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Die Beichte


KlausKG

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Die Kath. Christen haben die Möglichkeit, Ihre Übertretungen(Sünden) einem Priester zu bekennen. Dieser kann dann, an Christi statt, bei echter Buße und Reue, die Sünden vergeben. Das ist doch eine befreiende Sache, oder?

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Nö.

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Zitat von HAbeNUs am 1:31 - 25.März.2001

Sehr befreiend Klaus, sehr befreiend!

 

Hallo HAbeNUs,

 

Man hat wieder Platz für neue Sünden und kann leichten Gewissens immer wieder neu sündigen. Es sammelt sich ja nichts an und man ist fast immer sündenfrei, ein Ehrenplatz im Himmel ist sicher.

 

Gruß Pedrino

 

 

 

(Geändert von pedrino um 11:42 - 25.März.2001)

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hallo klausKG,

 

ist richtig, was du hier ausführst. wollte nur noch etwas ergänzen. in der ev. kirche hat man die beichte parktisch ganz abgeschafft, aber in freikirchen wird auch noch gebeichtet. die nennen das nur etwas anders.

 

gruss werner

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Zitat von KlausKG am 23:03 - 24.März.2001

Die Kath. Christen haben die Möglichkeit, Ihre Übertretungen(Sünden) einem Priester zu bekennen. Dieser kann dann, an Christi statt, bei echter Buße und Reue, die Sünden vergeben. Das ist doch eine befreiende Sache, oder?


 

...wieder so ein Punkt, der besagt, daß wir die besseren sind!

 

Oder wie soll man diesen Beitrag verstehen?

 

Euer Bußsakrament scheint wohl wirkungslos zu sein, sonst würdet ihr es nicht so hoffärtig  gegenüber anderen Christen  ( »- Was leider nicht alle Crhisten haben, oder?-) anführen.

Da kann einem echt übel werden!

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man gut, dass hier niemand auf jemanden eingeht, könnte ja ne Diskussion entstehen ...

 

Womöglich müsste man dabei auch noch eigene Positionen aufgeben, wie unbequem ...

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Zitat von Sven am 16:50 - 25.März.2001

man gut, dass hier niemand auf jemanden eingeht, könnte ja ne Diskussion entstehen ...

 

Womöglich müsste man dabei auch noch eigene Positionen aufgeben, wie unbequem ...

 

 

Hallo Sven,

 

Es geht nicht darum, eigene Positionen aufzugeben, sondern viele Positionen mancher Forumsteilnehmer sind, wenn man seinen gesunden Menschenverstand benutzt, einfach nicht nachvollziehbar.

 

Gruß Pedrino

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"Nicht mehr Schuld sein" ist für Moralisten natürlich eine bange Vorstellung. Christus wollte keine Moral. Auch der vielzitierte "von Däniken der Kirchenfeinde" Deschner verwechselt Religion und Moral.

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Zitat von KlausKG am 12:03 - 25.März.2001

Die Kath. Christen haben die Möglichkeit, Ihre Übertretungen(Sünden) einem Priester zu bekennen. Dieser kann dann, an Christi statt, bei echter Buße und Reue, die Sünden vergeben. Das ist doch eine befreiende Sache, oder?


Hallo KlausKG,

jeder Christ hat die Möglichkeit seine Sünden vor Jesus zu bringen!

Das ist sehr befreiend!

Das funktioniert auch ohne Vermittlung.

Und er kann auch mit einem erfahrenen und verständisvollen Bruder darüber sprechen.

Das ist sehr hilfreich.

Nicht die Form der des persönlichen Sündenbekenntnisses ist entscheidend,

um Vergebung zu erhalten mußt du es ehrlich meinen.

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Zitat von Boanerges am 18:12 - 25.März.2001

"Nicht mehr Schuld sein" ist für Moralisten natürlich eine bange Vorstellung. Christus wollte keine Moral. Auch der vielzitierte "von Däniken der Kirchenfeinde" Deschner verwechselt Religion und Moral.


 

 

Kann es sein, daß das daran liegt, daß sich "Religion" selber so oft mit "Moral" verwechselt?

 

Total moralfreie Grüße von

 

Lissie

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Vielleicht sucht jemand etwas Vernünftiges zum Lesen!

 

Mir hat folgender Artikel sehr gut gefallen:

Joseph Schumacher, Theologiegeschichte des Bußsakramentes, in: Franz Breid (Hg.), Buße - Umkehr - Formen der Vergebung, Steyr 1992, S.137-190.

 

Dort wird eingegangen auf die unterschiedlichen Gestalten und Formen, die das Bußsakrament im Lauf seiner Geschichte tatsächlich gefunden hat. Gleichzeitig lassen sich doch auch Konstanten ausmachen. Zu diesen zählt, daß Vergebung im katholischen Verständnis an die sakramentale Zusage des Amtes der Apostel bzw. ihrer Nachfolger (Bischöfe) und Mitarbeiter (Priester) gebunden war (= Losssprechung). Der Gemeindebezug steht dem nicht im Weg, sondern konkretisiert sich dadurch!

 

Als Literatur zu den Sakramenten sowie zum Bußsakrament speziell kann ich empfehlen:

Peter Christoph Düren, Christus in heiligen Zeichen.

Eine kleine Sakramentenlehre.

Mit einem Vorwort von Bischof Josef Stimpfle,

EOS-Verlag, St. Ottilien 1991. 218 S. ISBN 3-88096-679-6.

Zu bestellen beim Stella-Maris-Verlag:

http://www.stella-maris-verlag.de

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Religion verwechselt sich nicht. Hinter Moral steckt immer die Absicht zu unterdrücken und zu herrschen. Die "Moraltheologie" der katholischen Kirche, hat meiner Meiniung nach, einzig eine andere Funktion. Sie spiegelt die Tradition auf deren Basis Entwicklung möglich ist. Ahistorismus und Reaktionismus, genauso wie Revolution sind bodenslose Ideologien. Die Kirche ist konservativ ohne reaktionär zu sein. Die Gesellschaft wird sich nicht ändern, der Einzelne kann sich ändern, dazu hilft Reue, Gewissensspiegel, Beichte.

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Man sollte auch bedenken, daß Sünden nach katholischer Lehre keine Privatangelegenheit ist. Wenn jemand Mist macht, hängt da auch die Kirche mit drin.

Nicht umsonst wird in der Absolutionsformel nicht nur der Tod Jesu genannt, sondern auch der "Dienst der Kirche".

Ein gespaltenes Verhältnis zur heiligen Mutter Kirche verringert deshalb in gewisser Weise die Bereitschaft zur Beichte. - Weil der Mensch eben alles selber können will, nicht wahr, Rafael?

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Lieber Rafael!

 


jeder Christ hat die Möglichkeit seine Sünden vor Jesus zu bringen!

Das ist sehr befreiend!

Das funktioniert auch ohne Vermittlung.

Und er kann auch mit einem erfahrenen und verständisvollen Bruder darüber sprechen.

Das ist sehr hilfreich.

Nicht die Form der des persönlichen Sündenbekenntnisses ist entscheidend,

um Vergebung zu erhalten mußt du es ehrlich meinen.

 

Im Wesentlichen kann ich Dir da zustimmen. Ich meine aber, daß es da durchaus noch ein "Mehr" gibt. Mich würde einmal interessieren, wie Du in diesem Zusammenhang den Auftrag zur Sündenvergebung in Joh 20,23 interpretierst. Wie gesagt, im Großen und Ganzen stimme ich Dir zu, aber gibt es nicht doch noch einen qualitativen Unterschied zwischen meiner eigenen Aktivität und der Vermittlung durch die Kirche? Und wenn Du dies verneinst, welchen Sinn siehst Du in dieser Schriftstelle?

 

Übrigens: das persönliche Sündenbekenntnis steht dem Rang nach sicher hinter der echten Reue. Sündenvergebung kann auch sakramental geschehen, wenn der Empfänger z.B. nicht mehr zum persönlichen Bekenntnis in der Lage ist. Im Regelfall gehört das Bekenntnis aber sinnvollerweise dazu.

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>> Wenn jemand Mist macht, hängt da auch die Kirche mit drin. << (dalet)

 

Stimmt! Die Kirche war beim Mistmachen immer gerne dabei.

 

Wer erteilt eigentlich der Kirche die Absolution?

 

Da in der Bibel derartiges nicht vorgesehen ist, steht zu befürchten, daß die Kirche immer auf ihren Sünden sitzen bleibt.

 

Bislang hat sie ja ganz gut mit ihren Sünden gelebt, woraus ich schließe, daß Beichte und Absolution zumindest in Einzelfällen absolut entbehrlich sind.

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Zitat von Cano am 15:39 - 27.März.2001

>> Wenn jemand Mist macht, hängt da auch die Kirche mit drin. << (dalet)

Stimmt! Die Kirche war beim Mistmachen immer gerne dabei.

Wer erteilt eigentlich der Kirche die Absolution?

Da in der Bibel derartiges nicht vorgesehen ist, steht zu befürchten, daß die Kirche immer auf ihren Sünden sitzen bleibt.

Bislang hat sie ja ganz gut mit ihren Sünden gelebt, woraus ich schließe, daß Beichte und Absolution zumindest in Einzelfällen absolut entbehrlich sind.


 

Hallo Cano,

 

nicht “die Kirche” hat Mist gebaut, sondern Menschen haben Mist gebaut!

 

Menschen haben in ihrer Eigenschaft als Mitglied der Kirche Unrecht begangen und sind schuldig geworden.

 

Deshalb brauchen die Menschen die Absolution, nicht die Kirche als Organisation. Dass viele Menschen ganz gut mit ihren Sünden leben und Beichte und Vergebung für entbehrlich halten, da stimme ich dir zu.

 

Liebe Grüsse

Angelika

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nicht “die Kirche” hat Mist gebaut, sondern Menschen haben Mist gebaut!

 

Menschen haben in ihrer Eigenschaft als Mitglied der Kirche Unrecht begangen und sind schuldig geworden.

 

Liebe Angelika,

 

entschuldige bitte, wenn ich deine Darstellung für sehr naiv halte. In diesem Sinne scheint es vernünftig, jede Institution aus der Verantwortung zu ziehen. Wie gefällt die denn Folgendes:

 

"Nicht der Nationalsozialismus als solcher hat Mist gebaut, sondern Menschen haben Mist gebaut!

Menschen haben in ihrer Eigenschaft als Mitglied der NSDAP Unrecht begangen und sind schuldig geworden."

 

Da kann man ja gleich die Hakenkreuze wieder aufhängen!

 

So geht das nicht!

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Hallo Boanerges,

 

>Hinter Moral steckt immer die Absicht zu unterdrücken und zu herrschen. <

 

Einverstanden.

 

>Die "Moraltheologie" der katholischen Kirche, hat meiner Meiniung nach, einzig eine andere Funktion. <

 

Wieso sollte sie? Ganz im Gegenteil!

 

>Sie spiegelt die Tradition auf deren Basis Entwicklung möglich ist. Ahistorismus und Reaktionismus, genauso wie Revolution sind bodenslose Ideologien.<

 

Klingt gewichtig, ist aber nicht nachvollziehbar.  

 

>Die Gesellschaft wird sich nicht ändern<

 

Völlig falsch!

 

>der Einzelne kann sich ändern<

 

Völlig richtig

 

>dazu hilft Reue, Gewissensspiegel, Beichte. <

 

POSITIVES fällt Dir nicht dazu ein?

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Hallo Ute,

 

ich bin der Meinung, dass nicht eine Institution etwas tut, sondern Menschen tun etwas, egal ob gut oder schlecht. Eine Institution kann deshalb nicht zur Verantwortung gezogen werden, sondern nur Menschen. Somit können sich Menschen auch nicht aus der Verantwortung stehlen, indem sie das Unrecht der Organisation zuschreiben. Wenn du dies für naiv hältst, o.k., das ist deine Ansicht.

 

Das Bild, das eine Institution in der Öffentlichkeit abgibt, hängt natürlich stark von ihren Mitgliedern ab.

 

Wenn eine Organisation (fast) ausschließlich aus Menschen besteht, die Unrecht oder gar Verbrechen begehen oder hinnehmen, kann man durchaus von einer kriminellen Organisation oder einer Verbrecherorganisation sprechen. Die Schuld bleibt aber eine persönliche Angelegenheit.

 

>>"Nicht der Nationalsozialismus als solcher hat Mist gebaut, sondern Menschen haben Mist gebaut!

Menschen haben in ihrer Eigenschaft als Mitglied der NSDAP Unrecht begangen und sind schuldig geworden."<<

 

Das gefällt mir gar nicht, weil ich es für stark untertrieben halte, beim Nationalsozialismus von “Mist” zu reden und weil ich den Vergleich mit der Kirche für verfehlt halte.

 

>>Da kann man ja gleich die Hakenkreuze wieder aufhängen!<<

 

Das Wort “man” ist genauso schwammig wie “Institution”. Es wären Menschen, die Hakenkreuze aufhängen.

 

Wie würdest du denn eine Institution zur Verantwortung ziehen?

 

Gruss

Angelika

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Zitat von lissie am 19:21 - 27.März.2001

 

>Die Gesellschaft wird sich nicht ändern<

 

Völlig falsch!

 

>der Einzelne kann sich ändern<

 

Völlig richtig

 


 

Liebe Lissie,

 

die Gesellschaft kann sich nicht ändern, das kann nur der Einzelne.

 

Sie wird sich ändern, wenn sich der Einzelne ändert.

 

Gruss

Angelika

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>ich bin der Meinung, dass nicht eine Institution etwas tut, sondern Menschen tun etwas, egal ob gut oder schlecht. Eine Institution kann deshalb nicht zur Verantwortung gezogen werden, sondern nur Menschen. Somit können sich Menschen auch nicht aus der Verantwortung stehlen, indem sie das Unrecht der Organisation zuschreiben. Wenn du dies für naiv hältst, o.k., das ist deine Ansicht. <

 

Liebe Angelika,

 

ich will Ute jetzt nicht vorgreifen, aber meiner Meinung nach hat sie mit dem Nationalsozialismus-Beispiel den Nagel auf den Kopf getroffen.

 

Es geht nämlich darum, inwiefern eine Organisation/Denksystem (Kirche, politische Partei) Menschen das Instrumentarium in die Hand gibt, mit dem sie Unheil anrichten können.  Wenn das nicht der Fall ist, als ein Mensch Mitglied in einer Organisation ist und ganz unabhängig von deren Ideologie Verbrechen begeht, dann kann man das sicher der Organisation nicht anrechnen.

 

Das Gedankengut des Christentums beinhaltet  leider sehr wohl (unter anderem) ein sehr gefährliches Instrumentarium: Ganz an erster Stelle steht der Anspruch auf absolute Wahrheit, gefolgt von der Überzeugung zu wissen was Sünde ist und was Gott will.  Das ist schon eine ganze Menge Sprengstoff, meinst Du nicht?

 

Die Menschen die im Namen der Kirche Fehler gemacht haben, haben sie aus vollster Überzeugung, im Namen EURES Gottes zu handeln gemacht....

 

 

Liebe Grüße

 

Lissie

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Liebe Lissie,

 

du wolltest mir zwar nicht vorgreifen, aber ich schließe mich deinen Ausführungen an. Genau das wollte ich damit ausdrücken. Danke!

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Lissie:>>Das Gedankengut des Christentums beinhaltet  leider sehr wohl (unter anderem) ein sehr gefährliches Instrumentarium: Ganz an erster Stelle steht der Anspruch auf absolute Wahrheit, gefolgt von der Überzeugung zu wissen was Sünde ist und was Gott will. Das ist schon eine ganze Menge Sprengstoff, meinst Du nicht?<<

 

Jetzt darf ich der Angelika mal vorgreifen.

 

Es ist vollkommener Nonsens den absoluten Wahrheitsanspruch der katholischen Kirche in seinem ursprünglichen und immer noch gültigen Sinn, als gefährliches Instrumentarium darzustellen. Die Kirche versteht sich nämlich nicht wie von Dir oder Ute als Menschmachwerk, sondern als Reich, nicht von dieser Welt, aber in der Welt wirkend. Christus das Haupt SEINER Kirche, nicht der unseren. Der Vergleich mit den Nazis, kopfschüttel!! Diese Ideologie war in sich schlecht und menschenverachtend. Wenn alle Christen, der frohen Botschaft mit dem Glauben von der Grösse eines Senfkornes, nachfolgen würden, gäb es einige Probleme weniger auf dieser Welt. Dass dies, zugegebenermassen in zu wenigen Fällen machbar ist, zeigen grosse Gestalten der Christenheit.  

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