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Einssein


overkott
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Das große Thema dieser Woche ist Einssein:

 

30Ich und der Vater sind eins.

 

Das war nicht nur das Sonntagsevangelium, sondern auch das Tagesevangelium vom Dienstag.

 

Doch mit Einssein ist nicht nur das mystische Einssein von Sohn und Vater im Hl. Geist gemeint. Jesus selbst bezieht darin auch die gesandten Jünger ein, wie es im Tagesevangelium vom heute heißt:

 

20Amen, amen, ich sage euch: Wer einen aufnimmt, den ich sende, nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.

 

Schließlich dehnt Jesus das Einssein auf alle Gläubigen aus:

 

17,11 Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt, und ich gehe zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir..

 

17,22 Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast; denn sie sollen eins sein, wie wir eins sind,

17,23 ich in ihnen und du in mir. So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und die Meinen ebenso geliebt hast wie mich.

 

In der kommenden Woche wird der Gedanke des Einsseins konsequent fortgeführt mit dem Neuen Gebot vom Gründonnerstag.

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peters frage um konkretisierung kann ich mich anschließen: eins sein, einheit ist ein weites, großes und schönes thema.

ganz neu hier freue ich mich über so tiefe themen.

für mich wäre interessant zu besprechen, was es für uns menschen bedeutet, wenn jesus und der vater eins sind....

ist es verwegen zu glauben, dass auch wir menschen mit dem vater eins sind, unser "nachname sozusagen gott ist"?

wie seht ihr das?

 

grüße

 

s.

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dr-esperanto

Einssein, das ist so schwierig mit uns Menschen.......selbst wenn alle Abstriche machen, verzichten, sich verstehen, die Entzweiung kommt immer wieder auf!

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Ich glaube, es geht um „Einheit der Zweiheit in Liebe“: Gott ist für mich eine Kraft, die in sich lebendige Beziehung, Liebe ist. Ich glaube es ähnlich wie Teilhard de Chardin, der sagt, dass die ganze Schöpfung auf das Einssein in Liebe hinstrebt: dass die ganze Schöpfung „Leib Christi“ werden soll (So wie es in den Christushymnen in den Paulusbriefen ja auch heißt: auf ihn hin ist alles geschaffen) Chardin bezeichnet dieses Einssein oder die Zeit (oder den Zustand), wo das sein wird, als „Punkt Omega“ (Christus ist ja das Alpha und das Omega, von ihm nimmt alles seinen Ausgang nimmt und alles mündet in ihm)

Das heißt nicht, dass sich das Ich des einzelnen Menschen auflösen wird. Ganz im Gegenteil, es ist die Aufgabe des Menschen, zur ebenbürtigen, gleichwertigen Antwort zu werden. Damit mein Ich so Antwort, Dialog-Gegenüber sein kann, muss es in der Hingabe seines Selbst dennoch bestehen bleiben: „jedes Ich gelangt sogar (dies muss man richtig verstehen) immer mehr zu sich selbst und unterscheidet sich daher um so mehr von den andern, je mehr es sich in Omega den andern nähert.....

Je mehr sie alle zusammen der andere werden, um so mehr finden sie ihr Ich....“

In Jesus ist , so glaube und verstehe ich es, zum ersten Mal sichtbar geworden, wie dieser fertige Mensch (dieses Abbild Gottes!) ausschaut: Gleichzeitig völlig vereinzelt („ich“ und „der Vater“ sind ja zwei!) und gleichzeitig völlig verbunden „Ich und der Vater sind eins“

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Eins-Sein

 

bedeutet nicht, dass wir Menschen unter einander eins sein sollen, ich denke selbst GOTT hat verstehen lernen müssen, dass das utopisch und nicht realisierbar ist,

 

sondern,

 

Eins-Sein heißt vielmehr, im Verständnis des Evangeliums,

 

dass wir als allererstes mit Gott eins werden sollen, bevor wir uns über andere Dinge den Kopf zerbrechen.

 

Leider wurden gerade die johanneischen Texte zum Eins-Werden in den letzten 30 Jahren immer ökumenisch ausgeschlachtet und dabei geriet komplett ins Hintertreffen, dass es Joh darum gar nicht ging.

 

Also, step by step:

 

Ersteinmal mit Gott eins werden ... alles andere kommt dann von selbst.

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Einssein, das ist so schwierig mit uns Menschen.......selbst wenn alle Abstriche machen, verzichten, sich verstehen, die Entzweiung kommt immer wieder auf!

 

 

was glaubts du, woher das kommt mit der Entzweiung?

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dr-esperanto
Einssein, das ist so schwierig mit uns Menschen.......selbst wenn alle Abstriche machen, verzichten, sich verstehen, die Entzweiung kommt immer wieder auf!

 

 

was glaubts du, woher das kommt mit der Entzweiung?

Aus dem Selbsterhaltungstrieb, jeder muß doch darauf achten, daß er nicht zu sehr untergebuttert wird. Aber auch einfach daher, daß wir Menschen so unterschiedlich sind, da stoßen dann ganz verschiedene Interessen und Sichtweisen aufeinander.

Aber wir sind ja zum Liebe-Üben hier auf Erden, oder? Das ist ja schließlich der ganze Sinn und Zweck unserer irdischen Existenz, von daher sind unsere menschlichen Probleme nicht ganz umsonst!

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