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Du sollst den Herrn deinen Gott


Flo77
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aus ganzer Seele und mit all Deiner Kraft.

 

 

 

 

 

Was heißt "Gott lieben" eigentlich?

 

Woge hat mal gepostet, daß Gott zu lieben heißt sich selbst zurückzunehmen um Gott wirken zu lassen.

 

Hört sich in meinen Ohren eigentlich recht bequem an: Sobald man sich selbst beiseite geschoben hat wird Gott schon wirken und ich muss nichts mehr tun.

 

Wozu hat uns Gott Persönlichkeit gegeben?

 

Ist es das Ziel, schon auf Erden völlig in Gott aufzugehen?

 

Ist die Konsequenz dieses Aufgehens der Verlust der Persönlichkeit?

 

Wenn zehn Menschen diesen Weg gegangen sind und Gott immer derselbe ist - werden diese zehn dann nicht auch immer ähnlicher?

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Was heißt "Gott lieben" eigentlich?

 

Woge hat mal gepostet, daß Gott zu lieben heißt sich selbst zurückzunehmen um Gott wirken zu lassen.

 

Hört sich in meinen Ohren eigentlich recht bequem an: Sobald man sich selbst beiseite geschoben hat wird Gott schon wirken und ich muss nichts mehr tun.

Findest Du das wirklich "bequem"?

Für mich ist es harte Arbeit, mich selbst so sehr zurückzunehmen, dass nicht mein, sondern Sein Wille geschehe.

Ich bin noch nicht einmal sicher, ob ich es schon mal geschafft habe.

Zu tun habe ich dann immer noch, es ist ja kein statischer Zustand, sondern ein Prozess, ein Lebensweg.

 

Liebe Grüße, GAbriele

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Was heißt "Gott lieben" eigentlich?

 

Woge hat mal gepostet, daß Gott zu lieben heißt sich selbst zurückzunehmen um Gott wirken zu lassen.

 

Hört sich in meinen Ohren eigentlich recht bequem an: Sobald man sich selbst beiseite geschoben hat wird Gott schon wirken und ich muss nichts mehr tun.

Findest Du das wirklich "bequem"?

Für mich ist es harte Arbeit, mich selbst so sehr zurückzunehmen, dass nicht mein, sondern Sein Wille geschehe.

Ich bin noch nicht einmal sicher, ob ich es schon mal geschafft habe.

Zu tun habe ich dann immer noch, es ist ja kein statischer Zustand, sondern ein Prozess, ein Lebensweg.

Bequemer empfinde ich es in so fern als das man sagen könnte: weil die eigene Persönlichkeit sowieso beiseite tritt um Platz für Gott zu machen besteht eigentlich keine Veranlassung eben jene auszuarbeiten.

 

Man muss sich nicht wirklich darum kümmern, denn das Ziel soll es ja anscheinend sein, sich hinter Gott völlig zu verstecken.

 

Es ist keine partnerschaftliche Begegnung mit Gott mehr sondern eher ein unterordnen - am ehesten vielleicht mit dem Abgeben von Verantwortung, die man eigentlich selbst tragen sollte.

 

Macht es Sinn einfach Gottes Willen zu übernehmen oder muss nicht erst mal der eigene Wille klar sein um sich für das eine oder das andere entscheiden zu können?

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Hallo,

 

ich moechte zur Annäherung mal wieder auf den ursprünglichen SInn kommen. Den Herrn seinen Gott aus ganzem Herzen lieben meint in einer nicht monotheistischen Umwelt doch nichts anderes als sich nur der Verehrung dieses einen Gottes. Es ist also m.E. eine Erweiterung des Gebotes, das man keine anderen Goetter neben Jahwe haben soll. Auf ihn allein soll die Verehrung gerichtet sein, auf keinen Gott und auf kein anderes Ding.

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Ich sehe da keine großen Persönlichkeitsverluste. Zumal es ja notwendig ist, eine eigene Persönlichkeit zu haben, um nach dem Willen Gottes zu suchen. Hinsetzen, Nichtstun und Warten bringt uns dem ganzen ja nicht viel näher.

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Auf der allgemeinen Ebene der Frage geantwortet: Gott lieben heißt ihn als den anzunehmen, der er ist - und nicht als den, den ich gern hätte. Außerdem gibt es keinen anderen Weg, denn begreifen/erfassen werden wir ihn wohl nicht.

 

Auf der Ebene, die eine alte Woge-Antwort betrifft: Wenn ich Gottes Willen klar erkannt hätte, wäre es schon spektakulär, wenn ich mich dagegen stellen würde.

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Hallo zusammen,

 

die Frage beschäftigt mich auch schon lange, was heißt es Gott zu lieben, aber auch was heißt es meinen Nächsten zu lieben? Wenn ich ver-

suche den Willen Gottes zu erfüllen und damit auch auf meinen Nächsten eingehe, liebe ich dann? Oder ist das nur Pflichterfüllung? Wenn ich

mich in der Gemeinde engagiere, was ich mit Freude mache, tue ich das aus Liebe zu Gott und meinem Nächsten, oder einfach nur für mich,

weil ich dort Heimat gefunden habe, weil ich mich hier verstanden und geborgen fühle und hier das Leben in Fülle verkosten kann?? So ganz

spontan sage ich schon: Ja, ich liebe IHN, mit Leib und Seele, aber was ist Liebe eigentlich, auch die zu meinen Mitmenschen, wie zeigt sie

sich konkret? Mir hat mal jemand gesagt, wenn ich etwas nicht gern tue, es aber dann doch für jemanden tue, das wäre Liebe! Stimmt das?

Ich glaube, dann habe ich ein Problem, denn 99% dessen was ich tue, das tue ich gerne! Ich mache seltenst etwas, was mir widerstrebt!

Es wäre schön, wenn mir hier jemand weiterhelfen könnte - sofern ihr meinen Gedanken folgen könnt, die mich so umtreiben!

 

Liebe Grüße und Gottes Segen!

Aida

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Mir hat mal jemand gesagt, wenn ich etwas nicht gern tue, es aber dann doch für jemanden tue, das wäre Liebe! Stimmt das?

Liebe Aida,

 

ich denke, das stimmt.

Aber dennoch glaube ich nicht, dass das schon zu einem Problem für Dich werden muß.

Wenn ich etwas tue, was mir widerstrebt, aber die Liebe zu einem Menschen mich dennoch dazu bewegt, es zu tun, dann ist es Liebe, aber nicht die einzige Art, Liebe zu zeigen bzw. zu leben.

Ich kann ja durchaus auch Dinge tun, die mir nicht widerstreben, die ich gerne mache, und damit auch Liebe ausdrücken.

 

Wenn Du sagst, dass Du nur selten etwas tust, was Dir widerstrebt, dann finde ich das schön und erstrebenswert.

Ich denke, Liebe kann sich auch darin ausdrücken, dass ich nicht erst lange frage und überlege, ob ich diese Arbeit nun gerne tue, oder ob sie mir widerstrebt, sondern einfach mich an die Arbeit mache.

 

Bin ich mit diesen Überlegungen auf der rechten Spur?

 

Liebe Grüße, Gabriele

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Hallo Aida,

 

für mich ist diese Erklärung, die dir gegeben wurden, nicht der richtige Blickwinkel. Liebe bedeutet für mich, den eigenen (wirtschaftlichen) Nutzen nicht in den Vordergrund seines Handelns zu stellen, z.B. nach dem Motto, wenn du dies für mich tust, dann tue ich das für dich. Das muß dabei keinesfalls ungern sein. Es hat definitiv aber auch etwas mit dem zu tun, was Jesus sagt - er sei nicht gekommen, zu herrschen, sondern zu dienen. Handeln aus Liebe erwartet nicht einen "return on investment", sondern ist bedingungsloses Geschenk.

 

Auf der anderen Seite bedeutet es aber eben auch nicht, sich ausbeuten zu lassen. Es ist ein Handeln nicht um es anderen bequemer zu machen, sondern weil es notwendig ist. Weil wir erkennen, dass wir der Nächste dessen sind, der dieses Geschenk tatsächlich braucht.

 

Das ist jetzt kein Konzept gewesen, sondern hat etwas facettenhaftes an sich. Bruchstücke. Aber vielleicht wird trotzdem klar, was ich damit meine.

 

Herzliche Grüße

Martin

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Liebe Gabriele, lieber Martin!

 

DANKE für eure Gedanken, das sind wiederum neue gute Anstöße für mich. Ich stelle manchmal an mir fest, dass ich denen, die mir nichts zurück-

geben können am liebsten etwas Gutes tue! Trotzdem, ich frage mich manchmal schon, ob ich denn selbstlos und aus Liebe zu IHM handle.

In der eigenen Familie, handle ich da aus Liebe zu dieser, oder aus Pflichtbewußtsein, oder vielleicht auch teils aus Liebe, teils aus Pflicht.

Wenn ich mich in der Gemeinde engagiere, tue ich das aus Liebe zu IHM, oder weil ich spüre, das tut auch meinem Ego gut? Ich gehe noch

einen Schritt weiter, suche ich bei manchem Engagement nicht nur die Anerkennung von außen? Das klingt jetzt vielleicht auf den ersten

Blick widersprüchlich, aber genau so sind immer mal wieder meine Gedanken, gegen die ich auch immer wieder mal ankämpfen muss?

Könnt Ihr mir noch folgen? Ich würde so gerne sagen können, dass ich nur aus Liebe zu Gott und meinem Nächsten so und so handle, aber

da schleichen sich doch immer wieder andere Gedanken ein!

 

Liebe Grüße und einen gesegneten Tag!

 

Aida

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Liebe Gabriele, lieber Martin!

 

DANKE für eure Gedanken, das sind wiederum neue gute Anstöße für mich. Ich stelle manchmal an mir fest, dass ich denen, die mir nichts zurück-

geben können am liebsten etwas Gutes tue! Trotzdem, ich frage mich manchmal schon, ob ich denn selbstlos und aus Liebe zu IHM handle.

In der eigenen Familie, handle ich da aus Liebe zu dieser, oder aus Pflichtbewußtsein, oder vielleicht auch teils aus Liebe, teils aus Pflicht.

Wenn ich mich in der Gemeinde engagiere, tue ich das aus Liebe zu IHM, oder weil ich spüre, das tut auch meinem Ego gut? Ich gehe noch

einen Schritt weiter, suche ich bei manchem Engagement nicht nur die Anerkennung von außen? Das klingt jetzt vielleicht auf den ersten

Blick widersprüchlich, aber genau so sind immer mal wieder meine Gedanken, gegen die ich auch immer wieder mal ankämpfen muss?

Könnt Ihr mir noch folgen? Ich würde so gerne sagen können, dass ich nur aus Liebe zu Gott und meinem Nächsten so und so handle, aber

da schleichen sich doch immer wieder andere Gedanken ein!

 

Liebe Grüße und einen gesegneten Tag!

 

Aida

Diese Gedanken verfolgen mich im Augenblick auch.

 

Weniger wegen der vielleicht fehlenden Liebe als vielmehr die Frage nach dem "ist es ausreichend", wobei ich langsam das Gefühl habe ohne Schwerpunkte und Auszeiten zu setzen geht's gar nicht.

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Hallo,

 

ich denke Gott lieben heisst ganz einfach die Bibel als Gottes Wort zu akzeptieren und im weiteren Schritt die in der Bibel enthaltenen Gebote Gottes zu achten.

"Akzeptieren" sollte jedoch nicht in einem laschen Sinn verstanden werden, sondern wirklich wie es die Bibelstelle sagt, "von ganzem Herzen und mit ganzer Seele".

 

Dass sich gläubige Menschen zwangsläufig ähnlicher werden wenn sie alle Gott walten lassen, ist nicht unbedingt schlüssig finde ich.

Paulus schreibt dass jeder von Gott seine Gaben gekommen hat, und in Jesaja steht, dass Gott einen Plan für jeden einzelenen für uns hat, einen Plan des Friedens und nicht des Unheils.

 

Ich denke das ist auch eine der Hauptaussagen der Bibel: entdecke die unbegrenzten Möglichkeiten mit einem Leben mit Gott.

 

Grüsse

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Hallo,

 

ich denke Gott lieben heisst ganz einfach die Bibel als Gottes Wort zu akzeptieren und im weiteren Schritt die in der Bibel enthaltenen Gebote Gottes zu achten.

"Akzeptieren" sollte jedoch nicht in einem laschen Sinn verstanden werden, sondern wirklich wie es die Bibelstelle sagt, "von ganzem Herzen und mit ganzer Seele".

 

Dass sich gläubige Menschen zwangsläufig ähnlicher werden wenn sie alle Gott walten lassen, ist nicht unbedingt schlüssig finde ich.

Paulus schreibt dass jeder von Gott seine Gaben gekommen hat, und in Jesaja steht, dass Gott einen Plan für jeden einzelenen für uns hat, einen Plan des Friedens und nicht des Unheils.

 

Ich denke das ist auch eine der Hauptaussagen der Bibel: entdecke die unbegrenzten Möglichkeiten mit einem Leben mit Gott.

 

Grüsse

Da bewegen wir uns aber wieder am Rande des Abgrunds:

 

Welche Gebote sind uns definitiv von Gott auferlegt?

 

Der Leviticus?

 

Der Dekalog?

 

Die Gebote, die Jesus zitiert hat?

 

Die beiden Hauptgebote?

 

Wo hört Gottes Wille auf und menschliche Interpretation an?

 

 

Eigentlich bemühe ich mich meine Entscheidungen an drei Punkten zu messen:

 

- verletze ich jemanden (also andere und mich)?

 

- läßt sich eine Verletzung vermeiden?

 

- ist es das Ergebnis es wirklich wert die Verletzung zu riskieren?

 

Wobei Verletzung hier jede Art der negativen Betroffenheit meint.

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Ich denke die Evangelien in Kombination mit dem Römberbrief des Paulus allein, sind schon eine gute Ausgangsbasis.

 

Die Ausführungen von Paulus über das alte Gesetz im krassen Gegensatz zur Lehre Jesu sind sehr lehrreich wie ich finde. Römerbrief bzw. 1. Korinther Kapitel 9)

 

Grüsse

Edited by oli
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In einer Weisung der hl. Schrift steht:

 

"Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es der mich liebt".

 

Man kann also nicht mit dem Mund sagen: Gott- ich liebe dich- und dann kümmert man sich nicht um die Gebote Gottes und darum zu erfahren, wodurch man Gott Freude bereitet und wodurch nicht.

 

Wenn Jesus sagt: Wie kannst du sagen du liebst Gott, den du nicht siehst- wenn du deinen Bruder nicht liebst, den du siehst..... dann zeigt sich, dass die Liebe zu Gott sich in der Liebe zu den Mitmenschen bewähren und zeigen muss. Wenn jemand sagen würde. Ich liebe Gott- aber die Menschen sind mir egal, die liebe ich nicht- dann wäre das wohl eher die Liebe zu einem selbst geschneiderten Gott (einem Götzen) die hier vorherrscht.

 

Der konkrete Lebensschritt Gott zu lieben zeigt sich m.E. in der Liebe zum Nächsten. Und so wie sich die Liebe zu den Mitmenschen in guten Werken, guter Gesinnung ausdrückt und darin, dass man für den anderern Zeit hat- so ist es dann auch mit Gott so:

 

Wer sich Zeit nimmt für Gott im Gebet, in der Anbetung Gottes, in der hl. Messe - wo man Gott in besonderer Weise begegnet- wer das wertschätzt, was mit Gott zu tun hat, der zeigt, dass es ihm um die Liebe ernst ist.

 

Und so wie man in der Liebe zu einem Menschen versucht, den anderen immer besser kennen zu lernen, und dessen Wünsche zu respektieren- so wird der gottliebende Mensch versuchen, Gott durch das Gebet, die Lesung der hl. Schrift und die Werke der Barmherzigkeit immer besser kennen zu lernen und das zu tun, woran Gott Freude hat.

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Hallo,

 

richtig wurde hier gesagt dass man Gottes Gebote achten sollte. Wenn das klein geachtet wird, dann wäre etwas grundlegend falsch.

 

Dennoch lässt der Glaube, der Liebe willen, auch Freiheit in Fülle wie diese Stelle herausarbeitet:

 

1. Korinther 9,19-23

 

19 Dennoch habe ich mich zum Diener aller gemacht, um möglichst viele für Christus zu gewinnen.

20 Den Juden bin ich einer von ihnen geworden, um sie für Christus zu gewinnen. Bei denen, die sich an das Gesetz halten, verhalte ich mich ebenso - obwohl ich nicht unter dem Gesetz stehe - damit ich sie für Christus gewinne.

21-22 Wenn ich bei Nichtjuden bin, die das jüdische Gesetz nicht haben, passe ich mich ihnen so weit wie möglich an, um sie für Christus zu gewinnen. Allerdings lasse ich Gottes Gesetz dabei nicht außer Acht, sondern befolge das Gesetz Christi.

23 All das tue ich, um Gottes gute Botschaft zu verbreiten, damit auch ich Anteil an ihrem Segen erhalte

Edited by oli
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Ich finde Paulus ist hier schwierig zu betrachten.

 

Er wollte den Juden ein Jude und den Heiden ein Heide sein - unabhängig davon, daß er beiden das Evangelium bringen wollte.

 

Mir erscheint es zweifelhaft, wenn jemand sich um des lieben Friedens willen jeweils nach dem Wind dreht - und unter Juden die Kashruth hält unter nicht-Juden darauf verzichtet.

 

Entweder es ist Gottes Gebot oder es ist nicht Gottes Gebot.

 

Dieses Verhalten passt eigentlich nur, wenn man das Wohlbefinden seines Gegenübers als Maxime betrachtet.

 

Dann allerdings finde ich ist jede weitere Regel eigentlich überflüssig bzw. birgt die Gefahr der Nichtbeachtung um der Maxime willen.

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Hi Flo,

 

ich kann verstehen wenn du die Gefahr siehst dass man sich dann "nach dem Wind dreht".

 

Ich für meine Person entnehme dieser Bibelstelle dass man die Gesetzte Gottes übertrieben genau auslegen soll, wie es das jüdische Gesetz tat.

 

Rufe dir mal die Stelle im NT ins Gedächtnis wo Jesus auf einer Feier geladen ist an der auch Prostituierte eingeladen sind, eine Gegebenheit die früher von oberster jüdisch-religiöser Schicht nicht akzeptiert wurde, gar als unmöglich galt.

 

Heute sehe ich eine ähnliche Tendenz, wenn ich sehe wie manche Christen übertrieben alles ablehnen was nichts mit Glauben zu tun hat, vor allem ältere Menschen. Discos, Musik, Mädchen mit knapp geschnittenen Klamotten etc. sind für sie ein Unding. ich denke man sollte wie Jesus auch den Menschen dahinter sehen.

 

Ich denke dabei verkennen diese Christen ein wenig Jesu Auftrag in die Welt zu gehen und das Wort zu verkünden bzw. vorzuleben. Ich bin mir ganz sicher dass man die Jugendlichen heute am besten zum Glauben bringt wenn man sich als einer von ihnen zeigt, aber dennoch nicht jeden Mist mimacht den sie machen.

 

Ich denke grade heute sind Ideale wie z.B. ein starker Willen und eine konsequente Linie bei jungen Leuten gefragt, in einer Generation die allzu leicht zum Werteverfall neigt. Wenn man sich nun in dieser Umgebung wie sie aufhält, aber doch einen gewissen Anstand beibehält bin ich mir sicher dass einige dieser Leute zum Überlegen kommen und Interesse am Glauben zeigen.

 

ich denke das wollte Paulus damit sagen.

Edited by oli
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Ich finde Paulus ist hier schwierig zu betrachten.

 

Er wollte den Juden ein Jude und den Heiden ein Heide sein - unabhängig davon, daß er beiden das Evangelium bringen wollte.

 

Mir erscheint es zweifelhaft, wenn jemand sich um des lieben Friedens willen jeweils nach dem Wind dreht - und unter Juden die Kashruth hält unter nicht-Juden darauf verzichtet.

 

Entweder es ist Gottes Gebot oder es ist nicht Gottes Gebot.

 

Dieses Verhalten passt eigentlich nur, wenn man das Wohlbefinden seines Gegenübers als Maxime betrachtet.

 

Dann allerdings finde ich ist jede weitere Regel eigentlich überflüssig bzw. birgt die Gefahr der Nichtbeachtung um der Maxime willen.

Hallo Flo,

 

ich sehe die Sache etwas anders. Wenn ich die Frohe Botschaft zu einem Volk mit seiner jeweils unterschiedlichen Kultur bringen will, ist es sehr sinnvoll, ihre Verhaltensweisen zu respektieren bzw. zu leben, soweit dies nicht gegen die erkannten Gebote verstößt. Dies ist wichtig, um nicht unnötige Barrieren aufzubauen zwischen den zukünftigen Empfängern der Lehre Christi und mir, was ja die Gefahr in sich bergen würde, daß sie gar nicht erst zuhören, weil sich der Missionar so "unmöglich" benimmt. Es ist also ein Liebesdienst, bei den Juden das ganze Gesetz in der jeweiligen Auslegung zu befolgen; bei anderen Völkern dagegen anderes. Solange nicht behauptet wird, das Heil hänge davon ab, ist es lediglich Gesprächserleichterung. Es ist aber nie Opportunismus.

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