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Kirche als liturgischer Kinosaal?


Christoph Overkott
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Christoph Overkott

Unter den vielen Problemen, mit denen sich die Bischöfe derzeit plagen, ist der Priestermangel ein besonders wichtiges.

 

Voraussichtlich werden Christen künftig demnächst immer weiter fahren müssen um an einer Eucharistiefeier teilnehmen zu können.

 

Eine andere Möglichkeit wäre die Liveübertragung einer Eucharistiefeier in eine Kirche hinein mit anschließender Kommunionausteilung.

 

Der heilige Paulus als intensiver Mediennutzer seiner Zeit würde heute sicherlich auch diese Möglichkeit in Erwägung ziehen.

 

Das könnte natürlich die Verbundenheit der Christen in einem Bistum untereinander verstärken.

 

Wie wäre eine echte Mitfeier mit Gebet und Gesang möglich?

 

Würdet ihr lieber direkt in den Dom fahren?

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Hallo Christoph,

 

wenn Du auf die urkirchliche Tradition anspielst, dann ist nicht Kino sondern die Fahrt in den Dom angesagt. Denn eigentlich ist der Dom der Versammlungsort der Ortskirche.

 

Viele Grüße,

 

Matthias

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Christoph Overkott

Lieber Matthias,

 

eine Liveübertragung ist eigentlich kein Kino.

 

Und eine Kirche, in die eine Eucharistiefeier übertragen wird, bleibt eine Kirche.

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Würdet ihr lieber direkt in den Dom fahren?

Nein, aus der Haut, wenn ich so einen Blödsinn lese.

 

Eucharistie ist kein Versorgungsgut, daß man bei einem Mangel virtuell substituiert.

 

Mir erscheint jeder Wortgottesdienst, wenn keine Eucharistiefeier möglich ist, sinn- und wertvoller als liturgisches Kino. Ohne Kommunionfeier.

 

So kann uns die Kostbarkeit dessen, was uns in der Eucharistie geschenkt wird, neu bewußt werden - im Aushalten des "Mangels" und im Gebet. Ersatzlösungen sind da kontraproduktiv - und albern.

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Bei solchen Überlegungen denke ich an einen ScienceFiction,

wo ein Roboter mit Bildschirmkopf herumläuft und dann aus dem "Bauch"

eine Gabe überreicht.

 

"Kirche als liturgischer Kinosaal?"

echt Aua.

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Hab ich nicht neulich was von einem "Beichtautomaten" gehört?

 

"Wenn Sie Beichten wollen sprechen sie jetzt. piiiiep"

 

dann,

 

"Wenn Sie jetzt die Lossprechung erhalten möchten, drücken Sie die 1".

 

"Sind Sie nicht sicher, ob sie alles gesagt haben, drücken sie die Raute-taste".

 

 

:blink:

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Lieber Matthias,

 

eine Liveübertragung ist eigentlich kein Kino.

 

Und eine Kirche, in die eine Eucharistiefeier übertragen wird, bleibt eine Kirche.

Hallo Christoph,

 

es geht darum, dass sich die Gemeinde um den Tisch des Herrn versammelt und nicht um dessen Leinwand,

 

viele Grüße,

 

Matthias

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Christoph,

 

was willst Du mit dem Thema eigentlich erreichen?

 

Ich denke da mal ganz spontan an die Aussage "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen!". Die Nachfolge Jesu stiftet Gemeinschaft und nicht TV-Anschlüsse.

 

Es ist für Menschen, die ihre Wohnung nicht mehr verlassen können, sehr wichtig, im Fernsehen die Übertragung von Gottesdiensten mitverfolgen zu können. Aber für mich gehört unmittelbar zu diesem Thema dazu, dass die Gemeinde in der diese Menschen leben, den Bezug zu ihnen hält. Sei es über die Krankenkommunion oder einen Besuchsdienst.

 

Christlicher Gottesdienst auf der Mattscheibe als Regelfall ist Unsinn!

 

Also nochmal: Was willst Du mit dem Thema erreichen?

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@Edith

 

Gröl!!!!!!!!!!!!!!!!!! :blink:

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Christoph Overkott
Lieber Matthias,

 

eine Liveübertragung ist eigentlich kein Kino.

 

Und eine Kirche, in die eine Eucharistiefeier übertragen wird, bleibt eine Kirche.

Hallo Christoph,

 

es geht darum, dass sich die Gemeinde um den Tisch des Herrn versammelt und nicht um dessen Leinwand

Da stellt sich die Frage, ob die Leinwand nicht doch besser hinter dem Altar aufgestellt werden soll und zwar in einer Höhe, in der sie nicht vom Altar verdeckt wird.

 

Schließlich soll ja das Versammeln aller Christen im Bistum um den einen Tisch des Herrn zum Ausdruck kommen.

 

Weil es sich um eine Live-Übertragung handelt, sollte ganz normal mitgebetet und mitgesungen werden, auch wenn die Gemeinde aus der Sendungskirche dies nicht hört.

 

Aber welcher Gottesdienstbesucher wird eigentlich von seinem Mitchristen drei Reihen hinter ihm noch gehört?

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Christoph Overkott
Es ist für Menschen, die ihre Wohnung nicht mehr verlassen können, sehr wichtig, im Fernsehen die Übertragung von Gottesdiensten mitverfolgen zu können. Aber für mich gehört unmittelbar zu diesem Thema dazu, dass die Gemeinde in der diese Menschen leben, den Bezug zu ihnen hält. Sei es über die Krankenkommunion oder einen Besuchsdienst.

Das ist die Situation heute. - Für die Situation morgen stellt sich die Frage:

 

Wieweit müssen Gemeinden fahren um an einer Eucharistiefeier teilnehmen zu können?

 

Oder sollte der Priester nicht wenigstens per Sendung zur Gemeinde in die Kirche kommen, wobei die Kommunion durch Helfer ausgeteilt wird?

 

Natürlich sollte sich ein Priester auch auf Pastoralreise zu den Gemeinden begeben um mit ihnen persönlich Eucharistie zu feiern.

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Da stellt sich die Frage, ob die Leinwand nicht doch besser hinter dem Altar aufgestellt werden soll und zwar in einer Höhe, in der sie nicht vom Altar verdeckt wird.

Was heißt hier "hinter den Altar." Den schmeißen wir raus und stellen ne Leinwand da hin.

 

Und bei der Wandlung fallen wir alle davor auf die Knie, weil der Herr da ja virtuell realpräsent ist.

 

*kopfschüttel*

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Christoph Overkott

Mensch, Bloemer, du hättest nicht "virtuell" sagen dürfen.

 

Da ist die Hünermann empfindlich.

 

Schließlich unterstreicht eine Live-Übertragung die reale Präsenz.

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Schließlich unterstreicht eine Live-Übertragung die reale Präsenz.

Ach wirklich? Dann lassen wir unseren Pastor demnächst in der Sakristei zelebrieren und übertragen das in den Kirchenraum, damit die Realpräsenz unterstrichen wird.

 

*indentischbeiß*

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Der Thread amüsiert mich sehr. Aber was spricht eigentlich gegen Liveübertragungen in der Kirche wenn inzwischen Merchandisingartikel von Kardinälen verkauft werden dürfen ? Da geht man eben mit der Zeit. Bei der Gelegenheit kann man dann auch gleich Thesen der Kirche modifizieren die lang schon nicht mehr zeitgemäß sind. Fänd ich gut.

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Das ist keine echte Frage. Ab in den Katakomben-Keller damit!

Vor 3 Wochen hast Du eine Grundsatzrede gehalten weil Du keine Autounfälle und Kürbisrezepte in F & A bekamst. Nun eröffnet nach Monaten mal wieder jemand einen Thread in F & A, sogar zu einem kirchlichen Thema, und siehe da, es ist auch wieder falsch.

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Nachtreten ist blöd, Frank. Das ist kein F+A Thread, wie man unschwer erkennen kann.

 

Der liegt selbst in der Katakombe noch ein Stockwerk zu hoch.

 

(Und wer jetzt krakehlt: "Dann schieb ihn doch in die Glaubensgespräche" kriegt zur Strafe keine Quarkbällchen.)

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Franciscus non papa

naja - es kann ja auch sein, dass der vorschlag durchaus in ernsthafter und lauterer absicht gemacht wurde, und dann sollte er schon entweder in F&A oder eben in GG ausdiskutiert werden.

 

ps

 

auch wenn man den gedanken für unfug hält - aus dem vatikan kamen schon schwächere papiere.... :blink:

Edited by Oestemer
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Christoph Overkott
Und bei der Wandlung fallen wir alle davor auf die Knie

In der Kirche selbstverständlich.

 

Liturgisch ist es sehr großzügig, dass Zuschauer bei einer Live-Übertragung ins Wohnzimmer während der Wandlung Kaffee trinken oder ihr Frühstücksei löffeln dürfen.

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Thomas, Nachtreten wäre es nur wenn wir den Fall seinerzeit geklärt hätten. Die Kollegin hat ja nicht mal eingeräumt daß sie völlig neben der Kappe war.

 

Und unschwer erkennen kann ich hier nur das Fragezeichen hinter einer kirchlichen Frage.

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Jetzt gönnt doch den armen F&A Mods auch, daß sie wenigstens mal etwas verschieben können aus ihrem faden, toten Brett. Das ist doch wenigstens mal ein Ereignis: jemand hat in F&A einen Thread eröffnet. Und noch dazu einen, der nicht hingehört. Davon kann man die nächsten Monate zehren...... :blink:

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@ Tho: merchandisingartikel...ablach..., der ist gut..., fehlt nur der "wackeljesus" fürs Auto...

 

Bleze

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