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Sind Klosterschülerinnen potentielle Nonnen?


Mischa
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Hallo!

 

Ich habe die Diskussion bisher mit einem Augenzwinkern beobachtet. Also was einige sich für Gedanken machen, was einem alles passieren kann, wenn man ein Kreuzzeichen mit Weihwasser macht! Stimme euch größtenteils zu. Aber dann müsste man auch so weit gehen und sich fragen:

 

Sind Klosterschülerinnen potentielle Nonnen? ...

 

Schönen Abend noch,

Mischa

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Hallo Mischa, willkommen im Forum!

 

um deine Frage ernsthaft zu beantworten: Ich denke, dass Klosterschülerinnen (war selbst auch eine...) vielleicht eher einen Draht zu Ordensschwestern haben und daher vielleicht schneller auf solche Gedanken kommen als Menschen, die das Klosterleben nur vom Hörensagen oder gar nicht kennen. Bei mir war's genau so. Ich weiß nicht, wie mein Leben verlaufen wäre, wenn ich diese Schwestern nicht durch meine Schulzeit kennengelernt hätte. Aber ich hatte vor meiner Schulzeit dort schon Kontakt zu anderen Schwestern, wäre also wahrscheinlich früher oder später eh auf diese Schiene 'geraten'.

 

Was man auf keinen Fall sagen darf, ist, dass Schwestern ihre Schülerinnen irgendwie dazu bringen, ins Kloster zu gehen.

 

Celestina

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Liebe Gabriele,

 

sorry, ich kenn mich hier nicht so gut aus. Vielleicht liegt es ja in deiner Macht, meinen Beitrag abzutrennen? Weiß ja nicht, wie viele Antworten kommen... Danke.

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Da es hier anscheinend um Klosterschülerinnen geht, möchte ich eine Lanze brechen für diese Art von Schule. Ich freue mich, daß es das noch immer gibt. Die Internate mit geistlicher Begleitung sind leider im Schwinden begriffen, ich komme selber aus so einem Internat. Und ich bin dankbar für meine Prägung durch diese Art von Schule.

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Liebe Gabriele,

 

sorry, ich kenn mich hier nicht so gut aus. Vielleicht liegt es ja in deiner Macht, meinen Beitrag abzutrennen? Weiß ja nicht, wie viele Antworten kommen... Danke.

Hallo Mischa,

 

meine Bemerkung mit dem Extra-Thread war eigentlich genauso augenzwinkernd gemeint, wie der Smilie andeutete: :blink:

 

Es lag nicht in meiner Macht, in diesem Unterforum moderierend aktiv zu werden, aber karolin hat dies ja dankenswerter Weise schon gemacht.

 

Aber nun auch noch etwas zum Thema:

Celestina hat natürlich Recht, nur was frau kennt, kann als Lebensentwurf und Zukunftsperspektive dienen.

Ich kenne Klosterschulen nur aus zweiter und dritter Hand, und vielleicht ist es auch nur ein Klischee, aber besteht nicht auch umgekehrt die Gefahr, dass die Schülerinnen eine "Überdosis Klosterleben" abkriegen und später gar nichts mehr mit all dem zu tun haben wollen?

 

Liebe Grüße, Gabriele

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Zu meiner Schulzeit (so vor 50 Jahren) "galt" der Spruch: "wehe, wenn sie losgelassen" von den Klosterschülerinnen. Wahrscheinlich wurde damals (ich weiß es auch nur aus zweiter Hand) in Sachen religiöser Erziehung (täglicher Besuch der Messfeier am Morgen und des gemeinsamen Abendgebetes in der Kapelle waren Pflicht) zuviel des Guten getan. Jedenfalls war die Drohung meiner Eltern, sie würden mich ins Internat schicken, Gott sei Dank (!!!!), aus finanziellen Gründen nicht zu verwirklichen. Ich glaube, mit soviel Zwang hätte ich nie den Weg zum Theologiestudium und zum Beruf der Religionslehrerin, den ich fast 40 Jahre gerne ausgeübt habe, gefunden.

 

Elisabeth

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Hallo Zusammen!

 

Ich selbst habe eine katholische Mädchenschule besucht und ein paar Schwestern waren auch noch da... (die jüngste von ihnen war 64).

 

Die Ausbildung insgesamt war sehr gut und ich bin froh um diese Jahre. Aber deswegen bei den Schwestern eintreten??? Nie im Leben - zumindest nicht bei denen!

 

Meine Lieblingsabschreck-Geschichte:

 

Wie hatten in der Oberstufe einen extra Raum in dem wir uns in den Freistunden aufhalten konnten. Bisschen gemütliche Stühle, eine Kaffeemaschine, ein Kühlschrank, eine Mikrowelle, was man halt so für einen langen Schultag braucht. Direkt neben diesem Raum war der Eingang zum Kloster.

 

Eines Tages kamen wir aus den Ferien zurück, die Tür zu unserem Raum war abgeschlossen und ein Zettel hing daran: "Der Oberstufenraum wurde in die letzte Ecke im dritten Stock verlegt, wo gerade ein Klassenraum leersteht."

Also mussten wir die Treppen raufklettern und auf normalen ungemütlichen Schulstühlen unsere Freistunden absitzen - und warum das ganze?

 

Weil unsere Schwestern gerne ein Fernsehzimmer haben wollten und das aus irgendwelchen Gründen innerhalb des Klosters nicht erlaubt war. Also haben sie eben den nächsten Raum außerhalb des Klosters genommen - die Schülerinnen können ja sonstwo hingehen...

 

Na Danke!

 

Und so gab es viele Fälle: Ganz strenge Regeln nach außen hin, aber hintenrum wurden sie doch irgendwie umgangen...

 

 

Damit keine falschen Vermutungen aufkommen: Mittlerweile habe ich auch ganz andere Schwesterngemeinschaften kennengelernt, bei denen ich mich wohlfühlen könnte, aber die Schulerfahrung hat dazu bestimmt nicht beigetragen.

 

Gruß Mbooni

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An solchen Begebenheiten, wie oben geschildert, kann man eigentlich gany gut verdeutlichen, ob es in Gemeinschaften gut oder weniger gut läuft und wo die Probleme liegen.

Regeln, an die sich eigentlich niemand mehr halten will, sind überfüssig. Und wenn man dann zu dem Schluss kommt, dass ohne diese Regeln die Ordensgemeinschaft gefährdet ist, muss man sich doch fragen, welchen sinn ein solcher Orden noch hat.

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Da es hier anscheinend um Klosterschülerinnen geht, möchte ich eine Lanze brechen für diese Art von Schule. Ich freue mich, daß es das noch immer gibt. Die Internate mit geistlicher Begleitung sind leider im Schwinden begriffen, ich komme selber aus so einem Internat. Und ich bin dankbar für meine Prägung durch diese Art von Schule.

Ich muss dir beipflichten, ich finde es auch sehr schade, dass es immer weniger Schulen oer Internate in Ordensträgerschaft gibt. Ich war selbst auch auf einer Ordensschule und habe die Schwestern immer wieder als offene, humorvolle und unendlich liebenswerte Menschen kennengelernt (hatte also nie dieses Klischee-Bild von Schwestern).

Ich bin mir ziemlich sicher, dass mich meine Schulzeit sehr positiv geprägt hat - vor allem auf der menschlichen Ebene!

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Sind Klosterschülerinnen potentielle Nonnen? ...

Kaum, eher im Gegenteil ...

 

Ich kenne sowohl Klosterschülerinnen(eine Ex war eine), als auch Klosterschüler ... und meiner Erfahrung nach gehören sie zu dem Schlimmsten, was sich in freier Wildbahn so rumtreibt :blink:

 

In der Abschlußklasse meiner Ex gingen knapp 50% mit Kugelbauch zur Abschlußfeier (was´n Glück, daß meine nicht dabei war), und was sich in der Schule meines Kumpels so des Nachtens abgespielt hat, schreib ich lieber nicht, wird eh nur gelöscht ...

Eine "religiöse Karriere" hat aber meines Wissens nach niemand aus den beiden Abschlußklassen, die mir bekannt sind, angetreten ....

 

So gesehen kann ich Elima nur zustimmen.

Edited by Gallowglas
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Also diese Version ist vielleicht das eine Extrem. Bei mir in der Stufe waren solche Fälle nicht - es sind sogar 2-3, die ins Kloster gehen möchten.

Es gibt sicherlich immer wieder welche, die so enden, wie du es beschrieben hast, aber das ist keinesfalls die Regel. Es spielt vielleicht auch eine Rolle, wie sich die Schwestern/Brüder dabei präsentieren.

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Also diese Version ist vielleicht das eine Extrem. Bei mir in der Stufe waren solche Fälle nicht - es sind sogar 2-3, die ins Kloster gehen möchten.

Es gibt sicherlich immer wieder welche, die so enden, wie du es beschrieben hast, aber das ist keinesfalls die Regel. Es spielt vielleicht auch eine Rolle, wie sich die Schwestern/Brüder dabei präsentieren.

naja, ich kann nur berichten wie es hier war(und ist ...)

 

Erst letztes Jahr gab es wieder einen Bericht in der Lokalpresse wg. der hohen Schwangerschaftszahlen an dieser Klosterschule, es scheint sich also in den letzten 10 Jahren nicht wirklich viel geändert zu haben ...

 

Das verwundert aber eigentlich auch nicht wirklich, schließlich wollen viele schnell mal ausprobieren, was man ihnen so vehement verbieten will (und die staatliche Realschule ist praktischerweise gleich nebenan :blink: )

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Das finde ich schon heftig. Schließlich sind die Schülerinnen doch nicht eingesperrt (oder sprichst du von einem Internat?). In meiner Stufe gab es kaum eine, die keinen Freund hatte. In seiner Freizeit hat man ja auch genügend Möglichkeiten, sich mit Jungs zu treffen. Und bei solchen Treffen muss man ja nicht zwingend schwanger werden!

Gut, bei Internaten sieht das mit den Treffen wieder anders aus. Da sind Männerbesuche sicher eine heikle Sache...

Edited by Gina
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Das finde ich schon heftig. Schließlich sind die Schülerinnen doch nicht eingesperrt (oder sprichst du von einem Internat?). In meiner Stufe gab es kaum eine, die keinen Freund hatte. In seiner Freizeit hat man ja auch genügend Möglichkeiten, sich mit Jungs zu treffen. Und bei solchen Treffen muss man ja nicht zwingend schwanger werden!

Gut, bei Internaten sieht das mit den Treffen wieder anders aus. Da sind Männerbesuche sicher eine heikle Sache...

Nope, die Klosterschule der Mädchen ist kein Internat (das sind nur die 2 "Knabenschulen" in der Umgebung) ...

 

Freunde haben, meines wissens, auch hier die Meisten, aber da in dieser Schule das "andere Geschlecht" grundsätzlich verteufelt wird und Aufklärung ein absolutes Fremdwort ist, kommt es halt, trotz "Bravo-Wissens" anscheinend desöfteren zu "Unfällen" ...

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Erst letztes Jahr gab es wieder einen Bericht in der Lokalpresse wg. der hohen Schwangerschaftszahlen an dieser Klosterschule, es scheint sich also in den letzten 10 Jahren nicht wirklich viel geändert zu haben ...

Könnte es vielleicht auch schlicht und ergreifend so sein, dass die Klosterschülerinnen eine größere Scheu haben, die "Kugelbäuche" diskret zu entsorgen (sprich: abtreiben) und damit die Schwangerschaftszahlen steigen?

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Wenn ich mir eure Antworten so anschaue, kristallisieren sich 2 Standpunkte heraus:

Einmal kann es sein, dass Schülerinnen einer Klosterschule durch den Kontakt zu den Nonnen schon eine Vorstellung von dem haben, was Klosterleben bedeutet und sich auch diesen Weg für sich vorstellen könnten.

Die andere Seite wäre es, dass die Nonnen abschreckend wirken und die Schülerinnen wohl denken: Nix wie weg hier!

 

Aber wie kann es denn sein, dass sie heute noch so abschreckend wirken? Ob jetzt da ne Nonne vor einem sitzt und Englischunterricht macht oder ein 'normaler Mensch', das ist doch eigentlich egal, oder? Und auch die Sache mit Aufklärung etc. dürfte an den Klöstern nicht spurlos vorübergegangen sein. Oder sind die Nonnen noch so, dass sie die Aufklärungsseiten aus den Bio-Büchern rausreißen (wie ja manches Mal erzählt wird)? Das kann ich mir nicht vorstellen, denn so weltfremd sind sie doch auch wieder nicht, oder?

 

DieTatsache mit den Schwangerschaften find ich ganz schön heftig.

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Aber wie kann es denn sein, dass sie heute noch so abschreckend wirken? Ob jetzt da ne Nonne vor einem sitzt und Englischunterricht macht oder ein 'normaler Mensch', das ist doch eigentlich egal, oder? Und auch die Sache mit Aufklärung etc. dürfte an den Klöstern nicht spurlos vorübergegangen sein. Oder sind die Nonnen noch so, dass sie die Aufklärungsseiten aus den Bio-Büchern rausreißen (wie ja manches Mal erzählt wird)? Das kann ich mir nicht vorstellen, denn so weltfremd sind sie doch auch wieder nicht, oder?

 

DieTatsache mit den Schwangerschaften find ich ganz schön heftig.

Sieh es so, es ist quasi nur eine natürliche Reaktion,daß man, wenn man gezwungenermaßen eine solche Schule besucht (nur ein rel. kleiner Teil macht dies freiwillig), automatisch eine Abneigung gegen diese Lebensweise aufbaut, oder ?

 

Außerdem, eine Nonne kann den Unterricht noch so locker leicht und flockig gestalten, an der Tatsache, daß ihr Glauben und der Lebensweg für den sie sich entschieden hat, einfach nur weltfremd ist, gerade für Frauen in der heutigen Zeit, ändert das nichts.

 

Das mit den Aufklärungsbüchern war ja erst vor kurzem(2 Jahre ?) und nicht wenige Exemplare dieser Gattung haben immernoch diese Einstellung, auch wenn sie sich dazu durchringen müssen, das Thema zähneknirschend zu erwähnen ..

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Erst letztes Jahr gab es wieder einen Bericht in der Lokalpresse wg. der hohen Schwangerschaftszahlen an dieser Klosterschule, es scheint sich also in den letzten 10 Jahren nicht wirklich viel geändert zu haben ...

Könnte es vielleicht auch schlicht und ergreifend so sein, dass die Klosterschülerinnen eine größere Scheu haben, die "Kugelbäuche" diskret zu entsorgen (sprich: abtreiben) und damit die Schwangerschaftszahlen steigen?

Hmm ... das halte ich für ziemlich unwarscheinlich, das würde das Verhältnis von Schwangerschaften zu Abtreibungen extrem aus dem Rahmen des tatsächlichen verschieben ...

 

Außerdem, ich hab das Gymnasium hinter mich gebracht, war also ein paar Jahre länger Schüler, als die Mädels der Klosterschule (is ne Realschule) und in der Zeit(und auch in der Zeit in der Jugendarbeit) sind mir kaum Abtreibungsfälle bekannt in dem Altersbereich ....

 

Ich denke eher, daß sich Mädchen in anderen Schularten mehr und genauer über Verhütung & Co informieren(bzw. informiert werden), als in vielen Klosterschulen(wenn auch nicht gut genug, wie man in manchen Umfragen so sieht *schauder*) ... dort wird ja oft nur gelehrt, daß es vor der Ehe pfui ist und das wars, ok, die biologische Seite wird noch kurz gestreift, also DAß man von Sex Kinder bekommen kann, aber wie man das VERHINDERT wird meist nicht erwähnt ... oder nur auf das "allheilmittel" Enthaltsamkeit verwiesen.

 

Traurig, aber wahr ...

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Sieh es so, es ist quasi nur eine natürliche Reaktion,daß man, wenn man gezwungenermaßen eine solche Schule besucht (nur ein rel. kleiner Teil macht dies freiwillig), automatisch eine Abneigung gegen diese Lebensweise aufbaut, oder ?

Wieso? Es kann sich doch aus Interesse entwickeln?

 

an der Tatsache, daß ihr Glauben und der Lebensweg für den sie sich entschieden hat, einfach nur weltfremd ist, gerade für Frauen in der heutigen Zeit, ändert das nichts.

Weltfremd??? Das find ich GAR nicht!

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Kann es sein, daß das was hier über die Klosterschülerinnen geschrieben wird gar nichts mit dem Kloster zu tun hat?

 

In meiner Heimatstadt gibt es ein staatliches Mädchengymnasium und die Mädchen dort standen in genau demselben Ruf (zu meiner Zeit, weiß nicht wie das heute aussieht).

 

Im Zuge der reformierten Oberstufe gab es 2 oder 3 Leistungskurse die mein Gymnasium und das Mädchengymnasium zusammen ausrichteten, ich kann mich noch gut erinnern was die Mitschüler, die ein paarmal die Woche aus diesem Grund dort waren (als einzige männliche Wesen neben den Lehrern!) so erzählten, und das waren keineswegs Frauenhelden!

 

Ich denke einfach, daß eine reine Mädchenschule (das gilt genauso für das andere Geschlecht) sehr hinderlich dabei ist, ein natürliches Verhältnis zum anderen Geschlecht aufzubauen. Das bestätigt übrigens auch meine Schwester, die ein paar Jahre lang eben dieses Gymnasium besucht hat.

 

Koedukation ist schlicht und einfach eine bessere Vorbereitung auf das Leben, denn ausser wenn man ins Kloster geht, wird man immer und überall mit dem jeweils anderen Geschlecht zusammenkommen.

 

Werner

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Dieses Gymnasium war zu meiner Zeit noch städtisch, aber eben eine Mädchenschule. Alle Mädchengymnasien, die ich kenne, haben den Ruf, man würde dort die guten Noten nachgeworfen bekommen. Einen moralisch schlechten Ruf hatten wir damals nicht. Dort waren eben Mädchen aus bürgerlichen Familien, die -oft als erste in der ganzen Verwandtschaft - die Möglichkeit zum Abitur (mit einer im Nachhinein gesehen sehr guten, weitgefächerten Ausrichtung -wir haben dalmals oft genug gestöhnt-) hatten.

An dem Gymnasium, das Werner besucht hat, waren nur Mädchen aus akademischen Familien, die zu meiner Zeit eine ziemliche Einbildung auf ihre Herkunft hatten.

Als ich vor 35 Jahren die Chance gehabt hatte, an meine ehemalige Schule als Lehrerin zurückzukommen, lehnte ich ab, mit ähnlicher Argumentation, die Werner auch gebracht hat. Heute sehe ich das anders: an einer Mädchenschule sind Mädchen Menschen und nicht "nur" Mädchen, ihre oft im sprachlichen Bereich liegenden Begabungen gelten als anders als die eher math.-nat. ausgerichtete vieler Knaben, aber nicht als schlechter. Weibliches Selbstbewusstsein (immer noch bitter nötig) wird -so weit ich das sehe- an Mädchenschulen eher gefördert. Dass der Unterrricht in den Naturwissenschaften an reinen Mädchenschulen effektiver ist als in gemischten Klassen, ist durch viele Studien bewiesen.

 

Wenn das OT ist, löscht es, liebe Mods, aber das musste ich jetzt loswerden.

 

Elisabeth

Edited by Elima
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Hallo Zusammen!

 

Ich habe immerhin neun Jahre Mädchenschule überlebt, gesachadet hat's mir nicht, aber ob es besser war als eine koedukative Schule???

 

Keine Ahnung, aber der folgenden Aussage muss ich unbedingt zustimmen:

 

Dass der Unterrricht in den Naturwissenschaften an reinen Mädchenschulen effektiver ist als in gemischten Klassen, ist durch viele Studien bewiesen.

 

Wir hatten in der Oberstufe auch schulübergreifende Leistungskurse und die einzigen Mädels im PhysikLK an der anderen Schule kamen vom Nonnenbunker (mehr oder weniger liebevoller Spitzname unserer Schule). Und wir haben uns nicht schlecht geschlagen!

 

Mbooni

Edited by Mbooni
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