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Heilig als Nichtchrist


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Es ist doch so, daß jemand, der nur deshalb kein Christ ist, weil er nichts davon weiß, lt. KKK auf jeden Fall trotzdem erlöst wird, wenn er sich im Sinne des KKK anständig benommen hat.

 

Stimmt es jetzt, daß im CIC sogar die Heiligsprechung vorgesehen wäre für solche Leute, wenn z.B. ein (sage ich mal, das ist nicht wertend gemeint) Inder, der zwar nicht an die hl. Dreifaltigkeit glaubt, aber ansonsten viel, aus christlicher Sicht natürlich, Gutes tut und auch Dinge vollbringt, die man als Wunder bezeichnen kann, daß der dann auch durchaus ein Kandidat für eine Heiligsprechung wäre?

 

Ich bin mir da nicht sicher, ich habe aber die Geschichte mal von einem ehemaligen Mönch gehört.

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ora-et-labora
Stimmt es jetzt, daß im CIC sogar die Heiligsprechung vorgesehen wäre für solche Leute, wenn z.B. ein (sage ich mal, das ist nicht wertend gemeint) Inder, der zwar nicht an die hl. Dreifaltigkeit glaubt, aber ansonsten viel, aus christlicher Sicht natürlich, Gutes tut und auch Dinge vollbringt, die man als Wunder bezeichnen kann, daß der dann auch durchaus ein Kandidat für eine Heiligsprechung wäre?

Hab' mal im CIC geblättert, und darin keine Bedingungen/Regelungen gefunden für das Heiligsprechungs-Verfahren (weder in die eine noch in die andere Richtung).

 

-- Markus

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Heiligsprechung oder nicht - heilig kann man mit oder ohne sein. Die Heiligsprechung ist lediglich eine zusätzliche Bestätigung. Wenn in einem Schraubdeckelglas Marmelade drin ist, ist die ja darin unabhängig vom Etikett - auf dem Deckel von Omis selber eingekochter Erdbeermarmelade steht z. B. "Schattenmorellen" :blink:.

 

Abgesehen davon gibt es unter den Heiligen auch etliche Nichtchristen - Abraham z. B..

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Heiligsprechung oder nicht - heilig kann man mit oder ohne sein. Die Heiligsprechung ist lediglich eine zusätzliche Bestätigung. Wenn in einem Schraubdeckelglas Marmelade drin ist, ist die ja darin unabhängig vom Etikett - auf dem Deckel von Omis selber eingekochter Erdbeermarmelade steht z. B. "Schattenmorellen" :blink:.

 

Abgesehen davon gibt es unter den Heiligen auch etliche Nichtchristen - Abraham z. B..

Danke - das ist eine richtig gute Antwort. :P

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dr-esperanto
Es ist doch so, daß jemand, der nur deshalb kein Christ ist, weil er nichts davon weiß, lt. KKK auf jeden Fall trotzdem erlöst wird, wenn er sich im Sinne des KKK anständig benommen hat.

 

Stimmt es jetzt, daß im CIC sogar die Heiligsprechung vorgesehen wäre für solche Leute, wenn z.B. ein (sage ich mal, das ist nicht wertend gemeint) Inder, der zwar nicht an die hl. Dreifaltigkeit glaubt, aber ansonsten viel, aus christlicher Sicht natürlich, Gutes tut und auch Dinge vollbringt, die man als Wunder bezeichnen kann, daß der dann auch durchaus ein Kandidat für eine Heiligsprechung wäre?

 

Ich bin mir da nicht sicher, ich habe aber die Geschichte mal von einem ehemaligen Mönch gehört.

Kann ich mir nicht vorstellen. Bis jetzt sind doch nur Katholiken heiliggesprochen worden (und eben Leute, die wir Katholiken für uns vereinnahmen).

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Kann ich mir nicht vorstellen. Bis jetzt sind doch nur Katholiken heiliggesprochen worden (und eben Leute, die wir Katholiken für uns vereinnahmen).

Sorry, aber Dein Mangel an Vorstellungsvermögen und "das war schon immer so" reicht als Argument nicht aus. Vor 40 Jahren hat sich auch noch keiner einen polnischen Papst vorstellen können.

 

Dass der CIC nichts über Heiligsprechungen sagt, hat schon Markus festgestellt - der ist nämlich schlichtweg nicht zuständig. Analogie: Im StGB steht auch nichts über Vertragsrecht ...

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Außerdem hat ja auch erst dieser Papst mit den Heiligsprechungen wieder angefangen. Sooo viele Heiligsprechungen gab es ja noch nicht obwohl sich Johannes Paul II. schon Mühe gegeben hat.

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Außerdem hat ja auch erst dieser Papst mit den Heiligsprechungen wieder angefangen. Sooo viele Heiligsprechungen gab es ja noch nicht obwohl sich Johannes Paul II. schon Mühe gegeben hat.

Wo haste denn den Quark her?

 

Zu einer Heiligsprechung gehört in jedem Fall, daß die Person den christlichen Glauben in "heroischer" Weise gelebt hat. Dazu wird dann im Vorfeld der sog. heroische Tugendgrad festgestellt. Für die alttestamentlichen Patriarchen und Propheten gilt das so natürlich nicht. Daß aber ein zeitgenössischer Jude, Buddhist oder was auch immer von der katholischen Kirche heiliggesprochen werden sollte, scheint mir aber doch erstens weit hergeholt und dürfte von den jeweiligen Glaubensgemeinschaften auch als Vereinnahmung angesehen werden. Insofern würde schon der Respekt vor den anderen so etwas verbieten. Hinzu kommt, daß jemand, der den christlichen Glauben gar nicht kennengelernt hat, schwerlich von der Kirche den Gläubigen als Vorbild in genau diesem Glauben empfohlen werden könnte.

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Außerdem hat ja auch erst dieser Papst mit den Heiligsprechungen wieder angefangen. Sooo viele Heiligsprechungen gab es ja noch nicht obwohl sich Johannes Paul II. schon Mühe gegeben hat.

Nochmal nachgewaschen: die Kurzübersicht hier zeigt, daß JPII zwar Rekordhalter in dieser Frage ist, aber von "wieder angefangen" nicht die Rede sein kann. Vielmehr zeigt sich schon vor 1978 eine steigende Zahl von Prozessen.

 

Ein interessanter Fall ist übrigens der deutsche Arzt Friedrich Joseph Haas, der zuerst von russisch-orthodoxen Christen verehrt wurde und für den (als Katholik) auch ein Seligsprechungsverfahren läuft. Ich weiß, das ist nur interkonfessionell, ich find's trotzdem interessant.

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