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Bedeutung von Matt 19,9-12


oli
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Matt 19,9-12

 

9 Ich sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, und eine andere heiratet, der begeht Ehebruch.

10 Da sagten die Jünger zu ihm: Wenn das die Stellung des Mannes in der Ehe ist, dann ist es nicht gut zu heiraten.

11 Jesus sagte zu ihnen: Nicht alle können dieses Wort erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist.

12 Denn es ist so: Manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht und manche haben sich selbst dazu gemacht - um des Himmelreiches willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es.

 

 

 

Kann mir jemand weiterhelfen? Besonders beim Vers 12?

 

Danke im voraus

 

Grüsse

 

Oli :blink:

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Vers 12 bezieht sich meiner Meinung nach auf Homosexuelle, auf Leute, die zur Homosexualität verführt worden sind (oder auf Männer, die gewaltsman entmannt worden sind, also Eunuchen), auf Männer, die sich selbst entmannt haben (Eunuchen) und schließlich auf Leute, die freiwillig nicht heiraten, obwohl sie könnten und wollten, um ein großes Opfer zu bringen für das Reich Gottes.

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Vers 12 bezieht sich meiner Meinung nach auf Homosexuelle, auf Leute, die zur Homosexualität verführt worden sind (oder auf Männer, die gewaltsman entmannt worden sind, also Eunuchen), auf Männer, die sich selbst entmannt haben (Eunuchen) und schließlich auf Leute, die freiwillig nicht heiraten, obwohl sie könnten und wollten, um ein großes Opfer zu bringen für das Reich Gottes.

so ein quatsch!

 

nix mit homosexuellen! ausnahmsweise! :blink:

 

es handelt sich hierbei um das sog. eunuchenwort...

 

manche sind von geburt an unfähig... heute würde man sagen: es mangelt am ehekonsens wg. psychischem defekt.

 

manche sind durch die menschen dazu gemacht.... durch gesellschaftliche umstände.

 

manche haben sich selbst dazu gemacht .... zölibat...

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Hallo Oli,

 

also in meinem Bibelkommentar steht folgendes zu Vers 12: Jesus weist den Gedanken der Ehelosigkeit, den die Jünger aus dem Erschrockensein äussern, nicht grundsätzlich ab. Aber es muß einem gegeben sein. Für die meisten Juden war die Ehe eine Pflicht. Nur einige essenische Gruppen hielten die Ehelosigkeit ein. Geburtliche Unfähigkeit zur Ehe und zur Ehe untauglich Gemachte gab es nicht sehr häufig. Das Motiv, unter dem Jesus eine Ehelosigkeit zulässt, ist um des Himmelreichs willen. Paulus geht in 1. Korinther 7,1-9 ausführlich darauf ein und erklärt, daß es dazu - wie auch zur Ehe selbst - einer besonderen Gnadengabe bedarf. Das Verbot der Ehe lehnt Paulus als Irrlehre ab. (1. Timotheus 4,3)

 

 

gby

 

Bernd

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Danke für deine Information Bernd.

 

Kann man aus den von dir zitierten Bibelzitaten also schliessen Priester könnten prinzipiell auch heiraten?

 

Grüsse

 

Oli :blink:

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Danke für deine Information Bernd.

 

Kann man aus den von dir zitierten Bibelzitaten also schliessen Priester könnten prinzipiell auch heiraten?

 

Grüsse

 

Oli :blink:

natürlich kann man das.

es gibt keine bibelstelle, in der jesus von seinen jünger die ehelosigkeit "verlangt". ebenso auch paulus nicht. es heißt immer: wer es fassen kann, der fasse es...

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Vers 12 bezieht sich meiner Meinung nach auf Homosexuelle,

Dieser Kontext findet sich nicht in der Bibel, sondern in Deinem Gehirn.

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Vers 12 bezieht sich meiner Meinung nach auf Homosexuelle,

Dieser Kontext findet sich nicht in der Bibel, sondern in Deinem Gehirn.

allerdings! :-)

 

man kann nun wirklich nicht aus allem ein homosexuelles streitthema machen! :blink:

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Matt 19,9-12

 

9 Ich sage euch: Wer seine Frau entlässt, obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt, und eine andere heiratet, der begeht Ehebruch.

Hallo,

 

ich habe noch eine Frage, und zwar zu : obwohl kein Fall von Unzucht vorliegt.

 

Spricht hier Jesus die Meinung aus,

das eine Scheidung zulässig ist, wenn "Unzucht" vorliegt ?

(Unzucht sehe ich hier als Wort für den Ehebruch an.)

 

Wenn das so wäre, warum erlaubt das Kirchenrecht dann keine Scheidung,

wenn ein Ehebruch vorliegt ?

 

Was könnte Jesus gemeint haben, was eine "Scheidung/aus der Ehe entlassen" und eine Wiederheirat rechtfertigt ?

 

fragt sich

und grüßt

peter

Edited by pmn
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Hallo Peter,

 

zu Vers 9 steht in meinem Bibelkommentar:

 

Jesus vertritt faktisch die Auslegung des Schammai. Obwohl sich bei Markus die Einschränkung "außer wegen Unzucht" (ZÜ; vgl. 5,32) nicht findet, könnte sie dennoch mitgedacht sein.

 

Bricht die Ehe schliesst eine Wiederverheiratung nach einer Scheidung sowohl für den Mann als auch die Frau (Markus 10,12) aus. Die Einschränkung "um der Hurerei willen" erlaubt zwar die Scheidung, erlaubt aber nicht notwendig deshalb die Wiederverheiratung.

 

Übersetzungen:

 

Elberfelder: Ich sage euch aber, daß, wer immer seine Frau entläßt, außer wegen Hurerei, und eine andere heiratet, Ehebruch begeht; und wer eine Entlassene heiratet, begeht Ehebruch

 

Luther: Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, es sei denn wegen Ehebruchs, und heiratet eine andere, der bricht die Ehe.

 

HfA: Ich sage euch, daß jeder die Ehe bricht, der sich von seiner Frau trennt und eine andere heiratet, es sei denn, seine Frau lebt selbst im Ehebruch.

 

 

gby

 

Bernd

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Die Einschränkung "um der Hurerei willen" erlaubt zwar die Scheidung, erlaubt aber nicht notwendig deshalb die Wiederverheiratung.

Hallo Bernd,

 

"11 Er antwortete ihnen: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch.

12 Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt und einen anderen heiratet. "

 

In dieser Stelle ist für mich eine Unterscheidung notwendig,

wer handelt und wer handelt darauf.

 

Ich sehe es so,

einfach mal "so" den Scheidebrief ausstellen ist Sünde, sprich Ehebruch.

 

Wenn aber der Ehepartner "Unzucht" betreibt, dann darf man den Ehepartner entlassen. (Somit ist der/die Brechende, durch seinen/ihren Ehebruch der Unzüchtige).

 

Deswegen erlaubt Jesus das unzüchtige Handeln des Ehepartners zu quittieren;

die Entlassung aus der Ehe, die Scheidung.

 

Nicht eine "Wiederheirat", sondern eine neue Heirat könnte danach noch passieren und möglich sein.

(Wenn Gott es will, zu verbinden)

 

gruss

peter

 

 

PS:

Wer die Ehe selbst (durch eigenes Handeln= die Unzucht) bricht,

ist nicht mehr für eine Ehe möglich.

 

Mit Jesus: Wessen Ehe aber gebrochen wurde durch den "Ehepartner",

hat aber immer noch die Möglichkeit für eine "neue" Ehe.

 

PPS:

Meinst Du mit "Auslegung des Schammai"

http://www.bautz.de/bbkl/s/s1/schammai.shtml

?

Edited by pmn
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Hallo Peter,

 

bei der Unterscheidung "wer handelt und wer handelt darauf" stimme ich mit dir überein.

 

Anderer Meinung bin ich in folgendem Punkt:

 

Deswegen erlaubt Jesus das unzüchtige Handeln des Ehepartners zu quittieren;

die Entlassung aus der Ehe, die Scheidung.

 

Matthäus 19,8 (ELB): Er spricht zu ihnen: Mose hat wegen eurer Herzenshärtigkeit euch gestattet, eure Frauen zu entlassen; von Anfang an aber ist es nicht so gewesen.

 

Jesus löst dieses Gesetz des Mose nicht auf, aber ich kann auch nicht besonders erkennen, daß ER mit Freuden erlaubt, daß unzüchtige Handeln des Ehepartner zu quittieren. - Mir steht das Wort "Herzenshärtigkeit" dabei im Wege.

 

Und ich muss dabei auch immer wieder an das Wort "überwinden" denken. Wir sind doch überall immer wieder neu den Anschlägen der unsichtbaren Welt ausgesetzt - grade und vielleicht sogar besonders in der Ehe. Wie kann ich eigentlich alles ertragen, hoffen, glauben und erdulden? Wie kann ich diese Anschläge, die immer wieder kommen überwinden? Verhärtet sich mein Herz darf ich mich scheiden lassen - aber kann ich dann wirklich "eine neue Ehe" beginnen?

 

 

Mit Jesus: Wessen Ehe aber gebrochen wurde durch den "Ehepartner",

hat aber immer noch die Möglichkeit für eine "neue" Ehe.

 

 

Kann eine Ehe mit Jesus gebrochen werden?

 

gby

 

Bernd

 

 

P.S. ja mit Schammai ist dieser jüdische Lehrer gemeint

Edited by beegee
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Danke für diese Richtung zu denken, Bernd. Wer es hinnehmen will, dass sich sein Herz verhärtet, der kann so handeln. Was für eine Herausforderung gegen das Herz aus Stein!

 

Herzliche Grüße

Martin

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