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Unterschriftenaktion für die EU-Verfassung


Tami
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Hallo,

 

ich habe am Wochenende eine Zeitschrift bekommen, in der eine Unterschriftenliste war, wegen der EU-Verfassung.

 

Wer INteresse an der Liste hat, kann sich bei mir melden, oder jemand sagt mir, wie ich dieses Dokument hier einbinden kann, da ich es nicht weiß.

 

Hier der Text, der als Überschrift in der Unterschriftenliste steht:

 

Für einen ausdrücklichen Verweis auf das Christliche Erbe Europas in der europäischen Verfassung

 

Bitte zurückschicken an:

HLI e.V.-Am Pothstück 3 -45149 Essen

Tel:0201-8761112 -Fax:0201-8761113

e-mail:hli@hli.de

 

Wir, die Repräsentanten der Zivilbevölkerung Europas, erkennen den großen Einsatz an, der zugunsten des historischen Schritts einer europäischen Verfassung unternommen wurde. In dem Bewusstsein,dass die Verfassung die europäischen Völker repräsentiert, vereinen wir die verschiedenen Stimmen, die ihr Erstaunen über die Leugnung einer historische Tatsache ausdrücken.

Wir erkennen die bemerkenswerte Verbesserung des Präambeltextes an,der einen Verweis auf das religiöse Erbe beinhaltet, welches die europäische Bevölkerung und deren Identität stark beeinflusst hat,beanstanden aber zugleich, dass ein ausdrücklicher Verweis auf das christliche Erbe Europas fehlt.

Es ist eine sich bis heute in den meisten europäischen Verfassungen auswirkende und unleugbare historische Realität, dass das Christentum unsere Zivilisation und gemeinsame europäische Identität in allen ihren

politischen,ökonomischen und kulturellen Facetten und ihren auf die Würde des Menschen bezogenen Werten geprägt hat.Des Weiteren ist herauszuheben, dass das Christentum durch seinen Bezug auf Gott zwischen den anderen monotheistischen Religionen in Europa eine vermittelnde Rolle einnimmt.

Darum fordern wir eine besondere Erwähnung des christlichen Erbes als Quelle gemeinsamer und anerkannter Werte in der europäischen Union von heute und morgen; Werte, die bereits in der Grundrechtscharta der Union garantiert sind.Außerdem soll die Regierungskonferenz die in der bereits genannten vorläufi gen Verfassung enthaltenen Werte bewahren.

Die Bürger aus ganz Europa müssen sich mit dem Wertekanon der EU identifi zieren können,gerade auch um Trennungen zu überwinden und eine gemeinsame Zukunft anzustreben.

 

Viele Grüße

Tami

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Mir auch. Ich habe zwar nichts gegen den Text einzuwenden - mit Ausnahme des Einstiegs:

 

Wir, die Repräsentanten der Zivilbevölkerung Europas,

 

Gewagte These! Wie legitimiert sich dieser Anspruch?

 

Bevor sich jemand zu meinem Repräsentanten erklärt, möchte ich eigentlich vorher gefragt werden.

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Hallo,

 

vom Prinzip her, bin ich auch Vorsichtig. Aber ich hatte auch überlegt, eine eigene Unterschriftenaktion zu machen und diese Liste dann an das EU-Parlament zu schicken. Die Möglichkeit habt ihr auch, wenn ihr der Gruppe nicht traut.

 

Hier die Homepage von HLI, die leider sehr dürftig ist.

 

 

 

@ an lissie:

 

wenn Dir nichts daran liegt, brauchst Du auch nicht zu unterschreiben!

Edited by Tami
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Gibt es auch eine Unterschriftenaktion, GEGEN eine Verbeugung vor dem Christentum in der EU-Verfassung?

Genau das habe ich mich nach dem Lesen des Textes auch gefragt ...

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Volker_Biallass

Hallo Peter :P

Mir läge daran, zu erfahren, was sich hinter «HLI» verbirgt …

 

Human Life International

 

gegründet von Rev. Paul Marx OSB, derzeit unter den Fittichen von Rev. Th. Euteneuer.

 

http://www.hli.org/

 

'Nicht jeder wird es fassen können ...' :blink:

 

bcnu Volker

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gegründet von Rev. Paul Marx OSB, derzeit unter den Fittichen von Rev. Th. Euteneuer.

 

Schön; und was sind das für Persönlichkeiten; erzkatholisch oder was? :blink::P

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>>Des Weiteren ist herauszuheben, dass das Christentum durch seinen Bezug auf Gott zwischen den anderen monotheistischen Religionen in Europa eine vermittelnde Rolle einnimmt.

Eingebildet ist diese Human Life International ja überhaupt nicht.

 

Gott, Jesus und sonstige religöse Phrasen haben in einer Verfassung eigentlich nichts zu suchen. Höchstens dort, wo sie als Worthülsen benötigt werden, um "bestimmte" Interessengruppen zufriedenzustellen.

Edited by pedrino
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Wir, die Repräsentanten der Zivilbevölkerung Europas, erkennen den großen Einsatz an, der zugunsten des historischen Schritts einer europäischen Verfassung unternommen wurde.

 

Das ist entweder leicht größenwahnsinnig, ungeschickt formuliert oder deutet auf ein Wortmissverständnis hin: Normalerweise wird jemand, der jemand anderen repräsentiert, gewählt oder bestimmt, von dem, den er/sie repräsentiert. "Selbsternannte Repräsentanten" gibt es eigentlich nicht ...

 

In dem Bewusstsein,dass die Verfassung die europäischen Völker repräsentiert, vereinen wir die verschiedenen Stimmen, die ihr Erstaunen über die Leugnung einer historische Tatsache ausdrücken.

 

"Nicht erwähnen einer Tatsache" und "Leugnen einer Tatsache" sind zwei ganz verschiedene Dinge. In der Verfassung wird z. B. nicht erwähnt, dass Europa jahrhundertelang aus kleinen Fürstentümern bestand, die sich untereinander bekriegt haben. Aber wird daher diese Tatsache geleugnet? Wohl kaum.

 

Man stelle sich vor, man würde mir für jede Tatsache, die ich in einem Posting nicht erwähne, mir unterstellen, ich würde sie leugnen (= bestreiten)! Na, da hätte man aber viel zu tun!

 

Außerdem wird versucht, die Existenz Gottes in die Präambel zu übernehmen, die historische Tatsache aber ist der Glauben an die Existenz Gottes - das sind zwei verschiedene Dinge (wenn es auch manchmal verwechselt wird).

 

Wir erkennen die bemerkenswerte Verbesserung des Präambeltextes an,der einen Verweis auf das religiöse Erbe beinhaltet, welches die europäische Bevölkerung und deren Identität stark beeinflusst hat,beanstanden aber zugleich, dass ein ausdrücklicher Verweis auf das christliche Erbe Europas fehlt.

 

Eigentlich müsste man dann auch die griechischen Philosophen erwähnen. Die haben auch einen Anteil daran (z. B. mit der Idee der Demokratie, die m. W. nicht unserem religiösen Erbe entstand). Aber man kann in einer Präambel nunmal nicht alle Einflüsse aufzählen, die dazu geführt haben ...

 

Es ist eine sich bis heute in den meisten europäischen Verfassungen auswirkende und unleugbare historische Realität, dass das Christentum unsere Zivilisation und gemeinsame europäische Identität in allen ihren

politischen,ökonomischen und kulturellen Facetten und ihren auf die Würde des Menschen bezogenen Werten geprägt hat.

 

Unbestritten - allerdings entstammt der Begriff der "Würde des Menschen" keiner mir bekannten Religion. Es wurde allerdings nachträglich versucht, bestimmte dieser Begriffe christlich zu reinterpretieren, nachdem sie sich durchgesetzt haben. Denn wo in der Bibel ist von der "Würde des Menschen" die Rede? Hier handelt es sich um keine originär christliche Idee. Allerdings mag man den Schreibern zugute halten, dass auch dieser Begriff kulturell-christliche beeinflusst wurde - nichts entsteht in einem Vakuum (jedenfalls keine Idee). Insofern ist das vielleicht jetzt etwas kleinlich von mir ...

 

Des Weiteren ist herauszuheben, dass das Christentum durch seinen Bezug auf Gott zwischen den anderen monotheistischen Religionen in Europa eine vermittelnde Rolle einnimmt.

 

Auweia. Historisch gesehen hat das Christentum meist versucht, die anderen Religionen zu dominieren. Ich kann mich nicht auf die Historie berufen und dann nur auf die - vielleicht - aktuelle Rolle, in der sich das Christentum gerne sehen würde als Begründung dafür nehmen. Außerdem sehe ich diese Vermittlung nirgends - aber vielleicht kann mich da jemand aufklären. Wenn man Gespräche schon als Vermittlung ansieht, mag das noch hinkommen, aber das ist wohl etwas wenig.

 

Darum fordern wir eine besondere Erwähnung des christlichen Erbes als Quelle gemeinsamer und anerkannter Werte in der europäischen Union von heute und morgen; Werte, die bereits in der Grundrechtscharta der Union garantiert sind.Außerdem soll die Regierungskonferenz die in der bereits genannten vorläufi gen Verfassung enthaltenen Werte bewahren.

 

Anerkannt sind diese Werte von einer Mehrheit, aber nicht von allen, nicht einmal von allen eigenen Anhängern. Einige der christlichen Werte werden nur von einer Minderheit vertreten. Sollte man diese nur aus historischen Gründen erwähnen? Und wenn ja, welche noch mit derselben Begründung?

 

Die Bürger aus ganz Europa müssen sich mit dem Wertekanon der EU identifi zieren können,gerade auch um Trennungen zu überwinden und eine gemeinsame Zukunft anzustreben.[/i]

 

Eine immer größer werdende Minderheit von Menschen in Europa sind praktizierende Atheisten. Diese können sich mit einem auf Gott bezogenen Wertekanon schlecht identifizieren. Andererseits sollte es gläubigen Christen nicht unmöglich sein, sich mit einem Wertekanon ohne Gott zu identifizieren - Euthyphrons Dilemma lässt grüßen - also was schafft nun mehr Trennung: Eine Präambel mit oder eine ohne Gott?

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>>Des Weiteren ist herauszuheben, dass das Christentum durch seinen Bezug auf Gott zwischen den anderen monotheistischen Religionen in Europa eine vermittelnde Rolle einnimmt.

Eingebildet ist diese Human Life International ja überhaupt nicht.

 

Gott, Jesus und sonstige religöse Phrasen haben in einer Verfassung eigentlich nichts zu suchen. Höchstens dort, wo sie als Worthülsen benötigt werden, um "bestimmte" Interessengruppen zufriedenzustellen.

Hallo,

 

ich denke mir mal, so wie ich es mit bekommen habe, daß es in erster Linie darum geht, falls die Türkei beitritt, wegen dem Islam, daß man es deshalb draußen lassen will und erst in zweiter Linie wegen den Atheisten. Das, was hier wegen dem Kopftuch angezogen wird, finde ich echt nicht mehr normal.

Edited by Tami
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Guest Claudia
ich denke mir mal, so wie ich es mit bekommen habe, daß es in erster Linie darum geht, falls die Türkei beitritt, wegen dem Islam, daß man es deshalb draußen lassen will

Ganz schön überheblich, oder?

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Volker_Biallass

Hallo Tami :blink:

ich denke mir mal, so wie ich es mit bekommen habe, daß es in erster Linie darum geht, falls die Türkei beitritt,

 

Nö, stünde deren Beitritt wirklich in Aussicht, dann würde die Präambel auch spruchreif gemacht.

 

So kann man es aber dem französischen Laizismus, der seine totalitären Hosen erst so langsam runter lässt, noch ersparen, die direkt in der Präambel herunterzulassen.

 

Sowie die Türkei jedoch beitreten wird, wird sie dem franz Laizismus die Blöße geben, und da täuscht's dann auch nicht mehr drüber hinweg, dass sich die Präambel recht bloß davor stellt.

 

bcnu Volker

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ich denke mir mal, so wie ich es mit bekommen habe, daß es in erster Linie darum geht, falls die Türkei beitritt, wegen dem Islam, daß man es deshalb draußen lassen will

Ganz schön überheblich, oder?

Eins mal vorweg; ich habe nichts gegen Moslems. Aber durch den Streit mit dem Kopftuch ist es wirklich in erster Linie deshalb in der Überlegung den christlichen Glauben raus zu lassen und in zweiter Linie erst der sich ausweitende Atheistmus.

 

Mit den Atheisten, die ich kenne, und das sind in meiner Umgebung einige, kann man wenigstens diskutieren, mit den Moslems (je nach dem wie "verstockt" sie sind) nicht.

 

Atheisten regen mich außerdem auch noch zum Nachdenken an :blink::P

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Hallo:-))

 

Lasst Euch mal von einem Erzkatholiken sagen, das auch die katholische BILD-Zeitung also die "neue bildpost"eine Unterschriftenaktion für einen Gottesbezug gestartet hat (leider ist auf deren HP davon nix zu lesen)

Vieleicht fällt es da ja manchem leichter.... :blink:

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Ich habe jetzt mir auch eine eigene Liste gemacht. Diese schicke ich dann an Europäisches Parlament, Rue Wiertz, B-1047 Brüssel ODER:

Informationsbüro für Deutschland, Unter den Linden 78, 10117 Berlin

 

An welche Adresse schickt die bildpost denn die Liste? Oder soll man die Liste an sie zurück schicken?

 

Viele Grüße

Tami

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Hallo Tami

 

Ich habe mich jetzt mal per Mail erkundigt, wie das abläuft.

Wenn ich eine Antwort kriege, melde ich mich wieder.

Könnte mir schon vorstellen, das die das einem hochrangigen EU-Vertreter überreichen werden:-)

 

Bis dann

 

Ingo

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So die Antwort ist doch tatsächlich schon da:-)

 

Sie übergeben die Unterschriften der irischen Ratspräsidenschaft. Abgabetermin wird etwa so im April sein müssen, das hängt aber vom Stand der Beratungen über die Verfassung ab.

 

Wer unter www.bildpost.de eine Mail schreibt, bekommt einen Listenvordruck als pdf-Format geschickt.

 

Also ran an den Speck :blink:

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Dank der englischen Demokratie, wird das englische Volk gegen die EU Verfassung ohne den Christentumbezug abstimmen.

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