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Ostermontag


Frehner
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Lieber frehner,

 

am Ostermontag gedenkt die Kirche den Emmausgang der beiden Jünger, zusammen mit Jesus. Dieses Ereignis wird im Evangelium des Festtages beschrieben. Außerdem gehört der Ostermontag zu den Oktavtagen des Osterfestes, die mit dem Weißen Sonntag endet.

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Soweit mir bekannt ist, gibt's den Ostermontag außer bei uns sonst kaum oder gar nicht.

 

Aber wenn die Deutschen was machen, dann tun sie's gründlich, auch feier tagen.

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Stefan M.

Aus der Feier der Osteroktav, der acht-tägigen Feier blieb nur der Ostermontag als Feiertag übrig.

Fragen solltest Du lieber nach dem theologischen/liturgischen Wert von Pfingstmontag, der hat nämlich keinen

Liebe Grüße

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Franciscus non papa


Zitat von Stefan Mellentin am 11:35 - 4.Mai.2001

Aus der Feier der Osteroktav, der acht-tägigen Feier blieb nur der Ostermontag als Feiertag übrig.

Fragen solltest Du lieber nach dem theologischen/liturgischen Wert von Pfingstmontag, der hat nämlich keinen

Liebe Grüße

 

 

bis zur liturgiereform gab es auch die "pfingstoktav" liturgisch der osteroktav nachgebildet, weil man auch in dieser zeit taufte. sie ist also sozusagen eine pastorale einrichtung gewesen.

 

die liturgiereform hat sich zurückbesonnen darauf, dass ostern - das fest der auferstehung jesu - als absoluter höhepunkt des kirchenjahres nicht nur an einem tag, in einer oktav (also woche) sondern in einer woche von wochen (7x7 tagen) gefeiert wird, so dass dann das pfingstfest am 50. tag dieses grosse osterfest beschließt. daraus folgt, dass es in diesem sinne nicht logisch ist, nun auch noch eine pfingstoktav zu feiern.

 

im übrigen feiert die (katholische) kirche ostern als einziges fest mit einer oktav, in dem jeder tag ein tag 1. ordnung ist (also hochfest - mit gloria) - weihnachten dagegen hat zwar auch eine oktavfeier, aber nur mit tagen 2. ordnung (also fest), einzig der oktavtag ist wieder hochfest (1. januar). insofern wird durch die liturgie der überragenden bedeutung der auferstehung des herrn für den christen rechnung getragen.

 

 

gruß

 

franz-josef oestemer

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Stefan M.

Ich muß Dich leider enttäuschen:

Sowohl Weihnachts- wie Osteroktav werden als Feste 2. Ordnung gefiert, zumindest was das "Gloria" angeht, Fest 1. Ordnung hätten auch ein Credo, das gibt es weder in der Weihnachts- noch in der Osteroktav. Der Unterschied ist nur, daß in der Weihnachtsoktav versch. Feste um Weihnachten herum begangen werden, allerdings nur in der Heiligen Messe, die Studenliturgie übernimmt zum Teil, wie zu Ostern die Hymnen, und Psalmen mit ihren Antiphonen vom Weihnachtsfest.

Die Osteroktav hingegen verdrängt alle Feste, das ist wohl war, sie ist aber vom Rang her nicht höher als die Weihnachtsoktav.

Liebe Grüße

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Michelangelo

Folgenden interessanten Hinweis findet man unter

http://www.augustinus.de:

 

"Als Augustin 391 Priester in der Hafenstadt Hippo Regius (heute Bône in Allgerien) wurde, glich der Aufbau des Kirchenjahres im großen und ganzen schon dem unserer Zeit.

Weihnachten, Epiphanie, Ostern, Christi Himmelfahrt und Pfingsten bestimmten als liturgische Eckdaten weithin auch den bürgerlichen Kalender. Ostern 1 war der Höhepunkt

nicht nur des liturgischen, sondern auch des bürgerlichen Jahres. Bei der Festsetzung seines Datums folgte die Kirche in Afrika der Weisung des Konzils von Nizäa. Man feierte es stets am ersten Sonntag nach dem Frühlingsvollmond. Die Woche zuvor, die Karwoche, wie auch die Woche danach, die Osterwoche, waren gesetzlich geschützte Tage der Ruhe, frei von Geschäften, Handel und Gewerbe. Ostern bildete das ‹sacratissimum triduum› - die hochheiligen drei Tage des gekreuzigten, des begrabenen und des wiedererweckten Herrn mit dem Fest der Auferstehung, der «insignis ubique sollemnitas» als Kern. Die mit dem Palmsonntag beginnende Karwoche diente der näheren Vorbereitung auf das Fest, die Woche danach der speziellen Unterweisung der in der Osternacht neugetauften Gemeindemitglieder. Der österliche Festkreis, die ‹tota paschalis solemnitas› (Sermo 210,9) begann 40 Tage vor Ostern und endete 50 Tage nach Ostern mit dem Pfingstsonntag. Diese Zeit war für Augustinus wohl die pastoral anstrengendste."

 

Also von den zwei Feier-Wochen um Ostern blieb nur noch der Ostermontag übrig.

 

Ute würde vielleicht an diesem Tag das Fest der Evolution feiern, ansonsten ist sie damit einverstanden, daß dies ein Feiertag ist, glaube ich.

 

Gruß

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>Ute würde vielleicht an diesem Tag das Fest der Evolution feiern, ansonsten ist sie damit einverstanden, daß dies ein Feiertag ist, glaube ich.<

 

Nein. Ich lege keinen gesteigerten Wert auf irgendeinen Feiertag. Wozu sollte man z.B. die Evolution feiern? Was hat sie von einer Feier, was hab ich davon, was hat irgendwer davon?

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Michelangelo


Zitat von Ute am 13:05 - 4.Mai.2001

>Ute würde vielleicht an diesem Tag das Fest der Evolution feiern, ansonsten ist sie damit einverstanden, daß dies ein Feiertag ist, glaube ich.<

 

Nein. Ich lege keinen gesteigerten Wert auf irgendeinen Feiertag. Wozu sollte man z.B. die Evolution feiern? Was hat sie von einer Feier, was hab ich davon, was hat irgendwer davon?

 

Legst du jetzt keinen Wert oder keinen gesteigerten Wert auf irgendeinen Feiertag?

Konsequent bist du ja, das schätze ich an dir. Meinst du dann auch, daß Ferien überflüssig sind? Was hat irgendwer davon? Wozu?? ?

 

Gruß

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Ich verstehe nicht ganz den inneren Zusammenhang deiner Anschlussfrage mit der Ausgangsfrage.

 

Eine kleine Anna Logie dazu:

Stell dir vor, ich sagte, dass ich nicht gern Wurst esse. Dann fragst du daraufhin: Meinst du dann auch, dass Schokolade nicht schmeckt?

 

Selbstverständlich schätze ich Ferien und Urlaub außerordentlich. Davon hab ich was.

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Zitat von Stefan Mellentin am 12:51 - 4.Mai.2001

Ich muß Dich leider enttäuschen:

Sowohl Weihnachts- wie Osteroktav werden als Feste 2. Ordnung gefiert, zumindest was das "Gloria" angeht, Fest 1. Ordnung hätten auch ein Credo, das gibt es weder in der Weihnachts- noch in der Osteroktav. Der Unterschied ist nur, daß in der Weihnachtsoktav versch. Feste um Weihnachten herum begangen werden, allerdings nur in der Heiligen Messe, die Studenliturgie übernimmt zum Teil, wie zu Ostern die Hymnen, und Psalmen mit ihren Antiphonen vom Weihnachtsfest.

Die Osteroktav hingegen verdrängt alle Feste, das ist wohl war, sie ist aber vom Rang her nicht höher als die Weihnachtsoktav.

Liebe Grüße


 

Ich denke widersprechen zu müssen:

erstens mal hat das Konzil die "Ordnungen" abgeschafft; was früher ein "Hochfest erster Ordnung mit privilegierter Oktav erster Klasse" war, heißt heute schlichtweg "die Tage der Osteroktav werden als Hochfeste des Herrn gefeiert."

Das heißt, es müßte - bei richtiger Feier der Liturgie - auch das Credo gesprochen werden.

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Ich habe etwas entdeckt, das mir bisher noch nicht bekannt war:

 

Katholen müssen unheimlich hierarchiegeil sein. Nicht nur, dass die Gläubigen in Kategorien unterteilt werden (Papst unfehlbar, dann die Geweihträger, am unteren Ende die Laien), nein, auch die Feiertage werden klassifiziert: Feste 1. Ordnung, Feste 2. Ordnung usw.

 

Staunend

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Nun ja, liebe Ute,

 

als Chemiker kommt man damit schon zurecht. Schließlich gibts auch Reaktionen 1. Ordnung, 2.Ordnung usw. (und sogar 0. Ordnung) (und mit nicht geradzahligen Ordnungen)...

 

ordnungsgemäße Grüße

 

Olli

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Ok, Olli, du hast gewonnen.

 

Als Physiker kommt man auch mit sowas aus. 0. Ordnung ist immer am wichtigsten.

 

faga1.gif

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Franciscus non papa


Zitat von Stefan Mellentin am 11:51 - 4.Mai.2001

Ich muß Dich leider enttäuschen:

Sowohl Weihnachts- wie Osteroktav werden als Feste 2. Ordnung gefiert, zumindest was das "Gloria" angeht, Fest 1. Ordnung hätten auch ein Credo, das gibt es weder in der Weihnachts- noch in der Osteroktav. Der Unterschied ist nur, daß in der Weihnachtsoktav versch. Feste um Weihnachten herum begangen werden, allerdings nur in der Heiligen Messe, die Studenliturgie übernimmt zum Teil, wie zu Ostern die Hymnen, und Psalmen mit ihren Antiphonen vom Weihnachtsfest.

Die Osteroktav hingegen verdrängt alle Feste, das ist wohl war, sie ist aber vom Rang her nicht höher als die Weihnachtsoktav.

Liebe Grüße


 

wenn du das so sehen willst, dann hast du recht. trotzdem sind die tage der osterwoche tage 1. ordnung und können deshalb nicht von anderen (hoch-)fest verdrängt werden, wie das ja in der weihnachtsoktav möglich ist. das credo ist in der liturgie der röm. kirche im übrigen recht jungen alters - insofern ist es eher umgekehrt - ein hochfest wird auch mit dem credo begangen und nicht weil credo ist, ist es ein hochfest. die sonntage im jahreskreis sind schließlich auch keine hochfest!

 

zu ute:

 

mit hierarchie hat das ganze nun nichts zu tun, sondern einfach damit, wie man damit umgeht, dass im laufe des kirchenjahres tage zusammentreffen, die an den wochentag gebunden sind mit tagen, die an das datum gebunden sind. in diesem fall ist es nötig eine klärung herbeizuführen, was denn nun an diesem tag gefeiert wird, was also liturgisch (und damit auch theologisch) wichtiger ist. also nicht immer gleich loslästern :-)

 

 

gruß

 

franz

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Guest Ketelhohn


Zitat von Ute - 4. Mai 2001

Ich habe etwas entdeckt, das mir bisher noch nicht bekannt war:

Katholen müssen unheimlich hierarchiegeil sein. Nicht nur, daß die Gläubigen in Kategorien unterteilt werden (Papst unfehlbar, dann die Geweihträger, am unteren Ende die Laien), nein, auch die Feiertage werden klassifiziert: Feste 1. Ordnung, Feste 2. Ordnung usw.

Staunend

Liebe Ute,

 

lies mal Dionysius Areopagita und was er über die himmlischen Hierarchien geschrieben hat. Da legste glatt die Ohren in Falten.

 

Gruß

Robert

 

P.S.: Auch an der Heidenfront kannste manches staunenswerte Stück dazu finden. Proclus z. B. könntest du dir mal vornehmen.

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Ne, Ketelhorn! Auch noch an den Ohren Falten? Als ob man nicht genug zu tun hätte mit sowas!

 

Was ist die "Heidenfront"? Meinst du damit die Gothic-Leute?

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Michelangelo


Zitat von Ute am 19:48 - 4.Mai.2001

Ne, Ketelhorn! Auch noch an den Ohren Falten? Als ob man nicht genug zu tun hätte mit sowas!

 

Was ist die "Heidenfront"? Meinst du damit die Gothic-Leute?

 

Gothic-, Physic- und Agostic-Leute meint er, glaube ich.

 

Gruß

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Und wo bleiben die bösen Atheist-Leute, Michi?

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Guest Ketelhohn


Zitat von Ute am 19:48 - 4.Mai.2001

Ne, Ketel
horn
! Auch noch an den Ohren Falten? Als ob man nicht genug zu tun hätte mit sowas!

Was ist die "Heidenfront"? Meinst du damit die Gothic-Leute?


Pardon, Ute! Nun setz mir keine Hörner auf! Immer noch Ketelhohn, bitte, wie Hohn und Spott.

Zur Heidenfront: Konkret dachte ich an die neuplatonischen Philosophen, darum wies ich ja auf Proclus hin (schon mal gehört?).

 

Gruß

Robert

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Michelangelo


Zitat von Ute am 19:58 - 4.Mai.2001

Und wo bleiben die bösen Atheist-Leute, Michi?


 

Nennen wir sie Atheistic-Leute oder Anichristic-Leute, so bewahren wir eine einheitliche Form.

 

Gruß

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Michelangelo


Zitat von Ketelhohn am 20:06 - 4.Mai.2001

Pardon, Ute! Nun setz mir keine Hörner auf! Immer noch Ketel
hohn
, bitte, wie Hohn und Spott.

 

Gruß

Robert


 

Robert, du zeigst ja die gleiche Empfindlichkeit gegenüber deinen Namen, wie der Werner agnostic. Das stimmt mich nachdenklich!

 

Gruß

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Guest Ketelhohn


Zitat von Michelangelo am 20:12 - 4.Mai.2001

Robert, du zeigst ja die gleiche Empfindlichkeit gegenüber deinen Namen, wie der Werner agnostic. Das stimmt mich nachdenklich!

O nein, lieber Michael! Ich sammle mit größtem Vergnügen alle Entstellungen meines Namens. Es dürften schon über hundert Varianten in meiner Sammlung sein. ;)

Gruß

Robert

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