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Hermeneutik?


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Hallo,

 

ich lese in letzter Zeit immer mal wieder Texte, in denen die Hermeneutik eine gewisse Rolle spielt. Leider hab ich immer noch nicht ganz verstanden, was Hermeneutik letztendlich ist...

 

Ist Hermeneutik lediglich sozusagen eine "Kunst des Textverstehens" oder deckt der "hermeneutische Zirkel" mit seinem Wechselspiel von Verstehen und Erklären genau das ab, was Hermeneutik ist? :)

 

Erklärt mir das mal jemand in einfachen Worten? :blink:

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Erklärt mir das mal jemand in einfachen Worten?

ich glaub das ist Schweinkram :blink:

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Erklärt mir das mal jemand in einfachen Worten?

ich glaub das ist Schweinkram :blink:

Da ist was dran. Ein geschickter Hermeneutiker kann Dir, wenn er will, erklären, daß Jesus in der Bergpredigt für Organspende und die Verführung von der Frau des Nachbarn geworben hat. :)

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Hallo und Grüß Gott EXPLORER!

 

Das Wort Hermeneutik, das Thema Hermeneutik find ich auch sehr interessant!

Hab mal zuerst im Fremdwörterbuch nachgeschaut!

Dort findet sich folgendes !

 

Hermeneutik ,die;-(griech)

1.) wissenschaftliches Verfahren der Auslegung und Erklärung von Texten, Kunstwerken oder Musikstücken.

2.)metaphysische Methode des Verstehens menschlichen Daseins (in der Exixtenzphilosophie)

 

HermeneutikerIn,der -die;Wissenschaftler für hermeneutische Methoden und Verfahren.

 

hermeneutisch;einen Text oder Ähnliches erklärend, auslegend.

 

 

google.de zu Hermeneutik

 

Weiter Info zu dem Begriff finden sich bei

 

Wissen.de zum Begriff Hermeneutik

 

 

Wenn es um Hermeneutik geht , hört man besonders häufig den Namen Gadamer, auch hierzu gab es eine Info bei google.de!

 

Homepage vom Hermeneutiker Gadamer

 

In der Hermeunitik gehtes um das Verstehen und Auslegen ,so wohl eine Meinung, unter verschiedenen Hermeneutikern.

 

Über das Wort Hermeneutik bin auch schon des öftern gestolpert!

Nur das ich immer wieder vergesse was es bedeutet. Nun habe ich dir einige Infos rausgesucht, vielleicht behalte ich es besser!

 

Doch befinden sich auf mykath.de bestimmt auch zu diesem Thema jede Menge Experten.

 

Herzliche Grüße,

Elisabeth

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@ Erich ,wo ist denn dein Heiligenschein abgeblieben, ich seh ihn gar net mehr ! Geh ihn mal bitte suchen ! Danke sehr ,Herr Erich!

 

@ Explorer, wie ich gerade nochmal bei deinem Eingangsstatement sah ,bzw. las, hast du dir das Wort bereits mehr oder weniger selber erklärt.

 

Was für hermeneutische Texte liest du denn ? @ Explorer!

 

Auch wenn vielleicht das eine oder andere net immer so katholisch kompartibel erscheint, oder auch schon mal net kompartible ist, so bedeutet das jedoch keineswegs ,daß man sich damit net befassen sollte ,kann oder ggf. muß.

 

Wird man bestimmt net dümmer von! Wie man das dann anwendet, und ob man darüber großartig posaunt, ist jedem persönlich überlassen.

Und wenn einem die Hermeneutiker ihre Kunstfertigkeit an Gott ,Glauben und Religion vorführen ,umso besser ist das Beispiel, und man kann es auf anderen Gebieten umso besser anwenden.

 

Das sind jetzt nur so grundsätzliche Anmerkungen zu Bereichen die aus irgendwelchen Gründen Netkatholischkompartible oder Erichmäßigausgedrückt, wo es sich um Schweinkram handelt!

 

Gruß,

Elisabeth

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Grundsätzlich solltest du mal kurz dran denken, dass Erich einen Smilie dahinter gesetzt hat :blink: und Hermeneutik hat ja jetzt nicht unbedingt in erster Linie was mit Katholischsein zu tun, sondern mit Textverständnis.

Die Frage bleibt.

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Grundsätzlich solltest du mal kurz dran denken, dass Erich einen Smilie dahinter gesetzt hat :blink: und Hermeneutik hat ja jetzt nicht unbedingt in erster Linie was mit Katholischsein zu tun, sondern mit Textverständnis.

Die Frage bleibt.

@ Explorer! Ich hab in keinster Weise behauptet, daß Hermeneutik irgend etwas mit dem Katholizismus,dem Katholischsein zu tun hat!

Und Erich kenn ich schon ein wenig von woanders her !

 

Gruß,

Elisabeth

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Erich ,wo ist denn dein Heiligenschein abgeblieben, ich seh ihn gar net me

 

hab noch nie einen gehabt und außerdem bin ich z.Z. in Galiläa :blink:

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Hermeneutik war über Wochen das Lieblingsthema von Sven und Stefan im Chat. Die haben mich damit in den Wahnsinn getrieben.

Mit einfachen Worten versuche ich mal wiederzugeben, wie das Thema erläutert wurde:

 

Hermeneutik ist, wenn man im Vetrauen auf Gott absichtlich eine rote Ampel in Erfurt überfährt, weil man weiß, daß einem nichts passiert.

 

Oder so ähnlich...

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Das sagt die Encarta dazu:

 

Hermeneutik (von griechisch hermeneuein: deuten, interpretieren), Lehre vom Verstehen, Auslegungskunst. Gegenstand der Hermeneutik, die um 1500 im Zuge des Humanismus entstand, waren zunächst die Texte antiker Autoren, in erster Linie aber der Inhalt der Bibel, dessen Wahrheitsgehalt als konkret und eindeutig galt. Im 16. Jahrhundert versuchten die Theologen deshalb, ein methodisches Regelwerk zu schaffen, das das Auffinden der biblischen Wahrheit und auch das Verständnis klassisch-humanistischer Texte erleichtern und – vor allem – die möglichen Interpretationen solcher Texte auf die eine und einzig wahre Auslegung einschränken sollte. Damit stand diese Auffassung deutlich in Opposition zur Vorstellungswelt des Mittelalters, in der sich der Gedanke eines so genannten vierfachen Schriftsinns der Bibel ausgeformt hatte, auch wenn diese Form der Bibelexegese als eine Vorstufe der humanistischen Hermeneutik betrachtet werden kann.

 

Im 19. Jahrhundert erweiterten Philosophen wie Friedrich Schleiermacher und Wilhelm Dilthey den Horizont der Hermeneutik, indem sie den Leser selbst mit in ihre Betrachtung einbezogen. Hier wurde das Verstehen als ein Vorgang der psychologischen Rekonstruktion begriffen: Im Akt des deutenden Lesens lege, so Schleiermacher, der Rezipient die ursprüngliche Absicht des Autors frei. Interpretation erscheint als Versuch, sich in die Lage des Autors hineinzuversetzen, um den schöpferischen Akt nachzuvollziehen und so den einzig möglichen Sinn des Kunstwerkes aufzudecken. Ziel der Hermeneutik Diltheys war vor allem die Abgrenzung der verstehenden Geisteswissenschaften gegenüber einer rein erklärenden Naturwissenschaft. Unbeachtet hierbei blieb die geschichtliche Situation des Werkes und seines Lesers. Dilthey sprach deshalb vom literarischen Kunstwerk als „Sprachdenkmal” und unterstrich damit, dass der Vorgang des Interpretierens ein geschlossener, vom Rezipienten unabhängiger sei.

 

Im 20. Jahrhundert waren es Edmund Husserl, Martin Heidegger und sein Schüler Hans-Georg Gadamer, die eine Neuorientierung der philosophischen Hermeneutik im Sinn einer eher „offenen” Auslegekunst unternahmen. (Gadamer wurde 1960 mit seinem bis heute für die Hermeneutik maßgeblichen Standardwerk Wahrheit und Methode schlagartig berühmt.) Verstehen ist demnach niemals nur durch das konkret-gegenwärtige Verhältnis des Subjekts zu dem Gegenstand seiner Betrachtung bestimmt, sondern Teil eines wirkungsgeschichtlichen Geschehens, das die historisch wandelbaren Gegebenheiten, den jeweiligen Horizont des Erkenntnisaktes, berücksichtigen muss (Horizonttheorie). Der Bedeutungszusammenhang des zu Deutenden ist als vergangene Wirklichkeit dem Rezipienten nie wirklich zugänglich. Der Interpret und das zu Interpretierende stehen vielmehr in einem gegenseitigen Bedingungsgefüge. Heidegger und Gadamer beschreiben dieses Dilemma als einen „hermeneutischen Zirkel”: Dabei beziehen sie sich auf die Art und Weise, in der – sowohl im Verständnis als auch in der Interpretation – der Teil und das Ganze kreisförmig aufeinander bezogen sind. Um das Ganze zu verstehen, ist es notwendig, die Teile zu verstehen, und umgekehrt. Nur unter dieser Bedingung sind menschliche Erfahrung und Forschung überhaupt möglich. Ausgehend von Heidegger dehnte die Hermeneutik ihren Gegenstandsbereich auf das ganze Spektrum verstehender Erkenntnis aus, indem sie betonte, dass jegliche Form von Wissen letztlich auf Auslegung beruhen müsse.

 

Der französische Philosoph Paul Ricoeur radikalisierte diese Position Heideggers und Gadamers weiter, indem er die Hermeneutik, mit deutlicher Affinität zum Symbolbegriff bei Ernst Cassirer, um Ideen der linguistischen Theorie zu erweitern suchte (Linguistik). Auf diese Weise sollte Verstehen stärker noch als bisher als soziohistorisches und sprachliches Phänomen ausgewiesen werden. Tatsächlich erlangt Ricoeur zufolge das Subjekt einzig dadurch Erkenntnis über sich selbst und die von ihm geschaffene Welt, dass es sich mittels eines kulturell konotierten Zeichenkomplexes gleichsam objektiviert, quasi aus sich heraustritt und innerhalb gesellschaftlicher Gefüge institutionalisieren lässt. Den Versuch einer Verknüpfung hermeneutischer Ansichten mit solchen des Strukturalismus unternimmt seit den siebziger Jahren verstärkt die auf Charles Sanders Peirce sich berufende kulturelle Semiotik Umberto Ecos (siehe Semiotik).

 

Microsoft® Encarta® Enzyklopädie Professional 2005. © 1993-2004 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

 

Der Artikel in der Wikipedia ist dem der Encarta verdächtig ähnlich und wurde daher wegen ungeklärter Copyright-Fragen entfernt.

 

Nun zum hermeneutischen Zirkel. Diesen kann man an einem Beispiel leicht verstehen: Angenommen, ich beschäftige mich mit Bäumen. Damit ich mich damit überhaupt befassen kann, muss ich zunächst wissen, was überhaupt ein Baum ist. Wüsste ich das nicht schon vorher, dann wüsste ich auch nicht, mit was ich mich da eigentlich beschäftigen will! Das ist ein Zirkel - ich drehe mich im Kreis, d. h. um zu wissen, was ein Baum ist, muss ich bereits wissen, was ein Baum ist!

 

Man kann nun diesen Zirkel auch positiv wenden:

 

Ich habe eine Ahnung, was ein Baum ist -> ich vertiefe meine grobe Ahnung, in dem ich mich mit Bäumen beschäftige -> von diesem mehr an Ahnung mache ich Gebrauch und vertiefe die Ahnung, bis sie zum Wissen wird - mit diesem Wissen beschäftige ich mich und vertiefe mein Wissen über Bäume -> Ich weiß einiges über Bäume und habe nun die Fähigkeit, mich weiter damit zu beschäftigen -> jetzt weiß ich ganz genau, was ein Baum ist.

 

Der Zirkel ist also mehr eine Spirale und ähnelt ganz allgemein dem Prinzip, mit dem überhaupt Wissen zu Stande kommt.

 

Analog geht das mit Texten - zunächst muss ich wissen, was die Begriffe bedeuten, wenn ich mich mit dem Text beschäftige, dann weiß ich nach einiger Zeit, wie die Begriffe im Text verwendet werden (mein Wissen um die Worte erweitert sich), und damit kann ich den Text nochmal lesen und jetzt sehr viel besser verstehen.

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Erklärt mir das mal jemand in einfachen Worten?

ich glaub das ist Schweinkram :blink:

Da ist was dran. Ein geschickter Hermeneutiker kann Dir, wenn er will, erklären, daß Jesus in der Bergpredigt für Organspende und die Verführung von der Frau des Nachbarn geworben hat. :)

Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie man Verfuehrung und Organspende gleichzeitig durchfuehren koennte. Und ich muss Erich Recht geben: Das ist wirklich Schweinkram.

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