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Weit und breit kein Weib....


lara
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.. Warum fehlen Indien vierzig Millionen Frauen?

 

Der UN-Bevölkerungsfonds bewahrt hierzu ein merkwürdiges Schweigen

NEW YORK, den 15. Februar 2003 (ZENIT.org).- Die Besorgnis über Abtreibungen, bei denen nach Geschlecht selektiert wird, wächst in Indien und anderen asiatischen Ländern wieder. Es ist zwar schwer, an genaue Daten zu kommen. Aber eine Analyse der “Financial Times”, die am 8. Februar veröffentlicht wurde, sprach von einem nationalen Defizit von ungefähr vierzig Millionen Frauen in Indien. Die Anwendung von Ultraschalluntersuchungen zur Ermittlung des Geschlechts ungeborener Kinder ist inzwischen Routine, hieß es in dem Artikel, und in einigen Dörfern kommen auf sechs oder sogar sieben Geburten von Jungen nur drei Mädchen.

 

Jüngste Versammlungen von religiösen Führern aller Glaubensrichtungen haben die Praxis weiblicher Fötizide verurteilt, aber ihre Erklärungen wurden in der lokalen Presse kaum erwähnt, schrieb die “Financial Times”.

 

Es ist die Hinduistische Kultur, Hand in Hand mit den feudalen Strukturen und dem traditionellen Kastenwesen, die für einen großen Teil der Bevorzugung der Jungen verantwortlich gemacht wird. Viele Beobachter meinen auch, dass die Mädchen deswegen beseitigt würden, um der Zahlung einer Mitgift zu entgehen, obwohl die Daten diese Ansicht eigentlich nur in einigen Fällen stützen.

 

Die “Financial Times” führte einen indischen Regierungsbericht von der Mitte der 1990er Jahre an, der darauf hindeutet, dass die selektive Eliminierung von Mädchen nicht auf Bildungs- oder Wirtschaftsfaktoren zurück zu führen ist. In der Tat ist die Zahl der Mädchen in zwei Staaten, Punjab und Haryana, zurückgegangen, gerade als die Einkommen stiegen. Und es gibt auch große Unterschiede im Geschlechterverhältnis der Kinder in den ärmeren nördlichen Regionen Indiens.

 

Laut einer Studie, die in der Dezemberausgabe der “Population and Development Review” veröffentlicht wurde, zeigen vorläufige Schätzungen der indischen Volkszählung im Jahr 2001 ein Geschlechterverhältnis für Kinder unter sieben Jahren von 107,8 Jungen zu 100 Mädchen. Der männliche Überschuss stellt eine signifikante Zunahme gegenüber dem Ergebnis der Volkszählung im Jahr 1991 dar, bei der es 105,8 Jungen pro 100 Mädchen waren. Es gibt große regionale Unterschiede, wobei in zehn von den 26 indischen Staaten das Verhältnis 110 Jungen pro 100 Mädchen überschritten wird.

 

Die Anwendung der Ultraschalluntersuchung, um das Geschlecht von Föten zu ermitteln, verbreitet sich immer mehr, trotz eines Verbots der Regierung. In dem Artikel der “Population and Development Review” heißt es, dass es bis vor kurzem wenig Widerstand im eigenen Land gegen die Tötung weiblicher Föten gegeben hat, selbst unter Frauengruppen. Die Feministinnen sind bei diesem Thema gespalten. Sie stecken in der Zwickmühle zwischen ihrer Unterstützung für ein “Recht” der Frauen auf Abtreibung und ihrem Widerstand gegen die Beseitigung weiblichen Nachwuchses.

 

Das Missverhältnis der Geschlechter schafft ernste Probleme für junge Männer, die nach einer Braut suchen. Der Mangel an Ehefrauen macht sich auch in China bemerkbar, wo die Selektion nach Geschlecht durch Abtreibung häufig ist. Die “London Times” berichtete am 7. Dezember, dass auf Grund des Frauendefizits in China jedes Jahr Zehntausende vietnamesischer Frauen entführt und an chinesische Männer verkauft werden.

 

In großen Teilen Chinas gibt es bis zu 20 Prozent mehr Jungen als Mädchen. Das führt dazu, dass chinesische Männer zur Zeit bis zu 4.000 Dollar für entführte vietnamesische Frauen bezahlen, berichtete die “Times”. In den letzten Jahren ist es 33.000 entführten vietnamesischen Frauen gelungen, aus China zu entkommen, aber es wird eine um ein Vielfaches höhere Dunkelziffer von Frauen angenommen, die noch gefangen sind, schrieb die Zeitung.

(Hervorhebungen von mir)

 

Quelle hier

 

Können wir Mitteleuropäer da irgendwas machen? Oder muss man/frau da zuschauen, nach dem Motto: das wird sich schon wieder einrenken?

 

Habt ihr Ideen?

Gibt es Projekte, die man unterstützen kann?

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>Können wir Mitteleuropäer da irgendwas machen?<

 

Natürlich, wir können unsere Toaster verkaufen und unseren "Reichtum" teilen. Mit dem Austausch von Geld biegt man schließlich das wieder zurecht, was der Austausch von Körperflüssigkeit versaubeutelt.

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