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Bartholomäusnacht am 24. August


jouaux
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Am 24. August jährt sich das "Massacre of St. Bartholomew" von 1572. Hat zufällig jemand dazu eine URL mit einer Internet-Site, die es wert wäre verlinkt zu werden?

 

Rolf

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Habe einen Film gefunden, der heute Nacht läuft

Die Bartholomäusnacht - Drama - ARD - 00:50

 

"Catherine de Médicis (Virna Lisi), die Mutter des Königs Charles IX. (Jean-Hugues

         Anglade) aus dem katholischen Hause Valois, will die Bürgerkriege zwischen

         Protestanten und Katholiken beenden, die das Königreich zu zerreißen drohen. Sie

         arrangiert eine pompöse Hochzeit ihrer Tochter Marguerite de Valois, genannt Margot

         (Isabelle Adjani), mit dem Protestanten Henri (Daniel Auteuil), dem König von Navarre.

         Die kapriziöse Margot verachtet den linkischen Henri und geht in ihrer Hochzeitsnacht auf

         die Suche nach einem neuen Liebhaber. Doch ein Attentat auf Admiral de Coligny

         (Jean-Claude Brialy), den berühmtesten Kriegshelden der Protestanten, führt zu neuen

         Unruhen. In der Bartholomäusnacht werden Tausende von wahllos aufgegriffenen

         Protestanten ermordet. Margot rettet den verwundeten protestantischen Edelmann La

         Mole (Vincent Perez) vor dem entfesselten Mob und verliebt sich in ihn. Sie ist entsetzt

         über die mörderische Machtgier ihrer Mutter und ihrer Brüder und hilft ihrem Gatten Henri,

         sich vor deren Intrigen zu schützen. Catherine will Henri durch einen Arsen-Anschlag

         beseitigen, doch das Opfer wird ihr eigener Sohn, König Charles... "  

 

Mehr in meiner Lieblings-Film-Datenbank ;-) unter

 

http://us.imdb.com/Details?0110963

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Für die Bequemen:

 

http://www.maultaschenbriga.de/Land/Geschi...hugenotten.html

 

Die Bartholomäusnacht

 

Ungefähr ein Jahr später, am 22. August 1572, überlebte Coligny in Paris einen Mordanschlag, der auf ihn verübt wurde, als er sich vom Louvre nach Hause begab. Aufgebracht drohten die Protestanten, radikale Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen, wenn nicht umgehend der Gerechtigkeit Genüge getan würde. Der junge König Karl IX., seine Mutter, Katharina von Medici, und diverse Fürsten beschlossen in einer geheimen Ratssitzung, Coligny zu eliminieren. Um Vergeltungsmaßnahmen vorzubeugen, ordneten sie die Ermordung aller Protestanten an, die zur Hochzeit des protestantischen Heinrich von Navarra mit Margarete von Valois, der Tochter Katharinas, nach Paris gekommen waren.

 

In der Nacht zum 24. August läuteten die Glocken der gegenüber vom Louvre liegenden Kirche Saint-Germain-l’Auxerrois das Blutbad ein. Der Herzog von Guise und seine Männer stürmten zu dem Gebäude, in dem Coligny schlief. Dort töteten sie Coligny und warfen ihn aus dem Fenster; seine Leiche wurde zerstückelt. Der katholische Herzog ließ die Parole ergehen: „Tötet sie alle! Der König befiehlt es!"

 

Vom 24. bis 29. August spielten sich auf den Straßen von Paris grauenvolle Szenen ab. Manche behaupteten, die Seine habe sich wegen der Tausende von niedergemetzelten Hugenotten blutrot gefärbt. In anderen Städten kam es zu ähnlichen Massakern. Die Schätzungen schwanken zwischen 10.000 und 100.000 Toten; die meisten gehen jedoch von mindestens 30.000 Toten aus.

 

„Etwas, was so abscheulich ist wie das Massaker selbst", berichtete ein Historiker, „ist die Freude, die das Massaker hervorrief." Als Papst Gregor XIII. von dem Gemetzel hörte, ordnete er einen Dankgottesdienst an und ließ Katharina von Medici seine Glückwünsche übermitteln. Außerdem befahl er, zur Erinnerung an die Niedermetzelung der Hugenotten eine besondere Münze zu prägen, und ließ ein Bild von dem Massaker malen, unter das die Worte gesetzt wurden: „Der Papst billigt die Ermordung Colignys".

 

Berichten zufolge stiegen vor Karl IX. nach dem Blutbad immer wieder die Bilder von den Opfern auf, und er soll gegenüber seiner Pflegerin geklagt haben: „Welch bösem Rat bin ich gefolgt! O mein Gott, verzeih mir!" Er starb 1574 mit 23 Jahren; nach ihm bestieg sein Bruder Heinrich III. den Thron.

 

Hinweisen möchte ich natürlich auf das Verhalten des Papstes:

 

"Als Papst Gregor XIII. von dem Gemetzel hörte, ordnete er einen Dankgottesdienst an und ließ Katharina von Medici seine Glückwünsche übermitteln. Außerdem befahl er, zur Erinnerung an die Niedermetzelung der Hugenotten eine besondere Münze zu prägen, und ließ ein Bild von dem Massaker malen, unter das die Worte gesetzt wurden: „Der Papst billigt die Ermordung Colignys"."

 

 

(Geändert von pedrino um 22:20 - 23.August.2001)

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Isabelle Adjani in einem Porno? :-)  Das meinst Du doch nicht im Ernst.

 

Selbst die seriöse katholische Filmkritik ist da ganz anderer Meinung:

 

Kurzkritik von KiM-Filmdienst:

 

"Das Massaker der französischen Katholiken an den Protestanten in der Bartholomäusnacht des Jahres 1572 als Hintergrund für eine Familiengeschichte voller Intrigen, sexueller Exzesse, Mord, aber auch aufopferungsvoller Liebe.

Hinter den opulenten, die Historie hautnah beschwörenden Bildern stellt der Film auch Bezüge zur Gegenwart her und formuliert einen eindringlichen Appell an Toleranz und Mitgefühl. Formal in allen Bereichen von außergewöhnlicher Qualität. "

 

(Geändert von jouaux um 10:50 - 28.August.2001)

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hallo! wie steht die heilige kirche jetzt dazu?

ist eigentlich die ermordung eines andersgläubigen eine sünde, wenn damit ein schisma verhindert wird, denn unsere kirche ist doch von christus und damit von gott(christus=gott) durch das petruswort gestiftet worden?!

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"1572 als Hintergrund für eine Familiengeschichte voller Intrigen, sexueller Exzesse, Mord,"

 

Hmmm, Möglicherweise bin ich an sowas nicht gewöhnt.

Ist es denn kein Porno wenn isabelle die Beine breit macht??

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Hallo Fasch, Du schreibst:

 

"hallo! wie steht die heilige kirche jetzt dazu?

ist eigentlich die ermordung eines andersgläubigen eine sünde, wenn damit ein schisma verhindert wird, denn unsere kirche ist doch von christus und damit von gott(christus=gott) durch das petruswort gestiftet worden?! "

 

Angesichts dieses Beitrages erlaube ich mir den Rat, es mit Deiner Wunschvorstellung zu lassen, Priester werden zu wollen! Inquisitoren werden seit einigen Jahren nicht mehr ausgebildet und es gab schon vor vielen, vielen Jahren einen mutigen Mann, der Mord im Namen der Kirche verurteilte, Friedrich von Spee. Sein Wirken wurde leider oft reduziert auf sein mutiges Auftreten gegen die Hexenverfolgungen.

 

Mord ist und bleibt Mord! War das eine wirklich ernsthafte Frage, dann solltest Du nicht nur den Beistand eines Seelsorgers suchen, sondern auch den eines Psychiaters, ganz ernsthaft!

 

Zu heppi:

 

Deine versaute Sprache spricht Bände, Sexualität als Teil von Liebe und Zuneigung wird von Dir auf "das Eine" reduziert und offenbar andererseits kompensiert durch das süßliche Gelaber, welches dann der armen Gottesmutter von Dir und anderen Verklemmten als ihre Offenbarungen in den Mund gelegt werden.

 

LuckyLuke gibt dazu wie hier üblich seinen Segen!

 

Mein Kommentar:

 

Veni Creator Spiritus

 

Ekke

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Zitat von heppi am 20:49 - 6.September.2001

Seit wann ist es anstössig Sauereien auch als solche zu bezeichnen?.?.?

 

Heppi, die Frage ist doch mehr als scheinheilig, die Zotenstammtischsprache, die Du benutzt hast, spricht doch Bände!

 

Hiermit sei Dir der Scheinheiligenschein in Bronze virtuell überreicht, der in Silber und Gold folgen gerne auf Verlangen!

 

Ekke

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Zitat von heppi am 23:01 - 25.September.2001

..Und aus Deinem Posting der pure Hass!

Danke für den Pokal, Altmetall kann ich immer brauchen.

 

Hass liegt mir sehr fern, wenn etwas daraus spricht, dann Mitleid, lieber heppi!

 

Die Verurteilung und Diskriminierung der Sexualität hat im Christentum eine lange Tradition und dein Beispiel ist nicht neu. Sie ist aber in dieser Form nicht in der Bibel zu finden und auch nicht in der frühchristlichen Tradition. Die religiöse Sexualfeindlichkeit ist eine Projektion, eine Übertragung einer bereits bestehenden eigenen Sexualfeindlichkeit auf die Bibel. Die Bibel ist an einer engen Sexualmoral überhaupt nicht interessiert. Dagegen findet sich etwa im Hohelied eine höchst erotische Liebeslyrik. Andere religiöse Traditionen haben das besser begriffen als das heutige Christentum in seinem Mainstream. Juden zum Beispiel sehen in der körperlichen Liebe nie eine Sünde. Die Frommen unter ihnen feiern einen religiösen Festtag mit der körperlichen Vereinigung. Religion und Sexualität stehen hier nicht als Gegensätze, sondern als Gegenüber, als Verbündete.

 

Warum gibt es im Christentum eine so ausgeprägte sexualfeindliche Tradition? Das hat vorwiegend mit Ordnungs- und Disziplinfanatismus zu tun. In der Sexualität nämlich zeigt sich der Mensch von seiner wilden, unkontrollierten, chaotischen Seite. Im Sexualakt werden gewöhnliche Ordnungssysteme verlassen. In der Sexualität geschieht ein Loslassen - eine zutiefst religiöse Erfahrung. Darum ist Sexualität so lebendig, so attraktiv, gerade darum ist Sexualität manchmal oder oft auch schwierig.

 

Gerade dieses Loslassen, dieses lebendige Chaos, welches Sexualität in sich trägt, gefährdet das strenge Ordnungssystem, welche eine strenge religiöse Haltung braucht, um das Leben zu meistern. Das Wilde und Unkontrollierte der Sexualität macht Angst und gefährdet die Stabilität des eigenen Ichs. Darum muss Sexualität streng kontrolliert werden. Und um diese Kotrolle zu legitimieren, wird auf die Bibel zurückgegriffen. So wird die eigene Sexualangst und Sexualfeindlichkeit in die Bibel hineinprojiziert und diese Projektion übersieht dann die eigene abwertende "versaute" Sprache, die ich an Deinem Beispiel kritisierte. Das ist dann auch der Stoff, aus dem leider immer wieder die sog. Ekklesiogenen Neurosen entstehen.

 

"Unter diesem Begriff werden alle jene seelischen Schwierigkeiten und psychoneurotischen Erkrankungen zusammengefasst, die durch Fehlformen der Frömmigkeit und Religion entstehen. Da die Kirche (ekklesia) als Gemeinschaft der Gläubigen die Frömmigkeit und die Religion entscheidend prägt und trägt, wurde diese Bezeichnung als Sammelbegriff für diese spezielle Neurose gewählt. Damit wird nicht gesagt, dass die Kirche und die Religion krank mache. Während eine ganzheitliche Beziehung zwischen dem Glaubensleben und dem Seelenleben für beide Seiten positive Auswirkungen hat, kann eine zu einengende kirchliche Bindung und fanatische Religiosität das seelische Erleben derart beeinträchtigen, dass es zu Störungen und Erkrankungen kommt. Auch eine zu prüde und sexualfeindliche Erziehung sowie ein neurotisches Gottsbild tragen häufig zu e.N. bei."  

 

siehe Helmut Hark, Religiöse Neurosen. Ursachen und Heilung, Stuttgart 1984, S. 286f., S. 290

 

Alles Liebe,

 

Ekkehard

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Lieber eps,

 

>>In der Sexualität geschieht ein Loslassen - eine zutiefst religiöse Erfahrung.<<

 

Quatsch ! Wirklich guter Sex besteht nicht nur aus Loslassen, sondern wenn die Partner ihre Rolle wechseln. Probier es mal aus, auch wenn es nicht Deinem Naturell entspricht, selber den domierenden, den bestimmenden Teil zu spielen.

 

Diese Rolle sollte gelegentlich wechseln und dann macht es beiden, mehr Spaß.

 

Atheistische Grüße Harry

 

PS: Für alle Religiösen, sei noch gesagt. Sex kann auch ohne Liebe sehr schön sein, sowohl für Männer, wie auch für Frauen.

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Lieber eps

Tabuisiert habe ich sicher nichts.

Ich wehre mich lediglich dagegen, dass jeder Film zum Softporno degeneriert.

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Guest
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