Jump to content

KEK Zum Thema Masturbation


Flo77
 Share

Recommended Posts

Hallo Zusammen,

 

ich habe Diese Frage ganz bewußt nicht in F&A gestellt, weil ich eine kath. Erklärung suche: Es geht ausschließlich um das Textverständnis nicht um eine moralische Diskussion!

 

Was sollen mir diese beiden Passui sagen:

 

n der Pubertät und im Jugendalter durchlaufen viele Jungen und Mädchen eine Phase, in der es öfter zur Masturbation kommt. Hierbei können ganz unterschiedliche Ursachen und Anlässe eine Rolle spielen. Manchmal geben Jugendliche dem sexuellen Drang, den sie in dieser Zeit besonders stark erfahren, einfach nach. Ein anderes Mal kann Neugier dazu führen, daß einer seine aufbrechende Geschlechtskraft erfahren möchte. Auch Einsamkeit, Versagen in der Schule oder im Beruf, Überreizung durch die sexualisierte Umwelt und der Wunsch nach sexueller Erfüllung, der in den Jahren des Reifens stärker wird, sind Anlaß zur Masturbation.

Diese Situationen zeigen an, daß hier die rechte Einordnung der Sexualität in die Person noch nicht voll gelungen ist. Die Masturbation kann Ausdruck von Unreife, aber auch von falscher Ichbezogenheit sein. Wo sie bewußt angestrebt und an ihr festgehalten wird, ist sie ein sittliches Fehlverhalten. "Der Jugendliche, der damit zu ringen hat, muß erkennen, daß er über dieses Stadium hinauswachsen muß, wenn seine Sexualität nicht infantil bleiben soll"

 

Gibt's hier 'ne Altersgrenze wann man die "rechte Einordnung" erreicht haben soll? Und was viel interessanter ist: Was ist mir der "rechten Einordnung" eigentlich gemeint???

 

Und weiter

 

Bei Erwachsenen kann es zur Masturbation kommen, wo äußere Umstände (Krankheit, Einsamkeit, Fernsein vom Partner) sexuelle Beziehungen nicht zulassen. Auch hier kann die Masturbation Ausdruck der Selbstbezogenheit sein. Als Selbstbefriedigung entspricht sie nicht der Zielsetzung einer reifen Geschlechtlichkeit.

 

Ob und in welchem Maße bei der Masturbation Schuld vorliegt, hängt somit auch davon ab, wieweit jeweils Einsicht und Freiheit mitspielen. Entscheidend ist, ob der Wille zu verantworteter Formung und Ausrichtung der Geschlechtlichkeit besteht oder ob schuldhafte Ichbezogenheit vorliegt.

 

Hier wirft mir der zweite Absatz die größten Schwierigkeiten auf.

Was ist hier mit Einsicht und Freiheit gemeint?

Was ist die "schuldhafte Ich-Bezogenheit"???

Und wann ist die "Geschlechtlichkeit verantwortet geformt und ausgerichtet"?

 

Liebe Grüße

 

Flo

Link to comment
Share on other sites

Das ist ja die generelle Frage, ab wann ein Mensch die volle Verantwortung fuer sein Tun hat. Hat er etwas trotz vollem Wissen getan? Mit Unwissenheit? In geistiger Umnachtung?....

 

Ich glaube das kann man letztendlich nur am Einzelfall sehen, und letztendlich weiss das wohl nur Gott.

 

Gruesse

 

Max

Link to comment
Share on other sites

Mal ein Versuch, ohne die Antwort zu kennen.

 

Spielt Hab-Sucht oder Hab-Gier eine Rolle?

Die Frage nach dem "warum", den begleitenden Gedanken und Beweggründen wird wohl eine Rolle spielen. Gezielt und regelmäßig, gar "notwendig" wie das Abendessen? Als Reaktion auf einen nicht selbst bestimmten Auslöser, oder bewußt gesucht und herbeigeführt?

 

Oder mal etwas lässiger formuliert - wedelt der Hund mit dem Schwanz, oder der Schwanz mit dem Hund. :blink:

 

Spannend würde dann die Frage der eigenen Aufrichtigkeit in dieser Hinsicht sein, denn die Argumente kann man sich bestimmt prima zurecht leben. Traut man sich, der Angelegenheit auf den Grund zu gehen?

 

Wenn man sich zur Auseindersetzung entschlossen hat, wie sieht dann diese aus. Nach Niederlagen?

 

Hat man das Gefühl, dass es Sünde ist, dass heißt, von Gott trennt? Könnte man mit dieser Frage ins Gebet und damit vor Gott hin treten?

Link to comment
Share on other sites

Das ist ja die generelle Frage, ab wann ein Mensch die volle Verantwortung fuer sein Tun hat. Hat er etwas trotz vollem Wissen getan? Mit Unwissenheit? In geistiger Umnachtung?....

 

Ich glaube das kann man letztendlich nur am Einzelfall sehen, und letztendlich weiss das wohl nur Gott.

 

Gruesse

 

Max

Hallo Max,

 

zunächst einmal bin ich mir dabei ziemlich sicher was ich tue.

 

Ich denke auch, dass ich dabei nicht besonders unter Zwang stehe.

 

Die geistige Umnachtung (nein das schreib' ich jetzt nicht ...; ))

 

Das unser Herrgott das letzte Wort hat hatte ich schon mal in meiner Signatur, es erklärt mir nur leider den Text nicht.

 

Liebe Grüße

 

Flo

 

Ich möchte an dieser Stelle übrigens noch mal an die ersten Statements von Explorer hier erinnern: http://www.mykath.de/index.php?showtopic=6121

Edited by Flo77
Link to comment
Share on other sites

Hallo Martin,

 

Mal ein Versuch, ohne die Antwort zu kennen.

Nun gut :blink:

Auch wenn das eigentlich gar nicht hierher gehört und uns doch von der Textanalyse entfernt:

 

Spielt Hab-Sucht oder Hab-Gier eine Rolle?

Die Frage nach dem "warum", den begleitenden Gedanken und Beweggründen wird wohl eine Rolle spielen. Gezielt und regelmäßig, gar "notwendig" wie das Abendessen? Als Reaktion auf einen nicht selbst bestimmten Auslöser, oder bewußt gesucht und herbeigeführt?

Bitte wie soll sich denn die Habsucht/-gier äußern???

 

Ich meine für das warum muss ich doch wohl nicht ernsthaft noch Beispiele bringen - oder?

Oder besteht ein Unterschied zwischen Langeweile und Streß?

 

Oder mal etwas lässiger formuliert - wedelt der Hund mit dem Schwanz, oder der Schwanz mit dem Hund.

...

 

Spannend würde dann die Frage der eigenen Aufrichtigkeit in dieser Hinsicht sein, denn die Argumente kann man sich bestimmt prima zurecht leben. Traut man sich, der Angelegenheit auf den Grund zu gehen?

Man legt sich die Argumente immer zurecht.

Unabhängig davon habe ich außer der KEK-Aussage keinen Hinweis auf die "Sündhaftigkeit" will sagen ich will den Text verstehen um zu wissen wo eigentlich die Sünde liegt.

Die Tat ist ja anscheinend nur Ausdruck einer tieferen Problematik - ABER WELCHER???

Das "Traut man sich ..." hört sich so an als würde man in einen Abgrund blicken müssen - ich würde ja mal gerne über den Rand schauen aber dazu müsste ich wissen, wo das Geländer anfängt.

 

Wenn man sich zur Auseindersetzung entschlossen hat, wie sieht dann diese aus. Nach Niederlagen?

Das klingt jetzt arg nach "Niemand ist gut, außer GOTT" oder worauf wolltest Du hinaus?

 

Hat man das Gefühl, dass es Sünde ist, dass heißt, von Gott trennt? Könnte man mit dieser Frage ins Gebet und damit vor Gott hin treten?

 

Ich persönlich habe dieses Gefühl nicht. Ich habe bisher noch alles vor Gott gebracht und mache hier keine Ausnahme.

Aber mein Verständnisproblem fängt ja schon an, dass ich die Begründung für das Ideal nicht kenne (und es wird ja wohl kaum den Charakter der Kashruth haben, die einfach göttlicher Willen sind und sonst nicht begründet werden).

Entsprechend kann ich zwar sagen, dass ich u.U. nicht dem Ideal entsprechend handle, kann aber nicht erkennen wo das Problem liegen soll.

 

Flo

Edited by Flo77
Link to comment
Share on other sites

Hallo Flo

 

zunächst einmal bin ich mir dabei ziemlich sicher was ich tue.

 

spielt womoeglich auch die Umgebung mit. Wenn alle sagen dass etwas ok und gut ist, ist es schwer sich vom Gegenteil zu ueberzeugen.

 

Ich denke auch, dass ich dabei nicht besonders unter Zwang stehe.

 

Abhaengigkeit? Merkt man erst wenn man etwas sein lassen will. Viele ALkoholiker sagen, abhaengig bin ich nicht, ich koennte jeder Zeit aufhoeren...

 

"Manchmal erwartet GOTT Dinge von uns zu tun, die uns unmöglich erscheinen; Die allem widersprechen zu scheinen was unserer Meinung nach richtig ist. Aber ER verspricht uns, dass wenn wir IHM vertrauen, alles in Ordnung kommen wird."

 

Das finde ich sehr schoen gesagt. Woher kommt das?

 

Das passt eben gerade zu solchen Fragestellungen, die wir nicht so recht verstehen. Einer meiner Ansaetze ist, dass eben Gott, Jesus, Heilige, die Welt von einem ganz anderen Standpunkt aus sehen. Die sagen uns ja gerade, dass wir die Welt nicht sehen wie sie wirklich ist. Und weil wir aus Unwissenheit falsche Annahmen machen, sind unsere Schlussfolgerungen notwendigerweise inkorrekt. Ein Heiliger, mit seiner Erkenntnis, wuerde aber eben Verhaltensweisen waehlen, die uns unverstaendlcih erscheinen.

 

Wenn man also Gott, Jesus, den Heiligen vertraut, dann kann man akzeptieren, dass man nicht versteht und trotzdem vertraut. Dein Zitat eben.

 

Was mich halt auch immer wundert ist, dass gerade in moralischen Fragen alle Weltreligionen praktisch einig sind. Wenn die alle unabhaengig voneinander aehnlich Schlussfolgerungen ziehen, gibt das nicht etwas zu denken?

 

Gruesse

 

max

Edited by Max
Link to comment
Share on other sites

Was mich halt auch immer wundert ist, dass gerade in moralischen Fragen alle Weltreligionen praktisch einig sind. Wenn die alle unabhaengig voneinander aehnlich Schlussfolgerungen ziehen, gibt das nicht etwas zu denken?

Ich glaube, die Ausgangsfrage hat mit dem beherrschen der Triebe zu tun. Beherrschen wir sie, oder beherrschen sie uns? Ein völlig triebgesteuerter Mensch wird kaum als wertvolles Mitglied einer Gemeinschaft empfunden, eher als eine Gefahr.

 

Religionen befassen sich ja auch mit Ethik, dem bestmöglichen Zusammenleben von Menschen, und werden sich negativ zu triebgesteuertem Verhalten jeder Art äußern müßen. Für mich ist das keine Überraschung.

 

Auch Natur-Religionen oder nicht-religiöse Gemeinschaften wie die Samuraikrieger erziehen ihre Mitglieder dahingehend, ihre Triebe jederzeit unter Kontrolle zu haben.

 

Ist nicht auch das Zölibat aus diesem Denken hervorgegangen?

 

Grüße,

Link to comment
Share on other sites

Hallo Max,

 

(mal davon abgesehen, dass ich gar nicht erst auf Dein OT hätte eingehen sollen) weiß ich jetzt immer noch nicht, was "FALSCHE ICH-BEZOGENHEIT" und die "RECHTE EINORDNUNG" sein soll. :blink::blink::blink:

 

Die Kashruth-Begründung zieht hier nicht, alldieweil M. soweit ich weiß an nicht einer Stelle der hl. Schrift erwähnt wird die Vorschrift also nicht direkt Gottes Wort ist.

 

Lt. KEK ist das M.-Verbot eine Konsequenz aus "Du sollst nicht ehebrechen Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau (Sechstes und neuntes Gebot)"

 

Entweder hat sich der hl. Geist bei der Beratung der Verfasser unklar ausgedrückt oder ...

 

Der verantwortliche Umgang ist ja völlig iO; das man sich von seinen Trieben nicht beherrschen lassen soll ist auch glasklar, aber worauf will der KEK hinaus?????????????????????????????????

 

Flo

 

PS: www.touched.com Episode 907

Edited by Flo77
Link to comment
Share on other sites

Hallo Flo

 

In der Pubertät und im Jugendalter durchlaufen viele Jungen und Mädchen eine Phase, in der es öfter zur Masturbation kommt. Hierbei können ganz unterschiedliche Ursachen und Anlässe eine Rolle spielen. Manchmal geben Jugendliche dem sexuellen Drang, den sie in dieser Zeit besonders stark erfahren, einfach nach. Ein anderes Mal kann Neugier dazu führen, daß einer seine aufbrechende Geschlechtskraft erfahren möchte. Auch Einsamkeit, Versagen in der Schule oder im Beruf, Überreizung durch die sexualisierte Umwelt und der Wunsch nach sexueller Erfüllung, der in den Jahren des Reifens stärker wird, sind Anlaß zur Masturbation.

Diese Situationen zeigen an, daß hier die rechte Einordnung der Sexualität in die Person noch nicht voll gelungen ist. Die Masturbation kann Ausdruck von Unreife, aber auch von falscher Ichbezogenheit sein. Wo sie bewußt angestrebt und an ihr festgehalten wird, ist sie ein sittliches Fehlverhalten. "Der Jugendliche, der damit zu ringen hat, muß erkennen, daß er über dieses Stadium hinauswachsen muß, wenn seine Sexualität nicht infantil bleiben soll"

Die sexuelle Entwicklung eines Jugendlichen verläuft sehr individuell, er/sie will seinen/ihren Körper kennenlernen. Wirklich erfüllte Sexualität beinhaltet den Partnerbezug, sich auf den anderen/die andere einlassen - weit mehr als "Triebbefriedigung".

 

Bei Erwachsenen kann es zur Masturbation kommen, wo äußere Umstände (Krankheit, Einsamkeit, Fernsein vom Partner) sexuelle Beziehungen nicht zulassen. Auch hier kann die Masturbation Ausdruck der Selbstbezogenheit sein. Als Selbstbefriedigung entspricht sie nicht der Zielsetzung einer reifen Geschlechtlichkeit.

Ob und in welchem Maße bei der Masturbation Schuld vorliegt, hängt somit auch davon ab, wieweit jeweils Einsicht und Freiheit mitspielen. Entscheidend ist, ob der Wille zu verantworteter Formung und Ausrichtung der Geschlechtlichkeit besteht oder ob schuldhafte Ichbezogenheit vorliegt.

Vielleicht ist gemeint, die Unfähigkeit, auf Bedürfnisse des Partners/der Partnerin einzugehen oder Egoismus, sich nicht auf den anderen/die andere einlassen zu wollen?

 

Eran

Link to comment
Share on other sites

Hallo Max,

 

(mal davon abgesehen, dass ich gar nicht erst auf Dein OT hätte eingehen sollen) weiß ich jetzt immer noch nicht, was "FALSCHE ICH-BEZOGENHEIT" und die "RECHTE EINORDNUNG" sein soll.  :blink:  :blink:  :blink:

Sorry wenn ich Dich veraegert habe, weiss nicht ganz klar warum. Ich hab auch nur versucht "laut zu denken"...

 

Der verantwortliche Umgang ist ja völlig iO; das man sich von seinen Trieben nicht beherrschen lassen soll ist auch glasklar, aber worauf will der KEK hinaus?????????????????????????????????

 

Ich befuerchte der Katechismus will ganz klar auf eine Sache heraus: Eigentlich soll's der Mensch ganz sein lassen. Eher konservative Kreise sagen das Dir dann auch ganz klar (zB EWTN' Frage und Antwort Seite)

 

Ob ich das generell so fuer alle sehen wollte, weiss ich auch nicht. Aber man muss wohl sagen, der KKK und KEK sagen das so. Wenn Du es nicht sein lassen kannst, dann ist die rechte Einordnung noch nicht da (sagt der KEK, nicht ich), und beschreibt wo das so ist.

 

Seltsamerweise habe ich moderne westliche buddhistische Lehrer genau dasselbe sagen hoeren, besonders das mit der Ich-bezogenheit.

 

Gruesse

 

Max

 

PS: Der KKK ist etwas klarer als der KEK (sorry, nur in english auf dem INternet:

 

2395 Chastity means the integration of sexuality within the person. It includes an apprenticeship in self-mastery.

 

2396 Among the sins gravely contrary to chastity are masturbation, fornication, pornography, and homosexual practices.

 

oder

 

2352 By masturbation is to be understood the deliberate stimulation of the genital organs in order to derive sexual pleasure. "Both the Magisterium of the Church, in the course of a constant tradition, and the moral sense of the faithful have been in no doubt and have firmly maintained that masturbation is an intrinsically and gravely disordered action."138 "The deliberate use of the sexual faculty, for whatever reason, outside of marriage is essentially contrary to its purpose." For here sexual pleasure is sought outside of "the sexual relationship which is demanded by the moral order and in which the total meaning of mutual self-giving and human procreation in the context of true love is achieved."139

 

To form an equitable judgment about the subjects' moral responsibility and to guide pastoral action, one must take into account the affective immaturity, force of acquired habit, conditions of anxiety or other psychological or social factors that lessen, if not even reduce to a minimum, moral culpability.

Edited by Max
Link to comment
Share on other sites

Doch, den KKK gibt's auf deutsch im Netz; hier: http://www.stjosef.at/kkk (steht sogar in der Hilfe-Funktion von "mykath" - man muss sich nur bis unten durchscrollen).

 

von der St.-Josef-Seite herkopiert (für die, die genauso schlecht Englisch sprechen, wie ich):

 

Verstöße gegen die Keuschheit

 

2351 Unkeuschheit ist ein ungeregelter Genuß der geschlechtlichen Lust oder ein ungeordnetes Verlangen nach ihr. Die Geschlechtslust ist dann ungeordnet, wenn sie um ihrer selbst willen angestrebt und dabei von ihrer inneren Hinordnung auf Weitergabe des Lebens und auf liebende Vereinigung losgelöst wird.

 

2352 Masturbation ist die absichtliche Erregung der Geschlechtsorgane, mit dem Ziel, geschlechtliche Lust hervorzurufen. „Tatsache ist, daß sowohl das kirchliche Lehramt in seiner langen und stets gleichbleibenden Überlieferung als auch das sittliche Empfinden der Gläubigen niemals gezögert haben, die Masturbation als eine in sich schwere ordnungswidrige Handlung zu brandmarken", weil „der frei gewollte Gebrauch der Geschlechtskraft, aus welchem Motiv er auch immer geschieht, außerhalb der normalen ehelichen Beziehungen seiner Zielsetzung wesentlich widerspricht". Der um ihrer selbst willen gesuchten geschlechtlichen Lust fehlt „die von der sittlichen Ordnung geforderte geschlechtliche Beziehung, jene nämlich, die den vollen Sinn gegenseitiger Hingabe als auch den einer wirklich humanen Zeugung in wirklicher Liebe realisiert" (CDF, Erkl. „Persona humana" 9).

 

Um ein ausgewogenes Urteil über die sittliche Verantwortung jener, die sich hierin verfehlen, zu bilden und um die Seelsorge danach auszurichten, soll man affektive Unreife, die Macht eingefleischter Gewohnheiten, Angstzustände und weitere psychische oder gesellschaftliche Faktoren berücksichtigen, welche die moralische Schuld vermindern oder sogar aufheben.

 

...

 

2395 Keuschheit bedeutet ,daß die Geschlechtlichkeit in die Person integriert ist. Sie ist eine Schule der Selbstbeherrschung.

 

2396 Zu den Sünden, die schwer gegen die Keuschheit verstoßen gehören Masturbation, Unzucht, Pornographie und homosexuelle Praktiken.

Edited by Lucia Hünermann
Link to comment
Share on other sites

Doch, den KKK gibt's auf deutsch im Netz; hier:  http://www.stjosef.at/kkk  (steht sogar in der Hilfe-Funktion von "mykath" - man muss sich nur bis unten durchscrollen).

Man lernt nie aus :blink:

 

Danke fuer den Tipp!

 

max

Edited by Max
Link to comment
Share on other sites

Hallo Max,

 

(mal davon abgesehen, dass ich gar nicht erst auf Dein OT hätte eingehen sollen) weiß ich jetzt immer noch nicht, was "FALSCHE ICH-BEZOGENHEIT" und die "RECHTE EINORDNUNG" sein soll.  :P  :P  :blink:

Sorry wenn ich Dich veraegert habe, weiss nicht ganz klar warum. Ich hab auch nur versucht "laut zu denken"...

Hallo Max,

 

tut mir leid (ein :lol: hätte vielleicht auch gereicht), ich hatte Sorge, dass schon gleich zu Anfang das Ursprungsthema links liegen gelassen wird (darum habe ich das hier auch nicht in den F&A oder in der Arena eröffnet). Es ging mir primär um das reine Textverständnis und nicht um meinen "Erfahrungsschatz" geschweige denn, dass ich eine moralische Bewertung meiner Person diskutieren wollte. Ich hatte so einen Unterton bei Dir herausgelesen, und darauf reagiere ich ziemlich allergisch.

 

Meinen moralischen Status haben die 4 Personen, die es betrifft (incl. Gott) bereits geklärt, andere Kommentare halte ich eher für Kontraproduktiv :P

 

Ich befuerchte der Katechismus will ganz klar auf eine Sache heraus: Eigentlich soll's der Mensch ganz sein lassen. Eher konservative Kreise sagen das Dir dann auch ganz klar (zB EWTN' Frage und Antwort Seite)

Das ist mir alles klar. Nur liefert er (zumindest mir) keinen verwertbaren Hinweis warum.

 

Ob ich das generell so fuer alle sehen wollte, weiss ich auch nicht. Aber man muss wohl sagen, der KKK und KEK sagen das so. Wenn Du es nicht sein lassen kannst, dann ist die rechte Einordnung noch nicht da (sagt der KEK, nicht ich), und beschreibt wo das so ist.

Aber genau darum geht es doch!

Das ist genau das was ich nicht verstehe.

Der KEK spricht von "infantiler Sexualität", "sittlichem Fehlverhalten", Streßbewältigung im Allgemeinen.

Er sagt aber mit keinem Wort, was die Konsequenzen für das tägliche Leben sein sollen.

Die Aussage kommt ohne Sinn-Erklärung daher - und damit habe ich meine Probleme.

 

Seltsamerweise habe ich moderne westliche buddhistische Lehrer genau dasselbe sagen hoeren, besonders das mit der Ich-bezogenheit.

Es wundert mich nicht besonders, da die "höheren" Religionen (sofern man von dieser Klassifikation ausgehen möchte, mir widerstrebt die Bewertung etwas) alle die Kontrolle über sich selbst fordern. Finde ich logisch, da die Selbstkontrolle die Voraussetzung ist sozial zu leben. Aber das wird's ja wohl nicht alleine sein - oder?

 

PS: Der KKK ist etwas klarer als der KEK

Leider eben nicht.

Er ist zwar klarer in seinem Urteil aber er liefert noch weniger eine BEGRÜNDUNG als der KEK.

 

Denn was will uns der geehrte Autor (der sich ja wohl hoffentlich was dabei gedacht hat) allein mit diesem Absatz sagen:

"Der um ihrer selbst willen gesuchten geschlechtlichen Lust fehlt „die von der sittlichen Ordnung geforderte geschlechtliche Beziehung, jene nämlich, die den vollen Sinn gegenseitiger Hingabe als auch den einer wirklich humanen Zeugung in wirklicher Liebe realisiert""

 

Sorry, vielleicht bin ich zu blöd dazu, aber ich verstehe den Hintergrund wirklich nicht. :blink:

 

Außerdem wäre ich dankbar, wenn man diese "SITTLICHE ORDNUNG" mal in wenige eindeutige Worte fassen könnte. Und zwar nicht nur den Inhalt sondern auch Sinn und Begründung.

 

Den KKK gibt's übrigens auch hier:

http://www.catholic-church.org/mscperu/deu...katechismus.htm

 

Liebe Grüße

 

Flo

Link to comment
Share on other sites

Ich glaube, die Ausgangsfrage hat mit dem beherrschen der Triebe zu tun. Beherrschen wir sie, oder beherrschen sie uns? Ein völlig triebgesteuerter Mensch wird kaum als wertvolles Mitglied einer Gemeinschaft empfunden, eher als eine Gefahr.

 

Religionen befassen sich ja auch mit Ethik, dem bestmöglichen Zusammenleben von Menschen, und werden sich negativ zu triebgesteuertem Verhalten jeder Art äußern müßen. Für mich ist das keine Überraschung.

 

Auch Natur-Religionen oder nicht-religiöse Gemeinschaften wie die Samuraikrieger erziehen ihre Mitglieder dahingehend, ihre Triebe jederzeit unter Kontrolle zu haben.

Hallo Chüeni,

 

Dein (sehr vorsichtig formulierter) Ansatz würde zu Ende gedacht dahin führen, dass der Masturbant(?) an sich ein völlig unkontrollierter Hallodri ist, dem man nicht trauen kann, weil er kein verantwortungsbewußtes Mitglied der Gesellschaft sein KANN.

 

Und das halte ich für ein Gerücht - korrigiert mich wenn ich mich irre.

 

Über die Gefahr der Triebsteuerung als solcher brauchen wir nicht zu diskutieren. Die ist logisch.

 

Für mich stellt sich die Frage, wo fängt das Überhandnehmen der Triebe an und geht die Forderung nach dem völligen Verzicht nicht über das Ziel hinausschießt.

 

Was uns zu der Frage bringt: Ist der KEK/KKK das Ziel oder der Start?

 

Liebe Grüße

 

Flo

Link to comment
Share on other sites

Und um das ganze noch etwas spannender zu machen ein Zitat von Karolin aus dem "Abtreibung überlebt"-Thread

 

Auch die Kirche hatt nie, kann nicht, und wird auch nie, Moral zu- und absprechen können. Ganz einfach weil da Menschen sind. Die Kirche kann nur versuchen etwas anerkennen, was schon da ist.
Link to comment
Share on other sites

Auch die Kirche hat nie, kann nicht, und wird auch nie, Moral zu- und absprechen können.

Und leider ist der Satz noch nicht mal von mir ...

Edited by Moni
Link to comment
Share on other sites

Auch die Kirche hat nie, kann nicht, und wird auch nie, Moral zu- und absprechen können.

Du solltest die Regeln kennen. Du weist doch eh, das wir Katholiken spinnen! Sag es uns in der Arena und lass uns hier in Frieden. :blink:

 

Franz-Xaver

Edited by Moni
Link to comment
Share on other sites

Auch die Kirche hat nie, kann nicht, und wird auch nie, Moral zu- und absprechen können.

Du solltest die Regeln kennen. Du weist doch eh, das wir Katholiken spinnen! Sag es uns in der Arena und lass uns hier in Frieden. :blink:

 

Franz-Xaver

...so, so, wir Katholiken spinnen also - einer solchen "Selbsterkenntnis" beuge ich mich ungern - gerade im Fall einer solch heiklen Frage!

Link to comment
Share on other sites

...so, so, wir Katholiken spinnen also - einer solchen "Selbsterkenntnis" beuge ich mich ungern - gerade im Fall einer solch heiklen Frage!

Hallo Ludwig,

 

Pedrinos Beitrag ist gelöscht. Lassen wir es dabei :blink:

 

Viele Grüße

 

Flo

Link to comment
Share on other sites

 Share

×
×
  • Create New...