Jump to content

Kohelet


Flo77

Recommended Posts

Hallo Zusammen,

 

gibt es zu dem Buch KOHELET einen vernünftigen Kommentar bzw. eine gut lesbare Interpretation in Sachen ethischer Anspruch und Weltbild?

 

Nachdem im Vorwort in meiner EÜ von Melancholie die Rede war, die ich nicht gefunden habe (ich hatte eher den Eindruck von "ist eh alles egal"), würde mich mal interessieren, wie das Buch denn eigentlich gemeint war.

Link to comment
Share on other sites

Volker_Biallass

Hallo Flo :blink:

gibt es zu dem Buch KOHELET einen vernünftigen Kommentar bzw. eine gut lesbare Interpretation in Sachen ethischer Anspruch und Weltbild?

 

Ja, der Sonderband von Thomas Krüger in 'Biblischer Kommentar AT' ist von erfreulich schlichter Sachlichkeit und Klarheit.

 

bcnu Volker

Link to comment
Share on other sites

Laß deine Kleider immer weiß sein und laß deinem Haupte Salbe nicht mangeln.

 

Hallo Flo,

 

wenn Du den Mut hast mit einer Frau, die dich liebt, zusammen zu sein,

dann achte darauf, daß Du saubere Kleidung auf deinem Körper trägst.

 

Und rasiere Dich dann, wenn es notwendig ist.

Deine Frau, die Du liebst, wird es Dir danken ;-))))

 

 

gruss

peter

 

 

Kohelet zu lesen ist gut.

Das Wort Gottes in der Bibel stimmt.

Manchmal sogar als Rat ;-)))

Edited by pmn
Link to comment
Share on other sites

Laß deine Kleider immer weiß sein und laß deinem Haupte Salbe nicht mangeln.

 

Hallo Flo,

 

wenn Du den Mut hast mit einer Frau, die dich liebt, zusammen zu sein,

dann achte darauf, daß Du saubere Kleidung auf deinem Körper trägst.

 

Und rasiere Dich dann, wenn es notwendig ist.

Deine Frau, die Du liebst, wird es Dir danken ;-))))

 

 

gruss

peter

 

 

Kohelet zu lesen ist gut.

Das Wort Gottes,

aus der Bibel was stimmt ;-)))

 

Oder könnte ;-???? !

Ich fand es schon sehr "praktikabel" - nur über das "alles ist Windhauch" bin ich immer wieder gestolpert, weil es sich zwischenzeitlich so anhörte wie "Du kannst tun was Du willst - es hat keinerlei Bedeutung" aber ich glaube damit tue ich ihm ziemlich unrecht.

 

@VolkerB: gibt's Auszüge davon online?

Link to comment
Share on other sites

Ist ein Windhauch,

wenn Ruach haucht,

der Geist Gottes der über der Erde schwebt,

 

ohne Bedeutung ?

Edited by pmn
Link to comment
Share on other sites

Ist ein Windhauch,

wenn Ruach haucht,

der Geist Gottes der über der Erde schwebt,

 

ohne Bedeutung ?

Dieser nicht - aber zwischendurch hatte ich so einen resignierten Eindruck ...

Link to comment
Share on other sites

Hallo Flo :blink:
gibt es zu dem Buch KOHELET einen vernünftigen Kommentar bzw. eine gut lesbare Interpretation in Sachen ethischer Anspruch und Weltbild?

 

Ja, der Sonderband von Thomas Krüger in 'Biblischer Kommentar AT' ist von erfreulich schlichter Sachlichkeit und Klarheit.

 

bcnu Volker

Ähhh,

 

meintest Du das hier?

 

Ich wollte mich eigentlich nicht direkt ruinieren ...

 

Oder darf es auch Aarre Lauha sein?

Link to comment
Share on other sites

Ist ein Windhauch,

wenn Ruach haucht,

der Geist Gottes der über der Erde schwebt,

 

ohne Bedeutung ?

Dieser nicht - aber zwischendurch hatte ich so einen resignierten Eindruck ...

Von wem ?

Link to comment
Share on other sites

Ist ein Windhauch,

wenn Ruach haucht,

der Geist Gottes der über der Erde schwebt,

 

ohne Bedeutung ?

Dieser nicht - aber zwischendurch hatte ich so einen resignierten Eindruck ...

Von wem ?

Vom Autor - von wem sonst?

Link to comment
Share on other sites

Ist ein Windhauch,

wenn Ruach haucht,

der Geist Gottes der über der Erde schwebt,

 

ohne Bedeutung ?

Dieser nicht - aber zwischendurch hatte ich so einen resignierten Eindruck ...

Von wem ?

Vom Autor - von wem sonst?

Also Salomo ist da schon immer mal recht resigniert (in der Lutherübersetzung heißt es von der Sinnlosigkeit irdischen Strebens schön lyrisch: Alles ist eitel und Haschen nach Wind). Umso schöner finde ich die Stellen mit der Einfachheit des Seins: "Denn ein Mensch, der da isst und trinkt und hat guten Mut bei all seinen Mühen - das ist eine Gabe Gottes" heißt es da etwa, und kurz danach sagt er sogar, dass Gott dem Menschen die Ewigkeit ins Herz gelegt hat, "auch wenn der Mensch nicht erkennen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende". Salomo hütet sich davor, selbst zu richten, was richtig und falsch ist, denn

 

Da wandte ich mich, zu betrachten die Weisheit und die Tollheit und Torheit. Denn was wird der Mensch tun, der nach dem König kommen wird? Was man schon längst getan hat. Da sah ich, daß die Weisheit die Torheit übertrifft wie das Licht die Finsternis; daß der Weise seine Augen im Kopf hat, aber die Toren in der Finsternis gehen; und ich merkte doch, daß es dem einen geht wie dem andern. Da dachte ich in meinem Herzen: Wenn es denn mir geht wie dem Toren, warum hab ich dann nach Weisheit getrachtet? Da sprach ich in meinem Herzen: Auch das ist eitel. Denn man gedenkt des Weisen nicht für immer, ebensowenig wie des Toren, und in künftigen Tagen ist alles vergessen. Wie stirbt doch der Weise samt dem Toren!

 

Ciao - Inge

Link to comment
Share on other sites

Und wo war dann die Gute Nachricht, daß trotzdem alles in Gott verankert ist?

"ER hat alles schön gemacht zu SEINER Zeit. Auch hat er die Ewigkeit in ihr (= der Menschen) Herz gelegt, auch wenn der Mensch nicht erkennen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende".

 

Ciao - Inge

Edited by Inge
Link to comment
Share on other sites

Hallo Flo,

 

Kohelet steht im Wort und im Rauch.

 

Und kein jota wird vergessen werden.

Worte des lebendigen Gottes.

 

 

gruss

peter

Edited by pmn
Link to comment
Share on other sites

Und wo war dann die Gute Nachricht, daß trotzdem alles in Gott verankert ist?

"ER hat alles schön gemacht zu SEINER Zeit. Auch hat er die Ewigkeit in ihr (= der Menschen) Herz gelegt, auch wenn der Mensch nicht erkennen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende".

Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah! :blink:

 

Ich hab's erst einmal komplett gelesen - heute abend mach ich mal den zweiten Durchgang. :P

Link to comment
Share on other sites

... heute abend mach ich mal den zweiten Durchgang. :blink:

Tu dir auch mal die Lutherübersetzung 'rein (www.bibel-online.net), ich finde sie sprachlich viel schöner und manches kriegt da vielleicht schon einen anderen Akzent ...

 

Ciao - Inge

Link to comment
Share on other sites

Lese langsam und in Frieden.

 

 

gruss

peter

Für letzteres danke ich - ersteres kann ich dir nicht versprechen ... ich lese nämlich wie Internatsschüler essen: so schnell wie möglich - es könnte ja morgen nichts mehr geben.

Link to comment
Share on other sites

Contra Internat.

Wohl eher wie in einer Familie.

 

Merkwürdig, am Ende sind alle satt.

Und soviel Essen bleibt übrig ;-)

 

 

Wo zwei oder drei essen,

können auch vier satt werden,

wenn der vierte mitessen und eingeladen ist.

 

 

Hallo Flo,

 

diese texte von Kohelet würden über tausend Jahren an uns weitergeben.

Lese sie langsam und in Frieden.

 

Ich vermute,

unser gespräch jetzt und heute,

wird nicht mehr weitergeben.

Es wird irgendwann als Datenmül gelöscht werden ;-))

 

 

Wenn Du etwas weitergeben willst,

schreibe es nicht auf eine Festplatte !

meisel es auf einen Stein.

 

 

gruss

peter

Edited by pmn
Link to comment
Share on other sites

Volker_Biallass

Hallo Flo :P

Ähhh,

 

meintest Du das hier?

 

Ich wollte mich eigentlich nicht direkt ruinieren ...

 

Ist aber jeden einzelnen Cent davon wert, zumindest für Exegeten :blink:

 

Oder darf es auch Aarre Lauha sein?

 

Hatte ich noch nicht in der Hand.

 

bcnu Volker

Link to comment
Share on other sites

Ich fand es schon sehr "praktikabel" - nur über das "alles ist Windhauch" bin ich immer wieder gestolpert, weil es sich zwischenzeitlich so anhörte wie "Du kannst tun was Du willst - es hat keinerlei Bedeutung" aber ich glaube damit tue ich ihm ziemlich unrecht.

Hm. Das hab ich immer ganz anders verstanden, das 'alles ist Windhauch' mir hat die Stelle höchstens immer etwas Gelassenheit gebracht, daß das, was man im Moment für soooo wichtig hält, doch nicht für die Ewigkeit ist und es wesentlich wichtigere Dinge im Leben gibt, als man oft zu glauben meint.

 

Übrigens, aus Kohelet stammt meine Bibel-Lieblingsstelle:

 

Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit:

 

eine Zeit zum Gebären / und eine Zeit zum Sterben, /

eine Zeit zum Pflanzen / und eine Zeit zum Abernten der Pflanzen,

 

eine Zeit zum Töten / und eine Zeit zum Heilen, /

eine Zeit zum Niederreißen / und eine Zeit zum Bauen,

 

eine Zeit zum Weinen / und eine Zeit zum Lachen,/

eine Zeit für die Klage / und eine Zeit für den Tanz;

 

eine Zeit zum Steinewerfen / und eine Zeit zum Steinesammeln, /

eine Zeit zum Umarmen / und eine Zeit, die Umarmung zu lösen,

 

eine Zeit zum Suchen / und eine Zeit zum Verlieren, /

eine Zeit zum Behalten / und eine Zeit zum Wegwerfen,

 

eine Zeit zum Zerreißen / und eine Zeit zum Zusammennähen, /

eine Zeit zum Schweigen / und eine Zeit zum Reden,

 

eine Zeit zum Lieben / und eine Zeit zum Hassen, /

eine Zeit für den Krieg / und eine Zeit für den Frieden.

 

 

Gott hat das alles zu seiner Zeit auf vollkommene Weise getan.

Überdies hat er die Ewigkeit in alles hineingelegt,

doch ohne dass der Mensch das Tun,

das Gott getan hat,

von seinem Anfang bis zu seinem Ende wieder finden könnte.

 

Kohelet 3

 

 

Genau dort kommt der Vergleich zwischen Windhauch und Ewigkeit zum Vorschein.

 

Grüße

Edited by karolin
Link to comment
Share on other sites

Übrigens, aus Kohelet stammt meine Bibel-Lieblingsstelle:

Das ist auch meine Lieblingsstelle, hier nochmal aus der Lutherübersetzung (die andere erscheint mir so fremd wie euch wahrscheinlich diese):

 

Alles hat seine Zeit

Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:

 

geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit;

pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit;

töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit;

abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit;

weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit;

klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit;

Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit;

herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit;

suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit;

behalten hat seine Zeit, wegwerfen hat seine Zeit;

zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit;

schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit;

lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit;

Streit hat seine Zeit, Friede hat seine Zeit.

 

Man mühe sich ab, wie man will, so hat man keinen Gewinn davon. Ich sah die Arbeit, die Gott den Menschen gegeben hat, daß sie sich damit plagen. Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur daß der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. Da merkte ich, daß es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben. Denn ein Mensch, der da ißt und trinkt und hat guten Mut bei all seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.

 

Der blaue Teil ist mein Trauspruch ... aber die gesamte Passage gehörte dazu und wurde vorgelesen ...

 

Liebe Grüße - Inge

Link to comment
Share on other sites

Also ich habe mir gestern abend noch mal die Lutherversion in der Fassung die 1941 gültig war zu Gemüte geführt - sie ist weitaus stimmungsvoller als die EÜ.

 

Allerdings wenn die EÜ "Harem" übersetzt und Luther "Saitenspiel" (Koh. 2,8) ... nun ja :blink:

 

Mir persönlich hat das hier am meisten gegeben:

 

11 Gott hat das alles zu seiner Zeit auf vollkommene Weise getan. Überdies hat er die Ewigkeit in alles hineingelegt, doch ohne dass der Mensch das Tun, das Gott getan hat, von seinem Anfang bis zu seinem Ende wieder finden könnte.

12 Ich hatte erkannt: Es gibt kein in allem Tun gründendes Glück, es sei denn, ein jeder freut sich und so verschafft er sich Glück, während er noch lebt,

13 wobei zugleich immer, wenn ein Mensch isst und trinkt und durch seinen ganzen Besitz das Glück kennen lernt, das ein Geschenk Gottes ist.

14 Jetzt erkannte ich: Alles, was Gott tut, geschieht in Ewigkeit. Man kann nichts hinzufügen und nichts abschneiden und Gott hat bewirkt, dass die Menschen ihn fürchten.

15 Was auch immer geschehen ist, war schon vorher da, und was geschehen soll, ist schon geschehen und Gott wird das Verjagte wieder suchen.

Edited by Flo77
Link to comment
Share on other sites

Volker_Biallass

Hallo Flo :P

Allerdings wenn die EÜ "Harem" übersetzt und Luther "Saitenspiel" (Koh. 2,8) ... nun ja :blink:

 

Das "schidah w'schidot" ist halt wischi-waschi, gibt's so nicht. Aus den umliegenden Sprachen kann man zwar verschärft auf "Frau und Frauen" tippen, aber bereits die LXX hat da "Weinschenk (oinochous) und Weinschenken".

 

Der aktuelle Luther (mindestens seit der 60er Rev.) hat da übrigens auch "Frauen in Menge".

 

bcnu Volker

Edited by Volker_Biallass
Link to comment
Share on other sites

Der aktuelle Luther hat übrigens auch Frauen in Menge.

Sollte man ihn dazu beglückwünschen oder eher sein Beileid aussprechen. (SCNR)

 

Aber noch mal zum Thema:

 

Damit ist doch eigentlich alles gesagt:

13 Hast du alles gehört, so lautet der Schluss: Fürchte Gott und achte auf seine Gebote! Das allein hat jeder Mensch nötig.
Edited by Flo77
Link to comment
Share on other sites

Wobei ich die "Gute Nachricht"-Version noch besser finde:

 

13 Fassen wir alles zusammen, so kommen wir zu dem Ergebnis: Nimm Gott ernst und befolge seine Gebote! Das ist alles, worauf es für den Menschen ankommt.
Link to comment
Share on other sites

×
×
  • Create New...