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Antiphonale zum Stundenbuch


ora-et-labora

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Mal wieder was Tagzeitenliturgisches:

 

Ich bin auf die beiden Bücher "Kleines Antiphonale zum Stundenbuch" von Heinrich Rohr und das "Antiphonale zum Stundengebet" gestoßen.

 

Kennt jemand die Bücher, und kann mir ein wenig darüber erzählen?

 

Danke!

-- Markus

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Mal wieder was Tagzeitenliturgisches:

 

Ich bin auf die beiden Bücher "Kleines Antiphonale zum Stundenbuch" von Heinrich Rohr und das "Antiphonale zum Stundengebet" gestoßen.

 

Kennt jemand die Bücher, und kann mir ein wenig darüber erzählen?

 

Danke!

-- Markus

Nun, ein Antiphonale enthält, wie der Name sagt, Antiphonen, und zwar nicht nur als Text, sondern mit Melodie. Wer also das Stundengebet nach dem Stundenbuch nicht nur sprechen, sondern singen will, braucht dazu ein "Antiphonale zum Stundenbuch", das ihm jeweils die Melodien für die Antiphonen (und vermutlich für die Hymnen, Responsorien...) und die Psalmtöne für die Psalmodie angibt.

 

Ob sich das "Antiphonale zum Stundengebet" auch auf dieselben Texte und dieselbe Psalmenverteilung wie das Stundenbuch bezieht oder davon abweicht, weiß ich nicht.

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Nun, ein Antiphonale enthält, wie der Name sagt, Antiphonen, und zwar nicht nur als Text, sondern mit Melodie. Wer also das Stundengebet nach dem Stundenbuch nicht nur sprechen, sondern singen will, braucht dazu ein "Antiphonale zum Stundenbuch", das ihm jeweils die Melodien für die Antiphonen (und vermutlich für die Hymnen, Responsorien...) und die Psalmtöne für die Psalmodie angibt.

Danke schon mal.

 

Was ist denn der Unterschied zwischen den beiden Bänden, weiß das jemand?

 

-- Markus

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Nun, ein Antiphonale enthält, wie der Name sagt, Antiphonen, und zwar nicht nur als Text, sondern mit Melodie. Wer also das Stundengebet nach dem Stundenbuch nicht nur sprechen, sondern singen will, braucht dazu ein "Antiphonale zum Stundenbuch", das ihm jeweils die Melodien für die Antiphonen (und vermutlich für die Hymnen, Responsorien...) und die Psalmtöne für die Psalmodie angibt.

Danke schon mal.

 

Was ist denn der Unterschied zwischen den beiden Bänden, weiß das jemand?

 

-- Markus

So, hiermit wird das mal aufgewärmt.

Kennt jemand das "Kleine Antiphonale zum Stundengebet?". Was beinhaltet es (nicht), wenn es "klein" ist, bzw. sond die Vertonungen gut?(wovon man bei Heinrich Rohr aber wohl ausgehen kann)

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Das "Kleine Antiphonale zum Stundenbuch" ist eventuell ein anderer Name für das "Christuslob" von Heinrich Rohr, in dem er in einem eigens erstellten 2-Wochen-Psalter ein einbändiges Antiphonale mit Laudes und Vesper, Mittagshore und Komplet für Schwesternorden kreiert hat.

 

Das "Antiphonale zum Stundenbuch" ist die komplette Vertonung des offiziellen deutschsprachigen Stundenbuchs (ohne die Lesehoren, die laut Vorwort in einem eigenen Band erscheinen sollten, was sie meines Wissens aber nie sind), komponiert vom Gregorianikexperten Godehard Joppich.

 

Die Vertonungen von H. Rohr sind eher einfach, die von G. Joppich sind etwas komplexer, aber auch gut singbar.

Das "Christuslob" von Rohr ist etwa halb so dick wie das Gotteslob (also auch immer nur mit einer Antiphonenauswahl z. B. für die Benedictus- und Magnificatantiphonen der geprägten Zeiten).

Das Antiphonale von Joppich dagegen ist schon ein dicker Schinken, eben mit allem vertont, was im Stundenbuch singbar ist (also ohne Lesungen, Fürbitten und Orationen).

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Das "Kleine Antiphonale zum Stundenbuch" ist eventuell ein anderer Name für das "Christuslob" von Heinrich Rohr, in dem er in einem eigens erstellten 2-Wochen-Psalter ein einbändiges Antiphonale mit Laudes und Vesper, Mittagshore und Komplet für Schwesternorden kreiert hat.

 

Das "Antiphonale zum Stundenbuch" ist die komplette Vertonung des offiziellen deutschsprachigen Stundenbuchs (ohne die Lesehoren, die laut Vorwort in einem eigenen Band erscheinen sollten, was sie meines Wissens aber nie sind), komponiert vom Gregorianikexperten Godehard Joppich.

 

Die Vertonungen von H. Rohr sind eher einfach, die von G. Joppich sind etwas komplexer, aber auch gut singbar.

Das "Christuslob" von Rohr ist etwa halb so dick wie das Gotteslob (also auch immer nur mit einer Antiphonenauswahl z. B. für die Benedictus- und Magnificatantiphonen der geprägten Zeiten).

Das Antiphonale von Joppich dagegen ist schon ein dicker Schinken, eben mit allem vertont, was im Stundenbuch singbar ist (also ohne Lesungen, Fürbitten und Orationen).

So, jetzt besitze ich das kleine Antiphonale zu Stundenbuch.

Ich kenne das Christuslob zwar nicht, aber es ist offensichtlich etwas anderes.

Das kleine Antiphonale zum Stundenbuch vertont die Laudes und die Vesper des Stundenbuches, dementsprechend folgt es dem Vier-Wochen-Psalter. Für die Hochfeste stehen die kompletten Formulare zur Verfügung, für die Wochentage gibt es eine Auswahl der Hymnen und der Antiphonen. Da es als Ergänzugn zum Stundenbuch gedacht ist, sind Bitten, Fürbitten und Orationen nicht abgedruckt. D.h. wie beim (kleinen) Stundenbuch braucht man ein bisschen Übung, sich zurechtzufinden. Wer dies aber ohnehin tut, für den ist dieses Buch eine schöne Ergänzung, wenn man das Stundengebet singen will. Gerade, weil bestimmte Texte nur in einer Auswahl vertont worden sind, ist das Buch klein und handlich geworden. Ein bisschen höher als das kleine Stundenbuch, etwa genauso breit, aber schmaler, als der Jahreskreisband des kleinen Stundenbuches.

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Aha, hab ich nicht gewusst.

 

Im Prinzip ist es damit vom Inhalt her dem Antiphonale von G. Joppich ziemlich ähnlich, nur ohne die Sext und die Komplet. Und offensichtlich nur mit einer Antiphonenauswahl, also nicht z. B. für jeden Tag der Osterzeit Benedictus- und Magnificatantiphon?

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Aha, hab ich nicht gewusst.

 

Im Prinzip ist es damit vom Inhalt her dem Antiphonale von G. Joppich ziemlich ähnlich, nur ohne die Sext und die Komplet. Und offensichtlich nur mit einer Antiphonenauswahl, also nicht z. B. für jeden Tag der Osterzeit Benedictus- und Magnificatantiphon?

Vertont sind Invitatorium, Laudes und Vesper, im Vierwochenpsalter hat jeder Psalm seine feste Antiphon. Alle Sonn-und Festtage haben ihre eigene Benedictus-/Magnificat-Antiphon. Weihnachten, Ostern, Pfingsten, und 2 bis 3 andere Festtage haben das komplette eigene Formular mit eigenem Psalter und zugehörigen Antiphonen. Lediglich für die Wochentage der geprägten Zeiten gibt es bloß eine Auswahl an Magnificat-und Benedictus-Antiphonen.

Da dieses Buch sozusagen die Vertonung vom kleinen Stundenbuch ist, und das Publikum auch Laien sind, stellt dies eine Erleichterung dar, weil man nicht so viele Melodien einstudieren muss. Mir wär das egal, ich sing das vom Blatt, das kann aber nicht jeder. Ich finde das Buch gelungen und für meine Zwecke passt es wunderbar.Es wäre aber doch wünschenswert, wenn es irgendwann einmal ein vollständig vertontes kleines Stundenbuch mit allen Texten (auch Bitten und Orationen), und in der guten Übersicht des kleinen Stundenbuchs gäbe. Das sollte eigtl sowieso der Normalfall sein, weil Hymnen und Psalmen doch gesungen gehören, oder nicht?

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gouvernante

weil Hymnen und Psalmen doch gesungen gehören, oder nicht?

Ja, aber die allermeisten Hymnen in der deutschen Übersetzung der Stundenliturgie lassen sich auf "klassische" Hymnenmodelle oder Melodien aus dem GL singen. Und für die Psalmen gibt es ja sowieso feste Töne.

Wer als nicht-Ordensangehöriger anfängt, regelmäßig Laudes und Vesper zu singen(!), hat mE genug Interesse, daß er das schnell "drauf hat" - auch ohne komplett ausgeschriebene Form.

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Wer als nicht-Ordensangehöriger anfängt, regelmäßig Laudes und Vesper zu singen(!), hat mE genug Interesse, daß er das schnell "drauf hat" - auch ohne komplett ausgeschriebene Form.

:blush: du hängst die Latte aber hoch... Mein "Problem" beim kleinen Stundenbuch ist, dass der Unterstrich im Text zur Tonänderung fehlt. Ich komme da, wenn ich alleine singe, recht oft ins schleudern. Auch lande ich dann des öfteren bei dieser Allerweltsvertonung.

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Wer als nicht-Ordensangehöriger anfängt, regelmäßig Laudes und Vesper zu singen(!), hat mE genug Interesse, daß er das schnell "drauf hat" - auch ohne komplett ausgeschriebene Form.

:blush: du hängst die Latte aber hoch... Mein "Problem" beim kleinen Stundenbuch ist, dass der Unterstrich im Text zur Tonänderung fehlt. Ich komme da, wenn ich alleine singe, recht oft ins schleudern. Auch lande ich dann des öfteren bei dieser Allerweltsvertonung.

Wenn ich allein bin, dann kann ich aus dem kleinen Stundenbuch auch völlig ohne Noten singen. Hymnenmelodien hat man genügend im Kopf. Ton aussuchen, in diesem Modus dann die Antiphon improvisieren (das schult das musikalische Vorstellungsvermögen), dann den Psalm nach dem Psalmton. Das ist aber für gemeinschaftliches Singen nicht möglich. Denn Unterlegung der Psalmen mit den Psalmtönen ist im Deutschen nicht immer eindeutig, es gibt oft mehrere sinnvolle Möglichkeiten, wenn der Psalm nicht durch Unterstreichung eingerichtet ist, dann ist das in der Gruppe nicht leicht machbar. Für musikalisch weniger versierte ist es geradezu unmöglich.

Ich denke, man würde durch eine einfache, aber vollständige Vertonung viel mehr Leuten das Singen ermöglichen. Sonst ist die Hemmschwelle sehr hoch. Da das kleine Stundenbuch nur die Texte enthält, könnte man schnell auf die Idee kommen, es wäre die Eigenart des Stundengebetes, dass es gesprochen wird; das ist nicht minderwertiger als das Singen, aber Singen ist m.M. die 1. Wahl.

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