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http://www.kath.net/detail.php?id=1988

 

Aktuelles " Papst: Entscheidung zur

Schwangeren-Konfliktberatung in Limburg

 

Pressekonferenz am Freitag

 

Frankfurt/Main (www.kath.net)

Der Papst dürfte offensichtlich eine Entscheidung im Streit um die Schwangeren-Konfliktberatung im Bistums Limburg getroffen haben. Für Freitag wurde heute vom Bistum eine Pressekonferenz angekündigt, bei der Bischof Kamphaus Stellung nehmen wird. Limburg ist das einzige Bistum in Deutschland , wo nach dem Ausstieg der katholischen Kirche aus der staatlichen Schwangerenberatung weiterhin Beratungsscheine erhältich sind.

 

© http://www.kath.net   07. 03. 2002

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dpa Meldung von vorhin:

 

Bistum Limburg muss aus Schwangerenberatung aussteigen

 

Limburg (dpa) - Das Bistum Limburg muss aus der staatlichen Schwangeren-Konflikt-Beratung aussteigen. Das habe Papst Johannes Paul II. entschieden, berichten übereinstimmend die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und die "Frankfurter Rundschau". Demnach wird den Ausstieg ein "Beauftragter des Papstes" regeln. Das Bistum Limburg war seit Anfang 2001 gegen den Willen des Papstes als einzige Diözese in Deutschland im staatlichen System der staatlichen Schwangerenberatung geblieben

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echt bull$hit

 

 

Info: Übertragung Pressekonferenz von Kamphaus cirka 12.00 bei phoenix

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<<Ich freu mich- mit den Babys, für die Babys, >>

 

dafür dass sie vor verschlossener tür stehen?

 

gruss helmut

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Liebe Mrs. Spock!

 

Ich freue mich auch darüber, daß der Papst nun endlich die Konsequenzen zieht, wie es ja auch eigentlich nicht anders zu erwarten war... Hat nur leider ein bißchen lange gedauert...

 

Viele Grüße

 

Katharina

 

 

Hallo Helmut,

 

ich nehme an, für Mrs. Spck auch mit sprechen zu können: Wir freuen uns darüber, daß es selbstverständlich Beratungen für schwangere Frauen geben wird, wie ja auch weiterhin in den anderen Diözesen, aber daß nicht mehr der Schein von einer kirchlichen Stelle ausgeteilt wird, der für eine straflose Abtreibung, und damit für die Tötung des Kindes, unerläßlich und damit Bedingung ist.

Somit hoffen wir, daß wieder mehr Kinder gerettet werden.

 

Katharina

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Hallo, Katharina!

Genau das mein ich, ja.

Und das es lang gedauert hat ist immer noch besser als wenn es eine Kirchenspaltung gegeben hätte. Und ganz abwegig war diese Befürchtung wohl leider nicht.

 

Naja, Ende gut alles gut.

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Hallo Mrs. Spock,

 

naja, also, ab das so gut war, diese lange Phase des Ungehorsams?

 

Ich bin da immer mehr für die Befolgung des Spruches: "Wehret den Anfängen" ....

Sonst wird man nämlich die "Geister" nicht mehr los, die man gerufen bzw. nicht rechtzeitig zurückgewiesen hat...

 

Katharina

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Hallo, Katharina!

Ich kann Deine Bedenken gut verstehen. Trotzdem vertraue ich auf den Papst - auch wenn es mir mal schwerfällt.

Und ich war ziemlich froh, dass ich nichts entscheiden musste. Ist doch viel einfacher, nur dafür zu beten, dass andere die richtige Entscheidung treffen.

 

Mrs Spock

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Glücklicherweise hat der Papst keine politischen Kompetenzen. So diktatorisch wie er seine Glaubensgemeinschaft führt erinnert er an unheilvolle Gestalten.

Mit etwas mehr Einfluß wäre er möglichweise ein excellenter Brandstifter.

 

Herrn Kamphaus wünsche ich daß er weiter nach seiner Überzeugung handelt, notfalls außerhalb dieser Glaubensgemeinschaft. Der moralische Sieger ist er ohnehin.

 

Gruß Frank

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Zitat von Katharina am 11:36 - 8.März.2002

(...)

Somit hoffen wir, daß wieder mehr Kinder gerettet werden.

 


Liebe Leute,

 

letzlich ist die Zielstellung, Abtreibungen zu verhindern, auch das Bestreben von Bischof Kamphaus.

 

Gibt es vergleichende Untersuchungen (Limburg bzw. die anderen Diözesen) über ...

 

- die Entwicklung über die Anzahl Beratungen in 2001 nach Beratungsträgern

 

- ob dadurch Abtreibungen verhindert oder zusätzlich ermöglicht werden konnten

 

Oder ist man auf Mutmaßungen angewiesen?

 

In den anderen Diözesen könnten die Betroffenen ja auch auf andere Beratungsträger ausgewichen sein mit u.U. weniger effektiver Beratung im Sinne des Lebensschutzes (wobei ich dabei nicht unbedingt das Diakonische Werk oder Donum Vitae meine).

In Limburg sollen ja ein Drittel der Frauen auf die Bescheinigung freiwillig verzichtet haben.

 

Liebe Grüße,

Matthias

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Naja, Frank, zum Glück geht es ja hier nicht darum, wer nun gesiegt hat oder wer unterlegen ist.

Für einen Katholiken wäre so etwas ein ziemlich schäbiges Verlangen, immer unbedingt auf der Seite der "Sieger" stehen zu wollen. Das ist dann schon etwas recht Profanes.... :(

 

Uns geht es um das Lebensrecht eines jeden Menschen, und sei er noch so klein oder noch so alt oder noch so krank usw....

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>Der Limburger Oberhirte hatte sich unter Hinweis auf sein Gewissen bis zuletzt geweigert, der Weisung des Papstes zum Ausstieg zu folgen.<

 

So unterschiedlich kann einen das Gewissen leiten. Um ehrlich zu sein, über die Frage der Abtreibung habe ich, ich möchte fast sagen bis vor wenigen Monaten, überhaupt nicht nachgedacht. Damit konfrontiert hätte ich es vielleicht als unschön empfunden, es letztlich aber als freie Entscheidung der Frau akzeptiert.  

 

Heute geht das nicht mehr. Es sind nicht nur die sozialen Mißstände die man mit dem Beratungsschein stützt und die dann in einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit gipfeln, sondern etwas viel grundlegenderes. Was das ist kann sich jeder ausmalen, der meine Diskussionbeiträge der letzten Wochen und Monate hier verfolgt hat.

 

Ich kann dem Limburger Oberhirten nur anraten, sein Gewissen noch einmal ganz genau zu prüfen und sich zu fragen, wem oder was es dient einen Schein auszustellen. Manchmal hat der Papst eben doch recht.  

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Lieber Matthias,

 

wie schon oft in diesem Forum erwähnt: es geht darum, daß es zwar nicht unbedingt Sünde ist, Unrecht zu ertragen, daß es aber Sünde ist, selbst Unrecht zu tun.

Das heißt, wir können nicht verhindern, daß Organisationen wie Pro Familia Scheine für die Tötung von Kindern ausstellt, aber wir können es verhindern, daß wir, daß die Kirche, so etwas tut.

 

Das altbekannte Beispiel: Es ist ein Unterschied, ob der Sturm einen Ziegelstein vom Dach weht und damit einen auf der Straße spazieren gehenden Menschen tödlich verletzt, oder ob ein Mensch dies absichtlich tut. Nicht wahr, da gibt es einen Unterschied... ???

 

Liebe Grüße

Katharina

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Hi Katharina

 

Die Bedeutung des Lebensrechtes und die Meinung derer die das Papsturteil begrüßen respektiere ich auch völlig (auch wenn ich mir die Entscheidung selbst anders gewünscht hätte), schließlich geht es um eine verd****

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Hallo Frank,

 

ich finde es ehrlich gesagt, ziemlich menschenverachtend, wie Du über einen alten Mann sprichst (und das nicht nur, weil er der Papst ist...) und es läßt mich ziemlich tief blicken, muß ich Dir sagen. Jedenfalls würde ich es Dir nicht abnehmen, daß Dir Nächstenliebe oder auch Rettung von Menschenleben ein wichtiges Anliegen wäre...

 

Aber abgesehen davon, ist es nicht nur Papst Johannes Paul II, der für das Lebensrecht aller Menschen eintritt, sondern es ist die ganze Kirche allgemein, es ist sozusagen eine Grundlage des katholischen Glaubens...

Nicht Johannes Paul II, nicht die Kirche, verhält sich hier abweichend, sondern Bischof Kamphaus hat dies getan.

 

Katharina

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Zum Thema Rettung von Menschenleben fällt mir ein daß ein guter Freund von mir kürzlich an der heftigsten 3. MS-Stufe erkrankt ist. Und menschenverachtend ist höchstens die Haltung des Papstes und seiner Glaubensgemeinschaft mit ihrer Haltung zur Genforschung solchen Menschen zu helfen. Oder etwa nicht ? Natürlich ist das ein anderes Thema und die Haltung der kath. Kirche spielt in solchen Fragen auch glücklicherweise keine Rolle mehr. Aber tief blicken läßt das auch.

Noch was: Menschen wie Herr Kamphaus sind die letzte Argumentation die die kath. Kirche noch von einer Sekte trennt.

 

Gruß Frank

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und aus Deinen Worten spricht Hass und Verachtung für alle. die nicht Deinen Willen tun.

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Das ist zwar völliger Quatsch, aber wenn es so wäre wär ich ja die geeignete Papstbesetzung. Oder was ?

 

Gruß Frank

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Zitat von Katharina am 12:09 - 8.März.2002

Lieber Matthias,

 

wie schon oft in diesem Forum erwähnt: es geht darum, daß es zwar nicht unbedingt Sünde ist, Unrecht zu ertragen, daß es aber Sünde ist, selbst Unrecht zu tun.

Das heißt, wir können nicht verhindern, daß Organisationen wie Pro Familia Scheine für die Tötung von Kindern ausstellt, aber wir können es verhindern, daß
wir
, daß die Kirche, so etwas tut.

 

Das altbekannte Beispiel: Es ist ein Unterschied, ob der Sturm einen Ziegelstein vom Dach weht und damit einen auf der Straße spazieren gehenden Menschen tödlich verletzt, oder ob ein Mensch dies absichtlich tut. Nicht wahr, da gibt es einen Unterschied... ???

 

Liebe Grüße

Katharina


Liebe Katharina,

 

also ist es der Gewissenskonlikt zwischen

 

- Verhinderung der Tötung ungeborenen Lebens und

- Vermeidung der (Mit-)beteiligung daran

 

Bischof Kamphaus war das erstere Ziel wohl wichtiger - was ich nachvollziehen kann.

 

Der Vergleich mit dem Ziegelstein hinkt:

Die Entscheidung, ob abgetrieben wird, trifft nicht der Berater (oder die Kirche), sondern die Frau. Und die Kirche ist nicht der alleinige Inhaber des Schlüssels für den Dachboden.

 

Beide (Papst und Bischof Kamphaus) haben es sich sicher nicht einfach gemacht.

 

Liebe Grüße,

Matthias

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Lieber Matthias,

 

nun kann man ja nun wahrlich nicht behaupten, man verhindere die Tötung, indem man Scheine ausstellt, die die Bedingung für die Straflosigkeit einer abtrreibungswilligen Frau sind.... ???

 

Und : Die Kirche berät ja weiter, allerdings ohne Schein.

Insofern hinkt Dein Vergleich, denn mit der Scheinausgabe wird ja nicht die Tötung verhindert, sondern so und soviele Kinder dem Tod erst mal preisgegeben.

Wenn man etwas tiefer in dieses Problem eindringt, und es eben nicht nur oberflächlich, sozusagen nach "Augenschein" betrachtet, dann muß man eben die absolute Maxime anerkennen, daß man niemals auch nur einen unschuldigen Menschen töten darf, selbst wenn man damit zwei oder noch mehr retten würde....

Aber um die Gründe für eine solche absolute Haltung darzulegen, halte ich ein Internet-Forum wirklich nicht für geeignet....

 

Jedenfalls muß ich von einem katholischen Bischof erwarten können, daß er die geistigen, geistlichen Grundlagen einer solchen katholischen Grundhaltung kennt; ich würde dann auch nicht alles mit "Gewissensgründen" entschuldigen wollen...

 

Kennst Du den Artikel von Spaemann? Luzia  (?) hat  meines Erachtens neulich auf ihn verwiesen...

 

Liebe Grüße

Katharina

 

 

(Geändert von Katharina um 15:06 - 8.März.2002)

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