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Verbot für das Tragen von religiösen Symbolen


Tami

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Hallo,

 

ich habe gerade mit Entsetzen einen erschreckenden Artikel aus Holland gelesen und hoffe, daß Deutschland bei den jetztigen Regierungen nicht ebenso reagiert.

 

Ich finde schon, daß man unterscheiden muß, in welchem Land wir leben, ob es Islamisch ist oder nicht. In Berlin sollen 11! Islamische Zentren entstehen. Wenn man als Staatsbediensteter noch nicht mal mehr sein Kreuz an der Kette tragen darf, fänd ich das total fatal. In einer Sendung, im Regionalprogramm wurde es nämlich schon mal so überlegt, in wie weit man dies nicht vereinheitlicht; also keine Kopftuch, also auch kein Kreuz.

 

:blink:

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Langfristig wird man nicht drumherumkommen, mal darüber nachzudenken, ob die das einseitige Verbot in Richtung Islam tragfähig sein wird.

 

Es ist ja nicht nur das Kopftuch: Moscheen in Deutschland wird das Anbringen von Lautsprechern untersagt, während Glocken bimmeln dürfen.

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Ich würde das Tragen von Kopftüchern erlauben. Lieber, ich weiß, wo ich bei einer Person dran bin, als nicht.

 

Den Islam wird man nicht unterdrücken, indem man ihm das Tragen von Kopftüchern verbietet. Umgekehrt werden die Muslime (ja nicht einmal unsere A&As :angry: ) durch die Gegenwart von Kreuzen zum Christentum bekehrt.

 

Ich hätte nichts gegen den muslimischen Ruf zum Gebet, wenn er nicht so schrecklich dissonant wäre. Da bin ich eher froh, daß es bei den christlichen Glocken bleibt.

 

Wenn wir Angst vor dem Islam haben, dann müssen wir unsere Religiosität auch zeigen. Und zwar nicht durch Gesetze, die eine Seite benachteiligt, sondern eben durch unser Verhalten in der Öffentlichkeit.

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Also ich kann Axel nur zustimmen. Moslems sollten Moscheen mit Muezzin bauen und Kopftuch tragen dürfen. Wir haben nun mal die Trennung von Kirche und Staat und ein demokratisches System. Christliche Geistliche tragen den Priesterkragen, jüdische Mitbürger oft ihre jüdische Kopfbedeckung. Neulich habe ich die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer in einer talkshow gesehen, als sie dagegen spricht, daß eine moslemische Lehrerin ein Kopftuch im Unterricht trägt. So schnell legt sie ihre demokratischen Grundsätze zur Seite.- Wir sollten gegenüber unsren Mitmenschen in erster Linie unsre Humanität zeigen, ein größeres Ziel gibt es in der Demokratie nicht.....Hans

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Langfristig wird man nicht drumherumkommen, mal darüber nachzudenken, ob die das einseitige Verbot in Richtung Islam tragfähig sein wird.

 

Es ist ja nicht nur das Kopftuch: Moscheen in Deutschland wird das Anbringen von Lautsprechern untersagt, während Glocken bimmeln dürfen.

Wenn im gleichen Gegenzug die freie Ausübung der christlichen Religion in den islamischen Ländern gestattet wird- und das im selben Maße wie die islamische hier in Deutschland, dann können sie gerne machen.

Aber solange das noch nicht 100 % garantiert ist, bin ich dagegen.

 

Ellen

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Aber Ellen - warum immer auf das Richtige des Anderen warten.......selbst das Richtige tun (und hoffen, daß das Beispiel wirkt). Sorry falls mein Beitrag pharisäisch wirkt. Das ist oft bei Selbsverständlichkeiten so.....Hans

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Aber Ellen - warum immer auf das Richtige des Anderen warten.......selbst das Richtige tun (und hoffen, daß das Beispiel wirkt). Sorry falls mein Beitrag pharisäisch wirkt. Das ist oft bei Selbsverständlichkeiten so.....Hans

Hallo Hans,

 

na ja du hast nicht so unrecht- aber in manchen Dingen bin selbst ich intolerant. Ist wahrscheinlich eine Sünde- aber es gibt Dinge, die würde ich nie aktzeptieren.

Wenn es um das Anbringen von Lautsprechern an ihren Moscheen ging, mit dem Ruf ihrer Muezzin, dann hörte bei mir die Toleranz auf....

Tut mir leid- ich kann nicht gegen mich selber sprechen.

 

Ellen

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Ich hätte nichts gegen den muslimischen Ruf zum Gebet, wenn er nicht so schrecklich dissonant wäre. Da bin ich eher froh, daß es bei den christlichen Glocken bleibt.

 

Wenn wir Angst vor dem Islam haben, dann müssen wir unsere Religiosität auch zeigen. Und zwar nicht durch Gesetze, die eine Seite benachteiligt, sondern eben durch unser Verhalten in der Öffentlichkeit.

 

Wenn im gleichen Gegenzug die freie Ausübung der christlichen Religion in den islamischen Ländern gestattet wird- und das im selben Maße wie die islamische hier in Deutschland, dann können sie gerne machen.

Aber solange das noch nicht 100 % garantiert ist, bin ich dagegen.

 

Aber Ellen - warum immer auf das Richtige des Anderen warten.......selbst das Richtige tun (und hoffen, daß das Beispiel wirkt). Sorry falls mein Beitrag pharisäisch wirkt. Das ist oft bei Selbsverständlichkeiten so.....Hans

 

Zu obigen Beiträgen möchte ich folgendes sagen:

 

Ich lebe in einer Gegend, wo nur Moslems sind. Ich habe nichts gegen sie, aber sie sind (nicht alle!) ziemlich intollerat. Ich finde es auch nicht in Ordnung, wenn Lautsprecher erlaubt sind, weil in diesen Ländern die Christen nämlich auch nicht akzeptiert werden. Ich passe mich in einem islamischen Land doch auch an. Das erwarte ich auch von ihnen. Wenn Lautsprecher erlaubt werden, denke ich, daß ich in Dauerurlaub bin, nur mit dem Unterschied, daß ich mir das Urlaubsland nicht ausgesucht habe. :ph34r: :P:blink:

 

Zum Beitrag von Hans: es gibt eine Stelle in der Bibel, wo es heißt, daß man in seiner Kammer beten soll und nicht wie ein Pharistäer. :ph34r: :P

 

Ich wünsche allen noch einen guten Tag

Tami

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Neulich habe ich die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer in einer talkshow gesehen, als sie dagegen spricht, daß eine moslemische Lehrerin ein Kopftuch im Unterricht trägt. So schnell legt sie ihre demokratischen Grundsätze zur Seite.- Wir sollten gegenüber unsren Mitmenschen in erster Linie unsre Humanität zeigen, ein größeres Ziel gibt es in der Demokratie nicht

 

Wenn ich Alice Schwarzer richtig verstehe, dann geht es ihr um Humanität und Demokratie. Es geht darum die moslemischen Frauen nicht allein zu lassen, in dem deren Lehrerinnen auch noch ein Symbol der Intoleranz tragen dürfen. Es gibt bereits Stadtteile europäischer Metropolen, da werden junge Frauen die das Kopftuch nicht tragen dazu gezwungen durch massieve Unterdrückung bis hin zu Gruppenvergewaltigungen. Wenn gleichzeitig dann auch noch Lehrkräfte das Kopftuch tragen, dann haben muslimische Frauen, die sich anders entscheiden wollen keine Chance. Frankreich in dem diese Form der Zwangskochtuchisierung durch Vergewaltigungen aufgedeckt wurde, ist sogar den Schülerinnen das Tragen von Kopftüchern verboten.

 

Franz-Xaver

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Christen beten auch in der Öffentlichkeit, und das auch unüberhörbar (Glocken, Fronleichnam, Gottesdienste im Fernsehn, etc). - Daß das Kopftuch auch eine negative Funktion hat ist klar. Aber wie sagt man: Das islamische öffentliche Leben ist heute da, wo das Christentum vor ein paar Hundert Jahren war. Laßt die islamischen Menschen sich entwickeln! Das Kreuz hatte auch eine negative Funktion (Hexenverbrennung, Kreuzzüge, Kriege unter dem Zeichen des Kreuzes etc). Den moslemischen Menschen Kopftuch und Moscheen verbieten paßt nicht zu unsrem demokratischen Selbstverständnis u n d löst womöglich nur die Gegenreaktion aus, daß sich Muslime radikalisieren, weil sie sich nicht ernst genommen fühlen. - Ist was dran an dem, was ich schnell hingeschrieben hab? Hans

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Christen beten auch in der Öffentlichkeit, und das auch unüberhörbar (Glocken, Fronleichnam, Gottesdienste im Fernsehn, etc). - Daß das Kopftuch auch eine negative Funktion hat ist klar. Aber wie sagt man: Das islamische öffentliche Leben ist heute da, wo das Christentum vor ein paar Hundert Jahren war. Laßt die islamischen Menschen sich entwickeln! Das Kreuz hatte auch eine negative Funktion (Hexenverbrennung, Kreuzzüge, Kriege unter dem Zeichen des Kreuzes etc). Den moslemischen Menschen Kopftuch und Moscheen verbieten paßt nicht zu unsrem demokratischen Selbstverständnis u n d löst womöglich nur die Gegenreaktion aus, daß sich Muslime radikalisieren, weil sie sich nicht ernst genommen fühlen. - Ist was dran an dem, was ich schnell hingeschrieben hab? Hans

Man ist aber nicht verpflichtet, die gleichen Fehler zu dulden, die inzwischen aus der Welt geschafft worden sind.

Schau Dir Israel an. So wird auch hier teilweise mit Juden umgegangen. Das zu dulden ist nicht korrekt!

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<<Ist was dran an dem, was ich schnell hingeschrieben hab? >>

 

ja, da ist alles dran, aber es sind nicht mehrere hundert jahre, es sind deutlich weniger.

 

gruss helmut

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