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Wie ist die Haltung der Kirche dazu?


Yhrrah

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Hallo!

 

Diesen Donnerstag fängt mein Taufanwärterkurs an :blink: Juhee ich freue mich schon total darauf!!!

Was mich nur ziemlich verwirrt, ist die überwiegend ablehnende Haltung von Freunden und Bekannten dazu. Dazu muß ich sagen, daß die, die sich so sehr dagegen aussprechen selber alles Katholiken sind. Bei Freunden protestantischen Glaubens stößt es eher auf Erstaunen und leichtem Kopfschütteln. Wie auch immer: Die "Gegener" meiner Taufanwärterschaft führen bislang alle als aller erstes Argument ins Feld, daß es "eine Sauerei sei, daß die Kirche nicht zu den Kindern von Priestern stehe und denen nicht die seelischen Qualen erspart, die sie durch die nicht offizielle Anerkennung durch den eigenen Vater erleiden". Also das Thema ist mir nicht unbekannt. Ich persönlich denke auch, daß es für die betroffenen Kinder sich auch für die Frauen wirklich hart sein muß. Andererseits dachte ich auch immer, daß Regeln wie das Zölibat nicht Gottgegeben sondern von menschen gemacht sind. Es gibt vermutlich (?) gute Gründe daran festzuhalten, die mir erstmal so gar nicht im Einzelnen bekannt sind, über die ich nur spekulieren kann. Und ich denke auch, daß das eigentlich Kirchen Interner sind, für die Gläubige nicht unmittelbar verantwortlich sind. Ist das falsch so? Mich würde sehr interessieren, was die Meinung der Kirche und auch Eure Meinung dazu ist, da ich damit jetzt immer wieder konfrontiert werde und mich fast schon dafür verteidigen muß. Überhaupt bin ich ziemlich überrascht, wieviel Abwehr mir entgegen schlägt. Da muß doch etwas ganz schief gelaufen sein. Also so richtig verstehe ich das alles nicht und würde mich über ein Meinungsbild sehr freuen :P

 

Ganz viele Grüße,

 

Yhrrah

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Hallo Yhrrah,

 

zum einen viel Glück und Segen für Deine Taufvorbereitung.

 

Zum anderen: wurde irgendwie begründet welchen direkten Zusammenhang Deine Taufe und gebrochene Zölibatsversprechen haben sollen?

 

Zum Zölibat selber läuft gerade noch ein anderer Thread

 

Liebe Grüße

 

Flo

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Hallo Flo!

 

Vielen Dank für Deine prompte Antwort und den Link zum anderen Thread. Das hat mir schon sehr weiter geholfen.

Der Zusammenhang wird wohl im allgemeinen da gesehn, daß ich wenn ich mich als Erwachsener für den katholischen Glauben entscheide, davon ausgegangen wird, daß ich alles und jedes vollkommen richtig finde und unterstütze und damit auch verteidigen muß. Bislang ist es mir nur wenig gelungen deutlich zu machen, daß ich mich meiner Meinung nach zu etwas bekennen kann, was vielleicht nicht in jedem Detail perfekt ist, aber in den wesentlichen Dingen für mich richtig. Ich bekenne mich durch meine Lebenseinstellung zum Beispiel ganz klar zu den Menschen, finde aber auch nicht alles was Menschen so machen, richtig gut.

Ich muß zugeben, ich bin ziemlich überrascht von der Ablehnung, die mir in diesem Zusammenhang entgegen schlägt.

 

Viele Grüße,

 

Yhrrah

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Hallo Yhrrah,

 

 

falls du diskutieren möchtest und Argumente oder Strategien suchst:

 

 

Wenn du nicht zu deinen Kindern stehen würdest, dann wäre ein Vorwurf gerechtfertigt.

 

Du läßt dich nicht auf den Namen irgendeines Priesters der katholischen Kirche taufen, sondern auf den Namen Gottes,des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 

Schon Jesus sagt den Juden, dass sie auf die Worte der Priester hören sollen, aber sich nicht genauso nach ihrem Verhalten ausrichten sollen.

 

Wäre eine Abteibung besser gewesen? Oder wäre es den Kindern lieber gewesen, sie wären nicht geboren worden?

 

Weiß der Fragende, wieviele derartige Fälle es im Jahr gibt?

 

Kennt er persönlich jemanden?

 

Wie sieht es mit den Kindern aus Scheidungsehen aus? Streit, teilweise Haß. Ist das für diese Kinder besser? Würden sie selber nicht heiraten, weil es eine Scheidung geben könnte, und das die Kinder und Frauen verletzen kann?

 

Wie sieht es mit den Verfehlungen von Polizisten, Lehrern, Politikern ... aus?

 

Und, hat der Fragende keinen Dreck am Stecken? Keine Verfehlungen?

 

 

Aber in Wirklichkeit bringt das nichts. Eigentlich kann man genau so gut schweigen. Oder entwaffnend sagen: Ich freue mich so sehr auf meine Taufe.

 

Herzliche Grüße

Martin

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Hallo!

 

Diesen Donnerstag fängt mein Taufanwärterkurs an :blink: Juhee ich freue mich schon total darauf!!!

Was mich nur ziemlich verwirrt, ist die überwiegend ablehnende Haltung von Freunden und Bekannten dazu. Dazu muß ich sagen, daß die, die sich so sehr dagegen aussprechen selber alles Katholiken sind. Bei Freunden protestantischen Glaubens stößt es eher auf Erstaunen und leichtem Kopfschütteln. Wie auch immer: Die "Gegener" meiner Taufanwärterschaft führen bislang alle als aller erstes Argument ins Feld, daß es "eine Sauerei sei, daß die Kirche nicht zu den Kindern von Priestern stehe und denen nicht die seelischen Qualen erspart, die sie durch die nicht offizielle Anerkennung durch den eigenen Vater erleiden". Also das Thema ist mir nicht unbekannt. Ich persönlich denke auch, daß es für die betroffenen Kinder sich auch für die Frauen wirklich hart sein muß. Andererseits dachte ich auch immer, daß Regeln wie das Zölibat nicht Gottgegeben sondern von menschen gemacht sind. Es gibt vermutlich (?) gute Gründe daran festzuhalten, die mir erstmal so gar nicht im Einzelnen bekannt sind, über die ich nur spekulieren kann. Und ich denke auch, daß das eigentlich Kirchen Interner sind, für die Gläubige nicht unmittelbar verantwortlich sind. Ist das falsch so? Mich würde sehr interessieren, was die Meinung der Kirche und auch Eure Meinung dazu ist, da ich damit jetzt immer wieder konfrontiert werde und mich fast schon dafür verteidigen muß. Überhaupt bin ich ziemlich überrascht, wieviel Abwehr mir entgegen schlägt. Da muß doch etwas ganz schief gelaufen sein. Also so richtig verstehe ich das alles nicht und würde mich über ein Meinungsbild sehr freuen :P

 

Ganz viele Grüße,

 

Yhrrah

Hallo und willkommen im Forum und natürlich,

 

herzlichen Glückwunsch zu Deinem Entschluß Dich Gott in der Taufe zu schenken.

 

Das was Dir da die anderen entgegenwerfen sind doch nur blanke Vorurteile, die nix mit der Sache zu tun haben. Das hast Du sicher schon selber gemerkt.

 

Was Du aber auch merkst, es wird für Dich nicht leichter in der Welt wenn Du Christ bist und dazu stehst, vielleicht dazu was interessantes aus der Bibel

"Und alle, die in Christus Jesus ein frommes Leben führen wollen, werden Verfolgungen erleiden" 2. Timotheus Kap. 3 Vers 12

 

Natürlich gibt es innerhalb der Kirche I******, Leute die sie ausnutzen und auch Priester die der Berufung nicht gerecht werden.

Aber hier gilt eben nicht pars pro toto, denn der Großteil ist halt eben nicht so.

Als ob jeder katholische Priester mehrere Kinder im Dorf hätte, das ist doch vollkommen albern.

 

Das beste ist, frag die Leute wo sie das denn herhaben, bei vielen kommt dann "Das hört man doch immer wieder", "Das ist doch so" etc pp

Schnell merkst Du, daß das einfach nur arme Seelen sind, die sich nicht wirklich mit dem Glauben und der Kirche befassen.

 

Ich wünsch Dir viel Glück auf Deinem Weg und reichlich von Gottes Segen

 

Gruß

 

Matthias

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Ich muß zugeben, ich bin ziemlich überrascht von der Ablehnung, die mir in diesem Zusammenhang entgegen schlägt.

Ich wäre da nicht so überrascht. Die meisten deiner Bekannten und Freunde gehören zwar zur kath. oder evangelischen Kirche . doch haben sich wohl mehr oder weniger von ihrem Leben abgewandt.

Und jetzt kommt einer wie du .... und läßt sich taufen! Entscheidet sich bewußt für den Glauben und das Leben mit der Kirche!

Das ist schon eine "Provokation" für sie ..... zumindest wirkt es so. Jetzt müssen sie ja für sich und die anderen akzeptable Gründe finden, warum sie zwar katholisch oder evangelisch sind - aber nichts damit anfangen.

Unser Kumpel ist doch ein toller Typ - und DER läßt sich taufen? Sie selbst werden jetzt unsicher .... und holen zunächst mal vermeintliche "Dicke Hämmer" aus der Kiste, um sie der Kirche vorzuhalten - und persönlich außen vor zu bleiben.

Sei also nicht überrascht ....... Deine kommende Taufe hat schon heute wichtige Auswirkungen auf deine Umgebung. Allein Dein Taufwunsch ist ein unersetzliches Zeugnis!!!!!

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Ich denke, wenn es von Leuten meiner Generation (ich bin 51) kommt, liegt es oft daran, daß für uns in jungen Jahren Kirche immer direkt in Verbindung zu Verboten und Geboten stand, wo man sich nicht wehren durfte.Ich erinnere mich an haarsträubende Geschichten aus Internaten, die von Nonnen oder Patern geführt wurdenMeine Schwester zum Beispiel mußte zu Zeiten des Minirocks karierte Baumwollkleider, die 12 cm unterhalb des Knies endeten tragen. Gut daß das eine 1jährige Schule war(Kinderpflege). Dann erlebten wir natürlich alle den Rummel mit, als Abtreibung bis zum 3ten Monat erlaubt wurde, was dann auf Druck der Kirchen bis vors Bundesverfassungsgericht ging und geändert wurde. Denn daß Abtreibung Mord ist, sehen viele Christen nicht so ( Bitte nicht hauen!!) und das Einmischen der Kirche in staatliche Angelegenheiten hat viele auf die Barrikaden gebracht. Auch Humanae Vitae. :blink: Da möcht ich jetzt nichts zu sagen.

Aber ganz allgemein möchte ich da mal cathol01 Signatur zitieren'##"Statt rasant, glühend und leuchtend die Botschaft von Gott zu verkünden, wacht die europäische Kirche nur noch ängstlich abwehrend über die korrekte Lehre." (Karl Rahner)'##

Und jetzt sind andere Zeiten, der Einfluß der Kirchen hat stark abgenommen und es wird toleriert, ja sogar positiv gesehen, wenn man es "denen mal ordentlich zurückgibt, die uns mal kommandiert haben"

:ph34r:

Aber das sollte dich nicht abschrecken.

Edited by brigitta
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Guten Morgen!

 

Vielen Dank für Eure ausführlichen Antworten! Letztlich denke ich es auch so wie ihr geschrieben habt, daß eine gewisse Abwehrhaltung vorliegt, um sich selber nicht damit beschäftigen zu müssen; das gibt es ja in vielen Bereichen. Ich wollte nur sicher sein, daß ich nicht irgendetwas Entscheidendes in diesem Zusammenhang übersehn habe. Und Ihr habt natürlich recht "wer fragt führt" und ich werde es demnächst mal mit Gegenfragen probieren :blink:

Es ist halt schade, denn ich erfahre so viele spannende und aufregende neue Dinge, die ich gerne mit anderen auch besprechen würde. Es ist eine gute Zeit und ich freue mich auch sehr über dieses Forum und die Möglichkeit den Austausch hier zuverfolgen.

 

Viele Grüße,

 

Yhrrah

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Hallo Yhrrah,

 

herzlichen Glückwunsch zu deinem Entschluß dich taufen zu lassen.

 

Zu deinen Kritikern: was kann die Kirche für die schwachheit seines Persnals. Ich finde das Schiksal von Priesterkindern auch schlimm, aber das Problem liegt doch bei den Vätern und nicht bei der Kirche. Wenn ein Priesert sein Zölibat bricht, läuft er Gefahr seinen Job zu verlieren, deshalb verheimlicht er sein Kind.

Ich bin Altenpfleger, wenn ich einen Meiner Bewohner schlage und es aufflioegt, laufe ich auch gefahr meinen Job zu verlieren. Ist nun der Heimträger verantwortlich für mein Fehlverhalten? Eindeutig Nein. Schuld und verantwortlich für mein Verhalten bin ich selber, ist im Fall des gebrochenen Zölibats, der Priester.

Wenn der Pfarrer nicht in der Lage ist sich zu entscheiden ob er Das Priesteramt mit allen Konsequenzen will oder Familie, kann die Kirche nichts dafür. Ob das Zölibat generell Sinnvoll ist, ist wieder eine andere Frage, es ist aber nicht Schuld ander Situation der betroffenen Kinder.

Ich fürchte aber das wissen auch die Kritiker und es steckt etwas Grundsätzlicherse dahinter. Mein Eindruck ist der, das evangelische Kirche eher mit dem Zeitgeist geht als die Katholische Kirche, und beides ist nicht eindeutig Richtig oder Falsch. Es gibt, ohne das im einzelnen aufdröseln zu wollen, Punkte in denen die kath. Kirche "Moderner" sein könnte und es gibt Punkte wo sich die Ev. Kirche mehr auf seine Wurzeln besinnen sollte. Das ist allerdings auch wieder ein anderes Thema.

 

Gruß!

Frank

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Es gibt, ohne das im einzelnen aufdröseln zu wollen, Punkte in denen die kath. Kirche "Moderner" sein könnte und es gibt Punkte wo sich die Ev. Kirche mehr auf seine Wurzeln besinnen sollte. Das ist allerdings auch wieder ein anderes Thema.

 

Hallo Frank!

 

Aber das fände ich ein interessantes Thema. Woran denkst Du zum Beispiel in dem einen oder anderen Fall?

Also ein anderer Punkt, der mir sehr vorgehalten wird, daß es unverschähmt sei, wenn jemand, der selber im Zölibat lebt, beratend in Ehe- und Familienfragen tätig wird. Also ich persönlich habe ja nichts dagegen, mir ein eine Rat von jemanden einzuholen, der zum Beispiel nicht durch seine ganz persönlichen Erfahrungen geprägt ist. Außerdem denke ich, daß man ja weiß von wem man sich Rat holt, also einschätzen kann, wie die Kompetenzen gelagert sind. Und ist ein mehrfach geschiedener evangelischer Pastor in diesen Fragen wirklich ein besserer Berater für mich? Kann sein, kann aber auch sein, daß er nicht wirklich den Rat eines Außenstehenden gibt, wenn er sehr von seinen persönlichen Erfahrungen gelenkt wird?

Wichtig ist doch eigentlich nur, daß der Gegenüber Empathie besitzt. Ich selber arbeite als Ärztin in der Krebsheilkunde. Da muß ich auch häufig Patienten nicht nur in Hinblick auf das medizinische Vorgehen sondern auch für die vielen anderen Fragen, die sich bei einer schwerwiegenden Diagnose ergeben, beraten. Und das kann ich obwohl ich Gott sei Dank selber keine persönliche Erfahrung durch eine Tumorerkrankung machen mußte.

 

Viele Grüße,

 

Yhrrah

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Was mich nur ziemlich verwirrt, ist die überwiegend ablehnende Haltung von Freunden und Bekannten dazu. Dazu muß ich sagen, daß die, die sich so sehr dagegen aussprechen selber alles Katholiken sind. Bei Freunden protestantischen Glaubens stößt es eher auf Erstaunen und leichtem Kopfschütteln. Wie auch immer: Die "Gegener" meiner Taufanwärterschaft führen bislang alle als aller erstes Argument ins Feld, daß es "eine Sauerei sei, daß die Kirche nicht zu den Kindern von Priestern stehe und denen nicht die seelischen Qualen erspart, die sie durch die nicht offizielle Anerkennung durch den eigenen Vater erleiden".

Mich verwirrt das auch. Außerdem erkenne ich keinen logischen Zusammenhang zwischen Deiner Taufe und dem "Versagen" einiger Priester beim Zölibat. Wo ist da der Zusammenhang? Ich finde die "kreative" Fähigkeit der Menschen, zwei nicht zusammengehörende Dinge in einen Zusammenhang zu stellen immer wieder mit Erstaunen.

 

Wer mich kennt, weiß, dass ich gegen die Kindertaufe bin, aber gegend ie Taufe von Erwachsenen kann ich nichts haben (ich könnte wohl etwas dagegen sagen, aber das ist wieder ein ganz anderes Thema und gehört nicht hierher).

 

Zu Deiner Information: Ich bin ein aus der Kirche ausgetretener bekennender Atheist. Und ich kann wiederum nur Kopfschütteln über die Argumentation Deiner Freunde und Bekannten.

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Also ein anderer Punkt, der mir sehr vorgehalten wird, daß es unverschähmt sei, wenn jemand, der selber im Zölibat lebt, beratend in Ehe- und Familienfragen tätig wird. Also ich persönlich habe ja nichts dagegen, mir ein eine Rat von jemanden einzuholen, der zum Beispiel nicht durch seine ganz persönlichen Erfahrungen geprägt ist. Außerdem denke ich, daß man ja weiß von wem man sich Rat holt, also einschätzen kann, wie die Kompetenzen gelagert sind. Und ist ein mehrfach geschiedener evangelischer Pastor in diesen Fragen wirklich ein besserer Berater für mich? Kann sein, kann aber auch sein, daß er nicht wirklich den Rat eines Außenstehenden gibt, wenn er sehr von seinen persönlichen Erfahrungen gelenkt wird?

Wichtig ist doch eigentlich nur, daß der Gegenüber Empathie besitzt. Ich selber arbeite als Ärztin in der Krebsheilkunde. Da muß ich auch häufig Patienten nicht nur in Hinblick auf das medizinische Vorgehen sondern auch für die vielen anderen Fragen, die sich bei einer schwerwiegenden Diagnose ergeben, beraten. Und das kann ich obwohl ich Gott sei Dank selber keine persönliche Erfahrung durch eine Tumorerkrankung machen mußte.

 

Viele Grüße,

 

Yhrrah

Liebe Yhrrha,

 

auch von mir erst mal ein herzliches Willkommen im Forum,

und Glückwunsch zu Deinem Taufentschluß!

 

Über die mögliche Motivation solcher scharfen Kritik, wie Du sie beschrieben hast, wurde hier schon einiges gesagt. Zölibat und alles, was damit zusammenhängt, lässt sich ja auch deshalb so schön kritisieren, weil man da nicht in die Verlegenheit kommt, es selber besser machen zu müssen. In den Glaubensgesprächen gibt es auch den Thread Zölibat, Was haltet ihr davon? da lassen sich auch einige Argumente nachlesen.

 

Einen Gedanken möchte ich Dir noch mitgeben:

Mitunter suchen die Kritiker auch einfach nur eine Antwort für sich selber.

Vor einigen Jahren habe ich mal mit einer Bekannten eine lebhafte Debatte geführt über die damals rege Reisetätigkeit des Papstes. (In dem Stil: Was könnte man nicht alles Gutes tun mit dem eingesparten Geld... ) Nachdem ich einige Gegenargumente gebracht hatte, meinte sie, sie wird oft selber auf dieses Thema angesprochen und wußte bisher nicht, wie sie antworten kann.

Vielleicht kannst auch Du in den Kritikern diejenigen entdecken, die Antworten auf ihre Fragen suchen, das erleichtert oft das Gespräch.

Möglicherweise wirst Du ja auch deshalb von diesen Kritikern angesprochen, weil sie Dich für kompetent in solchen Fragen halten. Schließlich gehst Du ganz bewußt und gezielt den Weg in die Kirche hinein.

 

Liebe Grüße, Gabriele

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Hallo Gabrielle!

 

Vielen Dank für Deine Antwort! Das ist ein guter Punkt, über den ich noch nicht nachgedacht habe! Das werde ich beim nächsten Mal auf jeden Fall berücksichtigen :blink:

 

Viele Grüße,

 

Yhrrah

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dr-esperanto

Liebe Yrrha, die "öffentliche Meinung" wird durch BILD und das Fernsehen bestimmt, und was dort gesagt wird, wird einfach nachgeplappert. Deshalb bin ich 100% überzeugt, daß du auch noch in 10 Jahren "vorgehalten" bekommst, daß der Papst zuviel herumreist und daß die Priester nicht heiraten dürfen. Mir geht das nicht anders. Ich antworte immer, daß der Papst nicht zum Spaß auf der Weltkugel herumjettet, sondern sich mittlerweile sogar unter Qualen dazu zwingt, daß Evangelium in jedem Land der Erde zu verkünden; und zum Zölibat, daß Jesus selbst nicht verheiratet war, daß die Priester Jesus repräsentieren sollen und daß Jesus sogar empfohlen hat (für diejenigen, die es fertigbringen), um des Himmelreiches Willen auf die Ehe zu verzichten und somit ein riesiges Opfer zu bringen. Einfach den Spieß umdrehen.

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