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Wer spricht endlich von den Folgen?


theresia

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Da meines Erachtens die Folgen von Abtreibungen in der deutschen Öffentlichkeit totgeschwiegen werden, möchte ich hier zur Information eine Veröffentlichung des IMABE (Institut für medizinische Anthropologie und Bioethik) weitergeben. (Quelle: http://www.imabe.org unter "IMABE-Infos" - "Link der Woche" bei http://www.kath.net ):

 

 

THEMENREIHE DES INSTITUTS FÜR MEDIZINISCHE ANTHROPOLOGIE UND BIOETHIK

 

4/00 DAS  POST-ABORTION-SYNDROME (PAS)

   

 

 

 

1. Begriffserklärung

 

 

Die Tötung eines ungeborenen Kindes im Mutterleib stellt einen schwerwiegenden Eingriff in die natürlichen Abläufe des weiblichen Organismus dar. Je nach Lebenssituation der Frau können erhebliche Folgeerscheinungen auftreten. Die Symptome sind mit einem Unfallschock oder Vergewaltigungstrauma vergleichbar. Die Gesamtheit der Symptome (welche als Folge von Abtreibungserlebnissen auftreten) wird als Post-Abortion-Syndrom bezeichnet. Das PAS setzt sich aus psychischen, psychosomatischen und körperlichen Folgen zusammen.

 

 

 

a) Psychische Symptome:

 

 

Ungefähr 80% der Frauen berichten von schweren psychischen Spätfolgen nach einer Abtreibung.[ii] Häufig werden dabei folgende Leiden festgestellt: In Befragungen sprechen viele der Frauen von Stimmungsschwankungen und depressiven Zuständen nach der Abtreibung. Etwa 35% der Frauen weinen seit der Abtreibung häufiger, ohne eigentlich einen konkreten Grund dafür angeben zu können.[iii] Eine besonders hohe Wachsamkeit (Hypervigilanz) kann den Körper ergreifen. Die Betroffene kann übertrieben schreckhaft sein und an intensiven Ängsten leiden, die begleitet sind vom Gefühl der Hilflosigkeit und dem Gefühl, keine Kontrolle mehr über sich zu haben. Dies kann reizbar und aggressiv machen. Zeichen nervlicher Schwäche, wie z.B. Schweißausbrüche, Zittern, Erröten oder Erblassen, begleiten die Frau. Außerdem kann die ständige Alarmbereitschaft naturgemäß zu Schlafstörungen führen. Alpträume bei Tag (sog. „Flashbacks“ - bei 63% der Frauen) und bei Nacht können immer wiederkehren und holen das Ereignis mit schmerzlicher Intensität zurück. Verständlicherweise werden Situationen, die an das Trauma erinnern, vermieden. Oft kommt es zu einem sozialen Rückzugsverhalten und das Gefühl der Vereinsamung macht sich breit. Leere und Ziellosigkeit gehen damit einher und sind klassische Auslöser für Depressionen und Schuldgefühle. Quälende und selbstzerstörerische Gedanken können ständige Begleiter werden und nicht selten wird die Zuflucht in Alkohol und Drogen gesucht oder Medikamente missbraucht. Viele Frauen erleben vermehrt Lustlosigkeits- und Ekelgefühle beim Sexualverkehr und Wut und Hass gegenüber dem Kindesvater, dem abtreibenden Arzt und Männern generell. In der Folge kommt es häufig zu Beziehungsstörungen bzw. zum Abbruch der Beziehung.

 

 

 

B) Psychosomatische Symptome: [iv]

 

 

Frauen klagen häufig über psychosomatische Beschwerden, das Schuldgefühl wird nicht mehr bewusst erlebt, sondern als körperliches Leiden abgewandelt. So können psychosomatische Erkrankungen, wie Kopfschmerzen, Migräne, Unterleibsbeschwerden (ohne direkte organische Ursache)[v], Durchfall, Verstopfung, Anorexie (Magersucht), Bulimie (Freßsucht), etc. entstehen.

 

 

 

c) Körperliche Symptome: [vi]

 

 

Hier wird unterschieden zwischen den Frühkomplikationen nach der Abtreibung und den Spätfolgen. Zu den Frühkomplikationen zählt man Blutungen, Verletzungen der Gebärmutter (Gebärmuttereinriss) oder akute Infektionen (z.B. verursacht durch Rückstände im Uterus). Die Spätfolgen beinhalten Verwachsungen im Unterleib, Menstruationsstörungen, Unfruchtbarkeit (oft als Folge von Infektionen), Neigung zu Früh- oder Fehlgeburten (durch Verletzung des Muskels, der die Gebärmutter umschließt und dann bei weiteren Schwangerschaften dem Gewicht des Kindes oft nicht mehr standhalten kann), erhöhte Rate an Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaften, Störungen der Harnblase und des absteigenden Dickdarms (das innere Genitale, die Blase und der absteigende Dickdarm sind eine funktionelle Einheit). Außerdem wirkt sich chronischer Schmerz negativ auf das Immunsystem aus, was wiederum bedeutet, dass das Risiko von Infektionen und Krebs (besonders Brustkrebs) erhöht wird.

 

Oft sind die auftretenden Symptome nicht auf den ersten Blick in Zusammenhang mit der Abtreibung zu bringen, ein bewusstes Nachfühlen und Nachfragen in diese Richtung kann auf die Spur eines verdrängten Leidens führen. Manche Frauen erleben zunächst Erleichterung nach der Abtreibung. Die „Krisenzeiten“ können verstärkt zu folgenden Zeiten auftreten: unmittelbar nach dem Eingriff, in den ersten Wochen nach der Abtreibung, um den errechneten Geburtstermin, ein Jahr nach der Abtreibung, nach der Geburt eines Kindes in der Familie oder im engeren Bekanntenkreis und ganz massiv im Klimakterium. Vielfach wiederholt sich eine Krise am Jahrestag der Abtreibung oder des errechneten Geburtstages des Kindes.[vii]

 

 

 

Das British Medical Journal hat im September d.J. einen Artikel veröffentlicht, in dem eine Frau ihre Erfahrungen nach einer Abtreibung beschreibt. Unter dem Titel „Abortion - a hell of a decision“ berichtet sie unter welchen körperlichen und psychischen Folgen sie zu leiden hatte und wie schließlich ihre Ehe gescheitert ist.[viii]

 

 

 

Auch Männer können unter milderen Folgen des PAS leiden. Doch meistens gelingt es ihnen erfolgreich, ein Leben lang Verdrängungsmechanismen in Gang zu halten, die sie vor den gröberen Symptomen bewahren. [ix]

 

 

 

2. Psychologische Aspekte und Heilungsansätze [x]

 

 

Eine Abtreibung kann also Folgen haben. Erfahrungen von Ärzten, Psychologen, Seelsorgern und Beratern bestätigen, dass eine „nichtverarbeitete“ Abtreibung kein abgeschlossenes Geschehen ist, sondern  oft in die Zukunft wirkt. Dieses Erleben kann zum Trauma werden und bleibt gespeichert. Das Abschieben schmerzlicher Gedanken und Gefühle, die mit dem Ereignis zu tun haben, ist nur eine momentane Hilfe, denn früher oder später reagiert das Unterbewusstsein. Um ein Kind abtreiben zu können, muss man erst die eigenen Gefühle abwürgen und das Kind vergegenständlichen. Dann beginnt der Rationalisierungsprozess gegen das Gewissen. Um nach diesem Trauma das Leben wieder in Griff zu kriegen, werden Verteidigungsmechanismen in Gang gesetzt, mit denen Frauen versuchen, die psychischen Spätfolgen einer Abtreibung zu verarbeiten: die Verdrängung, die Projektion oder Rechtfertigung und die Konfrontation.

 

 

 

a) Verdrängung

 

 

Hier handelt es sich um das Abschieben des Traumas aus dem Bewusstsein in das Unterbewusste. Alles, was verdrängt wird, ist aber nicht verarbeitet. Deshalb setzen bei der Verdrängung sehr häufig funktionelle Störungen ein, d.h. der seelisch nicht verarbeitete Eingriff reagiert sich auf der körperlichen Ebene ab.

 

 

 

B) Projektion und Rechtfertigung

 

 

Manche Frauen versuchen die Verantwortung für den Schwangerschaftsabbruch abzuschieben und anderen anzulasten. Das ist der Mechanismus der Projektion. Frauen übertragen dann ihre Probleme, aber auch die Schuld- und Hassgefühle auf andere Personen, z.B. den Partner, Arzt, Eltern, Freunde - oder generell auf alle Männer. Dadurch entstehen erhebliche Beziehungsstörungen. Drängte der Mann stark auf den Schwangerschaftsabbruch, dann „erscheinen die Störungen als eine Art Rache gegenüber dem Eingriff in die Freiheit der Persönlichkeit und als eine Art harter Belehrung des Mannes über sein Unrecht.“[xi]  Doch werden auch oft heftige Vorwürfe und Aggressionen gegen den Arzt laut, der die Patientin z.B. wegen einer möglichen oder wahrscheinlichen Behinderung des Kindes übertrieben geängstigt oder zum Abbruch gedrängt hat bzw. vorher die Frau nicht genug über die möglichen psychischen Folgen aufgeklärt hat. Ohne den schwierigen Schritt der Vergebung führt dieses Verhalten in Sackgassen der Persönlichkeitsentwicklung, etwa zu Verbitterung.

 

Manche Frauen versuchen auch, sich immer wieder zu rechtfertigen und verteidigen ihre Entscheidung, obwohl sie niemand angreift.

 

 

 

c) Konfrontation

 

 

Erst die bewusste Auseinandersetzung mit der Tötung des Kindes und die Anerkennung der Fakten (Schuld) kann Erleichterung bringen. Gewöhnlich läuft der Mechanismus der Konfrontation in mehreren Phasen ab.

 

Erste Phase: Die Frau versucht, zu ihrer Schuld zu stehen, verdrängt nicht, projiziert nicht und rechtfertigt sich nicht. Sie empfindet Reue über die Tötung ihres ungeborenen Kindes und beginnt mit der Trauerarbeit. Diese besteht mit dem Aussprechen und damit Wiedererinnern des traumatischen Erlebens (Gedanken, Gefühle, Sinneswahrnehmungen, körperliche Reaktionen) und v.a. des Affekts, der es begleitet hat. Dieses ausführliche und genaue Erzählen, oft begleitet von heftigem Weinen, soll dazu führen, dass die Frau den schweren Verlust, den sie durch die Abtreibung erlitten hat, erkennt und dass sie diesen Verlust des Kindes letztlich auch akzeptieren kann. Hier werden auch ihre Gefühle gegenüber Mitverantwortlichen zum Ausdruck gebracht.

 

Zweite Phase: Die Frau muss lernen, die Tatsache, dass sie abgetrieben hat, aufzuarbeiten. Beispielsweise wird in Selbsthilfegruppen[xii] für betroffene Frauen versucht, das Thema zu enttabuisieren und offen zu besprechen. Hier können Frauen sich auch mit ihren abgetriebenen Kindern „versöhnen“. Dazu ist es notwendig, das getötete Kind als Person zu erkennen. Manchmal hilft es, dem Kind einen Namen zu geben, wodurch die Beziehung zum Kind konkreter, fassbarer wird. Auch besteht die Möglichkeit, das Kind symbolisch zu begraben und dadurch das Abschiednehmen zu verbildlichen. Es ist auch gut, sich eine Vorstellung zu machen, wo das Kind jetzt ist. Sehr tröstlich empfinden religiöse Frauen die Vorstellung, dass das Kind „im Herrn lebt“. Die Versöhnung und Vergebung ist wohl der schwierigste Schritt in diesem Prozess. Durch den Akt der Vergebung kann der Zorn überwunden und der Schmerz vermindert werden. Die Frau muss versuchen, den „Mittätern“ zu verzeihen und auch selbst um Verzeihung bitten (das Kind, Gott). Meist müssen die Frauen, auch wenn ihnen im Rahmen eines Beichtgespräches die Vergebung zugesagt wird, lernen sich selbst zu verzeihen. Dann erst ist es möglich, dass sie Vergebung im Vertrauen auf Gott tatsächlich selbst annehmen und erfahren. Die Bewusstmachung, dass Gott ein Verzeihender[xiii] ist, dass er um die Bedrängnis, um die Umstände, die zu einer Abtreibung geführt haben weiß und dass er das Heil aller Menschen will, ermöglicht es vielleicht auch, Zugang zu ihm zu finden. Denn tiefe Wunden und tiefe Verzweiflung bedürfen seiner liebenden Zuwendung, die zuerst einmal im einfühlsamen Arzt, Therapeuten oder Seelsorger spürbar wird. Für die Heilung seelischer Verletzungen ist es wichtig, dass auch geeignete psychotherapeutische Methoden miteinbezogen werden.

 

Dritte Phase: „Tragfähige“ Beziehungen werden von der Frau wieder erneuert und hergestellt. Die Frau entwickelt einen Neuanfang für ihr Leben. Aus jedem Fehler kann man lernen und er birgt eine Chance in sich. So wird eine Neubewertung des Lebens möglich und das gesunkene Selbstwertgefühl der Frau wieder gestärkt.

 

Die Frau versucht in dieser letzten Phase, die Tötung ihres Kindes wiedergutzumachen. So kommt es im Leben dieser Frauen immer wieder zu Phasen, in denen sie die Abtreibung nochmals erleben und psychisch nachvollziehen. Manche begehen den „Jahrestag der Abtreibung“ mit einer guten Tat und laden z.B. ein Kind aus dem Kinderheim zu sich ein. Andere Frauen versuchen ein Kind zu adoptieren, weil sie meinen, durch die Adoption Psyche und Gewissen zu erleichtern.

 

 

 

3. Statistische Daten

 

 

Das Elliot Institut (in Springfield, USA) hat unter der Leitung von David C. Reardon 1994 eine Studie veröffentlicht, in der 260 Frauen im Alter von 15 bis 35 aus 35 Staaten, Fragen zu ihrer persönlichen Lebenssituation, ihrem Gefühlszustand nach der Abtreibung, ihren Symptomen und Verhaltensänderungen nach der Abtreibung beantwortet haben.[xiv] Hier sollen nur einige dieser Daten wiedergegeben werden:

 

 

 

a) Aussagen über den Gefühlszustand:

 

Ø       92,6% haben starke Schuldgefühle

 

Ø       91,8% fühlen Reue

 

Ø       91,0% sind beschämt

 

Ø       88,2% leiden unter einer Depression

 

Ø       85,9% fühlen sich wertlos

 

Ø       85,7% können sich selbst nicht verzeihen

 

Ø       83,6% fühlen sich einsam

 

Ø       80,8% fühlen Zorn

 

Ø       05,1% fühlen einen inneren Frieden

 

 

 

B) Aussagen über die Symptome

 

Ø       82,3% verlieren ihr Selbstwertgefühl

 

Ø       75,5% haben einen Verlust des Selbstver-

 

     trauens

 

Ø       63,1% klagen über Flashbacks

 

Ø       55,8% haben Selbstmordgedanken

 

Ø       50,8% haben hysterische Weinkrämpfe

 

Ø       46,4% haben Alpträume

 

Ø       38,6% leiden unter Essstörungen

 

 

 

c) Aussagen über Verhaltensänderungen

 

Ø       66% beendeten die Beziehung mit ihrem Sexualpartner nach der Abtreibung

 

Ø       47,5% sind mehr gewalttätig geworden, wenn sie verärgert waren

 

Ø       40,6% begannen, Drogen zu nehmen

 

Ø       36,5% flüchteten in den Alkohol

 

 

 

d) Allgemeine Aussagen zur Abtreibung

 

Ø       86,6% waren sicher, die falsche Entscheidung getroffen zu haben.

 

Ø       72,7% gaben an, ihre Entscheidung abzutreiben, versetzte sie in Agonie.

 

Ø       60,5% meinten, ihre Entscheidung zur Abtreibung stimme nicht mit ihrer früheren Überzeugung überein.

 

Ø       25,8% sind der Meinung, dass Abtreibung eine legale Lösung für alle Frauen sein sollte.

 

Ø       60,9% stimmten überein, dass die Abtreibung ihr Leben verschlechterte.

 

 

 

Jene Frauen, die bereits einmal abgetrieben haben, sind eher bereit, dies wieder zu tun. 45% aller Frauen, die abtreiben, lassen die Abtreibung zum wiederholten Male durchführen. Wenn nun die erste Abtreibung für viele Frauen mit einem traumatischen Erlebnis verbunden ist, warum erhöht sich nach erfolgter Abtreibung und der damit verbundenen negativen Erfahrung trotzdem das Risiko für weitere Abtreibungen? Der scheinbare Widerspruch hängt mit dem durch die Abtreibung hervorgerufenen verminderten Selbstwertgefühl, das sich bis zur Selbstverachtung steigern kann, zusammen. Dadurch kommt es häufig zu Promiskuität, d.h. die Frauen sind bereit, den Partner öfter zu wechseln. Damit erhöht sich aber die Wahrscheinlichkeit, dass der neue Partner, an den man ja gar nicht fest gebunden ist, bei einer Schwangerschaft Druck ausübt und zur Abtreibung drängt oder gar zwingt.

 

 

 

4. Schlussgedanken

 

 

Bei einer Abtreibung gibt es zwei Opfer: Das Kind und die Mutter. Das Kind bezahlt mit seinem Leben, für die Mutter entstehen oft schwere und langwierige Leiden. Auch jene Frauen, die von Anfang an überzeugt waren, mit der Abtreibung die richtige Wahl getroffen zu haben, sind später nicht davor gefeit, den Verlust ihres Kindes zu betrauern. In der Regel werden die Frauen vor einer Abtreibung nicht angemessen informiert. Die im Gesetz festgeschriebene Beratungspflicht wird von Ärzten vielfach nur sehr halbherzig wahrgenommen. Frauen erfahren weder etwas über den aktuellen Entwicklungsstand ihres Kindes, noch über die bereits bestehende emotionale Bindung und ihre Beziehung zum Kind, geschweige denn Fakten über die körperlichen Risiken und die Intensität der psychischen Folgeerscheinungen.

 

Es würde oft nicht zu einer Abtreibung kommen, wären betroffene Frauen besser über alle diese oben genannten Tatsachen informiert bzw. würden sie von ihrer Umgebung mehr Unterstützung erfahren.

 

 

 

-----------------------------------------------------------------

 

Vgl. Morschitzky Hans, Angststörungen, Springer Verlag, Wien - New York 1998, S. 356ff; Morschitzky Hans, Somatoforme Störungen, Springer Verlag, Wien 2000; Ney, Philip G., Deeply Damaged, Canada 1997

 

[ii] Simon Maria, Post-abortional-Syndrom in: IMABE-Quar-talsblätter 2/93

 

[iii] Simon Maria, Post-abortional-Syndrom in: IMABE-Quar-talsblätter 2/93

 

[iv] Nach den Erfahrungen von RAHEL e.V. (eine Selbsthilfegruppe für betroffene Frauen und Männer gegründet 1992 in Deutschland - Hofheim bei Frankfurt), vgl. http://members.aol. com/rahelweb/fHauptseite.htm

 

[v] Vgl. Müller-Hartburg Imma, Frauengesundheit, Unterbauchsschmerzen in: ÄrzteWoche (www.infoline.at/frauenge-sundheit/unterbauchschmerzen.htm)

 

[vi] Vgl. Beers, M.H., Berkow, R., Das MSD Manual, Urban & Fischer, Haar 2000, 6. Auflage, S. 2432f; Schweiger Karl (Hrsg.), Du darfst leben!, Hänssler Verlag, Stuttgart 1995, S. 34f; Ney, Philip G., Deeply Damaged, Canada 1997

 

[vii] Schweiger Karl (Hrsg.), Du darfst leben!, Hänssler Verlag, Stuttgart 1995, S. 37f

 

[viii] Vgl. Abortion - a hell of decision in: BMJ 2000; 321: 579

 

[ix] Vgl. The Cost of Abortion - Higher Than You Might Think in: Life Issues Connector, October 2000, S. 7

 

[x] FN 4

 

[xi] Meyer A, Zentralblatt für Gynäkologie 1940, 9, S. 354-365

 

[xii] Beratungsstellen sind der Redaktion bekannt, Informationen im Imabe-Institut, Tel. 715 35 92

 

[xiii] Vgl. Lk 15, 11-32

 

[xiv] vgl. Reardon David C., The Post Abortion Review, Elliot Institute 1994 oder Reardon David C., Psychological reactions reported after abortion in: http://www. afterabortion.org/sur-vey2.htm

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Liebe Theresia!

 

Ich finde es sehr gut, daß Du auf das post-abortion-syndrome hinweist.

 

Leider interessieren sich die meisten Männer nicht dafür (auffällige Beispiele dafür findest Du in diesem Forum zuhauf!) , sie sind ja ihrer Meinung nach nur zuständig dafür, diese Situation bei den Frauen erst hervorzurufen.

 

Was danach mit diesen Frauen passiert, geht sie dann nichts mehr an: also, es gibt da wohl nichts Neues unter der Sonne: heute wie damals läßt man die Frauen mit ihren schwerwiegenden Problemen alleine, die sie nach einer Abtreibung bekommen (dies tun ja bevorzugterweise diejenigen Männer, die sich doch soooo seeehrr füüüür die Frauen bzw. auf ihr Recht auf "Selbstbestimmung" einsetzen!).

 

Aber vielleicht beschäftigt sich die eine oder andere Frau mal mit diesem Thema - möglichst bevor sie sich dazu entschließt, ihr Kind töten zu lassen.

 

Viele Grüße

Katharina

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>> : heute wie damals läßt man die Frauen mit ihren schwerwiegenden Problemen alleine, die sie nach einer Abtreibung bekommen (dies tun ja bevorzugterweise diejenigen Männer, die sich doch soooo seeehrr füüüür die Frauen bzw. auf ihr Recht auf "Selbstbestimmung" einsetzen!). << (Katharina)

 

Immer diese Verallgemeinerungen!

 

Genauso, wie nicht alle Männer ihre Frauen schlagen, lassen auch nicht alle Männer ihre Frauen nach einer Abtreibung mit ihren Problemen allein. Im übrigen gibt es auch eine ganze Reihe Frauen, die eine oder gar mehrere Abtreibungen ohne Probleme überstanden haben (Jutta Ditfuhrt behauptet das beispielsweise von sich und ist, zu meinem Entsetzen, auch noch stolz darauf).

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Zitat von Katharina am 13:36 - 9.April.2001

Liebe Theresia!

 

Ich finde es sehr gut, daß Du auf das post-abortion-syndrome hinweist.

 

Leider interessieren sich die meisten Männer nicht dafür (auffällige Beispiele dafür findest Du in diesem Forum zuhauf!) , sie sind ja ihrer Meinung nach nur zuständig dafür, diese Situation bei den Frauen erst hervorzurufen.

 

Aber vielleicht beschäftigt sich die eine oder andere Frau mal mit diesem Thema - möglichst bevor sie sich dazu entschließt, ihr Kind töten zu lassen.


 

Liebe Katharina,

 

meine obige Aussage bezog sich nicht auf ein Geschlecht, sondern auf die Denkweise der Menschen.

 

Frauen, die keine Schwangerschaftsunterbrechung hinter sich bzw. vor sich haben, werden sich über die vermeintlichen Folgen einer Schwangerschaft (jede Frau reagiert anders darauf), genau soviel Gedanken machen, wie ihre männlichen Geschlechtsgenossen. Nämlich fast keine.

 

Die Situation der Schwangeschaft wird im Normalfall von beiden hervorgerufen. Zumindestens sollte die körperliche Liebe eine Sache der Gegenseitigkeit sein.

 

Eine Frau, die eine Schwangerschaftsabbruch durchführen läßt (aus welchen Gründen auch immer) wird von sich nie sagen, dass sie eine Kindestöterin ist.

Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass du liebe Katharina, eine Freundin oder gute Bekannte so bezeichnen würdest.

Ich meine, dann sollte man in der allgemeinen Ausdrucksweise ebenso verfahren.

 

Gruß Pedrino

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Hallo zusammen.

 

Aber liebe Katharina, männerfeindliche Pauschalurteile aus Deinem Munde - ich bin sehr erstaunt smhair1.gif

 

Lieber Cano: >> Jutta Ditfuhrt behauptet das beispielsweise von sich und ist, zu meinem Entsetzen, auch noch stolz darauf<<

 

Du betonst zu Recht, daß Frau Ditfuhrt (oder Dittfurth?) das BEHAUPTET - ich habe gerade bei solcher zur Schau getragenen Wurschtigkeit häufig den Verdacht, daß hier eine massive Verdrängung vorliegt. Man kann ja auch ertrinken und den Zuschauern sagen, man habe fürchterlichen Durst, nur damit niemand merkt, daß man nicht schwimmen kann.

 

An Pedrino und Explorer hätte ich die Frage, warum Euch das nicht interessiert.Eine mir bekannte Fachärztin für Psychiatrie hat jedenfalls die Parxis voll mit solchen Fällen.

 

Liebe Grüße

 

Thomas

 

 

 

(Geändert von ThomasBloemer um 14:24 - 9.April.2001)

 

 

(Geändert von ThomasBloemer um 14:30 - 9.April.2001)

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Naja, lieber Thomas, also ausgerechnet mir "Männerfeindlichkeit" zu unterstellen ... roflmao.gif

 

Schließlich meint es keine so gut mit Euch wie ich wave.gif

 

(Geändert von Katharina um 14:36 - 9.April.2001)

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Franciscus non papa


Zitat von Katharina am 14:35 - 9.April.2001

Naja, lieber Thomas, also ausgerechnet
mir
"Männerfeindlichkeit" zu unterstellen ...
roflmao.gif

 

Schließlich meint es keine so gut mit Euch wie ich
wave.gif

 

(Geändert von Katharina um 14:36 - 9.April.2001)


 

hallo katharina,

 

aber die männer müssen schon auch eine starke frau vertragen können - lol

 

gruß

 

franz

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Lieber Pedrino!

 

>>Eine Frau, die eine Schwangerschaftsabbruch durchführen läßt (aus welchen Gründen auch immer) wird von sich nie sagen, dass sie eine Kindestöterin ist.

Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass du liebe Katharina, eine Freundin oder gute Bekannte so bezeichnen würdest.

Ich meine, dann sollte man in der allgemeinen Ausdrucksweise ebenso verfahren. <<

 

Also, wenn wir uns schon auf irgendwelche Sprachregelungen einigen wollten, dann sollten wir das auf eine korrekte, realistische Art und Weise tun.

Bei Deinen Begriffsdefinitionen fällt auf, daß sie sachlich nicht richtig sind, weil sie nämlich genau das Gegenteil von dem für sich in Anspruch nehmen, was sie eigentlich gerechterweise ausdrücken sollen. Sie sollen die Wirklichkeit abbilden und nicht im Dienste Deiner eigenwilligen Interpretation der Dinge stehen:

 

1) "Schwangerschaftsunterbrechung" gibt es nicht!

Man kann keine Schwangerschaft, nachdem man sie "unterbrochen" hat, wieder weiterführen. Das Kind, das dabei getötet wurde, wird nicht mehr lebendig!

 

2) Eine "Tötung" ist eine "Tötung", da führt nun mal kein Weg daran vorbei! Bitte vermisch das jetzt nicht mit einem Urteil darüber, inwieweit eine Frau selbst dafür verantwortlich gemacht werden kann. In den allermeisten Fällen werden die Frauen von ihren Männern, bzw. Freunden dazu gezwungen.

Davon jedoch ganz abgesehen wird bei einer Abtreibung ein Kind getötet, das steht nun mal ganz außer Frage.

 

Übrigens für diejenigen, die nur an das glauben, was sie selbst sehen können (für die also Dinge wie Luft, Liebe etc. gar nicht existieren können...): Im letzten Jahr sind in Deutschland 154 Kinder nach der 22. Schwangerschaftswoche getötet worden (Stichwort: Spätabtreibung), also zu einem  Zeitpunkt, zu dem sie außerhalb der Gebärmutter schon überlebensfähig sind!

 

Wir sollten uns davor hüten, Begriffe nach eigenem Gutdünken uminterpretieren zu wollen: das taten schon die Nazis, indem sie Juden als "Ungeziefer" bezeichneten und damit zum  Abschuß frei gaben.

 

Außerdem finde ich es schade, daß Du Dich nur dann um schreckliche Folgen kümmerst, die andere Leute zu ertragen haben, wenn Du selbst davon betroffen bist:

Obwohl ich selbst kein Kind abgetrieben habe, sind mir die physischen und psychischen Schäden abtreibender Frauen nicht egal.

 

Gruß

Katharina

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Lieber Franz, ich grüße Dich!

In Wirklichkeit bin ich aber eine ganz schwache Frau, das weißt Du doch wavey.gif

 

Liebe Grüße

Katharina

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Zitat von ThomasBloemer am 14:17 - 9.April.2001

 

An Pedrino und Explorer hätte ich die Frage, warum Euch das nicht interessiert.Eine mir bekannte Fachärztin für Psychiatrie hat jedenfalls die Parxis voll mit solchen Fällen.

 


 

Hallo Thomas,

 

um allgemein zu antworten. Ich sehe mir z. B. grundsätzlich keine sozialkritischen Filme an. Ich weiß, wie problematisch das Leben ist, dies muss ich mir nicht noch durch die Medien "hineinziehen".

 

Gruß Pedrino

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Zitat von Katharina am 14:53 - 9.April.2001

 

1)
"Schwangerschaftsunterbrechung" gibt es nicht!

 

Außerdem finde ich es schade, daß Du Dich nur dann um schreckliche Folgen kümmerst, die andere Leute zu ertragen haben, wenn Du selbst davon betroffen bist:

Obwohl ich selbst kein Kind abgetrieben habe, sind mir die physischen und psychischen Schäden abtreibender Frauen nicht egal.


 

Liebe Katharina,

 

selbstverständlich gibt es keine Schwangerschaftsunterbrechung. Ich meide grundsätzlich diesen Begriff, habe mich nur verschrieben. Im dritten Absatz stimmt es ja wieder.

 

Überall da, wo ich keinen Einfluß habe, nehme ich den Sachverhalt kritisch zur Kenntnis, kümmere ich mich aber nicht darum. Was gibt es für einen Sinn, mit dem Kopf gegen die Wand laufen zu wollen?

 

Zudem identifiziere ich mich grundsätzlich nicht mit den "Sorgen" fremder Leute, weil, wie oben bereits beschrieben, ich sowieso nicht helfen kann.

 

Gefühlsneutralität schont die, durch den Arbeitsalltag stark strapazierten Nerven.

 

Gruß Pedrino

 

 

(Geändert von pedrino um 16:03 - 9.April.2001)

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liebe katharina

 

>>Leider interessieren sich die meisten Männer nicht dafür (auffällige Beispiele dafür findest Du in diesem Forum zuhauf!) , sie sind ja ihrer Meinung nach nur zuständig dafür, diese Situation bei den Frauen erst hervorzurufen. <<

 

5:2 für die Männer was die Anzahl angeht.

Selten hat sich eine Verallgemeinerung so schnell ad absurdum geführt.

 

Auf Inhalt von Frauenmeinung kann ich leider nicht eingehen da nichts bis auf die Eingangsproblematik vorhanden.

 

Gruss helmut

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"An Pedrino und Explorer hätte ich die Frage, warum Euch das nicht interessiert." (Thomas)

 

Lieber Thomas,

Die Frage des Topics heisst: "Wer spricht endlich von den Folgen?"

Darauf schrieb pedrino "Wer will sie hören?"

Und ich antwortete mit "Relativ niemand!"

 

Ich wollte damit lediglich der m.E. rhetorischen Frage von pedrino eine Antwort geben. Ich habe das Posting von pedrino so verstanden, als ob er sagen wollte "Die Gesellschaft will die Folgen nicht hören."

Wer, ausser Frauen, die schon eine Abtreibung hinter sich haben, beschäftig sich mit solchen post-abortion-syndromes? Niemand! Wenn du heute auf die Strasse gehst und nach dem "post-abortion-syndrome" fragst, wer wird schon wissen was das ist? Und wenn man es ihnen erklärt, wer wird es sich merken? Man bekommt vielleicht (wenn überhaupt) ein "Schlimm, schlimm!" als Antwort und damit hat sich's.

 

Liebe Katharina,

falls du mit diesen "auffälligen Beispielen" mich gemeint hast, so hoffe ich, dass ich mein Posting oben verdeutlicht habe. Ich wollte nicht sagen, dass ich den Text von Teresia für Quatsch halte, sondern dass man damit auf relativ wenig interesse in der Gesellschaft stößt.

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liebe theresia

 

in vielem stimme ich mit dem von dir vorgestellten beitrag überein.

offen bleibt was von dem als folge genannten problemen

ursache oder teilursache der abtreibung ist.

den anteil alkoholkranker und drogensüchtiger frauen als folge der abtreibung kann ich nicht nachvollziehen.

oder gelten diese spezifischen zahlen nicht für deutschland?

 

gruss helmut

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"Das British Medical Journal hat im September d.J. einen Artikel veröffentlicht, in dem eine Frau ihre Erfahrungen nach einer Abtreibung beschreibt. Unter dem Titel „Abortion - a hell of a decision“ berichtet sie unter welchen körperlichen und psychischen Folgen sie zu leiden hatte und wie schließlich ihre Ehe gescheitert ist." (aus dem Eingangsposting von theresia)

 

Das ist die eine Seite der Medaille.

 

Andere Frauen machen ebenfalls die "Hölle der Entscheidung" durch und entscheiden sich gegen eine Abtreibung. Und wegen dieser Entscheidung haben sie dann ebenfalls unter körperlichen und psychischen Folgen zu leiden, was schließlich zum Scheitern der Ehe führt.

 

Es ist keineswegs so, daß die Austragung des Kindes immer die bessere Entscheidung ist. Man (= Frau) kann auch daran kaputtgehen, daß man (= Frau) nicht abgetrieben hat.

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Meiner Meinung nach ist jeder Schwangerschaftsabbruch einer zuviel. Es sollte alles dafür getan werden, daß eine Frau nicht abzutreiben braucht.

Ich könnte allerdings nicht für die Bestrafung von Frauen eintreten, die abgetrieben haben:

 

Gründe:

 

- Abtreibungen würden trotzdem stattfinden - illegal und mit hohen Verletzungs- und Todesraten für die Frauen

- auch wenn das ungeborene Leben ein neues Individuum ist, die Schwangerschaft ist auch Bestandteil der Frau

 

Mich interessiert folgendes:

 

In wie weit würden katholische Christen gehen, bei einer 'kirchengetreuen' Änderung (Rückreformierung)des § 218?

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Hallo Kölscher!

 

Die Tatsache, daß es auch bei einem Verbot zu Abtreibungen kommen wird, sollte wohl kaum ein Grund gegen eine diesbezügliche Gesetzgebung sein.

Ebenso dürften mit der gleichen Argumentation dann auch Mord und Totschlag nicht rechtlich verfolgt werden (kommt ja schließlich auch trotz entsprechender Verbote vor).

Außerdem gibt es auch Todesfälle unter den abtreibenden Frauen, wenn die Abtreibung "legal" durchgeführt wird.

 

"Die Schwangerschaft ist auch Bestandteil der Frau" ?

Was heißt das denn? Die Tatsache, daß ein Kind (und nicht eine "Schwangerschaft" ) im Leib der Mutter wächst, heißt doch nicht, daß man dieses Individuum einfach töten darf!

 

>>In wie weit würden katholische Christen gehen, bei einer 'kirchengetreuen' Änderung (Rückreformierung)des § 218?<<

 

Diese Frage habe ich nun leider absolut nicht verstanden. Könntest Du sie bitte etwas genauer formulieren?

 

Grüße

Katharina

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Cano >Im übrigen gibt es auch eine ganze Reihe Frauen, die eine oder gar mehrere Abtreibungen ohne Probleme überstanden haben (Jutta Ditfuhrt behauptet das beispielsweise von sich und ist, zu meinem Entsetzen, auch noch stolz darauf). <

 

Darauf stolz zu sein, eine Abtreibung ohne Probleme überstanden zu haben ist natürlich Unsinn. Sich dafür zu schämen, sie ohne Probleme überstanden zu haben aber ebenfalls.

 

Zwischen den beiden Polen "stolz auf problemlose Abtreibung" und "Post Abortion Syndrome" leigen allerdings jede Menge Grautöne. Angefangen von einem kleinen Anflug von Traurigkeit über eine ein paar Tage anhaltende Depressionsphase bis hin zu schwerwiegenderen und läneranhaltenden Problemen. Die meisten Frauen die ich kenne, haben es ganz gut mit ein paar Tagen Stress überstanden.

 

Da ich aber daran gewöhnt bin, mich hier in einem Forum zu befinden, indem trotzig nur das geglaubt wird, was geglaubt werden WILL, erwarte ich jetzt natürlich die totale Ignoration dieser Tatsache. Sei´s drum!

 

 

 

Lissie

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Hallo Katharina,

 

hier liegt nun mal ein Fall vor, bei dem die Pönalisierung der Tat mehr Opfer hervorbringen würde, als ohnehin schon gegeben sind.

 

Von daher hat die Pönalisierung wenig Sinn.

 

Zur Schwangerschaft:

 

Auch wenn das ungeborene Leben ein anderes ist, ist die Mutter damit schwanger. Ihr eigener Leib ist davon mitbetroffen. Und der Leib gehört nun mal auch der Mutter. Das rechtfertigt nicht alles, bringt aber mildernde Umstände, so daß man nicht von 'Mord' sprechen kann.

 

Meine Frage anders formuliert:

 

In wie weit würden katholische Christen gehen, wenn sie im Bundestag die Mehrheit hätten, und den § 218 wieder in seine ursprüngliche bzw. in eine schärfere Form bringen könnten: wie z.B. lebenslänglich auf Abtreibung, Strafbarkeit des Versuchs?

 

Gruß

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>In wie weit würden katholische Christen gehen, wenn sie im Bundestag die Mehrheit hätten, und den § 218 wieder in seine ursprüngliche bzw. in eine schärfere Form bringen könnten: wie z.B. lebenslänglich auf Abtreibung, Strafbarkeit des Versuchs? <

 

Die Frage ist so interessant, daß man sie allgemeiner formulieren sollte: Wie weit würden katholische Christen gehen, wenn sie im Bundestag die Mehrheit hätten???

 

Ich mach da mal einen neuen Thread auf.

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Gute Idee, Lissie!

 

Trotzdem noch die Frage:

 

Wie sähe ein 'katholisch' gebilligter § 218 aus?

 

Gruß

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Freundoliche Fragen verdienen eine Antwort - dann setze ich mein diesbezügliches Posting aus Lissies Thread eben noch mal hier rein (ging da sowieso unter).

 

 

 

                           Da bleibt dann im wesentlichen die von unserem kölschen Jung aufgeworfene Frage nach einer für Katholiken ertragbaren Abtreibungsregelung. Hier kann man von der üblichen Gesetzgebungspraxis ausgehen, daß im Falle von Interessenkollisionen Rechtsgüter gegeneinander abgewogen werdem. Da das menschliche Leben für uns Christen von Gott kommt, ist es für Menschen, also auch den Staat, nicht verfügbar. Daraus ergibt sich das Recht jedes Menschen auf Leben ebenso wie die Schutzverpflichtung des Staates.

 

Rechtsgüter wie die (vermeintliche oder tatsächliche) Selbstverwirklichung der Eltern müssen demgegenüber zurücktreten, zumal andere Instrumente als eine Vernichtung des als Belastung empfundenen Lebens denkbar sind, um diese Rechtsgüter zu berücksichtigen (Unterstützungsmaßnahmen, Adoption etc.). Dabei muß betont werden, daß eine Abtreibung immer die unwiderrufliche Vernichtung des betroffenen menschlichen Lebens bedeutet, während die obengenannten Rechtsgüter schlimmstenfalls vorübergehend beeinträchtigt werden können (wenn man überhaupt akzeptiert, daß die reine Existenz eines Menschen als Beeinträchtigung eines anderen

betrachtet werden kann).

 

Ausnahmen wären bei dieser christlichen Fundierung des Rechts nur in sehr engen, möglichst genau definierten Grenzen möglich - nämlich in Extremfällen, bei denen sich eine so starke Belastung der Schwangeren ergibt, die sich bei vernünftiger Betrachtung der Beurteilung durch Dritte entzieht. Als nächstliegendes Beispiel käme mir hier die offensichtliche Bedrohung des Lebens der Mutter durch die

Schwangerschaft in den Sinn. Eventuell auch eine Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung - ich persönlich habe zwar kein besonders gutes Gefühl dabei (das Kind kann schließlich nichts dafür), allerdings fühle ich mich (besonders als Mann) nicht gerade berufen, eine Frau, die körperlich und seelisch brutal verletzt wurde, zur Fortsetzung einer Schwangerschaft zu verdonnern, zu der sie sich außerstande sieht.

 

Lieben Gruß

 

Thomas

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ich bin das A und das O

 

der da kommt der da ist und der da immer sein wird

 

ich bin das O und das A

 

die da war die da ist und die da immer sein wird

 

er ist ein kleines perverses KIND

 

zieht ihn über einen heiligen stuhl:)

 

l e b e n bedeutet abwechslung

 

klontechnik, reproduktionsmedizin, abtreibung

 

ziele

 

unbefleckte empfängnis

 

jungfräuliche geburt

 

ausrottung menschlichen elends

 

liebe gott mit all deinen kräften und deine nächste wie dich selbst

 

ihr seid ein evolutionär überholtes modell

 

Gelobt seist Du Maria

 

Heilige Mutter Gottes

 

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