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echte freundschaft


jo
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ich bin ein 19 jähriger schüler und habe folgendes problem:

 

ein guter freund nimmt die kirche immer weniger ernst und der spass rückt immer weiter in den vordergrund.

wenn ich ihn darauf anspreche, erwiedert er, dass ich konservativ sei und die lehren der kirche unaktuell und nicht auf die heutige zeit übertragbar sind.

 

mir persönlich ist die kirche wichtig und ich möchte ihn davor bewahren in die heutige spass und sex- gesellschaft abzurutschen.

 

das hört sich vielleicht dumm an, doch die lehren der kirche existieren doch weil sie sinnvoll sind, und das auch noch in der heutigen zeit.

 

manchmal frage ich mich, ob dies noch eine freundschaft ist...

deshalb ein paar fragen:

 

was kann ich sagen, wenn er meint, dass alles altmodisch, konservativ und unaktuell ist?

 

wie kann ich ihm beibringen, dass die ge- und verbote sinnvoll sind?

 

kann man echte freundschaft überhaupt an solchen dingen festmachen?

 

ich hoffe, dass einige antworten dabeisein werden, die mir vielleicht helfen besser mit ihm klarzukommen.

 

vielen dank

jo

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"was kann ich sagen, wenn er meint, dass alles altmodisch, konservativ und unaktuell ist?"

 

Nimm ihn doch mal in einen Jugendgottesdienst mit!

 

"kann man echte freundschaft überhaupt an solchen dingen festmachen?"

 

Ne.

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Zitat von jo am 14:06 - 25.Januar.2002

gottestdienst sind nichts neues für ihn, aber er nimmt einige dinge nicht ernst

trotzdem vielen dank

 

Meinst du damit, dass er auch schon bei Jugendgottesdiensten dabei war? Dann kann er aber doch eigentlich nicht behaupten, dass alles altmodisch etc. ist...

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wir sind in einer gemeinde...

und in die kirche geht er auch...

für altmodisch hällt er z.b. die sexuallehre, etc. er hällts einfach für sinnlos

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Hallo jo,

 

>gottestdienst sind nichts neues für ihn, aber er nimmt einige dinge nicht ernst<

 

Da hat er von Gott schon mehr begriffen als Du. Wenn auch sicher unbewusst.

 

>was kann ich sagen, wenn er meint, dass alles altmodisch, konservativ und unaktuell ist?<

 

Gib ihm recht.

 

>wie kann ich ihm beibringen, dass die ge- und verbote sinnvoll sind?<

 

Gar nicht!

 

>kann man echte freundschaft überhaupt an solchen dingen festmachen?<

 

Soetwas wie "echte Freundschaft" existiert nur in Deiner Vorstellung.

 

Liebe Gott mit all Deinen Kräften, all Deinem Verstand und Deinen Nächsten wie Dich selbst.

 

>mir persönlich ist die kirche wichtig und ich möchte ihn davor bewahren in die heutige spass und sex- gesellschaft abzurutschen.<

 

Wer will denn darein schon abrutschen?

 

Vielleicht wird Dir anhand Deines Freundes klar, dass Du mit der von Deinem Gott gebotenen Ernsthaftigkeit das Paradies nicht erobern kannst. Kein HERR kann Dich dahin zurückführen.

 

Alles Gute

Torsten

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vielen dank, ich habe einiges begriffen, könntest du folgendes nochmal erläutern?

 

>Da hat er von Gott schon mehr begriffen als Du. Wenn auch sicher unbewusst. <

 

ansonsten hast du eigentlich recht, man muß die dinge eben von verschiedenen seiten sehen, deshalb bin ich auch hier

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Jo: "die lehren der kirche existieren doch weil sie sinnvoll sind, und das auch noch in der heutigen zeit."

 

Das denke ich generell auch - allerdings erlaube ich mir immer, selbst hinzugucken und selbst zu denken. Bei Dir klingt mir das etwas zu allgemein.

 

Du willst Deinen Freund von Gottesdiensten überzeugen? Wenn er sagt, dass er sie als langweilig empfindet, wenn er nichts Wertvolles für sich daraus ziehen kann, dann IST das so. Das muss man sehr ernst nehmen. Nicht einmal Dein Freund selbst kann sich vorschreiben, etwas als gewinnbringend zu empfinden.

 

Ich vermute, dass Du missionieren willst, aber selbst noch nicht genau klar hast, von was eigentlich. Alle Mission beginnt mit Schwärmerei von etwas, was einem selbst gut tut. Jegliche andere Form von Mission ist (heutzutage) meist vergeblich (früher gabs wenigstens noch Schwert und Folter), sondern auch ideologisch und gefährlich (siehe Schwert und Folter). Du kannst niemandem etwas überstülpen, du kannst nur von etwas begeistern, von dem Du selbst schwärmst, was dich selbst erfüllt.

 

Der Weg fängt also nicht bei Deinem Freund an, sondern bei Dir selbst. Du musst es lernen, wertvolle Erfahrungen und Erkenntnisse in Worte zu fassen.

 

Ein Hinweis: Allgemeinde Dinge eignen sich nicht zum Schwärmen (Kirche, Jesus, Gott). Es sind immer Erlebnisse, Erfahrungen, selbst gedachte Gedanken.

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da muß ich dir zustimmen, denn von den weltjugendtagen 2000 in rom , einem wunderbaren ereignis habe ich wirklich viel mitgenommen.

danke

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Noch was: Negationen sind auch nicht das Wahre (GEGEN die Spaßgesellschaft, GEGEN die Sexgesellschaft).

 

Ähm ... wenn ich mich so recht erinnere, dann wäre ich mit 19 noch lange nicht so weit gewesen, aus eigener Erkenntnis etwas gegen Spaß- und Sexgesellschaft zu sagen. Ich hätte auf überkommene, anerzogene Erkenntnisse zurückgreifen müssen. Nicht ich selbst hätte gesprochen, sondern genaugenommen die, die mir diese Werte übergeben haben.

 

Es kann sinnvoll sein, sich aus Vertrauen auf überkommene Werte zu verlassen und sich an ihnen auszurichten (Wo kämen wir denn sonst hin?!). Aber bevor man sie selbst weitergibt, müssen sie von innen kommen.

 

Weitergeben hätte ich höchstens das Vertrauen geben können und die Erfahrung, dass ich mit diesem Vertrauen bisher gut gefahren bin.

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Lieber jo,

 

> ein guter freund nimmt die kirche immer weniger ernst und der spass rückt immer weiter in den vordergrund.<< (jo)

 

Allgemein betrachtet scheint sich Dein Freund über früher oder länger endgültig von der Kirche zu lösen. Er ist ja noch jung und die Wahrscheinlichkeit, daß er mit dem Erwachsenwerden bald ganz von der Kirche geht und sich auch ausdrücklich davon distanziert, ist ziemlich hoch.

 

Allerdings wird Dein Freund einen hohen Preis dafür bezahlen müssen, denn wenn er sich von seinem Gott löst, ohne zu verstehen, wer "ER" ist und warum er "IHN" hat, wird der Gott ihn mit schweren Lebensproblemen und psychischen Verzerrungen dafür beladen.

 

Du kannst also sicher sein: Dein Freund kommt nicht ungestraft davon. Er wird mit ziemlicher Sicherheit einen hohen Preis dafür zahlen müssen, daß er den Spaßweg gewählt hat und nicht die Vernunft!

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Zitat von Trilobit am 15:06 - 25.Januar.2002

Allerdings wird Dein Freund einen hohen Preis dafür bezahlen müssen, denn wenn er sich von seinem Gott löst, ohne zu verstehen, wer "ER" ist und warum er "IHN" hat, wird der Gott ihn mit schweren Lebensproblemen und psychischen Verzerrungen dafür beladen.

 

Du kannst also sicher sein: Dein Freund kommt nicht ungestraft davon. Er wird mit ziemlicher Sicherheit einen hohen Preis dafür zahlen müssen, daß er den Spaßweg gewählt hat und nicht die Vernunft!

Lieber Trilo,

das ist eine höchst unchristliche Sicht der Dinge.

 

Grüße

Lucia

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Das stimmt wohl!      ;-)

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Lieber Jo!

 

Du hast ja schon einige Anmerkungen bekommen. Jetzt gebe ich meinen Senf auch noch dazu:

 

Erst einmal solltest Du Deinen Freund zu nichts zwingen, was er nicht will, damit treibst Du ihn erst recht aus der Kirche heraus. Zum anderen fragst Du, wie Du ihm einige Dinge klarmachen kannst:

Akzeptiere seine Entscheidung. Lebe Du aber Dein Leben. Und wenn er je in Schwierigkeiten kommt, dann weise ihn nicht ab, und sag nicht: Ich habe es dir ja gleich gesagt.

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Hallo Jo,

 

manchmal muß man den Altersunterschied benennen, damit der Zusammenhang verständlich wird. Ich bin 42 Jahre alt und habe im Alter deines Freundes ähnlich empfunden.  Ich hatte nichts gegen die Kirche, aber sie war mir auf einmal nicht mehr wichtig. Die Inhalte sind irgendwie bedeutungslos geworden.

 

Ich bin nie aus der Kirche ausgetreten und in der Spass- und Sexgesellschaft bin auch auch nicht versackt.

 

Vor vier Jahren hat "der Glaube" mich wieder angezogen und heute verstehe ich nicht mehr, warum ich mich je gelöst hatte. Alles hat scheinbar seine Zeit und ein Weg, der für den einen genau das richtige ist, muß es für den anderen keinesfalls sein (vielleicht braucht er einen Umweg?).

 

Herzliche Grüße

Martin

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Zitat von Trilobit am 15:06 - 25.Januar.2002

 

Allerdings wird Dein Freund einen hohen Preis dafür bezahlen müssen, denn wenn er sich von seinem Gott löst, ohne zu verstehen, wer "ER" ist und warum er "IHN" hat, wird der Gott ihn mit schweren Lebensproblemen und psychischen Verzerrungen dafür beladen.

 

Na Trilo,

 

einen kleine Ausflug ins Mittelalter gemacht. Dein o.g. Beitrag läßt darauf schließen.

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Lieber Jo,

 

man kommt nicht zum Glauben, indem man die Gebote hält, sondern man kommt zum Halten der Gebote, indem man glaubt. Insofern werden "Moralpredigten" nichts nützen.

 

Es ist viel wichtiger, darüber zu sprechen, an welchen Gott wir glauben und ob wir Ihm glauben, daß Er uns liebt. Wenn wir das tun, fällt uns irgendwann auf, daß Seine Gebote uns nicht das Leben versauern, sondern erst ein richtiges Leben ermöglichen - so, wie Er es uns schenken will.

 

Gegen Spaß ist ja erst mal nichts einzuwenden - solange der Spaß nicht uns und/oder anderen schadet. Wenn Dein Freund glaubt, daß Gott die Liebe ist und wir Ihn und unsere Nächsten lieben sollen, wird ihm von selbst aufgehen, daß man andere Menschen ebensowenig benutzen sollte wie sich selbst. Vielleicht muß er diesen Weg zur Zeit gehen, um zu erkennen, wo das wirkliche Leben stattfindet. Das sollte nicht Dein Problem sein - geh einfach Deinen Weg weiter.

 

Eurer Freundschaft braucht Eure Meinungsverschiedenheit nun wirklich keinen Abbruch zu tun. "Wenn zwei Menschen immer derselben Meinung sind, ist einer von beiden überflüssig." (Winston Churchill).

 

Liebe Grüße

 

Thomas

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> einen kleine Ausflug ins Mittelalter gemacht. Dein o.g. Beitrag läßt darauf schließen. << (Trilobit)

 

In Schlußfolgern biste nicht grad ne Leuchte. Lies doch noch mal, was ich geschrieben hatte und dann rate mal, was mich auf diesen Gedanken gebracht hat.

 

Kommt Dir das nicht irgendwie bekannt vor, pedrino, was passiert, wenn jemand seinen Gott ablehnt, ohne zu erkennen, warum er "IHN" hatte?

 

Trilo

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Mecky: >Ähm ... wenn ich mich so recht erinnere, dann wäre ich mit 19 noch lange nicht so weit gewesen, aus eigener Erkenntnis etwas gegen Spaß- und Sexgesellschaft zu sagen. <

 

Es stellt sich überhaupt die Frage, was es gegen Spaß, Sex und Gesellschaft zu sagen gibt. (Ich hatte Zeit meines Lebens viel Spaß, viel Sex und viel Gesellschaft  -  und konnte nichts negatives daran finden. )

 

Das Problem liegt weniger am Spaß oder am Sex, als viel mehr an dem Fehlen anderer sog. "Werte" (Spaß und Sex sind natürlich selber Werte von nicht zu unterschätzender Bedeutung!), das der  heutigen Gesellschaft anhaftet. Was fehlt? Ich würde rein subjektiv in erster Linie sagen, es fehlt die Qualität. Und die Tiefe.  So gesehen empfinde ich die "Spaß- und Sexgesellschaft"  mitunter als richtige Beleidigung von gutem Spaß und gutem Sex.  

 

Dennoch wäre eine spaß- und sexfreie Gesellschaft (bzw. Öffentlichkeit) auch keine erfreulichere Alternative.

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Hallo Jo,

 

Zu deinem Problem würde ich folgendes sagen:

 

Man (dein Freund) kann auch ohne Gott ein guter und aufrichtiger Mensch sein!

 

Damit ist eigentlich alles gesagt - das ist das Wichtigste. Daraus musst Du dir nun selbst überlegen ob Du deinen Freund noch "bekehren" willst oder nicht.

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was soll ich nun sagen??

mit so vielen menschen hatte ich ehrlich nicht gerechnet. doch ich finde das toll und möchte mich bei allen für die denkanstöße bedanken.

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Echte Fründe

 

De Höhner: Echte Fründe Musik Clip

 

    Refr.:

    Echte Fründe ston zesamme,

    ston zesamme su wie eine Jott un Pott.

    Echte Fründe ston zesamme,

    es och dih Jlück op Jöck un läuf dir fott.

    Fründe, Fründe, Fründe en dr Nut

    jon 'er hundert, hundert op e Lut.

    Echte Fründe ston zesamme,

    su wie eine Jott un Pott.

 

    1.

    Do häs Jlück, Erfolg un küss zo Jeld.

    Dich kennt he op einmol Jott un alle Welt.

    Minsche, die dich vürher nit jekannt

    kumme us de Löcher anjerannt,

    sin janz plötzlich all met dir verwandt.

 

    Refr.:

    Echte Fründe...

 

    2.

    Scholderkloppe, Bravo nimm kei Engk.

    Mer fingk dich wirklich toll un

    drät dich op de Häng.

    Jlücklich, wä sich do nit blende liet

    un nit zo vell op schöne Auge jitt,

    en jedem Fründe 'ne richtige Fründe och süht

 

    Refr.:

    Echte Fründe...

 

    3.

    Do häs Pech; et jeiht dr Birsch erav.

    Verjesse es all dat, wat do bisher jeschaff.

    Minsche, die dich vürher jot jekannt,

    jevven dir noch nit ens mih de Hand.

    Jetz sühs do, wä met Rääch sich Fründ jenannt.

 

    Refr.:

    Echte Fründe...

 

    Musik: Trad:

    Text und Bearbeitung:Horn-Peters/Fröhlich/Werner-Jates/Willizil/Steinig

    Verlag: Mascot Music

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Hallo Jo

 

Muß es denn sein ,dadurch daß dein Freund nicht mehr in

die Kirche gehen will, gleich eure Freundschaft zerbricht?

Das wäre dann aber keine echte Freundschaft gewesen.

Auch ich habe Freunde die der Gemeinde den Rücken gekehrt haben,

trotzdem kommen sie -oder gerade deshalb weil sie wissen ich

bin noch dabei-zu mir um mich um Rat zu fragen.

Du darfst nur nicht den Fehler machen und dann Lehrer spielen,

dann kommt es darauf an ob die Freundschaft echt ist.

Sei ihm dann echt Freund und das kannst du nur wenn du deinen

Weg weiterhin gehst in deiner Überzeugung.Denn nur indem du

fester wirst im Glauben kannst du ihm überzeugend Freund sein.

Und es muß ja nicht heißen daß er gleich in die schlimmsten Kreise

kommt,vielleicht dreht sich sein Interesse bald wieder wenn er merkt

daß da >draußen< auch nicht alles Gold ist was glänzt.

 

PS:Wir sind in einer Gemeinde ...und in die Kirche geht er auch..

 

Ist das selbe gemeint ?

 

Es grüßt dich Omega :-))

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