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Klosterleben immer beliebter


Konvertit
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Das Klosterleben, das Leben der Mönche ist wieder im Kommen.

 

Nicht nur, dass einzelne neue Gemeinschaften aus dem Boden wachsen, sondern die gut katholischen Gemeinschaften und Abteien in Deutschland bekommen wieder mehr Zuwachs.

 

Auch bei Laienpersonen wächst das Interesse an Klöstern.

Bücher überfluten derzeit den Markt.

Der ehemalige Kommunist und heutige Katholik "Peter Seewald" (GrüssGott - Als ich wieder begann an Gott zu denken) hat in seinem neuesten Buch "Die Schule der Mönche" das Leben und die geschichtlichen Hintergründe unseres Lebens sehr präzise geschrieben. Mit Kritik an der Wirtschaft spart er dabei nicht und mir wurde zum ersten Mal bewusst, was unsere Wurzeln sind. Wieso die Mönche das Abendland prägten. und andere wichtige Themen.

 

Peter Seewald "Die Schule der Mönche"

Peter Seewald "Salz der Erde"

 

Für Einkehrtage empfehle ich: www.kloster-weltenburg.de

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Das Klosterleben, das Leben der Mönche ist wieder im Kommen.

 

Nicht nur, dass einzelne neue Gemeinschaften aus dem Boden wachsen, sondern die gut katholischen Gemeinschaften und Abteien in Deutschland bekommen wieder mehr Zuwachs.

 

Ich weiß nicht, wie du darauf kommst, vielleicht trifft das vereinzelt zu, die Gesamtzahlen sprechen jedenfalls eine andere Sprache, und zwar eine deutlich andere!

 

Auch bei Laienpersonen wächst das Interesse an Klöstern.

Bücher überfluten derzeit den Markt.

 

Das ist richtig, aber es sind zwei paar Schuhe. Das Interesse an Klöstern ist groß, da sie den Bedürfnissen der Menschen nach Ruhe, Besinnung, persönlichen Gesprächen und geistlicher Orientierung entgegenkommen. Für viele ist ein Kloster zur geistlichen Heimat geworden.

Aber vor der Klausurtür ist nicht hinter der Klausurtür. Wie in einem anderen Forum gesagt wurde: Die Gästezimmer sind voll, die Mönchszellen sind leer.

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Hallo Konvertit,

 

1. Ist das, was Du sagst viel zu undifferenziert

 

2. Ist Peter Seewald nur sehr eingeschränkt zu empfehlen. Leider spricht er von Dingen, die er nicht richtig verstanden hat und so schleichen sich eine Reihe von Fehlinterpretationen in seine Bücher.

 

3. Kloster Weltenburg würde ich gerade nicht empfehlen.

 

Viele Grüße,

 

Matthias

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Hallo,

 

ich könnte mir auch vorstellen, dass das Interesse an Klöstern größtenteils daher kommt, dass die Menschen in ihrer hektischen Umwelt einfach mal eine Auszeit brauchen und daher in ein Kloster gehen, weil dieser Ort so eine ruhige Atmosphäre schon sagt. Ich würde es in diesem Fall vielleicht sogar als 'Flucht' bezeichnen, so hart es auch klingen mag.

Aber wie Jojo schon ganz treffend sagte:

Die Gästezimmer sind voll, die Mönchszellen sind leer.

 

Gruß

Gina

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Hallo,

 

ich könnte mir auch vorstellen, dass das Interesse an Klöstern größtenteils daher kommt, dass die Menschen in ihrer hektischen Umwelt einfach mal eine Auszeit brauchen und daher in ein Kloster gehen, weil dieser Ort so eine ruhige Atmosphäre schon sagt. Ich würde es in diesem Fall vielleicht sogar als 'Flucht' bezeichnen, so hart es auch klingen mag.

Aber wie Jojo schon ganz treffend sagte:

Die Gästezimmer sind voll, die Mönchszellen sind leer.

 

Gruß

Gina

Hallo gina,

 

diese Flucht aus der Hektik würde ich nicht als negative bewerten, im Gegenteil: der Mensch lässt sich nicht zu einem MTV-Wesen machen, sondern spürt immer noch, dass er nicht nur Oberfläche ist.

 

Klöster schaffen es in der Regel, Gästen eine angenehme Atmosphäre zu bieten. Als Gast ist fast jedes Kloster schön. Im Kloster selbst ist eine ganz andere Welt und man sollte vom Einen nicht auf das Andere schließen.

 

Das Thema dieses Thread soll aber der Positive Aspekt klösterlichen Lebens sein, deshalb dazu ein paar Worte:

 

1. Dass Orden im Allgemeinen einen Mitgliederschwund erleben, entspricht der allgemeinen Entwicklung kirchlichen Lebens. Zudem kommt hinzu, dass viele Orden sehr zeitbedingte Aufgaben und Strukturen hatten (insbesondere im Bereich der Krankenpflege) und deshalb nicht überleben werden. So ist z.T. das Sterben von Orden auch ein sinnvoller Bereinigungsprozess, auch wenn er für die Betoffenen sehr schmerzhaft ist.

 

2. Sehen wir auf die "erfolgreichen" Orden.

Zunächst gibt es da eine ganze Reihe traditioneller Orden. Und hier spielen viele Dinge eine Rolle: Wenn die Atmosphäre stimmt, haben solche Orden immer noch einen recht guten Nachwuchs und sind für die Zukunft gerüstet. Manchmal bedingt sich Beides auch gegenseitig. Hier gibt es die vershciedensten Entwürfe. Erstaunlicherweise haben auch Klöster Nachwuchs, die recht bürgerlich sind (obwohl dies im Parallelthread bezweifelt wurde). Es gibt Menschen, die sich zum Ordensleben berufen fühlen und die nicht in der Lage sind, radikal arm zu leben. Grundsätzlich ist m.E. nichts dagegen einzuwenden.

Es gibt auch Neuere Ordensbewegungen mit unterschiedlichen spirituellen Ansätzen. Das ist ei sehr ermutigendes Zeichen, das zeigt, dass der Ordensweg immernoch durchaus als erstrebenswert angesehen wird. Diese müssen aber letztlich noch zeigen, ob ihre Erfolge kurzfridtig sind, oder ob sie ein langfristiges Konzept hinbekommen.

 

Viele Grüße,

 

Matthias

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Und hier spielen viele Dinge eine Rolle: Wenn die Atmosphäre stimmt, haben solche Orden immer noch einen recht guten Nachwuchs und sind für die Zukunft gerüstet.

So schwer man fassen kann, was Atmosphäre ist, aber ich denke, dieses Wörtchen trifft es wirklich noch am besten.

Diese Atmosphäre (ich rede jetzt natürlich von der im Konvent und nicht von dem allgegenwärtigen Magnetismus, den Klöster ganz natürlicherweise in die Umwelt abstrahlen) kann von Winzigkeiten abhängen, die auch wiederum schwer fassbar sind. Oder es kann eine einzige Person mit ihrem Charisma (oder halt auch Nicht-Charisma) die Atmosphäre ganz entscheidend prägen (Taizé wäre nicht das geworden, was es ist mit einem anderen als Roger Schutz, um nur ein Beispiel zu nennen, das alle kennen). Oder bestimmte Grundhaltungen, die so sehr verwurzelt sind, dass sie nicht mal mehr bemerkt werden, die positiv oder halt auch negativ ein Kloster prägen.

Jedenfalls ist diese Atmosphäre entweder da oder nicht da. Woran das letztlich liegt, ist wohl ebenso schwer zu beantworten wie die Frage, warum die Kirche so wenig Zulauf hat.

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Das ist richtig, Max. Daher bitte ich, an dieser Stelle nicht weiterzudiskutieren.

 

Ich schließe den Thread, bis ich ihn heute Abend mit dem Parallelthread «verschmolzen» habe. (Vielleicht mag sich ja einer der Mitmod’s vorher daran versuchen?)

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Guest
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