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Fasnacht


Berni

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Fasnacht bedeutet „Nacht vor dem Fasten“: Bei Fastnachtsfesten sollte ursprünglich die Nahrung aufgebraucht werden, die während der Fastenzeit nicht gegessen werden konnte.

 

“Am Aschermittwoch ist alles vorbei“ singt man in einem Lied und man meint damit, daß nun die Zeit des Fastens und der Buße anfängt. Eine Zeit, in der sich solche, die der katholischen oder der Ostkirche angehören, selbst auferlegt haben, weniger zu essen oder z.B. kein Fleisch zu essen und keinen Alkohol zu trinken.

 

Wann der genaue Ursprung dieses Festes war, ist nicht ganz sicher nachzuweisen. Sicher scheint, daß es auf bestimmte Bräuche der katholischen Kirche zurückgeht. Die Protestanten konnten nach der Reformation mit diesem Brauch nichts anfangen und so wurde er bei den Protestanten auch nicht gepflegt. 

 

Umstritten ist, ob die Feiern neben religiösen Bezügen auch in germanisch-heidnischen Riten, den Fruchtbarkeitskulten und der Wintervertreibung ihre Wurzeln haben.

 

Für viele hat dieses Fest wohl weder was mit germanisch-heidnischen Riten, noch etwas mit dem katholischen Brauch des Fastens zu tun und sie feiern dieses Fest, um einfach Spaß zu haben, und andere wiederum, um einmal etwas zu tun was man sonst nicht darf. Deshalb wahrscheinlich auch die Verkleidung!

 

Es ist wie mit so vielen Festen in der Christenheit, daß die Bibel dazu eigentlich überhaupt nichts direktes sagt. Wir werden auch als Christen nirgendwo in der Heiligen Schrift aufgefordert eine bestimmte Fastenzeit einzuhalten, oder bekommen gar die Erlaubnis einmal ganz ausschweifend zu leben.

 

Nicht, daß es dem Christen untersagt wäre, fröhlich zu sein oder bei einem gemeinsamen Essen in angenehmer Atmosphäre zusammenzusein – aber die Bibel fordert uns doch eindringlich auf, uns nicht am Wein zu berauschen und ausschweifende Feste zu feiern (siehe Eph. 5,18: „Berauschet euch nicht mit Wein, in welchem Ausschweifung ist.“). 

 

In Epheser 5,3+4 heißt es: “Hurerei aber und alle Unreinigkeit oder Habsucht werde nicht einmal unter euch genannt, gleichwie es Heiligen geziemt; auch Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzelei, welche sich nicht geziemen, sondern vielmehr Danksagung.“ Diese Bibelstelle sagt ganz deutlich, was wir von dem ausschweifenden Leben in der Fastnacht zu halten haben.

 

Fasnacht ist in Gottes Augen ein ganz abscheulich Fest. Denn zu keinem Fest im Jahr wird so viel getrunken, gespottet und Hurerei und Ehebruch betrieben.

 

Die Verkleidung bei der Fasnacht wir oft als Möglichkeit genutzt, unerkannt und ungesehen die schlimmsten Sünden zu begehen, die man sich vielleicht ohne Verkleidung nie geleistet hätte.

 

Es gab auch Personen in der Bibel, die sich verkleideten: Jakob – um sich den Segen seines Vaters zu erschleichen (1.Mo 27); Tamar – um verkleidet als Prostituierte ihren Schwiegervater zu verführen (1.Mo 38); Saul – um unerkannt zu einer okkultistischen Sitzung zu gehen (1.Sam 28). Alle diese Personen verkleiden sich eigentlich, um zu sündigen. Sie benutzen dazu eine „andere Identität“.

 

Christen sind das Salz der Erde und sollen der Fäulnis entgegenwirken, die sich überall breit macht. Für Christen ist Fasnacht eine einmalige Gelegenheit, sich an diesem Treiben nicht zu beteiligen.

 

Wir dürfen dem Sünder nahe kommen, aber wir dürfen uns nicht moralisch mit ihm verbinden. Wenn Jesus auf einem Fest war, dann nicht, um auf demselben Niveau wie alle anderen Gäste mit Ihnen Gemeinschaft zu haben, sondern um als das Licht der Welt wirken zu können. Fragen wir uns, ob dies wohl heute bei uns möglich ist, wenn wir zu solch einer Karnevalsveranstaltung gehen würden.

 

Fasnacht muss man als Christ völlig ablehnen! Wir sollen aber die Menschen im Auge behalten, die überhaupt noch nichts davon geschmeckt haben, was es bedeutet, wirklich frei zu sein. Denn Fasnacht bedeutet nicht frei zu sein, sondern im Höchstmaß gebunden zu sein an einem ausschweifenden Leben.

 

Gott segne dich!

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Fasnacht ist in Gottes Augen ein ganz abscheulich Fest.

Ich fürchte, Du verwechselst da Gottes Augen mit Deinen.

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Im übrigen sei auch daran erinnert, daß Jesus auf der Hochzeit zu Kana nicht Wein in Wasser, sondern Wasser in Wein verwandelt hat.

 

:blink:

 

viele Grüße

 

Olli

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Fasnacht ist in Gottes Augen ein ganz abscheulich Fest. Denn zu keinem Fest im Jahr wird so viel getrunken, gespottet und Hurerei und Ehebruch betrieben.

Alles halb so wild. Am Aschermittwoch gehe ich beichten.

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Ist denn nur Sünde lustig oder heißt lustig sein sündigen? Ich halte es mit dem Satz (leider weiß ich nicht mehr, von wem er stammt): Ein Heiliger, der traurig ist, ist wahrhaft ein trauriger Heiliger! Also!

 

Mit sehr fröhlichen Faschingsgrüßen! Elisabeth

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Am Aschermittwoch gehe ich beichten.

Den Satz würde ich gern in meiner Signatur verewigen. Aber da ist leider kein Platz mehr, 500 Zeichen sind ziemlich wenig.

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