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Vorabend


ziska

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Sonntage und sonstige Feiertage beginnen am vorherigen Abend.

Kann mir jemand sagen warum?

Und wann genau dann der Sonntag beginnt?

 

Lieben Gruss

Ziska

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Das könnte man schon sagen - es ist nur (soweit mir bekannt) nicht richtig; ab 17 Uhr schon!

 

 

Eine Bekannte wollte eine Traumesse an einem Samstag um 15 Uhr und war der Meinung, dass das dann auch als Vorabendmesse "gilt"; wurde aber eines Besseren belehrt und verschob (zwecks "Gültigkeit") dann die Trauung auf 17 Uhr ...

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in katholischeren gegenden wird am samstag um 15Uhr der sonntag eingeläutet...

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mr94 Geschrieben am: 29 Feb 2004, 23:03

Na, mit der ersten Vesper vom Sonntag natürlich. (Die ersetzt gewissermaßen die Vesper vom Samstag.) Der Sonntag beginnt - wie auch Hochfeste und Feste - schon am Vorabend. Da knüpft die Kirche nahtlos an die jüdische Tradition des Sabbat an, der ebenfalls mit Einbruch der Dunkelheit am Freitagabend beginnt.

Vorabendmessen sind deshalb auch Sonntagsmessen. Die großen Hochfeste beginnen alle mit eigenen, nächtlichen Gottesdiensten in der Nacht zum eigentlichen Festtag: Christvesper/Christmette, Osternacht, Pfingstvigil.

Danke für den Hinweis auf deine Antwort.

Aus dem jüdischen kommt diese Tradition, sagst du. Weisst du vielleicht auch, was dort der Grund dafür ist?

Gruss

Ziska

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in katholischeren gegenden wird am samstag um 15Uhr der sonntag eingeläutet...

Unsere Trauung in der mittelfränkischen Diaspora war sogar schon um 14:00 Uhr und begann mit dem Einläuten des Sonntages ...

 

 

Liebe Grüße

 

Flo

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in katholischeren gegenden wird am samstag um 15Uhr der sonntag eingeläutet...

Bei uns läutet es erst um 19.00 Uhr. – Aber das ist ja auch nicht eine katholische Gegend. (Ganz im Gegenteil, sehr Zwinglianisch, falls überhaupt noch religiös.)

Gruss

Ziska

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Da knüpft die Kirche nahtlos an die jüdische Tradition des Sabbat an, der ebenfalls mit Einbruch der Dunkelheit am Freitagabend beginnt.
Unsere Trauung in der mittelfränkischen Diaspora war sogar schon um 14:00 Uhr und begann mit dem Einläuten des Sonntages ...

Wird da so früh dunkel?:blink:

 

Gruss

Ziska

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Meine alte Heimatkirche hat früher (wahrscheinlich heute auch noch) den Sonntag um 14 Uhr eingeläutet. Wenn mich nicht alles täuscht, läutete dazu das volle Geläut der katholischen und der evangelischen Kirche, zusammen sieben klanglich aufeinander abgestimmte Glocken. Das Vorkriegsgeläut hatte noch mehr...

 

Das korrespondiert mit der Gewohnheit von Domkapiteln, um 14 Uhr die Vesper zu beten. Finde ich auch etwas früh für mitteleuropäische Lichtverhältnisse. Ich selbst bete manchmal die Vesper erst um halb neun, und das ist mir eigentlich zu spät.

 

Woher die jüdische Tradition stammt, weiß ich nicht. Aber so ist es wohl mit vielen Traditionen.

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Woher die jüdische Tradition stammt, weiß ich nicht. Aber so ist es wohl mit vielen Traditionen.

Soweit ich weiß aus der Genesis: "Und es ward Abend und es ward Morgen, erster Tag"

 

Liebe Grüße

 

Flo

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Der Sonntag beginnt in vielen Familien heute vor der "Sendung mit der Maus", aber in der jüdisch-christlichen Tradition am Vorabend und das ist für mich die Dämmerung am Samstag - also die "Daktari-Zeit".

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mr94 Geschrieben am: 29 Feb 2004, 23:03

Na, mit der ersten Vesper vom Sonntag natürlich. (Die ersetzt gewissermaßen die Vesper vom Samstag.) Der Sonntag beginnt - wie auch Hochfeste und Feste - schon am Vorabend. Da knüpft die Kirche nahtlos an die jüdische Tradition des Sabbat an, der ebenfalls mit Einbruch der Dunkelheit am Freitagabend beginnt.

Vorabendmessen sind deshalb auch Sonntagsmessen. Die großen Hochfeste beginnen alle mit eigenen, nächtlichen Gottesdiensten in der Nacht zum eigentlichen Festtag: Christvesper/Christmette, Osternacht, Pfingstvigil.

Danke für den Hinweis auf deine Antwort.

Aus dem jüdischen kommt diese Tradition, sagst du. Weisst du vielleicht auch, was dort der Grund dafür ist?

Gruss

Ziska

Hallo ziska,

 

letztlich ist ja jede Zeiteinteilung eine Frage der Definition, auch diejenige, dass für uns mitten in der Nach der neue Tag beginnt.

 

Nach jüdischer Tradition endet der Tag nach dem Sonnenuntergang. D.h., der neue Tag beginnt, wenn man den dritten Stern am Himmel sehen kann.

 

Die Vesper ist das traditionelle kirchliche Abendgebet und fällt definitionsgemäß genau in diese Zeit. Üblicherweise ist ide Zeit der Vesper so gegen 18:00 Uhr.

 

In späterer Zeit wurde die Vesper immer weiter nach vorne gezogen. Damit konnten Festtage früher beginnen. In einigen Klöstern wird die Sonntagsvesper immer noch recht früh gebetet. Das kommt den Besuchern entgegen und den Mönchen, die dann einen längeren Nachmittag haben,

 

viele Grüße,

 

Matthias

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Das "Sonntag einläuten" um 14:00 oder 15:00 am Samstag ist in ganz Süddeutschlang übliche Praxis.

Das hat aber nichts mit dem Feierabend-Läuten um 18:00 oder 19:00 zu tun, das gibt's am Samstag trotzdem.

In meiner fränkischen Heimatstadt haben Samstags um 14:00 alle Glocken geläutet, katholisch wie evangelisch, als Kind war das für mich immer das Zeichen "jetzt ist Wochenende".

In dem schwäbischen Dorf wo ich jetzt wohne (90% evangelisch) wird Samstags um 15:00 geläutet (und natürlich täglich außer Sonntags um 6:00, 12:00, und 19:00)

 

Werner

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