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Umzug in größeres Mietobjekt


Guest Claudia

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Liebe Leute,

 

wenn jemand plant, in ein neues, etwas größeres Mietobjekt umzuziehen, und die Vermieter sind Privatleute mit einer Anwältin als Tochter, was würdet Ihr demjenigen raten? Worauf sollte derjenige achten? Gibt es Tricks und Kniffe oder Klauseln, die im Mietvertrag nicht fehlen sollten?

 

Danke für Eure Tipps,

Claudia

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<<wenn jemand plant, in ein neues, etwas größeres Mietobjekt umzuziehen, >>

 

würde ich nicht machen, spare lieber fürs alter, fürs studiengeld, für die arbeitslosigkeit.

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Ich würde nicht in einem Forum nachfragen, sondern einen Anwalt, den Mieterschutzbund, Fachleute halt zu Rate ziehen, die den Mietvertrag mal unter die Lupe nehmen. Vor Deiner Unterschrift latürnich. Und bei der Wohnungsabnahme sollten Zeugen, am Besten wiederum Fachleute zugegen sein.

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Das deutsche Mietrecht gibt den Mietern alle Rechte, die er sich nur wünschen kann. Wir hatten hier in der Katakombe vor 2 Monaten schon mal einen Thread dazu.

Ob Mieter oder Vermieter sich nun des anwaltlichen Rates einer Tochter oder eines Libanesen im Taucheranzug bedienen, spielt nicht die geringste Rolle.

 

 

P.S.: Wo wir grad bei juristschen Threads sind: Was ist eigentlich aus dem Installateur geworden, den du damals übers Ohr hauen wolltest ? :ph34r:

Edited by Thofrock
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@Frank: ich habe ihm eine Kopie der Rechnung gemacht und die Fehler darin aufgelistet und gesagt, daß ich diese sehr fehlerhafte Rechnung nicht bezahlen werde (hab alle register aus meiner Ausbildung hervor geholt, es war wirklich eine haarsträubend fehlerhafte dilletantisch erstellte Rechnung). Danach habe ich einen sehr netten Anruf bekommen, wo er mich übelst beschimpft hat. Ich hatte mich eigentlich drauf eingerichtet, daß wir einen Kompromiß finden, aber na gut... Von über´s Ohr hauen konnte also zumindest von meiner Seite keine Rede sein.

 

@Noseman: hier im Forum gibt es ab und an fachmännischen Rat, wir haben ja auch Anwälte und Berufsgruppen quer durch alle Bereiche hier und oft bekommt man bei solchen Dingen Hinweise auf diesem Wege.

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@Frank: ich habe ihm eine Kopie der Rechnung gemacht und die Fehler darin aufgelistet und gesagt, daß ich diese sehr fehlerhafte Rechnung nicht bezahlen werde (hab alle register aus meiner Ausbildung hervor geholt, es war wirklich eine haarsträubend fehlerhafte dilletantisch erstellte Rechnung). Danach habe ich einen sehr netten Anruf bekommen, wo er mich übelst beschimpft hat. Ich hatte mich eigentlich drauf eingerichtet, daß wir einen Kompromiß finden, aber na gut... Von über´s Ohr hauen konnte also zumindest von meiner Seite keine Rede sein.

 

@Noseman: hier im Forum gibt es ab und an fachmännischen Rat, wir haben ja auch Anwälte und Berufsgruppen quer durch alle Bereiche hier und oft bekommt man bei solchen Dingen Hinweise auf diesem Wege.

Anwälte dürfen Dir aber bisher (jetzt ändert es sich aber grad wohl) keinen Rat geben, ausser wenn Du ihnen wie üblich ein Mandat erteilst.

 

Das ist auch für Dich eine Absicherung, den wenn Du in einem Forum einen scheinbar tollen Tipp kriegst, der sich später als Stuss erweist, dann bist Du die Gelackmeierte. Mit einem offiziellen Rechtsverdreher stehste besser da.

 

Würd ich also unbedingt machen, wenn das Mietobjekt einen hohen Wert hat.

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Thofie hat recht, die Mieter sind bei uns sehr gut (wenn nicht gar überdiemnsional) geschützt. Das macht es zugleich auch so schwierig für Wohnungssuchende, eine Wohung zu bekommen: Aus Angst, am Schluß die Geschädigten zu sein, krempeln Vermieter die Mietwanwärter total um, wollen optimale Sicherheiten. (Vertändlich, wenn man die Gründe kennt, wenn man sie nicht kennt, wirkt es total antipathisch).

 

Wenn man ein Mietobjekt, das auch noch andere wollen, wirklich unbedingt haben will, sollte man sich nicht als besonders mieterrechtskundig darstellen, das schreckt Vermieter sicher ab.

 

Was ich auf jeden Fall machen würde, wäre eine Mitgliedschaft im Mieterschutzverein (da ist glaube ich auch eine recht billige Rechtsschutzversicherung enthalten). So ist man auch für künftige Kalamitäten geschützt, egal, ob die von der Tochter oder einem anderen Rechtsanwalt ausgehen.

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Danach habe ich einen sehr netten Anruf bekommen, wo er mich übelst beschimpft hat. Ich hatte mich eigentlich drauf eingerichtet, daß wir einen Kompromiß finden, aber na gut... Von über´s Ohr hauen konnte also zumindest von meiner Seite keine Rede sein.

Ach so ! Daß der Murks gemacht hat, hatte ich gar nicht mitbekommen. Das ändert selbstverständlich einiges.

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Öhm... ich bin normalerweise, auch wenn es manchmal nicht so scheint, ein anständiger Bürger...:blink:

Hatte ich absolut vermutet. Deshalb war ich damals ja auch verwundert und hatte den Thread noch im Gedächnis.

Man könnte sagen, daß durch die Klärung dieses Mißverständnissen meine Welt nun wieder in Ordnung ist. :P

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Ich waere besonders misstrauisch, wenn er nicht einen der Standard-Mietvertraege (Haus und Grund, Zweckform ...) nimmt, sondern einen eigenen, selbstgeschriebenen hat.

 

Die Vordrucke sind juristisch ziemlich wasserdicht, zwar je nach Verlag hart an der Grenze, aber meist basierend auf der aktuellen Rechtssprechung. Das schafft meiner Ansicht nach Sicherheit fuer beide Seiten.

 

Ansonsten - Mitglied beim Mieterschutzbund werden und den Vertrag von denen checken lassen.

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nein, vertrag vom mieterschutzbund abschließen lassen.

Ich vermiete nicht an den Mieterschutzbund, es sei denn, der will seine Geschäftsstelle in meiner Liegenschaft einrichten. :blink:

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Wenn es Dir irgend möglich ist, liebe Claudia, dann versuche, einen institutionellen Vermieter zu finden, also eine Gesellschaft, eine Hausverwaltung, die kath. oder ev. Kirche etc. Damit gibt es deutlich weniger Streß als mit Privatvermietern.

 

Beim Auszug aus meinem Studentenapartment neulich hat mein Vermieter mal eben von ca. 900 EUR Kaution, die mir zustand, sofort insgesamt 200 EUR einbehalten, weil ich erstens angeblich bei Auszug nicht ordentlich geputzt hätte und zweitens die uralte Billig-Auslegeware in meinem Zimmer an zwei Stellen (Gehspuren) nicht mehr ganz tip-top aussah (hatte acht Jahre dort gewohnt). 200 Euro für drei Stunden Putzfrau und 25 m² billige Auslegware - ein guter Deal für meinen Vermieter, wie ich finde :ph34r: !

 

Zusätzlich hatte ich mich noch beim Auszug dazu verpflichten müssen, meine Wohnung komplett renovieren zu lassen (im Mietvertrag stand leider "Wohnung muß bei Auszug vollständig renoviert übergeben werden") - und dafür noch einmal satte 250 EUR an den Maler abdrücken müssen (schwarz natürlich - mit Rechnung wäre es für mich als Student unbezahlbar gewesen!). Der Maler war übrigens eine Empfehlung meines Vermieters...O-Ton Vermieter: "Wenn Sie nicht diesen Maler nehmen, werde ich Ihr Apartment bei der Übergabe nicht abnehmen können...!" :ph34r:

 

Aber sollte ich mich jetzt deswegen auf einen jahrelangen Rechtsstreit einlassen?

 

Bei meiner/unserer neuen Wohnung ist alles prima: Vermieter ist die kath. Kirche, und im Mietvertrag steht: "Die Wohnung wird besenrein übergeben". Will sagen, wenn wir ausziehen, putzen wir einmal durch und gut is'. Kein Streichen, kein Teppichverlegen, nix! Super! Dafür haben wir beim Einzug gestrichen und neuen Boden verlegt, so wie wir es haben wollten...Ist eh viel besser!

 

Im übrigen würde ich mich dauerhhaft wirklich nach Wohneigentum umsehen! Ich möchte im Alter nicht von abzockerischen Vermietern abhängig sein!

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Beim Auszug aus meinem Studentenapartment neulich hat mein Vermieter mal eben von ca. 900 EUR Kaution, die mir zustand, sofort insgesamt 200 EUR einbehalten, weil ich erstens angeblich bei Auszug nicht ordentlich geputzt hätte und zweitens die uralte Billig-Auslegeware in meinem Zimmer an zwei Stellen (Gehspuren) nicht mehr ganz tip-top aussah (hatte acht Jahre dort gewohnt). 200 Euro für drei Stunden Putzfrau und 25 m² billige Auslegware - ein guter Deal für meinen Vermieter, wie ich finde :ph34r: !

 

Zusätzlich hatte ich mich noch beim Auszug dazu verpflichten müssen, meine Wohnung komplett renovieren zu lassen (im Mietvertrag stand leider "Wohnung muß bei Auszug vollständig renoviert übergeben werden") - und dafür noch einmal satte 250 EUR an den Maler abdrücken müssen (schwarz natürlich - mit Rechnung wäre es für mich als Student unbezahlbar gewesen!).

Mit insgesamt 450 € bist du für 8 Jahre lang Abwohnen aber gut weggekommen!

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Inge schreibt:

 

Mit insgesamt 450 € bist du für 8 Jahre lang Abwohnen aber gut weggekommen!

 

Äh...hallo?

 

Liebe Inge,

 

ich hätte beim Auszug z.B. auch selber streichen können, das wurde mir aber vom Vermieter verboten. Ebenso wurde mir verboten, einen eigenen Antreicher zu bestellen.

 

Wenn mir ein Vermieter nach acht Jahren Wohnen den Vorwurf macht, ich hätte die Auslegeware nicht ordentlich gesaugt, dann kann ich wirklich nur lachen. Der Ausgangswert dieses Billig-Zeugs lag bei vielleicht gerade mal 100 Euro. Es zählt meines Erachtens auch nicht zu den Schönheitsreparaturen, wenn ich nach acht Jahren ausziehe - irgendwann ist so eine Billigware ganz einfach hinüber. Wenn er mir gesagt hätte, er tauscht den Teppich aus, kein Problem, dann hätte ich dafür auch gerne gezahlt! Aber die Nachmieterin stand schon fast vor der Tür. Ergo hat er sich das Geld für den Teppich einfach in die Tasche gesteckt, ohne neuen zu verlegen.

 

Und für eine Putzfrau so viel Geld einzusacken, ist ja wohl auch unredlich - zumal ich geputzt hatte! Eine Original-Toilette in einem Bad aus den 60-er Jahren ist nun einmal auch nicht wie geleckt zu putzen - die Spuren stammten noch von den Vormietern. Aber mir wurde dann vorgehalten, ich hätte nicht gut genug gesäubert! Wie wäre es da mal mit einem neuen Bad?

 

Ein Eigentümer im Haus, von dem ich mir einen Industriestaubsauger geliehen hatte (nachdem ich bereits den gesamten Teppich geschäumt hatte, mit einem geliehenen Hoover, der mich auch nochmal 20 Euro gekostet hat), erzählte mir, daß mein Vermieter immer so übel drauf sei bei Wohnungsübergaben, und ich mich auf einiges gefaßt machen müßte, vor allem von seiner Frau, dem alten Drachen. Es ist dann auch eben prompt alles so eingetreten.

 

Nur als Nachtrag: in den Jahren, wo ich dort gewohnt habe, mußte ich jedes Jahr horrrende Nebenkosten nachzahlen, obwohl ich laut Abrechnung nicht sonderlich viel verbraucht hatte - wir hatten eben einen alten Kessel bzw. meine Mitmieter haben mehr verbraucht. Immer wieder habe ich ihn daher gebeten, doch meine eigene Nebenkostenpauschale anzuheben, damit ich nicht am Jahresanfang so hohe Gesamt-Nachzahlungen hätte. Das hat er immer abgelehnt. Einmal mußte ich fast 400 Euro nachzahlen! Und nur deswegen, weil er keinen Bock darauf hatte, mir am Jahresanfang eventuell etwas zurückzahlen zu müssen...

 

Nee, nee, liebe Inge - so einfach kann man es sich nicht machen. Es gibt einfach schlechte Vermieter, und meiner war eindeutig einer von denen!

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Mit insgesamt 450 € bist du für 8 Jahre lang Abwohnen aber gut weggekommen!

Stimmt, aber jeder Vermieter sollte sich auch klar darüber sein, daß er bei den meisten Studenten eben nicht groß abfetten kann.

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Mit insgesamt 450 € bist du für 8 Jahre lang Abwohnen aber gut weggekommen!

Stimmt, aber jeder Vermieter sollte sich auch klar darüber sein, daß er bei den meisten Studenten eben nicht groß abfetten kann.

Da sich sehr viele Vermieter dessen bewusst sind, vermieten sie nicht an Studenten.

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Nee, nee, liebe Inge - so einfach kann man es sich nicht machen. Es gibt einfach schlechte Vermieter, und meiner war eindeutig einer von denen!

Was mache ich mir denn einfach? Ich sage nur, dass du mit 450 € für 8 Jahre ganz gut weggekommen bist. Ich bin als Studentin ganz schön oft umgezogen und habe die verschiedensten Erfahrungen gemacht, deine ist keineswegs außerhalb des Rahmens. Einmal musste ich sogar eine halbe (!) Tür neu lackieren, weil ich nur 2 Jahre dort gewohnt hatte. Und der Vermieter war als mieterfreundlich bekannt (er war SEW-Mitglied, das war die "Schwester-"Partei der SED in Westberlin :blink: ).

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