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Erster Adventsonntag


Monika

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Erster Adventssonntag

 

Die Wochen des Advents sind jedes Jahr aufs Neue die Zeit der Erwar­tung und Bereitung: Vorbereitung auf das Kommen des Herrn, hier und jetzt. Zeit der großen Hoffnung, die aus dem Glauben kommt. Die Kraft der Hoffnung aber ist die Liebe. Das liebende Herz erfährt jetzt schon die Nähe des Herrn und die heilende Kraft seiner Gegenwart.

 

 

 

Zur 1. Lesung Zwischen Verheißung und Erfüllung lebte das Gottesvolk Israel. In der Lesung aus Jer 33 greift ein späterer Prophet die Verheißung von Jer 23, 5-6 auf; Gott wird sein Wort wahr ma­chen und einen Retter aus dem Haus David senden. „In jenen Tagen“, „zu jener Zeit“: erst Jesus Christus hat uns die Größe und Weite der Absicht Gottes gezeigt; mit seiner ersten Ankunft hat die Zeit der Erfül­lung begonnen.

 

 

1. Lesung Jer 33, 14-16

 

Ich werde für David einen gerechten Spross aufsprießen lassen

 

Lesung aus dem Buch Jeremia

 

14Seht, es werden Tage kommen - Spruch des Herrn -, da erfülle ich das Heilswort, das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda gesprochen habe.

 

15In jenen Tagen und zu jener Zeit werde ich für David einen gerechten Spross aufsprießen lassen. Er wird für Recht und Gerechtigkeit sorgen im Land.

 

16In jenen Tagen wird Juda gerettet werden, Jerusalem kann in Sicherheit wohnen. Man wird ihm den Namen geben: Jahwe ist unsere Gerechtigkeit.

 

 

 

 

Zur 2. Lesung Was wird aus dieser Welt? Was wird aus unserem Leben? Steht am Ende die Zerstörung, oder gibt es irgendeine Vollendung? Der Glaube an Christus erweist seine Kraft in der Liebe. Und in der Hoffnung: Jesus Christus ist der Herr; er kommt, um zu retten und zu vollenden. Die Tage unseres Lebens sind kostbar. Tage des Wachsens und Reifens, Tage der Erwartung.

 

 

2. Lesung 1 Thess 3, 12 - 4, 2

 

Der Herr möge euer Herz festigen, damit ihr ohne Tadel seid, wenn Jesus, unser Herr, kommt

 

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Thessalonicher

 

12Euch aber lasse der Herr wachsen und reich werden in der Liebe zueinander und zu allen, wie auch wir euch lieben,

 

13damit euer Herz gefestigt wird und ihr ohne Tadel seid, geheiligt vor Gott, unserem Vater, wenn Jesus, unser Herr, mit allen seinen Heiligen kommt.

 

1Im übrigen, Brüder, bitten und ermahnen wir euch im Namen Jesu, des Herrn: Ihr habt von uns gelernt, wie ihr leben müsst, um Gott zu gefallen, und ihr lebt auch so; werdet darin noch vollkommener!

 

2Ihr wisst ja, welche Ermahnungen wir euch im Auftrag Jesu, des Herrn, gegeben haben.

 

 

 

 

Zum Evangelium Die Zerstörung Jerusalems im Jahr 70 nach Christus war noch nicht das Ende der Welt. Dieses wird durch weitere Katastrophen der Geschichte und durch schwere kosmische Erschütterungen eingeleitet. Die „Menschen“ vergehen vor Angst und Schrecken, fühlen sich hilflos dem Terror ausgeliefert. Die Christen aber schauen nach dem Menschensohn aus, der kommt, um die Welt zu richten und zu retten. Die Kraft zum Durchhalten nimmt der Christ nicht aus politischen oder philosophischen Parolen, sondern aus dem Wort Christi.

 

 

Evangelium Lk 21, 25-28.34-36

 

Eure Erlösung ist nahe

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

 

25Es werden Zeichen sichtbar werden an Sonne, Mond und Sternen, und auf der Erde werden die Völker bestürzt und ratlos sein über das Toben und Donnern des Meeres.

 

26Die Menschen werden vor Angst vergehen in der Erwartung der Dinge, die über die Erde kommen; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.

 

27Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf einer Wolke kommen sehen.

 

28Wenn (all) das beginnt, dann richtet euch auf, und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe.

 

34Nehmt euch in acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euch nicht verwirren und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht,

 

35(so) wie (man in) eine Falle (gerät); denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen.

 

36Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.

 

 

 

 

 

Für den Tag und die Woche

 

Noch nicht Wozu auf ihn warten, wenn er schon gekommen ist? Wozu nach ihm Ausschau halten, wenn er schon zu sehen ist? Ist der Advent nicht ein Abschnitt des Kirchenjahres „als ob“? Ein unaufrichtiges Vormachen, ein alljährliches Kinderspiel? Nein. Denn Er ist in dir noch nicht wieder geboren. Und du bist neu, bist anders als vor einem Jahr. Du siehst anders als vor einem Jahr. Du hörst anders, du denkst anders als vor einem Jahr. Er muss in dir neu geboren werden. (M. Malinski).

 

 

(Quelle Erzabtei Beuron)

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Damit euer Herz gefestigt wird und ihr ohne Tadel seid, geheiligt vor Gott, unserem Vater, wenn Jesus, unser Herr, mit allen seinen Heiligen kommt.

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Nehmt euch in acht,

dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags

euch nicht verwirren

und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht,

(so) wie (man in) eine Falle (gerät);

denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen.

 

Ein eindrückliches Plädoyer für das Adventsfasten!

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