht allzu schwer.

Der Ärger, den so manche Aussteiger haben, blieb mir dadurch erspart. Interessant ist allerdings die Tatsache

-und da wundere ich mich noch heute darüber- daß damals kein einziger Ältester bei mir aufgetaucht ist, der mich fragte, wo ich denn bliebe. Anscheinend hat mich keiner in der Versammlung vermißt.

All dies geschah erst 3 Jahre später, als ich 18 Jahre alt war. Es tauchten einige Zeugen Jehovas bei meiner Mutter auf und brachten sie dazu, wieder bei den ZJ aktiv zu werden. Mein Vater wurde dann durch meine Mutter wieder aktiviert und auch meine jüngere Schwester begann, bei den ZJ aktiv zu werden. Bei mir allerdings konnten sie nichts mehr ausrichten. Meine

Trennung blieb konsequent; bis heute.

 

Wie ist nun mein Weg weiter verlaufen?

Zunächst begann ich, nach einer Religion zu suchen, die mir Herz u n d Verstand gleichermaßen befriedigt.

Dadurch kam ich mit der christlichen Mystik in Verbindung

und las als erstes die Bücher von Jakob Lorber.

Mir gefiel, was darin geschrieben stand: "Auf der Erde gibt es n u r e i n e wahre Kirche; und das ist die LIEBE".

 

Ich vertiefte mich in das Werk Lorbers, hielt mich aber stets offen für die mystischen Erfahrungen anderer Gottesfreunde. Ja, "Gottesfreunde"; diese mittelalterliche Bewegung um Johannes Tauler in Straßburg hat mich ziemlich fasziniert und auch lange beschäftigt.

Meister Eckhard, Johannes Tauler und Heinrich Seuse, das waren meine besonderen "Lieblinge".

 

Im Jahre 1995 wurde ich dann auf die Mystik des Islam (Sufismus)aufmerksam, als Frau Professorin Annemarie Schimmel den "Friedenspreis des Deutschen Buchhandels"

erhielt. Die Diskussion, ob Frau Schimmel würdig sei, diesem Preis zu erhalten, machte mich neugierig.

 

So begann ich ihre Bücher zu lesen; besonders verbunden fühlte ich mich dem Sufi-Meister Rumi, dessen Schriften mich sehr faszinierten. Auch andere Sufi-Meister begann ich zu lesen und bedauerte es stets,

daß ich diese Schriften nicht in den Originalsprachen

Arabisch, Persich und Türkisch lesen konnte.

 

Vor 2 Jahren fand ich zur indischen Spiritualität und begegnete dem spirituellen Meister Sathya Sai Baba,

in dessen Lehre ich die Fülle dessen fand, was ich vorher bei Lorber, den "Gottesfreunden" und den Sufis entdeckt hatte.

 

Für Sai Baba spielt die Zugehörigkeit zu irgend einer Religion keine Roll. Der Christ lebe als Christ, der Muslim sei ein guter Muslim usw.

Sai Baba lehrt die Quintessenz dessen, was im Wesentlichen alle Mystiker verkünden: "Suche Gott in Dir!"

Dabei sagt er: "Setze keine Religion herab und gib keiner den Vorzug". Seine Botschaft lautet, wie die, die ich auch bei Jakob Lorber vernommen habe: "Auf der Erde gibt es nur eine wahre Religion; und das ist die Liebe".

 

Wenn ich mich heute für Chassidim (jüdische Mystik), christliche Mystik und Sufismus interessiere, so finde ich in all diesen Richtungen die EINE, alles umfassende Botschaft Gottes: "Gott ist (in uns) gegenwärtig, lasset uns anbeten und in Ehrfurcht vor ihn treten" -Gerhard Tersteegen.

 

Die Frage "Sind die Zeugen Jehovas Christen?" möchte ich aus heutiger Sicht so beantworten:

Ja, sie sind Christen, mit ihrem ganz individuellen Weg zu Gott. Sie bemühen sich darum, nach den Geboten Gottes, wie sie sie aus der Bibel erkennen, zu leben und daher darf man sagen, daß sie es aufrichtig meinen.

Was mich bei ihnen abstößt, ist der Fanatismus, mit dem sie anderen Menschen ihre Ansicht aufdrängen wollen.

 

Mir persönlich wäre es bei ihnen -geistig gesehen- "zu eng". Ich durfte die Weite der Botschaft Gottes erfahren und könnte mich nie mehr in eine "exclusive Gruppierung" hineinzwängen lassen, welche verkündigt, daß nur sie allein die Wahrheit besäße und alle anderen eben falsch liegen.

 

Toleranz im religiös-spirituellen Bereich, die Achtung vor der Ansicht des Anderen, ohne dabei den eigenen Weg aus dem Blick zu verlieren: das ist es, was unsere größtenteils säkularisierte Welt braucht. Nur so findet die suchende Seele heim zu ihrem Herrn, der nirgendwo anders zu finden ist, als in unserem Herzen.

 

 

"Ich war ein verborgener Schatz und wollte gefunden werden!"

aus dem Sufismus

 

-----

Manuel

 

Beiträge gesamt: 4 | Dabei seit: Juli 2001 | Erstellt: 9:57 - 23.Juli.2001 | IP

 

 

 

 

(Geändert von Cano um 18:10 - 23.Juli.2001)

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Erich:

 

Lieber Yvesmanuel

 

>>Sai Baba lehrt die Quintessenz dessen, was im Wesentlichen alle Mystiker verkünden: "Suche Gott in Dir!" <<

 

das ist Pantheismus. Darin fällt eine Seele zürück, wenn man sie sich selbst überlässt und die Frage nach der Wahrheit aufgegeben wird. Das Motto dieser Pseudo-Religion ist: „Ist doch eh alles egal“. Wenn Du das für richtig hältst, dann mach weiter damit.

 

Gruß

Erich

 

PS: Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!

 

Beiträge gesamt: 1005 | Dabei seit: Februar 2001 | Erstellt: 10:16 - 23.Juli.2001 | IP

 

 

Cano:

 

>> das ist Pantheismus. Darin fällt eine Seele zürück, wenn man sie sich selbst überlässt und die Frage nach der Wahrheit aufgegeben wird. << (Erich an Yvesmanuel)

 

 

Solange die Frage nach der Wahrheit gestellt wird, ist die Seele offen.

 

Wenn die Frage nach der Wahrheit aufgegeben wird, landet die Seele beim Katholizismus.

 

>> Ich durfte die Weite der Botschaft Gottes erfahren und könnte mich nie mehr in eine "exclusive Gruppierung" hineinzwängen lassen, welche verkündigt, daß nur sie allein die Wahrheit besäße und alle anderen eben falsch liegen. << (Yvesmanuel)

 

Meinen Glückwunsch zu dieser Einstellung.

 

Wer behauptet, die Wahrheit zu besitzen, liefert das sicherste Anzeichen dafür, daß er sie nicht besitzt.

 

 

 

Beiträge gesamt: 2031 | Dabei seit: Februar 2001 | Erstellt: 10:40 - 23.Juli.2001 | IP

 

 

Lichtlein:

 

Zitat von Erich am 10:16 - 23.Juli.2001

Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein!

 

Lieber Erich - eine höchst christliche Argumentationsweise!

 

Zitat von Cano am 10:40 - 23.Juli.2001

Solange die Frage nach der Wahrheit gestellt wird, ist die Seele offen.

Wenn die Frage nach der Wahrheit aufgegeben wird, landet die Seele beim Katholizismus.

 

Lieber Cano!

Was ist Wahrheit? Wahrheit ist subjektiv - zumindest für den Physiker seit ca. 100 Jahren (Entdeckung der Quantenphysik durch Max Planck). Je nach Fragestellung (Versuchsaufbau) sehe ich Teilchen oder Wellen; das meiste ist möglich (wenn auch vielleicht unwahrscheinlich), (fast) nichts ist zwingend ... Cano, wie definierst Du Seele?

 

Aber zurück zum Thema: Ich kenne die ZJ aus eigener Anschauung, sie lesen fast nur das AT und sehen Jesus nicht als Gottessohn und Erlöser. Damit sind sie für mich keine Christen - oder wie würdet Ihr "Christ" definieren?

Lichtlein.

 

-----

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

(Erich Kästner)

 

Beiträge gesamt: 24 | Dabei seit: Juli 2001 | Erstellt: 11:18 - 23.Juli.2001 | IP

 

 

Yvesmanuel:

 

An Erich:

"Wer offen ist für alles, kann nicht ganz dicht sein"

 

Lieber bin ich "nicht ganz dicht", als mich in irgend eine Gruppierung einzwängen zu lassen, die mir vorschreibt, was ich zu glauben habe.

Wenn Du meine Gottesvorstellung als "Pantheismus" bezeichnest, hast Du meine Ausführungen nicht richtig verstanden (oder ich habe mich nicht klar genug ausgedrückt; dann tut es mir leid) und Dich niemals genug mit der Mystik befasst, die es auch ganz stark in der katholischen Kirche gibt.

 

Lies mal Teresa von Avila oder Johannes vom Kreuz...

 

 

Für Lichtlein:

 

ob die Zeugen Jehovas nur deshalb keine Christen sind, weil sie nicht an die Trinität glauben, wage ich zu bezweifeln.

Sie stehen voll hinter der paulinischen Lehre vom Sühnopfer Jesu Christi; soviel ist klar, wenn man sich eingehend mit ihnen befaßt hat.

 

Daß das AT bei ihnen Vorrang hätte, kann ich ebenfalls verneinen, wenngleich sie in ihren Anschuungen stärker vom AT geprägt sind ("Reich Gottes auf Erden".

Da haben sie die Botschaft Jesu, "Das Reich Gottes ist inwendig IN Euch" nicht verstanden. Doch das trifft nicht nur auf die ZJ zu.

 

-----

Manuel

 

Beiträge gesamt: 4 | Dabei seit: Juli 2001 | Erstellt: 11:43 - 23.Juli.2001 | IP

 

 

Cano:

 

>> Cano, wie definierst Du Seele? << (Lichtlein)

 

 

Liebes Lichtlein,

 

über das, was Seele ist (oder sein könnte), kann man ganze Romane schreiben. Ich will es jedoch kurz machen und eher stichwortartig meine Vorstellung von 'Seele' skizzieren:

 

Die Seele ist nicht etwas, das dem materiellen Körper "aufgepfropft" ist (z.B. durch göttliche Einhauchung) und sich nach dem Tod sozusagen als eigenständiger Organismus wieder davon ablöst. Die Seele ist nichts Stoffliches. Sie ist, um mit Kant zu reden, kein "Ding an sich", sondern "das Subjekt der Bewußtseinsprozesse".

 

Seele ist "die von innen erfaßte, sich unmittelbar in ihrer Eigenqualität erlebende Organisation, von welcher die einzelnen Bewußtseinszustände abhängig sind, durch deren Zusammenwirken sie selbst konstruiert und charakterisiert ist". (R. Eisler)

 

Einfacher ausgedrückt: "Seele" ist ein Sammelbegriff für unser Innenleben, oder, im Sinne Humes eine Vielheit der Wahrnehmungen in ständiger Veränderung und Bewegung ohne eigentlichen Träger.

 

DIE Seele als eigenständiges und konkret faßbares Phänomen gibt es nicht.

 

Cano

 

 

 

Beiträge gesamt: 2031 | Dabei seit: Februar 2001 | Erstellt: 12:16 - 23.Juli.2001 | IP

 

 

Erich

 

Lieber Yvesmanuel,

 

>>Lieber bin ich "nicht ganz dicht", als mich in irgend eine Gruppierung einzwängen zu lassen, die mir vorschreibt, was ich zu glauben habe.<<

 

es geht nicht darum etwas „aufgezwängt“ zu bekommen, sondern das Christentum ist eine „Offenbarungsreligion“. Das ist ähnlich wie in der Schule – oder bist Du etwa Analphabet geblieben, weil Du Dir nicht die Buchstaben hast aufzwingen lassen? Die lernt man nämlich auch ganz dogmatisch.

 

>>Wenn Du meine Gottesvorstellung als "Pantheismus" bezeichnest, hast Du meine Ausführungen nicht richtig verstanden<<

 

na, christlich ist sie doch auf keinen Fall !

 

>>... und Dich niemals genug mit der Mystik befasst, die es auch ganz stark in der katholischen Kirche gibt<<

 

natürlich haben wir die Mystik auch bei uns Katholen. Wir machen doch auch manche Moden mit. Aber sie ist nicht das Fundament unseres Glaubens und nicht der einzige Weg zu Gott. Ja – im Gegenteil. Jesus verweist uns immer auf den Mit-Menschen, um in ihm Gott zu finden: „was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir=Gott getan“. Besser als jede Mystik kann ich nur sagen.

 

Und wenn Du meinst in Dir allein Gott zu finden, dann paß auf, daß Du die helle Seite Deiner Seele nicht für Gott hältst, denn dann wirst Du glauben, daß Du nicht erlöst werden musst. Das ist ganz typisch bei dieser Art von religiöser Verirrung!

 

Gruß

Erich

 

Beiträge gesamt: 1005 | Dabei seit: Februar 2001 | Erstellt: 13:11 - 23.Juli.2001 | IP

 

 

 

 

(Geändert von Cano um 18:06 - 23.Juli.2001)

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>> Aber lass es jetzt so. <<

 

 

Auf jeden Fall, Torsten,

 

ich habe nämlich keine Lust, einem Thread nachzulaufen, der dauernd seine Topic-Nummer ändert und sich in keiner Themenliste freiwillig zu erkennen gibt.

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Ahoi allerseits,

 

mit den Zeugen Jehovas habe ich persönlich relativ wenig Erfahrung, außer einigen Begegnungen an der Haustür. Einmal standen zwei Damen vor meiner Tür, die mir ein (zugegegebenermaßen hübsch gestaltetes) Büchlein anvertraut hatten. Ich unterhielt mich eine kurze Zeit mit ihnen, und dann waren sie auch wieder weg.

 

Bei dem Buch handelte es sich um eine (relativ ausführliche) Gegenüberstellung von Schöpfung und Evolution (wobei nach ZJ-Verständnis natürlich die Schöpfung in wörtlichem Sinne stattgefunden haben soll). Besonders aufgefallen sind mir die (liebevoll gestalteten) Bildchen in dem Buch, z. B. eine Darstellung des Paradieses mit handzahmen Tigern.

 

Ab und an begegnet man ja auch Leuten, die in Fußgängerzonen den "Wachtturm" anbieten.

 

viele Grüße

 

Olli

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Wie der Zeuge Jehovas sich und seine Welt sieht

 

Wo ein Wachtturm steht, ist eine Mauer meist nicht fern. In früheren Zeiten dienten Mauern in erster Linie zum Schutz. Mauern sind aber auich ein ideales Mittel, um Menschen voneinander zu trennen zu trennen. Die Freunde von den Feinden. Die Gefangenen von den Freien. Die Gläubigen von den Ungläubigen. Die Unwissenden von den Wissenden. Und dafür braucht man noch nicht einmal Mauern aus Stein, sondern muß nur Mauern in den Köpfen der Mensche errichten, die hoch genug sind, um unerwünschtes Gedankengut fern zu halten.

 

Eine Erkenntnis, die eigentlich jedem Zeugen Jehovas bewußt sein sollte, denn was das Aufbauen von geistigen Mauern angeht, hat die Wachtturm-Gesellschaft eine Geschichte, die über 100 Jahre zurückreicht. Nicht umsonst fühlen Sie sich im "geistigen Paradies" und nehmen dabei gar nicht wahr, das es sich in Wirklichkeit nur um ein geistiges Gefängnis handelt, das von der geistigen Mauer einer Organisation umgeben wird, die sinnigerweise unter dem Markenzeichen des Wachtturms auftritt.

Wer diese Schlußfolgerung anzweifelt, muß sich nur einmal klar machen, in welchem Umfang jeder einzelne Zeuge Jehovas im Laufe eines Jahres der Indoktrination seiner Religionsgemeinschaft ausgesetzt wird:

 

- 832 Seiten Wachtturm sind zu lesen.

- Dazu noch einmal 832 Seiten Erwachet.

- Und 48 Seiten Königreichsdienst

- Ganz zu schweigen von zahlreichen Broschüren und Büchern

- Jeden Tag heißt es, den "Tagestext" zu betrachten.

- Dann muß mit der Familie "studiert" werden.

- Ohne dabei das "persönliche Bibelstudium" zu vernachlässigen.

- 260 Stunden gehen für Zusammenkünfte drauf.

- Dazu noch 6 Tage für Kongresse.

- Außerdem soll er mindestens 120 Stunden im Predigtdienst verbringen.

- Und gelegentlich beim Bau von Königreichssälen mithelfen.

 

Mit allen peripheren Zeiten kommt ein durchschnittlicher Zeuge Jehovas dabei gut und gerne auf 1.000 Stunden im Jahr. Das sind 80 Strunden pro Monat. Oder 20 Stunden in der Woche. Oder fast drei Stunden jeden Tag. Und das ist noch sehr vorsichtig gerechnet.

 

Kompletter Artikel unter:

http://www.infolink-net.de/docs/com/wolf09.htm

 

Die ZJ verstehen sich als die "wahren Christen". Wahrheit hat offensichtlich einen hohen Preis.

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Zitat von Cano am 19:26 - 23.Juli.2001

W

Mit allen peripheren Zeiten kommt ein durchschnittlicher Zeuge Jehovas dabei gut und gerne 20 Stunden in der Woche. Oder fast drei Stunden jeden Tag. Und das ist noch sehr vorsichtig gerechnet.

 

Lieber Cano,

 

berücksichtigt ein guter Katholik alle Gesetze, Weisungen und Vorschriften der kath. Kirche, dann kommt er täglich nicht nur auf 3 Stunden, sondern auf mindestens 30 Stunden.

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Zitat von Cano am 19:43 - 23.Juli.2001

Das mußt Du mir jetzt aber mal vorrechnen, Pedrino!

 

Lieber Cano,

 

das brauche ich dir nicht vorrechnen, du mußt es nur glauben, schließlich sind wir in einem kath. Forum.

 

(Geändert von pedrino um 20:26 - 23.Juli.2001)

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>> das brauche ich dir nicht vorrechnen, du mußt es nur glauben. << (Pedrino)

 

 

Du weißt doch, Pedrino,

 

daß ich mich mit dem Glauben etwas schwertue. Deshalb glaube ich auch nicht alles, was mir Atheisten erzählen. Du mußt es mir deshalb schon vorrechnen, wobei ich entgegenkommenderweise nicht verlange, daß Du auf 30 Stunden täglich kommst.

 

Mir wäre schon damit gedient, wenn Du für das  Tagespensum eines guten Katholiken einen Aufwand von drei Stunden nachvollziehbar machen könntest.

 

Gruß

Cano

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Für Erich:

 

wenn Du meinen Glauben für eine "Verirrung" hältst, tust Du mir leid.

Ich habe niemals behauptet, Christ zu sein; möchte das auch gar nicht.

In dem oben geschilderten Bericht habe ich lediglich meine persönliche Erfahrung bericht; nicht mehr und nicht weniger. Ich wollte niemanden dazu überreden, meine Ansichten zu akzeptieren, bzw. anzunehmen. Doch als ehemaliger Zeuge Jehovas, bzw. jemand, der in dieser Gemeinschaft aufgewachsen ist, dachte ich, das Recht zu haben, meine Meinung kundzutun. Die meisten, die hier was geschrieben haben, wenn nicht sogar alle, sehen die ZJ von außen. Ich habe sie von innen kennengelernt.#

 

Mir ist aber klar geworden, daß ich in diesem Forum fehl am Platz bin. Ich habe kein Interesse, jemanden zu irgend etwas zu bekehren, noch möchte ich mich bekehren lassen.

Ein "Ketzer" bin ich gerne; auch wenn ich andere Ansichten habe, als Christen, als Katholiken oder Evanglikale, so kann und darf ich doch sagen, daß ich Gott ALS PERSON liebe und ihm dienen möchte.

Ich werde mich aus diesem Forum abmelden und Du wirst in der Zukunft keinen Beitrag mehr von einem Ketzer mit Namen Manuel lesen.

Trotzdem üwnsche ich Dir alles Gute.

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Hätte nicht erwartet, Erich,

 

daß Dein Posting von 13:11 Uhr eine sooo verheerende Wirkung entfaltet.

 

Du scheinst heute einen großen Tag zu haben, Erich. Erst bringst Du ein ganzes Board zum Erliegen, und dann verschaffst Du Manuel auch noch die Erleuchtung, daß er in diesem Forum fehl am Platze ist.

 

Alle Achtung!

 

Cano

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Hi Cano + Manuel,

 

ich finde es mal wieder sehr lustig, daß der Manuel für sich das Recht auf freie Meinungsäußerung beansprucht und wenn ich gleiches Recht ausübe, indem ich seine religiöse Einstellung als “religiöse Verirrung” bezeichne, dann nimmt Manuel übel.

Anscheinend sind Katholen ohne eigene Meinung die liebsten und beliebtesten Katholen.

 

Gruß

Erich

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Lieber pedrino,

lieber cano,

 


Zitat von pedrino am 19:38 - 23.Juli.2001

 

berücksichtigt ein guter Katholik alle Gesetze, Weisungen und Vorschriften der kath. Kirche, dann kommt er täglich nicht nur auf 3 Stunden, sondern auf mindestens 30 Stunden.


Da kann ich doch aushelfen.

 

24 h am Tag ist der Katholik damit beschäftigt, seinen Nächsten - einschließlich LL, WR u.ä. - zu lieben, weitere sechs Stunden braucht er im Anschluß allein, um seinen Kopf gegen die Wand zu hauen...

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Zitat von sstemmildt am 8:49 - 24.Juli.2001

Lieber pedrino,

lieber cano,

 


Zitat von pedrino am 19:38 - 23.Juli.2001

 

berücksichtigt ein guter Katholik alle Gesetze, Weisungen und Vorschriften der kath. Kirche, dann kommt er täglich nicht nur auf 3 Stunden, sondern auf mindestens 30 Stunden.


Da kann ich doch aushelfen.

 

24 h am Tag ist der Katholik damit beschäftigt, seinen Nächsten - einschließlich LL, WR u.ä. - zu lieben, weitere sechs Stunden braucht er im Anschluß allein, um seinen Kopf gegen die Wand zu hauen...

 

Danke, lieber Sven,

 

du hast mich aus meinem Erklärungsnotstand gerettet.

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Es wäre ja auch erstaunlich, wenn eine Lebenseinstellung nicht den ganzen Tag über wirksam sein sollte.

Es liegt aber nicht unbedingt an der Vielheit der Gebote. Allein schon das Liebesgebot ist allezeit präsent. Sogar unter Abwesenheit anderer Menschen. Summarisch gesehen käme man also über die 24 Stunden pro Tag hinaus.

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>> Summarisch gesehen käme man also über die 24 Stunden pro Tag hinaus. << (Mecky)

 

 

Schon gut, ihr habt mich überzeugt. Christsein ist Schwerstarbeit. Selbst beim Schlafen muß der Nächste noch geliebt werden. Das ist mir einfach zu anstrengend.

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Ich finde das auch bei anderen Regeln so, die noch viel restriktiver sind als das Liebesgebot.

Zum Beispiel beim Atmungsgebot, das da heißt: Atme, damit du nicht erstickst. Und zwar lebenslänglich und immer wieder.

 

Zuwiderhandlung wird übrigens in der Regel mit dem Tode bestraft.

 

Und: bitte daneben noch verdauen, bewegen, gucken, verarbeiten, denken, fühlen.

 

Bin ich summarisch schon über die 90 Stunden pro Tag hinaus?

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Doch zurück zum eigentlichen Thema:

an was glauben sie nun?

 

Wenn ich die Texte richtig verstanden habe, sind es Kreationisten, die das Reich Gottes auf Erden erichten wollen, aber die jetzigen Strukturen nutzen, um ihre Lehre zu verbreiten. Sie haben offenbar auf komplizierte Fragen einfache Antworten, die ihre Anhängerschaft versteht. Also fehlt es nicht an einem gehörigen Maß an Dogmatik:

keine Auferstehung

keine Trinität

auserwählt nur als zj und damit dauerhaft im Wettstereit um die 144.000 Spitzenplätze der Unverdammten. Muß ein spannendes Finish geben am Jüngsten Gericht, denn es gilt ja auch die schon verstorbenen ZJs nicht nur "einzuholen sondern zu überholen" (Nikita Krushtshov ), also klingt das alles sehr nach Ausbeutung und Ranking. Und damit wenig nach einer jesuanischen Lehre, dieses sich selbst besser stellen durch mehr Arbeit und Predigtdienst , schreit ja ganz offensichtlich nach folgender Textstellt: "Wer sich selbst erhöht wird erniedrigt..."

 

Danke für die bisherigen Beiträge,

übrigens interessant wie schnell sich Manuel zurückzog, als seine Heilserwartung hinterfragt wurde... Offenheit nach allen Seiten erzeugt irgendwie zwangsläufig Orientierungsprobleme, schade, daß ihm eine gewisse Standfestigkeit abging und somit seine Stimme verschwindet (widerlegt übrigens den darwinismusfeindlichen Ansatz der ZJ in bezug auf  dieses Forum.

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Zitat von Fasolt am 13:25 - 8.August.2001

keine hat meine Frage liiiiiiiieb!!

 

Lieber Fasolt,

 

ich versuche einmal durch eine provokant-knackige These meiner Zuneigung zu Deiner Frage Ausdruck zu verleihen:

 

Ich denke, daß die Zeugen Jehovas Christen sind (dennoch würde ich ihnen (den ZJ) nicht beitreten).

 

viele Grüße

 

Olli

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Hi @all!

 

 

Olli schrieb am 23.Juli.2001:

 

Einmal standen zwei Damen vor meiner Tür, die mir ein (zugegegebenermaßen hübsch gestaltetes) Büchlein anvertraut hatten.

 

 

Mein letzter Kontakt mit den Zeugen Jehovas war wesentlich eindrucksvoller: Da waren nicht die Büchlein hübsch, sondern die beiden Damen - ungelogen!

 

 

Gruß

Stefan  

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>Mein letzter Kontakt mit den Zeugen Jehovas war wesentlich eindrucksvoller: Da waren nicht die Büchlein hübsch, sondern die beiden Damen - ungelogen!<

 

Die Erfahrung habe ich auch schon gemacht.

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Die Erfahrung habe ich auch schon gemacht.

 

 

Einem Freund von mit ging es ähnlich. Der hat die beiden "Zeuginnen" sogar zum Tee eingeladen und fröhlich mit ihnen geplaudert.  Wenig später kam seine (zur Eifersucht neigende) Freundin vorbei. Das muss eine köstliche Situation gewesen sein. "Nein Liebling, das ist nicht das, wonach es aussieht. Das sind die Zeugen Jehovas."

 

 

Filmreif! ;)

 

 

Gruß

Stefan

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lumieredeux


Zitat von Stefan am 12:53 - 9.August.2001

Die Erfahrung habe ich auch schon gemacht.

 

 

Einem Freund von mit ging es ähnlich. Der hat die beiden "Zeuginnen" sogar zum Tee eingeladen und fröhlich mit ihnen geplaudert.  Wenig später kam seine (zur Eifersucht neigende) Freundin vorbei. Das muss eine köstliche Situation gewesen sein. "Nein Liebling, das ist nicht das, wonach es aussieht. Das sind die Zeugen Jehovas."

 

 

Filmreif!

 

 

Gruß

Stefan


*Prust*invasion.gif

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