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Aposteln auf der Strasse?


Ondrejj

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hallo,

 

Zur Zeit stoss ich schon mehrmals an verschiedene Gruppierungen innerhalb der katholischen Kirche an, die sich mit dem Evangeliumpredigt auf der Strasse befassen.

 

Unter die bekanntesten gehören wahrscheinlich die Marialegien, die sich dieser Tätigkeit hauptsächlich widmen.

 

Eine Praxis, an die (der??) wir eher bei den Jehovisten gewöhnt sind, und gegen die sich Katholiken meistens abweisend stellen.

 

Ich persönlich komme aus einem Land, wo sich wirklich nur sehr mutige Individualitäten trauen, so was zu machen.

 

Wie sieht es in Deutschland aus? normal?

 

Wie ist eure Meinung dazu?

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dr-esperanto
hallo,

 

Zur Zeit stoss ich schon mehrmals an verschiedene Gruppierungen innerhalb der katholischen Kirche an, die sich mit dem Evangeliumpredigt auf der Strasse befassen.

 

Unter die bekanntesten gehören wahrscheinlich die Marialegien, die sich dieser Tätigkeit hauptsächlich widmen.

 

Eine Praxis, an die (der??) wir eher bei den Jehovisten gewöhnt sind, und gegen die sich Katholiken meistens abweisend stellen.

 

Ich persönlich komme aus einem Land, wo sich wirklich nur sehr mutige Individualitäten trauen, so was zu machen.

 

Wie sieht es in Deutschland aus? normal?

 

Wie ist eure Meinung dazu?

Du bist wohl Tscheche, Andreas? Herzlichen Glückwunsch zu Deinem vorzüglichen Deutsch!

Die Legio Mariae (LM) ist mir durch ihre Evangelisierungen bekannt; es stimmt, dass diese Art eigentlich ganz untypisch für Katholiken war, aber die Legio kommt ja auch aus Dublin und da ist die Beeinflussung durch protestantische Evangelisierung ja schon gegeben. Aber das ist eine gute Sache, findest du nicht?

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ora-et-labora
Wie sieht es in Deutschland aus? normal?

Also, ich kenne das aus dem süddeutschen Raum nicht. Hier sieht man nur gelegentlich frei-evangelische Missionare auf den Straßen.

 

Schlecht finde ich es nicht. Es bleibt die Frage, wieviel Erfolg damit erreicht wird?

 

Markus

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hallo,

 

auf der einen Seite wird häufig betont, dass die beste Art und Weise, wie man den anderen Menschen seinen Glauben vermitteln kann, ist ein beispielhaftes und wahres Leben.

 

Ich weiss nicht genau, wen ich jetzt zitiere, aber jemand hat das exakt ausgedrückt:

 

"Glaubt ihr, dass die Menschen sich bekehren werden, wenn ihr ihnen über Gott erzählen werdet? Handelt lieber so, damit sie selber anfangen, euch auf ihn zu fragen!"

 

auf der anderen Seite aber, habe ich immer ein Gefühl (und in der letzten Zeit sogar ein sehr intensives), dass Menschen heute manchmal schon zu schüchtern sind, solche Fragen zu stellen.

Oder besser gesagt, die Menschen sind vielleicht wenig unmittelbar als früher.

Glauben wird heute oft als etwas zutiefst persönliches betrachtet und jede Frage darauf als unanständig gilt.

Das verhindert oft den Menschen, dieses Thema offen zu diskutieren.

Ich meine jetzt den normalen Alltag, ich meine die Menschen, die vielleicht nichts davon mal gehört haben.

Auf diesem Diskussionsfeld treffen sich natürlich Leute, für die ganz selbstverständich ist, sich über solche Themen zu unterhalten und damit einen bestimmten Eliten-club schaffen.

 

Nun frage ich mich, ob es nicht mal Sinn hätte, irgendwie initiativer zu werden.

 

gruss Ondrejj

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dr-esperanto
Wie sieht es in Deutschland aus? normal?

Also, ich kenne das aus dem süddeutschen Raum nicht. Hier sieht man nur gelegentlich frei-evangelische Missionare auf den Straßen.

 

Schlecht finde ich es nicht. Es bleibt die Frage, wieviel Erfolg damit erreicht wird?

 

Markus

Doch doch, die Legio Mariae soll in München schon auf die Straße gehen (bei Radio Horeb rufen öfter Mitglieder dieser Organisation an und berichten von ihrer Tätigkeit).

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dr-esperanto
hallo,

 

auf der einen Seite wird häufig betont, dass die beste Art und Weise, wie man den anderen Menschen seinen Glauben vermitteln kann, ist ein beispielhaftes und wahres Leben.

 

Ich weiss nicht genau, wen ich jetzt zitiere, aber jemand hat das exakt ausgedrückt:

 

"Glaubt ihr, dass die Menschen sich bekehren werden, wenn ihr ihnen über Gott erzählen werdet? Handelt lieber so, damit sie selber anfangen, euch auf ihn zu fragen!"

 

auf der anderen Seite aber, habe ich immer ein Gefühl (und in der letzten Zeit sogar ein sehr intensives), dass Menschen heute manchmal schon zu schüchtern sind, solche Fragen zu stellen.

Oder besser gesagt, die Menschen sind vielleicht wenig unmittelbar als früher.

Glauben wird heute oft als etwas zutiefst persönliches betrachtet und jede Frage darauf als unanständig gilt.

Das verhindert oft den Menschen, dieses Thema offen zu diskutieren.

Ich meine jetzt den normalen Alltag, ich meine die Menschen, die vielleicht nichts davon mal gehört haben.

Auf diesem Diskussionsfeld treffen sich natürlich Leute, für die ganz selbstverständich ist, sich über solche Themen zu unterhalten und damit einen bestimmten Eliten-club schaffen.

 

Nun frage ich mich, ob es nicht mal Sinn hätte, irgendwie initiativer zu werden.

 

gruss Ondrejj

Sehr richtig, wir müssen initiativer werden, Religion und Glaube ist nämlich ein sehr großes Tabuthema in Europa.

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Könnte sich jemand von euch vorstellen, wie Paulus auf den Marktplatz zu gehen und das Evangelium zu verkünden?

 

Macht ihr, oder eure Gemeinden irgend etwas, um das Evangelium außerhalg der Gemeinde zu verkünden?

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Macht ihr, oder eure Gemeinden irgend etwas, um das Evangelium außerhalg der Gemeinde zu verkünden?

die Sternsinger-Aktion ist eine solche Verkündigung.

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Macht ihr, oder eure Gemeinden irgend etwas, um das Evangelium außerhalg der Gemeinde zu verkünden?

die Sternsinger-Aktion ist eine solche Verkündigung.

Gibt es bei Euch eine "flächendeckende" Sternsinger-Aktion?

 

Bei uns muss man sich anmelden, wenn man den Besuch der Sternsinger wünscht.

Da gab es ganz schlechte Erfahrungen, die die Kinder leider machen mussten, seither wird nicht mehr jedes Haus besucht.

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ora-et-labora
Gibt es bei Euch eine "flächendeckende" Sternsinger-Aktion?

 

Bei uns muss man sich anmelden, wenn man den Besuch der Sternsinger wünscht.

Da gab es ganz schlechte Erfahrungen, die die Kinder leider machen mussten, seither wird nicht mehr jedes Haus besucht.

Dadurch, dass die Kinder mit einem erwachsenen Begleiter unterwegs sind, kennt man seine Pappenheimer... Den einen "schwierigen" Straßenzug lassen wir dann weg.

 

Ansonsten machen wir das schon "flächendeckend", übrigens mit ökumenischer Ausrichtung: wir die eine Hälfte des Dorfes, die evangelischen Kollegen die andere Hälfte.

 

Markus

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Ansonsten machen wir das schon "flächendeckend", übrigens mit ökumenischer Ausrichtung: wir die eine Hälfte des Dorfes, die evangelischen Kollegen die andere Hälfte.

 

Markus

Wie, evangelische Sternsinger?

 

Das kenne ich gar nicht, das wird hier nicht gemacht.

Finde ich aber großartig!

 

Liebe Grüße, Gabriele

Edited by Gabriele
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Macht ihr, oder eure Gemeinden irgend etwas, um das Evangelium außerhalg der Gemeinde zu verkünden?

Klappern am Karfreitag; Martinsumzug, Fronleichnamsprozession; ökumenischer Wortgottesdienst zum Stadtfest; Biker-Gottesdienste auf dem Parkplatz vor dem Baggersee; regelmässige Prozessionen zur Wallfahrtskirche im Nachbarort; Feldersegnung; Ferienspiele für Daheimgebliebene ...

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