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Ute

.... aber sie erkannten ihn nicht ......

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Ute

Bei Martins 3. Evangeliumssonntags-Verlesung tauchte eine Frage auf, die ich mir seit Jahren immer wieder stellte, ohne sie explizit in Worte zu fassen:

 

Ich muss sagen, dass mich die im NT des öfteren vertretene Feststellung, dass die Jünger den auferstandenen Jesus nicht erkannten, teilweise dann doch erkannten, ihn teilweise erahnten aufgrund seiner Taten, aber doch irgendwie nicht ganz sicher waren, sehr verunsichert hat.

 

Offensichtlich wussten sie nicht, wie er aussah, obwohl sie ihn jahrelang kannten.

 

Welche Erklärung könnte das haben? Ich stelle mal einige zur Diskussion:

 

- er erschien so verklärt, dass ihn keiner erkannte

- er war so verklärt, dass er anders aussah

- er war so verklärt, dass er gar nicht mehr aussah

- er war nach 3 Tagen Grab so ver- ..... äh...... ändert, dass er: siehe die ersten drei Varianten

- er war's gar nicht

 

Oder habt Ihr noch weitere Erklärungsmodelle?

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Torsten

.

 

(Geändert von Torsten um 2:56 - 28.April.2001)

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Martin

Danke für diese Frage Ute,

 

ich begegne immer wieder gläubigen Christen, die sich mit genau dieser Frage schwertun. WARUM schreiben die nicht einfach klipp und klar, so war das und fertig ?

 

Geheimnis des Glaubens ?

Was soll das ?

 

Ich komme mit den Gedanken nicht von derartigen Schilderungen los; es erscheint mir machmal wie eine Zen-Meditation. Sinnvoll erscheint es mit nur dann, wenn man seine Gedanken darauf richtet und sich darum bemüht, seinen Weg hindurch zu finden.

 

Nachdem ich zuvor diese Widersprüche (?), diese offenen Fragen eher lästig fand, empfinde ich sie nun als faszinierende Herausforderung.

 

Herzliche Grüße

Martin

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Explorer

Liebe Ute!

Ich denke, die Varianten 1 und 2 sind am wahrscheinlichsten!

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Cano

Wie mir aus der bildenden Kunst bekannt ist, wabert um die Verklärten immer ein heller Schein (oder Schimmer). Sie sind deshalb ganz leicht zu erkennen.

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Die bildende Kunst muss nicht immer die Wirklichkeit darstellen!

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Martin

Er hat gegessen und getrunken und anfassen konnte man ihn auch.

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Lissie

Vieleicht  gab es ja mehrere Jesusse? Das würde auch erklären, warum er sich in seiner relativ kurzen Amtszeit so häufig widersprach?  

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Ute

Ich hab grad nochmal nachgelesen, und bin zu einigen neueren Erkenntnissen gekommen:

 

Im Matth. haben sie's gleich gemerkt. Da kursierte aber auch das Gerücht (das ich für äußerst wahrscheinlich halte!), die Jünger hätten ihn gestohlen (man erfährt nicht einmal, ob die Leiche oder der lebende Jesus gestohlen wurde).

 

Bei Markus erkennen ihn alle sofort, jedenfalls dann wenn sie ihn sehen.

 

Lukas (immer gut für Geschichten) beschreibt dann zum ersten Mal die Ignoranten. Ziemlich tumb, die Leute, die ihn lange kannten.

 

Auch Joh. erzählt Geschichten: Maria (v. Magdala) erkennt ihn nicht, hält ihn gar für den Gärtner. Thomas erkennt ihn auch erst an den Löchern. In der fischigen Seegeschichte erkennt ihn auch keiner, obwohl die Jünger ihn doch schon einmal gesehen hatten.

 

Vielleicht handelte es sich ja doch um einen Doppelgänger.

 

BTW: Die Apostelgeschichte schickt den HeiGei gemäß Anweisung an Pfingsten, bei Johannes war er duch jesuliches Jünger-Anhauchen schon längst empfangen worden.

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Lissie

Ich sags doch immer: Zuviele Köche (Autoren) verderben den Brei (literarisches Produkt). Ich hatte neulich ein Drehbuch zu begutachten, indem der Protagonist im ersten Akt ein Bein verlor und im zweiten mit beiden Beinen vor seinen Verfolgern davonlief!

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Cano


Zitat von lissie am 16:11 - 28.April.2001

Ich sags doch immer: Zuviele Köche (Autoren) verderben den Brei (literarisches Produkt). Ich hatte neulich ein Drehbuch zu begutachten, indem der Protagonist im ersten Akt ein Bein verlor und im zweiten mit beiden Beinen vor seinen Verfolgern davonlief!


 

Ein Wunder !

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Lissie

Er hatte auch im ersten Akt einen anderen Nachnamen als im zweiten. Noch ein Wunder?

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Cano

Nein, jetzt hast Du das Wunder aufgelöst.

 

Zwischen den beiden Personen besteht keine Identität. Der Einbeinige ist ein anderer als der Zweibeinige.

 

Jetzt fehlt nur noch der Dreibeinige.

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Lissie

Nein, der Einbeinige aus dem ersten Akt ist ganz exakt derselbe wie der Zweibeinige aus dem zweiten Akt! Du mußt das nicht verstehn, Du mußt es einfach nur GLAUBEN!

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Ute

Lösungsversuch: der zweite Akt ist ein Rückblick auf eine Zeit vor dem ersten Akt.

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Rafael


Zitat von Cano am 17:13 - 28.April.2001


Zitat von lissie am 16:11 - 28.April.2001

Ich sags doch immer: Zuviele Köche (Autoren) verderben den Brei (literarisches Produkt). Ich hatte neulich ein Drehbuch zu begutachten, indem der Protagonist im ersten Akt ein Bein verlor und im zweiten mit beiden Beinen vor seinen Verfolgern davonlief!


 

Ein Wunder !


 

Moderne Prothetik!

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Rafael


Zitat von Ute am 2:07 - 28.April.2001

 

Bei Martins 3. Evangeliumssonntags-Verlesung tauchte eine Frage auf, die ich mir seit Jahren immer wieder stellte, ohne sie explizit in Worte zu fassen:

 

Ich muss sagen, dass mich die im NT des öfteren vertretene Feststellung, dass die Jünger den auferstandenen Jesus nicht erkannten, teilweise dann doch erkannten, ihn teilweise erahnten aufgrund seiner Taten, aber doch irgendwie nicht ganz sicher waren, sehr verunsichert hat.

 


 

Warum sollte es den Jüngern anders ergehen als uns.

Jesus gibt sich dem zu erkennen, dem er sich zu erkennen geben will.

 

Ich denke auch dir Ute, ist Jesus schon begegnet.

Und du hast ihn wahrscheinlich nicht erkannt.

Oder wolltest du ihn nicht erkennen?

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Lissie

> Jesus gibt sich dem zu erkennen, dem er sich zu erkennen geben will. <

 

Etwas launisch, der Herr, aber meinetwegen....

 

>Ich denke auch dir Ute, ist Jesus schon begegnet.

Und du hast ihn wahrscheinlich nicht erkannt.

Oder wolltest du ihn nicht erkennen? <

 

conf.gif Ich denke, es ist Jesus, der entscheidet, ob er sich erkennen lassen will oder nicht? Und jetzt liegts auf einmal an der armen Ute? confused5.gif

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Ute

Lieber Rafael,

 

wenn ich ca. ein Jahr lang mit einem charismatischen Freund, den ich für übermenschlich (das mag es jetzt nicht ganz genau treffen, denn wir wissen ja nicht genau, was die Jünger über ihn dachten, sondern nur, was die Evangelisten darüber schrieben, wie die Jünger mit ihm umgingen) halte, und ich sehe ihn eine Woche später wieder, dann erkenne ich ihn, wenn er sich nicht verkleidet hat oder zur Unkenntlichkeit geschminkt, was Jesus aber nicht getan zu haben scheint.

 

FALLS mir Jesus aber schon mal erschienen sein sollte, dann kann ich ihn nicht erkennen, weil ich ihn nicht kenne. Aber was meinst du, wieviele Menschen auf der Welt rumlaufen, die ich nicht erkennen kann, weil ich sie nicht kenne?

 

Liebe Grüße

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Stefan M.

Was für eine blöde ignorante Argumentation, von wegen Schminke und jemanden erkennen, den ich kenne. Es ist nun einmal so, daß der Auferstandene nicht mehr an seinen Körper und damit auch nicht mehr an Raum und Zeit gebunden ist. Wenn er also erscheint, dann nicht wie die Kuh auf der Wiese, sondern er erscheint in Menschen, in Situationen und Dingen, die mir wiederfahren. Der Auferstandene wird von den  Aposteln zuerst nicht erkannt, dann aber erkennen sie ihn am Brechen des Brotes. Danach ist er weg. Was soll das bedeuten? Er ist zu suchen und zu finden in der Eucharistie, in Personen, die für mich Auferstandener sein können, ein Freund/eine Freundin, ein Kumpel, ein Lehrer/eine Lehrerin, etc. Jedenfalls braucht es ein geübtes Auge, den Auferstandenen zu entdecken, in diesen Personen, Situationen und auch in der Natur... Er ist da, und er steht viel häufiger, um nichts zu sagen ständig an unserem (auch an Utes) Lebensweg. Ihn zu erkennen ist schwierig und meist nur in der Rückschau möglich. Deshalb praktizieren die Priester und alle (ich auch), die das Stundengebet verrichten abends die Tagesrückschau, deshalb gucken wir am Sonntag auf die Woche zurück und in den jährlichen Exerzitien auf das Jahr, um zu entdecken, wo der Auferstandene ist, um dann staunend zu fragen: BRANNTE UNS NICHT DAS HERZ?!

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Ute

Lieber Stefan,

 

lt. Bibelaussagen ist der "Auferstandene" höchst körperlich erschienen, also wie die Kuh auf der Wiese. Er nimmt sogar Nahrung zu sich. Und keiner erkennt ihn.

 

Die andere Ebene, die du dann im 2. Teil beschreibst, ist die der Übertragung. Für meine Begriffe die einer sehr phantasievollen Übertragung mit weitgehend dichterischen Elementen.

 

Schwärmerisch abgehoben. Das war es aber nicht, was ich meinte.

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Stefan M.

Tja, irgendeine Veränderung wird der Auferstandene ja wohl durchgemacht haben, denn die Jünger waren zwar etwas unaufmerksam, um nichts zu sagen etwas dumm, aber soooooo dumm nun auch wieder nicht. Gesät wird im irdischen Leib, auferweckt im Überirdischen.

Wo steht, daß Jesus mit Körper erschien? Komm mir nicht mit Nahrungsaufnahme oder den Wundmalen. Du wirst jedenfalls zugeben müssen, daß die nachösterlichen Begegnungen geprägt sind, vom späteren Erkennen Jesu, das ist nicht allein die Dummheit der Jünger.

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Ute

>Wo steht, daß Jesus mit Körper erschien? Komm mir nicht mit Nahrungsaufnahme oder den Wundmalen.<

 

Weißt du, wie mir dieses Frage vorkommt: "Beweise mir's, aber lass alle Argumente weg, die deine Behauptung untermauern könnten". rofl.gif

Thomas hat ihn sogar angefasst. Die Emmaus-Leute sind mit ihm rumgelaufen und haben mit ihm gegessen und getrunken. Offensichtlich alles körperlos. Stell dir das mal bildlich vor!

 

>Du wirst jedenfalls zugeben müssen, daß die nachösterlichen Begegnungen geprägt sind, vom späteren Erkennen Jesu, das ist nicht allein die Dummheit der Jünger.<

 

Nein. Das muss ich nicht.

 

Liebe Grüße

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Stefan M.

Wo steht, daß Thomas ihn angefaßt hat???????

Er hatte die Erlaubnis dazu, zog es aber vor, zu bekennen: MEIN HERR UND MEIN GOTT!!

 

Der körperlose Auferstande!

Ich habe nie geschrieben, er sei körperlos, ich habe gesagt, er ist nicht mehr an seinen Körper gebunden, er ist frei von den Gesetzen über Raum und Zeit, er hat den verklärten Leib der Auferstehung, er kann andere Leiber annehmen, warum nicht. Womöglich steckt er in Deinem und versucht gerade mit mir zu diskutieren, ob ich seine Botschaft würdig verteidige! ;-)

Lieben Gruß

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