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Messe - Aversion


lonesome

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Ich habe ein Problem, dass sich recht banal anhört:

 

Meine Freundin ist "streng" katholisch erzogen worden. Weil sie jeden Sonntag in die Kirche musste, geht sie jetzt gar nicht mehr.

 

Weiss jemand einen lebensnahen Tipp?

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Hallo und wilkommen auf dem Forum.

 

Warum geht deine Freundin plötzlich nun gar nicht mehr in die Kirche? Hat sie dir gegenüber näheres gesagt?

 

Grüsse

 

oli :blink:

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Selber gehen und jedes Mal fragen, ob sie mitgeht, aber nicht genervt. Geduld bewahren.

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Mal die Kirche wechseln. Ich bin auch streng kath. erzogen worden und war ne Zeitlang darüber genervt. Aber es hat auch am Pfarrer gelegen. Der hat immer nur die Messe im Eiltempo runtergerissen und seine Predigten waren auch nicht gerade die Intelligentesten. Manchmal tut ein Tapetenwechsel gut. Es liegt auch viel am Kantor. Ist der bemüht, die Messe musikalisch auch mal abwechslungsreicher zu gestalten, macht die ganze Sache natürlich auch mehr Spaß. Und wenn es die Möglichkeit gibt, selber mitzugestalten wird auch ehr Interesse geweckt. Durch Mitgliedschaft im Kirchenchor oder Gruppen, die Frauen- oder Kindermessen gestalten lässt sich da schon eine Menge erreichen. Ich kenne einige Frauen, die über die KVD eine sehr schöne Mittwochfrauenmesse mitgestalten, Sonntags aber selten gehen. Jedenfalls habe ich durch die Abwechslung wieder mehr Zugang zur Messe gefunden und "sitze die Zeit nicht nur ab".

Das ist sicherlich das, was Deine Freundin vermeiden will. Zwingen oder unter Druck setzen bringt da nichts, sondern Interesse wecken. Wenn in Eurer Heimatgemeinde nichts gebacken ist, dann seht Euch doch einfach mal in den Nachbargemeinden um. Oder gründet was in Eurer Gemeinde. Aber dazu braucht man Durchhaltevermögen und darf nicht gleich nach jeder Niederlage den Kopf in den Sand stecken. Einen Versuch ist es allemal wert.

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Ist es tatsächlich der Grund, oder nur eine willkommene Erklärung?

 

Häufig spielen andere Gründe eine größere Rolle. Die Messe wird als langweilig empfungen. Sie ist gibt auf einer erlebnisorientierten Ebene nicht so viel her. Das Wissen umd die einzelnen Elemente des Gottesdienstes ist nicht gegeben, es fehlt der rote Faden, an dem man durch die Messe gehen könnte.

 

Manchmal wird die Uhrzeit auch als zu früh empfunden, man würde viel lieber noch länger schlafen. Vielleicht gibt es irgendwo einen Abendgottesdienst.

 

Wie sieht es aus mit "speziellen" Angeboten. Jugendgottesdienste sind häufig sehr lebendig. Musikalisch bietet sich ein Gottesdient mit NGL (Neues Geistliches Lied) an.

 

Wie wäre es für eine Übergangszeit mal mit "einmal im Monat"?

 

Oder Exerzititen in einem Kloster für die entsprechende Altersgruppe? Falls ihr im jugendlichen Alter seid. Ich würde mal Kontakt mit dem Jugendpfarrer auf der Bezirks- oder Bistumsebene aufnehmen - da gibt es häufig sehr interessante Angebote.

 

Habt ihr schon mal eine Messe in einem kleinen Kreis erlebt, mit wenigen Menschen, direkt am Altar?

 

Herzliche Grüße

Martin

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Kinder, Kinder! Ist das hier Realsatire? Soll Lonesome ein Reisebüro aufmachen oder eine Event-Agentur kontaktieren? Wie wär's mit Direktmarketing?

 

Um mich auch nur an die Spur eines "lebensnahen Tips" (so die Frage denn ernstgemeint ist) wagen zu können, möchte ich gerne wissen:

 

Glaubt Deine Freundin an Gott, lonesome?

 

An Jesus Christus?

 

An die katholische Kirche?

 

Wenn ja, reden wir weiter. Wenn nein, warum sollte sie zur Messe gehen?

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Hallo,

 

zunächst: ich habe kein Rezept.

Aber ich halte das für ein typisches Verhaltenen, wenn man zu etwas gezwungen aber nicht überzeugt wird. Manchmal 'mal die Zeit helfen.

 

 

Viele Grüße,

 

Matthias

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Hallo Lonesome,

 

Meine Freundin ist "streng" katholisch erzogen worden. Weil sie jeden Sonntag in die Kirche musste, geht sie jetzt gar nicht mehr.

Weiss jemand einen lebensnahen Tipp?

Wem die Katholische Kirche so reingewürgt wurde wie es offensichtlich Deiner Freundin passiert ist, der findet sie logischerweise zum Kotzen.

 

Und braucht seine Zeit, um zu sich zu kommen.

 

Laß' den HEILIGEN GEIST nur machen.

 

 

Gruß

josef

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Danke, für die vielen Anregungen! Ich muss das erstmal setzen lassen. Wahrscheinlich werde ich sie tatsächlich in Ruhe lassen, obschon es traurig ist, Sonntags allein loszugehen. (Gerade demnächst in der Osterzeit.)

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Ich denke auch, es ist das beste, du läßt sie erst einmal in Ruhe damit.

Es wäre auch gut, wenn du dir deine Enttäuschung darüber nicht anmerken läßt- denn das würde sie wohl wieder in eine Situation bringen, die sie als Zwang werten würde.

Wenn sie wirklich gläubig ist und nicht nur durch den Zwang des Elternhauses in die Kirche gegangen ist, wird sie wohl auch wieder zurückfinden. Meiner Meinung nach kann dieser Zwang den Glauben so verschütten, und wenn bei Messen *nichts mehr rüberkommt*, dann ist diese Reaktion eigentlich verständlich.

Der Glauben ist wie ein wunderschöner Schmetterling, der sich in deine geöffnete Hand setzt- schließt du deine Hand, dann stirbt er.

 

Ellen

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Glaubt Deine Freundin an Gott, lonesome? An Jesus Christus? An die katholische Kirche?

 

Wenn ja, reden wir weiter. Wenn nein, warum sollte sie zur Messe gehen?

So sehe ich das auch.

Wenn jemand nicht mehr in die Kirche geht, dann liegt hinter dieser neuen Praxis meistens ein Nicht-Glauben verborgen.

 

Bei mir hat es im Leben auch ausgehnte Phasen gegeben, in denen ich nicht in die Kirche gegangen bin. Und, wenn ich ehrlich bin, waren es zwei Gründe:

1. Dass ich Gott nicht ernst genommen habe.

2. Dass ich nicht geglaubt habe, dass die hl. Messe mich zu Gott hinführt.

 

Und alle Schöngestaltung der hl. Messe, alle besseren Zeitpunkte als Sonntag Morgen, alle Sympathie zu einem Pfarrer, alles Cliquenbewusstsein mit Mit-Kirchengängern, hätte dieses Problem nicht lösen können.

 

Auf die Dauer kommen Menschen wegen ihres Glaubens in die Kirche (sofern sie nicht ein Sozialdruckt zwingt). Und sollte es etwas anderes als der Glaube sein, der sie dorthin führt (aus kulturellen Gründen / wegen der Kinder am Palmsonntag / wegen der Feierlichkeit / wegen den Leuten ...) , dann ist ihre Teilnahme an der hl. Messe kein Wert, sondern ein Unwert.

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