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Beten?


Lichtlein
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Aus dem "Hasenstall":

Wer von Euch traut sich (ehrlich!!), wenn er/sie normalerweise ein Essensgebet macht, dies auch dann zu tun (genauso laut und sichtbar), wenn das Essen in der Mensa, Kantine oder einem Restaurant ist?

 

Nochmal aus dem "Hasenstall":

"Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler; denn sie stehen gern in den Synagogen und an den Strassenecken und beten, damit sie gesehen werden von den Menschen. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn empfangen. Wenn aber du betest, so geh in deine Kammer, schliess die Tuere zu und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten. (Mt 6,5-6)

Mal ehrlich, wer macht denn ein Tischgebet, wenn er alleine (in seiner Kammer) vor seinem Mikrowellenfrass sitzt?

 

Aus einer mail:

Wie verbreitet ist das Beten eigentlich? Ich war vor 2 Jahren in einer katholischen Akademie auf einer Tagung: Da hat niemand gebetet zum Essen. Und warum genau sprecht Ihr mit Gott über das Essen? Blöd gefragt: Gibt es keine wichtigeren Themen?

                                       

Und meine Fragen dazu:

Beten: ja? nein? warum? worum? wann? wozu?

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Zitat von Lichtlein am 20:36 - 26.Oktober.2001

Beten: ja? nein? warum? worum? wann? wozu?


 

Liebe Lucia,

 

"wer lang fragt, geht lang irr".

 

Bete doch einfach, wenn es dir hilft, bete.

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Hallo, Lucia!

 

Ich bete abends mit meinem Sohn ein Vater unser, wenn er schlafen geht, und sonntags in der Kirche, ansonsten habe ich keine festen Gebetstermine. Gelegentlich bete ich noch in der Badewanne, da kann man ausgesprochen gut nachdenken und hat seine Ruhe für ein Gebet.

 

Liebe Grüße,

 

Andrea

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Gebet - mit Jesus durch den Tag gehen.

 

Gebet = Gebet

 

Gebet - die Arbeit als Gebet zu sehen, zu geben.

 

Was ist Gebet ?

 

Unterwerfung?

 

Gespräch?

 

Über was unterhalte ich mich? Verfolgt mich mein Gewissen? Oder interessiert sich der Herr vielleicht auch für andere Dinge als meine Sünden?

 

 

Das war jetzt Theorie, die sich gut anhört.

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>Was ist Gebet ?

 

Unterwerfung?<

 

Ja.

 

>Gespräch?<

 

Hmm. Ein Monolog?

 

>Über was unterhalte ich mich? Verfolgt mich mein Gewissen? Oder interessiert sich der Herr vielleicht auch für andere Dinge als meine Sünden?<

 

Wir wissen natürlich nicht, worüber du mit deinem Gott monologisierst, aber, er interessiert sich sicher nicht für deine Sünden.

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Hallo, Ute!

 

Ich denke nicht, daß das Bitten um Etwas oder der Dank, weil man etwas erhalten hat, Unterwerfung ist bzw. falls doch, daß diese negativ zu bewerten wäre.

 

Ein Gebet ist mit Sicherheit kein Monolog. Es ist viel mehr Dialog mit Gott. Er antwortet auf eine andere Weise als der Mensch, mit dem wir dialogisieren. Aber er antwortet.

 

Woher nimmst Du die Gewißheit, daß Gott sich mit Sicherheit nicht für meine Sünden interessiert?

 

Liebe Grüße,

 

Andrea

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>> Ein Gebet ist mit Sicherheit kein Monolog. Es ist viel mehr Dialog mit Gott. << (Moonshadow)

 

Bisweilen ist Glaube nichts anderes als der Versuch, durch hartnäckiges Leugnen der Fakten Tatsachen zu schaffen.

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Ich hatte mal einen Trainer, der im Trainingslager vor jedem Essen "gebetet" hat. Da er absolut ungläubig war, nehme ich an, er hat einfach die paar Minuten Ruhe mitten im Tummult genossen.

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Hallo Lucia!

 

Wir beten täglich vor dem Essen; das ist eine so feste Gewohnheit, dass ich hin und wieder meine Kinder darauf aufmerksam machen muß, warum wir beten: Dank an Gott für das tägliche Brot.

Wenn wir nicht zu Hause essen sondern im Restaurant oder bei Freunden, vergesse ich manchmal das Beten; wenn ich daran denke, bete ich manchmal still für mich oder sage, dass ich ein kurzes Gebet sprechen will und versuche, den Eindruck zu vermeiden, dass es sich um eine "Show" handelt.

Mit den Kindern bete ich auch regelmäßig abends, wir danken Gott (meist in eigenen, freien Worten) für den Tag und/oder erzählen von unseren Sorgen.

 

Der Gedanke von Benedikt gefällt mir:

Gebet - mit Jesus durch den Tag gehen.

Es ist in meinem Leben zwar eher ein  "mit Jesus den Tag überdenken und beschließen", aber das kann sich ja noch ändern.

Gebet als Monolog - ja, das habe ich mitunter auch erlebt, dass ich keine Antwort bekam oder das Gefühl hatte, dass da kein Gegenüber war. Mitunter kam die Antwort viel später oder so überraschend anders, dass ich sie nicht hörte (hören wollte).

Und es gibt Zeiten, da höre ich Gottes Wort an mich ganz deutlich und lebendig, da ist Gebet ein lebhafter Dialog mit einem guten Freund, dem ich alles anvertrauen kann.

 

Liebe Grüße,

Gabriele

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Gebet - Wer redet mit wem, ich zu Gott oder Gott zu mir?

:)

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Du zu dir.

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Ich habe noch niemals in meinem Leben eine Predigt gehört, selbst gebetet oder einen anderen ernsthaft beten sehen. Ich bin noch niemals in einer Kirche gewesen.

 

Wenn ich jemanden beten sehen würde, ob in der Mensa oder dem Restaurant, würde ich ihn als psychisch gestört betrachten. In etwa so, wie jemanden, der auf der Straße läuft und vor sich hin spricht.

 

Meine Freunde würden mir raten, vor dieser Person auf der Hut zu sein, ihr kein Vertrauen zu schenken und ich würde niemals mit so einem zusammen arbeiten.

 

Ich hätte Bedenken, ob so einer zuverlässig wäre oder ob er nicht die spontanen Ausbrüche von Ablehung, Bösartigkeit und Aggression zeigt, wie sie auch beispielsweise hier im Forum jederzeit beobachtet werden können.

 

Wenn ich wüßte, daß einer meiner Freunde betet, würde ich mich sehr wundern.

 

Trilobit

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Hi Trilo!

Herzlichen Glückwunsch zum 5. Fähnchen. Danke für den Glückwunsch zum Regenbogen. In einem spontanen Ausbruch von Bösartigkeit werde ich auch für Dich beten.

 

Allen anderen: erst mal Danke für Eure Beiträge (ich hoffe noch auf mehr).

 

Liebe Grüße,

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Hallo Ihr (Nicht) BeterInnen,

 

Ein gutes Zitat von Albert Schweitzer:

Beten verändert nicht die Welt.

Aber Beten verändert die Menschen.

Und Menschen verändern die Welt.

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Zitat von Lichtlein

 

Allen anderen: erst mal Danke für Eure Beiträge (ich hoffe noch auf mehr).

 

Liebe Lucia, also bei mir ist das so mit dem Beten:

 

Abends , wenn ich die Kinder ins Bett bringe wird immer gebetet. Das gehört zum Ritual und ist als Tagesabschluss

gedacht.

Ich selber bete ganz verschiedentlich :meist auch vor dem Einschlafen .

Dann immer wieder mal ganz unvermittelt als Dank für schöne Dinge -wie z.B. die Natur-oder berührende Erlebnisse.

Tja und dann ist sicher ein grosser Teil meiner Gebete gefüllt mit Bitten und Wünschen an Gott.Dinge ,bei denen ich das Gefühl habe, ich habe nicht die Macht und auch nicht die Kraft allein dafür die Verantwortung zu tragen.

 

Liebe Grüsse

Sabine

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Zitat von Trilobit am 15:37 - 28.Oktober.2001

Wenn ich jemanden beten sehen würde, ob in der Mensa oder dem Restaurant, würde ich ihn als psychisch gestört betrachten. In etwa so, wie jemanden, der auf der Straße läuft und vor sich hin spricht.

 

Meine Freunde würden mir raten, vor dieser Person auf der Hut zu sein, ihr kein Vertrauen zu schenken und ich würde niemals mit so einem zusammen arbeiten.

 

Ich hätte Bedenken, ob so einer zuverlässig wäre oder ob er nicht die spontanen Ausbrüche von Ablehung, Bösartigkeit und Aggression zeigt, wie sie auch beispielsweise hier im Forum jederzeit beobachtet werden können.

 

Wenn ich wüßte, daß einer meiner Freunde betet, würde ich mich sehr wundern.

 

Trilobit


 

Was geht denn eigentlich hier ab?

Wieso soll jemand, der ein Tischgebet spricht "psychisch gestört" sein??

 

Wenn du schon von "bösartigen Postings" schreibst, dann kannst du deines hier ruhig auch dazu nehmen!

 

 

 

keine Grüße

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Beten

 

 

> Was geht denn eigentlich hier ab? (EXPLORER)

 

Jeder beantwortet Lichtleins Fragen auf seine Weise.

 

> Wieso soll jemand, der ein Tischgebet spricht "psychisch gestört" sein?? (EXPLORER)

 

Das sage ich nicht! Ich sage nur, daß es mir so vorkommen würde.

 

Es würde mich sehr verwundern, wenn jemand neben mir säße und vor dem Essen Selbstgespräche (siehe u.a. Ute: "Du zu Dir".) führt ... sich für das Essen bei einem Gott bedankt usw., obwohl er es doch eben gekauft hat und weiß, daß es ein Koch zubereitet hat aus Rohstoffen, die von einem Bauern stammen, der sie von seinem Acker geerntet hat, nachdem er es bestellt hat.

 

Ich wüßte nicht, was ich davon halten sollte. Ich würde vermutlich argwöhnen, ob der Beter nicht noch mehr solche unerwarteten Sachen drauf hätte.

 

Mein privates Empfinden, OK?

 

Ich würde es vielleicht für möglich halten, daß der Beter so einer wäre, wie der mißgestimmte HAbeNUs, von dem ich jede Sekunde eine mit cholerischen Gebrummel begleitete Ohrfeige erwarten müßte oder wie der WR, dem ich zutrauen würde, daß er aufspringt, jemandem ins Bein beißt und nach Vergebung seiner tiefen Schuld ruft.

 

Na ja, Spaß beiseite. Vielleicht sind sie ja ganz friedlich.

 

Aber ich wäre etwas verunsichert, wenn einer beten würde, ja ... Na und?

 

> Wenn du schon von "bösartigen Postings" schreibst, dann kannst du deines hier ruhig auch dazu nehmen.

 

Nein, ich bin lediglich ehrlich. Das soll niemanden verletzen.

 

Ich sage ehrlich, was ich denken würde. Natürlich kann ich mich irren, aber ich vermute, daß es anderen hier auch so gehen würde, wenn sie jemanden beten sehen würden.

 

Vielleicht ist es für Lichtlein ja interessant zu wissen, daß manche Menschen so denken wie ich. Es würde ihr wenig nützen, wenn alle nur sagen: "Ja, eigentlich müßte ich beten, aber ich bin zu faul dazu." Es würde ihr auch nichts nützen, wenn ich einfach sagen würde "Ich bete nicht.", denn dann wäre ich zu verwechseln mit jenen vielen Christen, die nicht beten gehen, weil sie keinen Bock drauf haben, an ihren lieben Gott ein Verslein zu verschwenden oder weil sie nicht komisch angesehen werden wollen.

 

Verstehst Du das, EXPLORER?

 

Ich feinde niemanden an. Ich sage nicht, daß Beten S c h e i ß e sei. Ich drücke nur meine Verwunderung aus. Vielleicht ein Bischen Skepsis, ob da alles mit rechten Dingen zugeht ... oder ob wer nicht nur betet, damit die anderen Christen ein paar Tische weiter sagen: "Ey kuck ma, der traut sich was!"

 

:-)

 

Trilo

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Hallo Trilo,

 

Dein tragischer Fall hat mich schwer erschüttert. Ich musste einfach mit meinem Abendessen darüber reden.

 

 

 

Stefan

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Zitat von Trilobit am 15:37 - 28.Oktober.2001

Ich habe noch niemals in meinem Leben eine Predigt gehört, selbst gebetet oder einen anderen ernsthaft beten sehen. Ich bin noch niemals in einer Kirche gewesen.

 

Wenn ich jemanden beten sehen würde, ob in der Mensa oder dem Restaurant, würde ich ihn als psychisch gestört betrachten. In etwa so, wie jemanden, der auf der Straße läuft und vor sich hin spricht.

 

...

 

Trilobit


 

 

Erstaunlich finde ich das, Trilobit. Du hast noch nie jemanden ernsthaft beten gesehen und meinst, du würdest ihn für geistig gestört halten.

 

Dann kannst du doch gar nicht wissen, worüber du überhaupt sprichst. Wie kannst du dir dann ein derartig vernichtendes Urteil erlauben ?

 

Verblüffte Grüße

Martin

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PS: Nun habe ich auch deine Antwort an Explorer gelesen. Wie differenzierst du denn in deiner Beurteilung zwischen psychisch gestört sein und jemanden für so psychisch gestört halten, daß du jeglichen privaten und beruflichen Kontakt mit ihm verweigerst.

 

Wie kommst du auf die Idee, daß HAbeNUs dich schlagen würde ? Oder daß der Weiße Rabe dich beißen könnte ?

 

Was wäre, wenn ich da sitzen würde, betend ?

 

Erstaunte Grüße

Martin

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Hi Trilobit,

 

"Wenn ich jemanden beten sehen würde, ob in der Mensa oder dem Restaurant, würde ich ihn als psychisch gestört betrachten." (Trilobit)

 

hm.... vielleicht betet er ja auch, weil das Essen da so schlecht ist?!

 

 

 

Mahlzeit!

 

Olli

 

(Geändert von Olli um 20:42 - 29.Oktober.2001)

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Ehrlich, ich schwöre es, wenn ich jemals in meinem Leben einen beim Essen beten sehe, spreche ich ihn darauf an, was er sich dabei denkt. *lach*

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Hi,

 

ich wurde vor vielen Jahren von ein paar Freunden zu einem baptistischen Gemeindetreffen eingeladen. Die haben mir fest versprochen, dass es da total locker zugeht und alle ganz nett sind und überhaupt...

 

Nach ein bis zwei Stunden Bibellektüre und Bibeldiskussion wurde dann ausgiebig miteinander gebetet. Ich sass still daneben und lauschte dem Gemurmel, aus dem sich hier und da mal eine Stimme erhob, um laut irgendetwas bei Gott zu erbeten, z.B. dass der Stefan auf den richtigen Weg findet. Obwohl alle so taten, als wären sie tief in ihr Gebet vertieft, schauten einige immer mal wieder verstohlen zu mir herüber, um zu sehen, wie ich reagiere. Nach zehn Minuten wurde ich mit einigen anderen höflich gebeten, den Raum doch zu verlassen, da wir uns vor Lachen nicht mehr halten konnten. Ich habe aber nicht zuerst gelacht!

 

Der Auslöser für den kollektiven Lachkrampf war wohl, dass einige sich vorgestellt haben, wie mir die Situation erscheinen muss. Vor allem, da an diesem Tag die Gebetsformeln anscheinend auch für freikirchliche Verhältnisse etwas zu inbrünstig herausposaunt wurden. Mein erschrockener Blick hat einigen dann wohl den Rest gegeben. Dennoch wurden die Gebete erhört und Stefan fand den richtigen Weg - nach draussen.  

 

Gruß

Stefan

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