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Denkt nicht ich sei gekommen, Friede auf die Erde


tanipur
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Hallo,

Das verstehe ich überhaupt nicht. Sagt das denn nicht genau das Gegenteil von dem aus was er versuchte den Menschen begreiflich zu machen. Einander zu lieben, Frieden zu schließen auch mit seinen Feinden. Seinen Nächsten wenigstens genauso zu lieben wie sich selbst etc.. Er lebte, er starb, er stand doch wieder auf um den Menschen zu zeigen was Liebe zum Vater bedeutet

 

Mt 10, 34 Denkt nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien, die Tochter mit ihrer Mutter, die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. Des Menschen Feinde werden seine Hausgenossen sein. *

 

Kann mir jemand bitte erklären wie das zu verstehen ist.

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tanipur,

 

Mit der Stelle haben komischerweise viele Probleme. Dabei wimmelt es in der Bibel nur so vor schwierigen Bibelstellen.

Nicht Christus bringt den Frieden, sondern wir sind zum Frieden aufgerufen. Er bringt in nicht auf Erden, sondern im Himmel.

Er bringt das Schwert, aber kein wirkliches, sondern das Schwert des Glaubens, welches zur Entscheidung für oder gegen Christus dient. Dies führt zu Entzweiungen,

selbst bei denen, die uns lieb und teuer sind.

 

Lies mal Eph 6,10ff:

 

"Zuletzt: Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. 11Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. 12Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. 13Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. 14So steht nun fest, cumgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und dangetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit, 15und an den Beinen gestiefelt, bereit, einzutreten für das Evangelium des Friedens. 16Vor allen Dingen aber ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr auslöschen könnt alle feurigen Pfeile des Bösen, 17und nehmt den Helm des Heils und das gSchwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. "

 

 

Gruß

jakob

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Kann mir jemand bitte erklären wie das zu verstehen ist

 

Chesterton schreibt hierzu:

 

Immer wieder kommen wir auf das Wesen des Christentums zurück: alle modernen Philosophien sind Ketten, die binden und fesseln; das Christentum ist ein Schwert, das scheidet und befreit. Keine andere Philosophie belässt Gott die Freude an der Auftrennung des Universums in lebende Seelen.

 

Dem orthodoxen Christentum nach aber ist diese Trennung zwischen Gott und dem Menschen heilig, weil sie ewig ist. Damit ein Mensch Gott lieben könne, ist es notwendig, nicht nur, dass es einen Gott gebe, den man lieben kam, sondern auch einen Menschen, der ihn liebe.

 

All diese verworrenen theosophischen Geister, für die das Universum ein gewaltiger Schmelztiegel ist, schrumpfen unwillkürlich zusammen bei jenem Donnerwort der Heiligen Schrift, das da sagt, dass Sohn Gottes sei «nicht gekommen, den Frieden zu bringen, sondern das Schwert».

 

Dieses Wort trifft eindeutig zu, sogar wenn man es so auffasst, wie es tatsächlich gemeint ist: als Feststellung, dass jeder Mensch, der wahre Liebe predigt, ohne Zweifel auch Hass erzeugt.

 

Das verhält sich so mit der demokratischen Brüderlichkeit wie mit der göttlichen Liebe; unechte Liebe endet in Kompromissen und Gemeinplätzen; wahre Liebe aber hat von jeher in Blutvergiessen geendet.

 

Dazu steckt hinter der unzweideutigen Bedeutung dieser Äusserung Gottes noch eine andere, weit schrecklichere Wahrheit. Er selbst hat gesagt, sein Sohn sei ein Schwert, das Bruder von Bruder trenne, so dass sie in Ewigkeit einander hassen sollten. Aber auch der Vater war ein Schwert, das in den dunkeln Anfängen Bruder von Bruder trennte, so dass sie endlich einander lieben sollten.

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Hallo tanipur,

 

Das verstehe ich überhaupt nicht. Sagt das denn nicht genau das Gegenteil von dem aus was er versuchte den Menschen begreiflich zu machen. Einander zu lieben, Frieden zu schließen auch mit seinen Feinden. Seinen Nächsten wenigstens genauso zu lieben wie sich selbst etc.. Er lebte, er starb, er stand doch wieder auf um den Menschen zu zeigen was Liebe zum Vater bedeutet

 

Mt 10, 34 Denkt nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien, die Tochter mit ihrer Mutter, die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. Des Menschen Feinde werden seine Hausgenossen sein. *

 

Kann mir jemand bitte erklären wie das zu verstehen ist.

Was JESUS sagt, ist eine Feststellung.

 

Was JESUS mit Matthäus 10,34 meint, ist in Lukas 12,51-53 besser zu verstehen:

 

·51" Meint ihr, daß ICH gekommen bin, Frieden zu bringen auf Erden?

ICH sage: Nein, sondern Zwietracht.

·52 Denn von nun an werden fünf in einem Hause uneins sein, drei gegen zwei und zwei gegen drei.

·53 Es wird der Vater gegen den Sohn sein und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen die Schwiegertochter und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter."

 

Warum?

 

JESUS macht es deutlich in Johannes 12,25:

 

·25 "Wer sein Leben lieb hat, der wird's verlieren; und wer sein Leben auf dieser Welt haßt, der wird's erhalten zum ewigen Leben."

 

- Die einen Menschen sind zufrieden mit dem was sie tun und wie sie leben, suchen ihren Vorteil und kümmern sich wenig ob es gut oder böse ist.

- Die Anderen sind bestürzt über die Folgen des Bösen das sie tun und hassen dehalb ihr Leben auf dieser Welt .

 

Zwischen beiden Menschen ist Feindschaft.

 

Den Böswilligen ist es unerträglich, von den Gutwilligen ständig auf die üblen Folgen ihrer Übeltaten hingewiesen zu werden.

 

Also hauen sie ein auf die Gutwilligen.

 

 

Gruß

josef

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Lieber Erich,

 

Das verhält sich so mit der demokratischen Brüderlichkeit wie mit der göttlichen Liebe; unechte Liebe endet in Kompromissen und Gemeinplätzen; wahre Liebe aber hat von jeher in Blutvergiessen geendet.

 

ich stolperte irgendwann schon einmal über diesen Satz. Was verstehst du darunter? Kannst du dafür mal ein Beispiel nennen? – Ich meine, Frau und Töchter sind ja vor dir sicher? :blink:

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Lieber Erich,

 

Das verhält sich so mit der demokratischen Brüderlichkeit wie mit der göttlichen Liebe; unechte Liebe endet in Kompromissen und Gemeinplätzen; wahre Liebe aber hat von jeher in Blutvergiessen geendet.

 

ich stolperte irgendwann schon einmal über diesen Satz. Was verstehst du darunter? Kannst du dafür mal ein Beispiel nennen? – Ich meine, Frau und Töchter sind ja vor dir sicher? :blink:

Lies mal Apg 7

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Volker_Biallass

Hallo tanipur :blink:

Hallo,

Das verstehe ich überhaupt nicht. Sagt das denn nicht genau das Gegenteil von dem aus was er versuchte den Menschen begreiflich zu machen. Einander zu lieben, Frieden zu schließen auch mit seinen Feinden. Seinen Nächsten wenigstens genauso zu lieben wie sich selbst etc.. Er lebte, er starb, er stand doch wieder auf um den Menschen zu zeigen was Liebe zum Vater bedeutet

 

Mt 10, 34 Denkt nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien, die Tochter mit ihrer Mutter, die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. Des Menschen Feinde werden seine Hausgenossen sein. *

 

Kann mir jemand bitte erklären wie das zu verstehen ist.

 

Annähern muss man sich diesem Text von den damaligen Vorstellungen und Erwartungen her, die auf Jesus als Christus (=Messias) gerichtet waren.

 

Ich führe dafür hier nur mal Jes 9:

1 Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.

2 Du weckst lauten Jubel, du machst groß die Freude. Vor dir wird man sich freuen, wie man sich freut in der Ernte, wie man fröhlich ist, wenn man Beute austeilt.

3 Denn du hast ihr drückendes Joch, die Jochstange auf ihrer Schulter und den Stecken ihres Treibers zerbrochen wie am Tage Midians.

4 Denn jeder Stiefel, der mit Gedröhn dahergeht, und jeder Mantel, durch Blut geschleift, wird verbrannt und vom Feuer verzehrt.

5 Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst;

6 auf daß seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, daß er's stärke und stütze durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der Eifer des HERRN Zebaoth.

und Jes 11:

1 Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen.

2 Auf ihm wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.

3 Und Wohlgefallen wird er haben an der Furcht des HERRN. Er wird nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, noch Urteil sprechen nach dem, was seine Ohren hören,

4 sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande, und er wird mit dem Stabe seines Mundes den Gewalttätigen schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen töten.

5 Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein und die Treue der Gurt seiner Hüften.

6 Da werden die Wölfe bei den Lämmern wohnen und die Panther bei den Böcken lagern. Ein kleiner Knabe wird Kälber und junge Löwen und Mastvieh miteinander treiben.

7 Kühe und Bären werden zusammen weiden, daß ihre Jungen beieinander liegen, und Löwen werden Stroh fressen wie die Rinder.

8 Und ein Säugling wird spielen am Loch der Otter, und ein entwöhntes Kind wird seine Hand stecken in die Höhle der Natter.

9 Man wird nirgends Sünde tun noch freveln auf meinem ganzen heiligen Berge; denn das Land wird voll Erkenntnis des HERRN sein, wie Wasser das Meer bedeckt. [...]

nebst Jes 2,4 »Und [a] er wird richten unter den Heiden und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.« an.

 

In der konkreten Erwartung solch paradiesischer Zustände müsste man sich damals recht rasch von diesem Jesus enttäuscht gefühlt haben, weil es nun ja nicht nur nicht zu diesen Zustände kam, sondern seine Anhänger sich sogar plötzlich einer besonderen Verfolgung ausgesetzt sahen, ihre Lage sich also verschlechterte.

 

Dem begegnet nun dieses Jesuswort, das nicht nur besagt, dass 'es' das halt mit sich bringt, wenn man ihm nachfolgt, sondern in dem er sich persönlich dazu bekennt, dies Schwert (in den Händen der Verfolger/Welt, also die Verfolgung) mit sich zu bringen.

 

Dementsprechend vergleichbar wäre somit Joh 15:

18 Wenn euch die Welt haßt, so wißt, daß sie mich vor euch gehaßt hat.

19 Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählt habe, darum haßt euch die Welt.

20 Gedenkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie euch auch verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten.

21 Aber das alles werden sie euch tun um meines Namens willen; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat..

 

Jesus brachte zwar Frieden mit, aber nicht nach unserer Maßgabe als Eintreffen eines überaus glücklichen wohl-Ergehens, sondern in einer Form, die uns durchaus unser eigenes Leben kosten kann (das dadurch aber nicht verloren geht, sondern uns in ganz neuer Kostbarkeit {der Liebe} verliehen wird).

 

bcnu Volker

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Mit dem eigentlich auf den ersten Blick sehr drastischen Ausspruch "Denkt nicht, ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert" soll nicht zu (Macht)kämpfen, Fanatismus o.ä. aufgerufen werden; vielmehr kommt hierin zum Ausdruck, dass Nachfolge und Reich Gottes keinen faulen Frieden dulden. Man muss sich entscheiden, denn "Wer sein Kreuz nicht auf sich nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner nicht würdig."

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Hey tanipur, sprich doch mal mit Leuten, deren Christentum auch praktische Konsequenzen hatte, bspw. Leuten, die in der ehem. DDR deswegen kein Abi (bei fehlender Jugendweihe) machen durften oder Priester und Ordensleute, die auf Familiengründung verzichten und nicht selten auf absolutes Unverständnis in der Familie stoßen.

 

Da ist die Entscheidung für Jesus nicht von Friede, Freude, Eierkuchen geprägt. Und ich denke, dass Er genau das meint, dass ein konsequentes Folgen der eigenen Berufung eben nicht einfach ist.

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Was verstehst du darunter? Kannst du dafür mal ein Beispiel nennen?

 

Lieber Peter,

 

wie wäre es mit: Romeo&Julia, West-Side-Story, Othello etc.. Da wird doch ein Thema "verdichtet", was sich durch die ganze menschliche Geschichte zieht.

Und bei Personen: Ghandi, Luther King, Bischof Romero, JPII und das Attentat... etc. Jesus nicht zu vergessen :blink:

 

Lieben Gruß

Erich

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Dann verstehe ich es besser …

 

Konnte mir irgendwie nicht vorstellen, dass die Liebenden untereinander ihr Blut vergießen.

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Hey tanipur, sprich doch mal mit Leuten, deren Christentum auch praktische Konsequenzen hatte, bspw. Leuten, die in der ehem. DDR deswegen kein Abi (bei fehlender Jugendweihe) machen durften oder Priester und Ordensleute, die auf Familiengründung verzichten und nicht selten auf absolutes Unverständnis in der Familie stoßen.

 

Da ist die Entscheidung für Jesus nicht von Friede, Freude, Eierkuchen geprägt. Und ich denke, dass Er genau das meint, dass ein konsequentes Folgen der eigenen Berufung eben nicht einfach ist.

Dazu eine kleine Anekdote:

 

Meine Freundin (Geburtsjahr 1979) wurde zu nächst getauft (evangelisch aber das tut hier nichts zur Sache). Ihre größeren Geschwister hatten schon Probleme Pioniergruppenstunden und Christenlehre (Gruppenstunden der evangelischen Kirche) unter einen hut zu bekommen, weshalb die Geschwister nicht zur Christenlehre gingen. Als Kathleen eingeschult wurde war sie die einzige getaufte in ihrer Klasse. Um hier Konflikte zu vermeiden trat die gesamte Familie aus der Kirche aus.

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