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Bedeutung der Bibel für Katholiken


Unentschlossener
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Unentschlossener

Hallo,

 

für "gute" Protestanten gehört das Lesen der Bibel zum alltäglichen Glaubensleben. Bei Katholiken scheint mir z.B. der Rosenkranz wichtiger als die Heilige Schrift.

 

Welche Rolle spielt das Wort Gottes in eurem Leben? Welche Rolle sollte die Bibel im Leben eines Katholiken laut Kirche spielen?

 

Habt vielen Dank.

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133. Die Kirche „ermahnt ... alle Christgläubigen ... besonders eindringlich, durch häufige Lesung der Göttlichen Schriften, die ,überragende Erkenntnis Jesu Christi' (Phil 3,8) zu erlangen. ,Unkenntnis der Schriften ist nämlich Unkenntnis Christi' (Hieronymus, Is. prol.)" (DV 25).
(KKK)

 

Ebenso ermahnt die Heilige Synode alle an Christus Glaubenden, zumal die Glieder religiöser Gemeinschaften, besonders eindringlich, durch häufige Lesung der Heiligen Schrift sich die "alles übertreffende Erkenntnis Jesu Christi" (Phil 3,8) anzueignen. "Die Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen."Sie sollen deshalb gern an den heiligen Text selbst herantreten, einmal in der mit göttlichen Worten gesättigten heiligen Liturgie, dann in frommer Lesung oder auch durch geeignete Institutionen und andere Hilfsmittel, die heute mit Billigung und auf Veranlassung der Hirten der Kirche lobenswerterweise allenthalben verbreitet werden. Sie sollen daran denken, daß Gebet die Lesung der Heiligen Schrift begleiten muß, damit sie zu einem Gespräch werde zwischen Gott und Mensch; denn "ihn reden wir an, wenn wir beten; ihn hören wir, wenn wir Gottes Weisungen lesen"Die kirchlichen Vorsteher, "bei denen die Lehre der Apostel ist"sollen die ihnen anvertrauten Gläubigen zum rechten Gebrauch der Heiligen Bücher, namentlich des Neuen Testamentes und in erster Linie der Evangelien, in geeigneter Weise anleiten durch Übersetzungen der heiligen Texte, die mit den notwendigen und wirklich ausreichenden Erklärungen versehen sind, damit die Kinder der Kirche sicher und mit Nutzen mit den Heiligen Schriften umgehen und von ihrem Geist durchdrungen werden. Darüber hinaus sollen mit entsprechenden Anmerkungen versehene Ausgaben der Heiligen Schrift geschaffen werden, die auch Nichtchristen gebrauchen können und die ihren Verhältnissen angepaßt sind. Die Seelsorger und die Christen jeden Standes sollen auf jede Weise klug für ihre Verbreitung sorgen.
(Dei Verbum)
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So ist auch meine Erfahrung: Die Evangelien schätzend und das AT bis auf Genesis und Exodus recht ermüdent empfunden.

 

:blink: Glühenden Herzens das Konzilskompendium verschlungen.

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Einsteinchen

Ich liebe alle Geschichten, alle Reporte, allen Tratsch, alle Sprachen, alles Gestammel, alle Märchen, die Schrift, die Hl. Schrift, den Müßiggang, die Krankheit, Gebete, Rituale, Mantras, die Hirngespinste, meine eigenen Träumereien, die Depression, (die Verzweiflung), Jesus, die unendlichen Möglichkeiten.

 

Aber alles zu seiner Zeit.

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Ich liebe alle Geschichten, alle Reporte, allen Tratsch, alle Sprachen, alles Gestammel, alle Märchen, die Schrift, die Hl. Schrift, den Müßiggang, die Krankheit, Gebete, Rituale, Mantras, die Hirngespinste, meine eigenen Träumereien, die Depression, (die Verzweiflung), Jesus, die unendlichen Möglichkeiten.

 

Aber alles zu seiner Zeit.

herrlich! das war einfach zu schön gesagt...*smile@steinchen*

 

aber zum thema:ich find´s für mich im alltag schwierig, derart zur ruhe zu kommen, dass ich mich vor die bibel setze und wirklich bewusst und still lese. trotzdem möchte ich die spiritualität schon im alltag haben. als hilfreich empfinde ich hierbei das magnificat oder eben natürlich das gute alte schott . man könnte das zwar als "häppchen- spiritualität" bezeichnen, aber irgendwie scheint einem in der hektik des alltags gar keine andere möglichkeit zu bleiben und ich bin froh, wenigstens das zu haben...

 

gruss j.

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Wenn manche Katholiken täglich die hl. Messe besuchen und hoffentlich ein offens Ohr und Herz haben, hören sie täglich Texte aus der hl. Schrift- sowohl in der Lesung, im Evangelium. Freilich sollen diese "Kostproben" Appetit auf mehr machen.

 

Beherzigenswert scheinen mir 2.Sprüche:

 

1.Mark Twain: In der Bibel erschüttern mich nicht jene Stellen die ich nicht verstehe, sondern jene, die ich verstehe.

 

2. Für viele sind lebendige Christen die einzige Bibel, die sie noch lesen.

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Salvete,

 

Da geb ich dir recht, die Hl. Messe soll Appetit für mehr machen. Und der "Hunger" nach der Bibel zeigt sich bei uns Katholiken auch darin, dass immer mehr Bibelrunden entstehen. Das ist für einige doch eine Alternative zum Selberlesen.

Denn leider ist das Lesen von Büchern gleich welcher Art in den letzten Jahren doch sehr zurückgegangen und viele haben "Angst" vor dicken Büchern.

 

 

Liebe Grüße.

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Bei Katholiken scheint mir z.B. der Rosenkranz wichtiger als die Heilige Schrift.

Aber nicht doch. Selbstverständlich kann der Rosenkranz nicht die (spannende) Begegnung mit der Heiligen Schrift ersetzen.

 

In den letzten Jahrzehnten hat die Bibel und ihre Lektüre in der katholischen Kirche deutlich an Bedeutung gewonnen - das ist übrigens, nebenbei bemerkt, etwas, wo wir von den evangelischen Mitchristen etwas lernen konnten und das auch getan haben.

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Aus dem Katechismus der Katholischen Kirche (KKK):

 

102 Durch alle Worte der Heiligen Schrift sagt Gott nur ein Wort: sein eingeborenes Wort, in dem er sich selbst ganz aussagt [Vgl. Hebr 1,1—3. ]:

 

 

 

 

,,Das eine gleiche Wort Gottes erstreckt sich durch alle Schriften; das eine gleiche Wort ertönt im Mund aller heiligen Schriftsteller. Da es im Anfang Gott bei Gott war, benötigt es keine Silben, denn es ist nicht zeitbedingt" (Augustinus, Psal. 103,4, 1).

 

 

 

103 Aus diesem Grund hat die Kirche die Heiligen Schriften immer verehrt wie den Leib des Herrn selbst. Sie reicht den Gläubigen ohne Unterlaß das Brot des Lebens, das sie vom Tisch des Wortes Gottes und des Leibes Christi empfängt.[Vgl. DV 21.]

 

 

 

104 In der Heiligen Schrift findet die Kirche ständig ihre Nahrung und ihre Kraft [Vgl. DV 24.], denn in ihr empfängt sie nicht nur ein menschliches Wort, sondern was die Heilige Schrift wirklich ist: das Wort Gottes [Vgl. l Thess 2,13.]. ,,In den Heiligen Büchern kommt nämlich der Vater, der in den Himmeln ist, seinen Kindern liebevoll entgegen und hält mit ihnen Zwiesprache"

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Da muß ich jetzt aber was Wesentliches anmerken: Der Rosenkranz ist ja gerade das betrachtende Gebet des Evangeliums, deshalb paßt die Aussage "Rosenkranz wichtiger als Hl. Schrift" eigentlich nicht.

Es beginnt beim freudenreichen Ereignis, der Menschwerdung Gottes, über das lichtreiche Wirken unseres Herrn, hin zum schmerzhaften Abschnitt des irdischen Lebens unseres Heilandes, bis zur Glorie, der Auferstehung und der Aufnahme Mariens in den Himmel.

:blink:

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Ich liebe das AT sehr. Eine unendliche Fundgrube,

 

viele Grüße,

 

Matthias

Es ist dem NT jedenfalls haushoch an Qualität überlegen.Ich mag das AT auch.

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Ich liebe das AT sehr. Eine unendliche Fundgrube,

 

viele Grüße,

 

Matthias

Es ist dem NT jedenfalls haushoch an Qualität überlegen.Ich mag das AT auch.

:blink:

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aber zum thema:ich find´s für mich im alltag schwierig, derart zur ruhe zu kommen, dass ich mich vor die bibel  setze und wirklich bewusst und still lese. trotzdem möchte ich die spiritualität schon im alltag haben. als hilfreich empfinde ich hierbei das  magnificat  oder eben natürlich das gute alte schott . man könnte das zwar als "häppchen- spiritualität" bezeichnen, aber irgendwie scheint einem in der hektik des alltags gar keine andere möglichkeit zu bleiben und ich bin froh, wenigstens das zu haben...

 

gruss j.

Dem kann ich mich anschließen, liebe Jelena.

 

Die Bedeutung der Bibel für mich:

Wichtiger als vieles andere, wichtiger auf jeden Fall als der Rosenkranz.

Ansonsten möchte ich da eigentlich nichts gegeneinander ausspielen, Bibellesen gegen Beten oder Neues gegen Altes Testament: Alles zu seiner Zeit und an seinem Ort.

 

Liebe Grüße, Gabriele

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Ich liebe das AT sehr. Eine unendliche Fundgrube,

 

viele Grüße,

 

Matthias

Es ist dem NT jedenfalls haushoch an Qualität überlegen.Ich mag das AT auch.

Welch ein Kritikerwort! Ich mag das AT auch, aber warum man wohl beim Theater immer so an Knalleffekten interessiert ist?

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aber zum thema:ich find´s für mich im alltag schwierig, derart zur ruhe zu kommen, dass ich mich vor die bibel  setze und wirklich bewusst und still lese. trotzdem möchte ich die spiritualität schon im alltag haben. als hilfreich empfinde ich hierbei das  magnificat  oder eben natürlich das gute alte schott . man könnte das zwar als "häppchen- spiritualität" bezeichnen, aber irgendwie scheint einem in der hektik des alltags gar keine andere möglichkeit zu bleiben und ich bin froh, wenigstens das zu haben...

 

gruss j.

Dem kann ich mich anschließen, liebe Jelena.

 

Die Bedeutung der Bibel für mich:

Wichtiger als vieles andere, wichtiger auf jeden Fall als der Rosenkranz.

Ansonsten möchte ich da eigentlich nichts gegeneinander ausspielen, Bibellesen gegen Beten oder Neues gegen Altes Testament: Alles zu seiner Zeit und an seinem Ort.

 

Liebe Grüße, Gabriele

stimmt. da sind wir eins :-) überhaupt sind solche gegenüberstellungen schwierig.man kann doch ein eher meditatives gebet, wie den rosenkranz, nicht mit dem lesen der bibel vergleichen. wenn ein katholik z.b. 3x am tag den rosenkranz betet, aber nicht in der schrift liest, hat das nichts mit dem rosenkranz zu tun. entweder besteht dann das interesse, zu lesen, generell nicht oder der betreffende kann schlichtweg nichts mit der bibel anfangen. d.h. aber nicht, dass ihn der rosenkranz davon abhält oder etwa er in der zeit, da er betet, besser hätte lesen sollen.

 

gruss j.

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Ich möchte allen Mut machen, sich vor Ort in seiner Gemeinde in (ökumenischen) Hauskreisen/Bibelkreisen locker zu organisieren. Ich brachte die Erfahrung in den 60iger Jahren von der Newman Society mit. Wir treffen uns seitdem regelmäßig u. lesen gemeinsam eine Schrift der Bibel von A-Z.

Die Früchte, die daraus erwachsen, sind köstlich u. vielfältig!!

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Ohne das tägliche Lesen in AT / NT würde mir etwas fehlen. Dabei nehme ich mir immer nur kurze Abschnitte vor, die nicht zu sehr fordern, sondern einfache Aussagen haben, die mich dann aber den Tag hindurch begleiten bzw. den Tag beschließen.

 

Ein Bibelkreis mit Protestanten hat mich zum intensiven Bibellesen gebracht. Dort wurde mir auch klar, dass man das NT ohne das AT nicht immer richtig verstehen kann; und dass man ohne tiefere Schriftkenntnisse vielleicht noch einen Hintergrund hat, bei dem Paulus Milch statt fester Speise empfiehlt ...

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Welche Rolle spielt das Wort Gottes in eurem Leben? Welche Rolle sollte die Bibel im Leben eines Katholiken laut Kirche spielen?

 

Habt vielen Dank.

Die Bibel ist für mich eine Art "Lebensbuch" geworden und wenn ich mal einen Tag nicht darin gelesen habe so habe ich manchmal das Gefühl "etwas weniger gelebt" zu haben.

 

Ich finde auch die Form des Bibelteilens hier im Forum sehr schön indem wir ja auch immer wieder mit dem Tagesevangelium in Berührung kommen.

 

Die Rolle des Wortes laut Kirche, hmm beobachte doch einmal wie im Gottesdienst mit dem Wort "umgegangen" wird. Ich denke daran erkennt man auch den Schwerpunkt den die katholische Kirche setzt.

 

 

gby

 

Bernd

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Ich muss gestehen, dass ich die Bibel noch nicht ganz durchgelesen habe. Aber wenn ich im Alltag Zeit habe, setze ich mich gerne hin und lese ein paar Kapitel darin. Die Bibel ist wie eine Schatztruhe, da kann man ganz schön tief drin wühlen.

Aber die Bibel ist auch kein Buch, in dem ich mal eben 5 Minuten lesen könnte, ich muss mir dafür länger Zeit nehmen. Ganz besonders liebe ich die Psalmen und das Johannes-Evangelium.

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