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GOTT UND ICH


Bruno-Maria Schulz

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Bruno-Maria Schulz

Servus Freunde,

 

Ist nicht Vieles was in den unzähligen christl. Foren wichtiges Thema ist, in Wirklichkeit Nebensache....

Wie oft beginnen unsere Sätze mit Graubensfragen, mit ICH: - ich glaube, ich denke, ich meine...

aber Leute, wen interessiert das - dieses ICH - wirklich? Interessiert heute noch, wie A oder B denkt? Interessiert nicht sehr viel mehr, was A oder B von einem (mir) denkt?

 

OK – gut – wenn es nervt was einer denkt/sagt/tut, wendet man sich Anderen, anderen Gruppen, andern Kreisen zu und Ende.

Wie oft war ich in meinen Clubs überaus überrascht, wenn ich einen Bekannten nach einem ihm Bekannten fragte, aber zu hören bekam:

Ach der..... ich kenne den auch nur „so“ – keine Ahnung – interessiert mich auch nicht ........

 

Ich fragte mich sehr oft – kann es sein, das der, mit dem er im Club immer so nett und intensiv erzählt und angeregt beisammen ist, ihm so vollkommen egal ist? Wo ist da tatsächlich Nächstenliebe?

Und sagte nicht Petrus wir seien ein hohles, tönern Gefäß ohne diese Liebe?

 

Lassen wir das alles mal beiseite:

Was ist es denn was tatsächlich und letztendlich zählt?

Sagen wir ruhig – in der Stunde unseres Todes:

Es ist doch nur Eines was da noch zählt;

das Verhältnis

GOTT UND ICH

 

Nur und ausschließlich das zählt. Alles Andere ist vollkommen Unwichtig daneben, weil nämlich Gott voraussetzt, dass wir nicht vorher zu Ihm kommen und auch nicht kommen können, bevor wir uns mit unserem Nächsten versöhnt haben.

 

Haben wir uns versöhnt? Wenn ja? Wie ist unser Glaube? Der Glaube, den Jesus immer wieder als einzige Klippe für oder gegen eine Verbindung mit Gott hervorhebt?

Jesus sagte ixmal:

DEIN GLAUBE HAT DIR GEHOLFEN

 

Haben wir den? Diesen Festen Glauben der Berge versetzen kann?

Wenn ja, was sollen da Spitzfindigkeiten die meinen Nächsten ausgrenzen?

Natürlich sind keine Spitzfindigkeiten, wenn seine Aussagen diametral der Lehre entgegen stehen – aber gut; solange er sich nicht von Jesus Christus trennt, ist’s noch das kleinere Übel.

 

Fragen wir uns vorrangig: Ist der Glaube dieses Kindes nicht tausendmal wertvoller als der Glaube des eines theologisch Geschulten der mit seinem Detailwissen protzt, es ausspielt, darum kämpft, es zeigt wie ein Pfau seine schillernden Federn? Der theol. Wissen anhäuft ohne wirklich - GLAUBEN - zu haben? Weiß dieses Kind nicht weitaus mehr? Ist es Gott nicht näher?

 

Salve

Bruno

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Bruno-Maria Schulz

Ich wurde gefragt: Was, wenn der Andere sich nicht versöhnen will?

Ist dann Versöhnung überhaupt möglich?

 

Ja!

Es gibt diese Konstellation leider Gottes in der Mehrzahl der Fälle, dass Ich mich nicht mit jemandem versöhnen kann, weil dieser Mensch sich nicht mit mir versöhnen will. Sei es, dass wir beide gleich schuld sind,

sei es, dass Jener sich zu tief getroffen fühlt, sei es aber auch, dass der, der uns tiefes Leid oder auch dem wir tiefes Leid antaten – oder bleiben wir bei gleicher Schuld auf beiden Seiten, ...bereits verstorben ist.

 

In allen Fällen aber, ist der Sachverhalt nicht Problem nur zwischen diesem Menschen und uns, sondern es ist Angelegenheit zwischen GOTT und uns – ungeachtet dessen, ob der Andere gläubig ist oder nicht.

 

Ob dieser Mensch sich mit uns versöhnen möchte oder nicht, ist ohne jede Bedeutung.

Bedeutend dagegen ist; ob wir verziehen haben vor Gott und dem Menschen freundlich begegnen ohne Groll.

Weist er uns zurück, so ist uns Nachtragen verboten! Gott alleine weiß mehr als wir selbst, ob wir vollkommen und absolut verziehen haben und nur dadurch würdig sind, erlassen zu bekommen unsere Mitschuld und unsere anderweitige Schuld(en) vor Gott.

 

Ist der Mensch bereits vor Gottes Angesicht getreten. So liegt es an uns, inständig um Verzeihen zu beten und uns im Geiste mit diesem Menschen zu versöhnen.

 

Wie sehr oft gibt es den Fall, dass Verstorbenen echte oder vermeintliche Schuld nachgetragen wird.

Wie treten wir selbst vor Gott mit der ungetilgten Schuld nicht vergeben zu haben? Diese Schuld wird erdrückend sein und der Splitter im Auge des Nächsten war unvergleichbar mit dem Balken in unserem.

 

Das Schlimmste was wir tun können, ist leichtfertig zu beichten und zu denken; ich habe gebeichtet, also ist alles weggewischt.

Eine Beichte ist nur dann gültig, wenn die Versöhnung stattgefunden hat. Bei zurückgewiesener Versöhnung, kein Hader und keinerlei Verstimmung zurück blieb und anderweitig; wenn tatsächliche, und vor Gott bestehende Reue gelebt wird.

Gelebt heißt: Dass eine Wiederholung unter allen Umständen vermieden wird.

 

Schönen Abend wünscht

Bruno-Maria Schulz

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