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Gelineau-Psalmtöne


jonathan
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kennt sich jemand aus?

ich weiß noch nicht, ob ich mich auskenne.

 

gib doch gerne mal noch'n bißchen Infos, danke :-)

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Lieber Petrus,

 

ich weiß nicht, ob dir das weiterhilft:

 

Ich kenne die Psalmodie-Modelle von Gelineau (außer vom hören in Taizé) nur durch die Vermittlung der englischen Ausgabe, nämlich: "The Psalms. A New Translation. Singing Version" (New York 1966), die - dem Vorwort zufolge - denselben Übersetzungsprinzipien folgt wie die der (französischen) Psalterübersetzung für die sogenannte "Bible de Jérusalem".

 

In der genannten Ausgabe erhält man eine Textgestalt, wo in einem Psalm durchgehend dieselbe Anzahl von Betonungen vorliegt und für einen Psalm auch eine bestimmte Anzahl von Zeilen festgelegt sind, wodurch gleich lange Strophen entstehen. Wo überzählige oder fehlende Verse doch auftauchen sollten, ist in der von Gelineau geschaffenen Psalmodie die Möglichkeit vorhanden, Abschnitte zu wiederholen oder wegzulassen.

 

Die Gelineau-Psalmtöne sind in sechs Gruppen unterteilt, die nach den Gesichtspunkten a) Anzahl der Zeilen in einer Strophe und B) Anzahl der Betonungen in einer Zeile geordnet sind. Gruppe I besteht beispielsweise aus Psalmtönen mit vierzeiligen Strophen mit 3 +2 und 3 +2 Betonungen. Zum Beispiel für Psalm 52 (hebräische Zählung = Psalm 53):

 

3: The fóol has sáid in his héart:

2: "There is no Gód abóve."

3: Their déeds are corrúpt, depráved;

2: not a góod man is léft.

 

Weitere "Strophen", die gleich gebaut sind folgen.

 

Meine Frage war nun, ob es auch eine deutsche Version gibt? Es müsste wohl eine Ausgabe sein, die ähnlichen Prinzipien folgt wie oben beschrieben. Und, Petrus? Kennst du dich jetzt aus? ;-)

 

Gruß.

Jonathan

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Lieber Jonathan,

 

ich habe mir gleich gedacht, dass du diese Art des Psalmodierens meinst. Daran wäre ich allerdings auch interessiert.

 

Ich werde mal – wenn nicht Franz-Joseph mehr weiß (Hallo, F-J, übrigens!) –, den Kantor eines kleinen linksniederrheinischen Dorfes befragen, von dem ich meine, er hätte schon einmal einen solchen Psalm vorgelegt.

 

Übrigens kann ich mir vorstellen, dass in den Liederbüchern gewisser Geistlicher Gemeinschaften mit französischen Wurzeln solche Psalmen übertragen wurden – beispielsweise bei der Gemeinschaft der Seligpreisungen. Die Übersetzungsqualität lässt allerdings meist zu wünschen übrig.

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