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Glück oder Pech


Martin
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Auskopplung aus: Denkt mal darüber nach

 

 

Glück oder Pech ?

 

Eine chinesische Geschichte erzählt von einem alten Bauern, der ein altes Pferd für die Feldarbeit hatte. Eines Tages entfloh das Pferd in die Berge, und als alle Nachbarn des Bauern sein Pech bedauerten, antwortete der Bauer: "Pech ? Glück ? Wer weiß ?"

 

Eine Woche später kehrte das Pferd mit einer Herde Wildpferde aus den Bergen zurück, und diesmal gratulierten die Nachbarn dem Bauern wegen seines Glücks. Seine Antwort hieß: ""Glück ? Pech ? Wer weiß ?"

 

Als der Sohn des Bauern versuchte, eines der Wildpferde zu zähmen, fiel er vom Rücken des Pferdes und brach sich ein Bein. Jeder hielt das für ein großes Pech. Nicht jedoch der Bauer, der nur sagte: "Pech ? Glück ? Wer weiß ?"

 

Ein paar Wochen später marschierte die Armee ins Dorf und zog jeden tauglichen jungen Mann ein, den sie finden konnte. Als sie den Bauernsohn mit seinem gebrochenen Bein sahen, ließen sie ihn zurück. War das nun Glück ? Pech ? Wer weiß ?

 

Was an der Oberfläche wie etwas Schlechtes, Nachteiliges aussieht, kann sich bald als etwas Gutes herausstellen. Und alles, was an der Obrfläche gut erscheint, kann in Wirklichkeit etwas Böses sein. Wir sind dann weise, wenn wir Gott die Entscheidung überlassen, was Glück und was Unglück ist; wenn wir ihm danken, daß für jene, die ihn lieben, alles zum Besten gedeiht.

 

 

 

 

 

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Beiträge gesamt: 577 | Dabei seit: Februar 2001 | Erstellt: 23:27 - 4.Mai.2001 | IP  

 

pedrino

 

 

 

Advanced Member            

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Zitat von Martin am 23:27 - 4.Mai.2001

 

Wir sind dann weise, wenn wir Gott die Entscheidung überlassen, was Glück und was Unglück ist; wenn wir ihm danken, daß für jene, die ihn lieben, alles zum Besten gedeiht.

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Na lieber Martin,

 

das ist eben auch wieder dummes Zeug, das du schreibst.

 

Der Sohn des Bauern hatte Glück. Was ist mit den Söhnen der anderen Bauern? Haben die nicht auch das Recht auf Glück?

 

Wie heißt das St. Florianz-Prinzip?

 

Heiliger Florian, schütze unser Haus, zünde andere an.

 

Das ganze religiöse Gerüst ist auf solchen oder ähnlichen Unsinn aufgebaut.

 

Pedrino

 

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Wer im Warmen sitzt, versteht den Frierenden nicht.  

 

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Beiträge gesamt: 646 | Dabei seit: Februar 2001 | Erstellt: 23:41 - 4.Mai.2001 | IP  

 

 

 

(Geändert von Martin um 23:48 - 4.Mai.2001)

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Na gut, dann kopier ich meine Antwort hier auch noch mal hin (doppelt hält besser, ist mit einiger Wahrscheinlichkeit ein Vorteil):

 

>Wir sind dann weise, wenn wir Gott die Entscheidung überlassen, was Glück und was Unglück ist; wenn wir ihm danken, daß für jene, die ihn lieben, alles zum Besten gedeiht.<

 

Nein. Wir können uns irren. Wir können oft erst hinterher entscheiden, was von Vorteil oder von Nachteil war. Einiges, was für den einen von Vorteil war, kann für einen anderen nachteilig sein. Und umgekehrt.

 

Wir sind dann weise, wenn wir das hinnehmen, ohne jemand zu danken, ohne jemand zu zürnen, denn alles gedeiht nicht für ein Ziel.

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>>das ist eben auch wieder dummes Zeug, das du schreibst.

 

Der Sohn des Bauern hatte Glück. Was ist mit den Söhnen der anderen Bauern? Haben die nicht auch das Recht auf Glück?

 

Wie heißt das St. Florianz-Prinzip?

 

Heiliger Florian, schütze unser Haus, zünde andere an.

 

Das ganze religiöse Gerüst ist auf solchen oder ähnlichen Unsinn aufgebaut. <<

 

Ach Peterle,

 

für chinesische Weisheiten scheinst Du mir recht untauglich zu sein...

 

Was Glück und was Unglück ist, scheint für den subjektiven Betrachter immer ganz klar zu bewerten, weil er den Überblick nicht hat, was ihn erwartet bzw. was ihn alternativ anderes hätte passieren können.

 

Und wer sagt, daß die eingezogenen Söhne alle im Krieg umkommen? Vielleicht findet der eine oder andere in der Fremde eine Frau, gründet eine Familie... Jetzt sei halt mal ein bißchen poetisch!

 


>>Wir sind dann weise, wenn wir das hinnehmen, ohne jemand zu danken, ohne jemand zu zürnen, denn alles gedeiht nicht für ein Ziel.<<

 

Nee, Ute, ich kenn das nicht unter der Bezeichnung "weise", sondern unter der Bezeichnung "gleichgültig". Worauf willst Du da eigentlich noch Ansatzweise eine Ethik gründen? Man kann nur hoffen, daß möglichst wenige Menschen "weise" werden.

 

Gruß

Axel

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Lieber Axel,

 

welches ist denn deine nichtgleichgültige Ethik zu diesem Thema?

 

Gespannt

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Was an der Oberfläche wie etwas Schlechtes, Nachteiliges aussieht, kann sich bald als etwas Gutes herausstellen. Und alles, was an der Obrfläche gut erscheint, kann in Wirklichkeit etwas Böses sein.

 

"Darum:

Das beständige Nichtbegehren

führt zum Betrachten seiner Geheimnisse

Das beständihge Begehren

führt zum Betrachten seiner Grenzen"

 

Lao Tse

 


Wir sind dann weise, wenn wir Gott die Entscheidung überlassen, was Glück und was Unglück ist; wenn wir ihm danken, daß für jene, die ihn lieben, alles zum Besten gedeiht.

 

Kannst du das nach den Greueln des 20. Jahrhunderts tatsächlich so selbverständlich sagen? All die durchaus Gottesfürchtigen, die in Auschwitz, aber auch in anderen Lagern umgekommen sind; wenn du das so meinst, wie du es sagst, irgendwo ist es fast beneidenswert - so ohne jeden Zweifel.

Ich kann es dir fast nicht glauben.

 

Freundliche Grüße

Patrick

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