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10 Minuten des Friedens


Stefan

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Ich habe eben gerade erfahren, dass es in der Geschichte der USA einmal 10 min gegeben haben soll, in denen kein Verbrechen gemeldet wurde. Meine Quelle ist natürlich nicht wasserdicht, aber so als Urban Legend finde ich die Story ganz nett.

 

Kommt jemand von Euch darauf, welches Ereignis damit gemeint ist?

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... kein Verbrechen außer dem gerade laufenden Massenmord...

Die Frage ist etwas more sophisticated: Die Rede ist nicht von Verbrechen, die verübt, sondern Verbrechen, die gemeldet werden. Wahrscheinlich waren die Leitungen gerade mit den Notrufen belegt. Aber dass das nur 10 Minuten gedauert haben soll ...

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Hallo Stefan,

 

das war zwischen 3.17 und 3.27 Uhr in der Nacht des 28. August 1885,

nördlich des "Cracker Lake".

Edited by pmn
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Ich habe eben gerade erfahren, dass es in der Geschichte der USA einmal 10 min gegeben haben soll, in denen kein Verbrechen gemeldet wurde. Meine Quelle ist natürlich nicht wasserdicht, aber so als Urban Legend finde ich die Story ganz nett.

 

Kommt jemand von Euch darauf, welches Ereignis damit gemeint ist?

Zwischen dem 4. und 15. Oktober 1582 wurde in den USA kein einziges Verbrechen gemeldet. Nichtmal ein ganz kleines :blink:

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Ich habe eben gerade erfahren, dass es in der Geschichte der USA einmal 10 min gegeben haben soll, in denen kein Verbrechen gemeldet wurde. Meine Quelle ist natürlich nicht wasserdicht, aber so als Urban Legend finde ich die Story ganz nett.

 

Kommt jemand von Euch darauf, welches Ereignis damit gemeint ist?

Zwischen dem 4. und 15. Oktober 1582 wurde in den USA kein einziges Verbrechen gemeldet. Nichtmal ein ganz kleines :blink:

Gab's noch keine Polizeidienststellen?

 

(Welcher Teufel hat Dich eigentlich geritten, Dir die Haare so kurz schneiden zu lassen?)

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Die Frage ist etwas more sophisticated: Die Rede ist nicht von Verbrechen, die verübt, sondern Verbrechen, die gemeldet werden. Wahrscheinlich waren die Leitungen gerade mit den Notrufen belegt. Aber dass das nur 10 Minuten gedauert haben soll ...

Nee, die Frage war ganz simpel. Solche Spitzfindigkeiten hatte ich gar nicht im Sinn. Ich löse mal auf: Das Ereignis war der Auftritt der Beatles am 8. Februar 1964 in der Ed Sullivan Show. Anscheinend handelt es sich dabei wirklich um eine "Urban Legend", man findet im Internet so einige Hinweise darauf. Anders als in meiner Quelle (die Kommentare auf der Beatles-Anthology-DVD) wird die Kirminalitätspause oft nur auf New York beschränkt.

 

Den abgegeben Tip von Platona fand ich übrigens ganz interessant. Der "11. September" war - wenn auch negativ - ein Medienrereignis, das es in dieser Form in den Jahren vorher nicht mehr gab. Auch wenn das jetzt - angesichts des 11. Septembers - pervers klingt, ich hatte an dem Tag zum ersten mal seit Jahren wieder das Gefühl, dass die Welt vereint auf einen Punkt schaut und dort stehen bleibt. Eben nicht mehr "Business as usual". Jeder, den mit dem ich damals darüber gesprochen habe, hat mir erzählt, wie er davon erfahren hat. Alle waren nur über die Medien dabei, also indirekt - aber trotzdem war es allen wichtig, dieses Dabeisein zu thematisieren. Es ist abgründig und pervers, aber ich denke, wir Menschen haben einen unbewussten Drang dazu, an der Weltgeschichte teilzuhaben, so grausam sie auch sein mag. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, was ich 11. September 2000 oder 2002 gemacht habe. An den 11. September 2001 kann ich mich aber noch gut erinnern.

 

Es gibt sicher viele Menschen, die sich noch gut an den 8. Februar 1964 erinnern können. Der Fernsehauftritt der Beatles hat sich derart ins Gedächtnis vieler Menschen eingebrannt, dass sogar "Urban Legends" darüber erfunden werden. An die Mondlandung 1969 können sich bestimmt auch viele Menschen erinnern. Ich leider nicht, ich war damals nur ein paar Wochen alt.

 

Erinnert sich noch jemand daran, was er an dem Tag gemacht hat, als das Erdbeben in Ban im Iran gewütet hat?

 

Merkwürdig, oder?

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Stefan hat Recht: Es gibt inzwischen weltumspannende (und auch oertliche) Momente, wo alle dabeisind, und die sich in das Bewusstsein aller einbrennen. An erster Stelle liegt mit Sicherheit der 11. September. Die Mondlandung auch (ich kann mich noch gut an sie erinnern).

 

Das andere was interessant ist: In so einem Moment brennt sich die gesamte Umgebung in das Gehirn ein. Ich weiss noch, wie das Fernsehzimmer im Hotel in Italien aussah, in dem wir die Mondlandung gesehen haben (inklusive eines italiaenischen Nachrichtensprechers, der im richtigen Augenblick mit der Faust auf den Tisch schlug). Am 11. September kam ich nass und nackt morgens aus der Dusche, und habe das blinkende Licht auf dem Anrufbeantworter gesehen. Dann habe ich gesehen, dass die Caller-ID des Anrufers das Handy meiner Frau war, die ein paar Minuten vorher losgefahren war. Ich hab mir erst mal ein paar Sekunden lang Sorgen gemacht (vielleicht ist sie mit dem Auto liegengeblieben? Oder es ist was mit dem Kleinen nicht in Ordnung?), aber ihre Nachricht war, dass in New York was passiert sei, und ich sollte doch bitte den Verkehrsfunk hoeren, bevor ich losfahre, falls es irgendwo einen Stau gibt. Diese Nachricht machte natuerlich ueberhaupt keinen Sinn: Wir sind 5 Stunden mit dem Flugzeug und 4 Tage mit dem Auto von New York entfernt, wie sollte ein Ereigniss in New York bei uns einen Stau erzeugen, haeh? Interessanterweise war der Rest des Tages komplett langweilig: Keine Staus, keine Strassensperrungen, der Alltag im Buero war ganz normal (bis auf die Tatsache, dass keiner gearbeitet hat, weil alle den ganzen Tag nur gequatscht haben).

 

Der beruehmte Auftritt der Beatles war wahrscheinlich viel weniger ein Ereigniss. Ungefaehr ein Jahr vorher gab es aber eins, dass dem 11. September aehnelte: Die Ermordung Kennedy's. Die meisten Amerikaner von 50 ab koennen Dir genau sagen, wo sie waren, als sie es zum ersten Mal gehoert haben. Und viele von ihnen haben Walter Cronkite im Fernsehen gesehen, als er es bekanntgab. Meine Frau kann sich nicht dran erinnern (sie war ein Jahr alt), wohl aber ihre beiden Brueder (die waren ungefaehr 10), und ihre Mutter.

 

Vergleichbar sind auch Praesidentenwahlen. Die letzte Wahl (Bush <-> Gore) war leider ein non-event: Den ganzen Abend lang haben alle geraetselt, und irgendwann mal um 1 Uhr nachts den Fernseher erschoepft ausgemacht, und am naechsten Morgen war es immer noch nicht klar, und dann wurde es ein paar Wochen lang schlimmer und schlimmer. Die Wahl davor (Clinton <-> Dole) war langweilig; da wussten wir schon eine Woche vorher, dass Dole keine Chance hat. Aber viele Leute erinnern sich noch an die Clinton <-> Bush Wahl in 1992, die am Abend nicht besonders lange auf der Kippe lag (wir haben damals schon um 6 Uhr Abends, als bei uns die Wahllokale noch offen waren, gewusst, dass Clinton hoechstwahrscheinlich gewinnt); um Neun war es offiziell.

 

Das gleiche funktioniert auch bei oertlichen Ereignissen, wie z.B. Erdbeben. Wir hatten vor zwei Wochen ein kleineres: Alle hoeren auf in den Computer zu tippen, fragen sich gegenseitig "did you feel that?", dann fangen alle an im Gang hin- und herzulaufen, ein paar Angsthasen fragen, ob man nicht das Gebaeude evakuieren sollte, und nach einer Minute kommt irgend ein schlauer Kopf auf die Idee, ein Radio anzumachen, oder auf dem Website des "US Geological Survey" nachzusehen. Dann gehen alle wieder an ihren Schreibtisch, und rufen ihre Ehefrauen/-maenner/Freunde/... an, und die naechste Halbe Stunde lang werden nur wenige Frage diskutiert: "Did you feel it?" "Did anything fall over?". Zum Glueck war das Erdbeben sehr langweilig, nicht mal die Blumenvase auf dem Kuechentisch ist umgefallen (aber leider sind ein paar Wandfliesen im Bad gesprungen).

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Der beruehmte Auftritt der Beatles war wahrscheinlich viel weniger ein Ereigniss. Ungefaehr ein Jahr vorher gab es aber eins, dass dem 11. September aehnelte: Die Ermordung Kennedy's. Die meisten Amerikaner von 50 ab koennen Dir genau sagen, wo sie waren, als sie es zum ersten Mal gehoert haben. Und viele von ihnen haben Walter Cronkite im Fernsehen gesehen, als er es bekanntgab. Meine Frau kann sich nicht dran erinnern (sie war ein Jahr alt), wohl aber ihre beiden Brueder (die waren ungefaehr 10), und ihre Mutter.

Ich war bei der Ermordung Kennedys knapp 13 Jahre alt. Ich weiß noch, daß ich gerade Bücher in ein Regal sortierte und nebenbei den Fernseher eingeschaltet hatte. Plötzlich wurde das Programm abgeschaltet, es erklang klassische Musik und auf dem Bildschirm war nur der Schriftzug: "Präsident Kennedy wurde in Dallas ermordet" zu sehen.

 

Viele Leute, die älter als ich sind und auch jüngere, die schon in der Lage waren, die Nachricht zu erfassen, heute noch wissen, was sie damals getan hatten. Hier in Deutschland war das so ein weltbewegendes Ereignis, daß die Autos an den Straßenrand fuhren um in den Autoradios die Nachrichten zu verfolgen. Auch wer unterwegs kein Autoradio gehört hatte, wurde durch die massenhaft an den Straßenrand fahrenden Autos verunsichert und erkundigte sich danach.

 

Es ist ein seltsames Verhältnis, was die Welt zu den Amerikanern hat. Der Tod Kennedys und auch der 11. September 2001, Ereignisse, die wirklich Einfluß auf die Aufmerksamkeit der Menschen hatten, sind beides amerikanische Ereignisse. Sicher, der Überfall auf die Schule in der kleinen südrussischen Stadt (ich kann augenblicklich nicht einmal mehr ihren Namen sagen) war auch ein Medienereignis, wenn man das so überhaupt nennen darf, aber sogar die Russen beobachtet man nicht so aufmerksam, wie die Amerikaner. Bei mir festigt sich der Verdacht, daß die immer mehr die Rolle des imperialen Rom einnehmen, mit allen Vor- und Nachteilen. Mein Lebensgefährte, der Amerikaner ist, hat da allerdings eine andere Ansicht zu.

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Ungefaehr ein Jahr vorher gab es aber eins, dass dem 11. September aehnelte: Die Ermordung Kennedy's.  Die meisten Amerikaner von 50 ab koennen Dir genau sagen, wo sie waren, als sie es zum ersten Mal gehoert haben. 

... und die West-Berliner dieses Alters auch. Jeder einzelne hatte sofort den Gadanken, ob man noch in West-Berlin bleiben könne (O-Ton JFK: "We won't give up Berlin.").

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Ich habe eben gerade erfahren, dass es in der Geschichte der USA einmal 10 min gegeben haben soll, in denen kein Verbrechen gemeldet wurde. Meine Quelle ist natürlich nicht wasserdicht, aber so als Urban Legend finde ich die Story ganz nett.

 

Kommt jemand von Euch darauf, welches Ereignis damit gemeint ist?

Zwischen dem 4. und 15. Oktober 1582 wurde in den USA kein einziges Verbrechen gemeldet. Nichtmal ein ganz kleines :blink:

Gab's noch keine Polizeidienststellen?

Doch, gabs schon.

Kleiner Tip: Es war schlichtweg unmöglich in dieser Zeit auch nur irgendeine Straftat zu vollziehen.

 

(Welcher Teufel hat Dich eigentlich geritten, Dir die Haare so kurz schneiden zu lassen?)

 

Keine Ahnung, kam aus ner Laune heraus :P

Jetzt erweist es sich als recht Praktisch. Der ein oder andere Komolitone hatte seine Haare schon im Körperspender oder im Formalin hängen. *g*

 

So, jetzt bin ich auch schon wieder weg.

Grüße

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Ich habe eben gerade erfahren, dass es in der Geschichte der USA einmal 10 min gegeben haben soll, in denen kein Verbrechen gemeldet wurde. Meine Quelle ist natürlich nicht wasserdicht, aber so als Urban Legend finde ich die Story ganz nett.

 

Kommt jemand von Euch darauf, welches Ereignis damit gemeint ist?

Zwischen dem 4. und 15. Oktober 1582 wurde in den USA kein einziges Verbrechen gemeldet. Nichtmal ein ganz kleines :blink:

Gab's noch keine Polizeidienststellen?

Doch, gabs schon.

Kleiner Tip: Es war schlichtweg unmöglich in dieser Zeit auch nur irgendeine Straftat zu vollziehen.

Kalenderumstellung? So von wegen: Vor Erfindung des Schaltjahres hatten sich etliche überflüssige Tage angesammelt, die dann zwischen 4. und 15. Oktober 1582 auf einen Plutz vergefrühstückt wurden - direkt auf den 3. folgte der 16. Oktober, oder so ähnlich?

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Auf die Kalenderumstellung hatte ich auch gleich getippt, da ich aber wusste, dass sie nicht überall gleichzeitig erfolgte (auch abhängig von der Konfessionszugehörigkeit!! war ja vom Papst :P:blink: , habe ich mal ein bisschen gegooglt und siehe: in England und den späteren USA war die Umstellung vom 2. zum 14. September 1752 (vgl Wikipedia)

 

Elisabeth

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Zwischen dem 4. und 15. Oktober 1582 wurde in den USA kein einziges Verbrechen gemeldet.
Na und,

zwischen dem 4. und 15. Oktober 1582 wurde in der BRD auch kein einziges Verbrechen gemeldet. :blink:

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