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Tips zur Gestaltung des Heiligen Abends ?


Dio
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Ich bräuchte mal Tipps von Euch.

Mein vater ist gläubiger aber nicht praktizierender Protestant (100%tiger) , meine Mutter ist Atheistin...und ich bin Konvertitin (bin katholisch).

 

Klar, daß mir viel an einer religiösen gestaltung liegt, klar auch, daß ich auf meine Eltern Rücksicht nehmen muß.

 

Was habt ihr für Tipps, um das "Programm" möglichst unaufdringlich (Mutter), möglichst tiefgängig aber nicht zu katholisch (Vater) zu gestalten sodaß ich dennoch das Fest der geburt Christi in katholischem Sinne feiern kann??

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Die meisten religiösen Weihnachtslieder sind doch, glaube ich, öumenisch vertextet bzw. jeweils übernommen. Tannenbaum ist - genau wie die Lieder - Allgemeingut. Und gegen den Besuch der Mitternachtsmesse werden Deine Eltern vielleicht nichts haben? Und in dieser schönen Stimmung gemeinsam beisammenzusitzen, Familie-Sein zu erleben, gemeinsam zu essen ist doch eine schöne Gestaltung. Oder an was hattest Du konkret gedacht (Spiele)?

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Ich dachte eher an evtl Gedichte/Gebete die man verlesen kann, oder ob man vielleicht die Komplet /die Vesper beten soll(teils), oder ob es noch was anderes gibt.......es geht mir einfach darum, daß bewusst wird, daß dies das Fest der GEBURT Christi ist und nicht nur einfach eine trauliche Familienfeier. Das will ich deutlich in den Raum stellen und etwas vom Geist wehen lassen, ohne, daß es zu aufdringlich wird....

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Mein vater ist gläubiger aber nicht praktizierender Protestant (100%tiger) , meine Mutter ist Atheistin...und ich bin Konvertitin (bin katholisch).

 

au weia!! Frohe Weihnacht! :blink:

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Ich würde da gar nicht so viel Theater machen.

 

Bei uns gibt es am heiligen Abend seit Generationen Kartoffelsalat und Würstchen.

 

Als ich noch bei meinen Eltern war haben wir einen kleinen Querschnitt Weihnachtslieder gesungen.

 

Den Rest des Abends wurde dann gegessen, getrunken, erzählt, etc.

 

Ganz früher war die Christmette Standard (nach unserem Umzug ist da einiges eingeschlafen - das habe ich erst im eigenen Haushalt wieder geregelt bekommen (idR :ph34r: ).

 

Bei meinen Schwiegereltern hat eine meiner Schwägerinnen jedes Jahr eine Geschichte oder sonst einen Text geschrieben (a-religiöser Haushalt!) der vor der Bescherung vorgelesen wurde. Dafür wurde dort nicht gesungen.

 

(Für das Nächste Jahr habe ich einige Ideen - wenn unser Nachwuchs dabei ist - aber die sind noch nicht spruchreif.)

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Was habt ihr für Tipps, um das "Programm" möglichst unaufdringlich (Mutter), möglichst tiefgängig aber nicht zu katholisch (Vater) zu gestalten sodaß ich dennoch das Fest der geburt Christi in katholischem Sinne feiern kann??

Da muß ich mich erst mal Erich anschließen: Auweia! :blink:

 

Da scheint die Quadratur des Kreises ja eine kleine Fingerübung zu sein dagegen.

 

Würde Deine Mutter denn mitkommen zu einer Messe?

Was würde Dein Vater als zu katholisch empfinden?

 

Und was darf ich mir unter einem gläubigen, aber nicht praktizierenden 100%igen Protestanten vorstellen?

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Würde Deine Mutter denn mitkommen zu einer Messe?

Was würde Dein Vater als zu katholisch empfinden?

 

Und was darf ich mir unter einem gläubigen, aber nicht praktizierenden 100%igen Protestanten vorstellen?

 

Meine Mutter würde eventuell zur Mette mitgehen, wenn mein Vater auch mitkäme...aber die beginnt bei uns halt immer erst um 23 Uhr, das ist denen meist zu spät. Ins Hochamt geht sie auf keinen Fall mit (weil sie , nach eigenen Angaben, nicht weiß was sie wann zu sagen hat, auch kein Interesse daran hat es zu lernen und sich fehl am Platze vorkommt), mein Vater bleibt aus Solidarität meist auch weg. Ein Mal war er mit und das gefiel ihm auch ganz gut, aber er hat ein ungutes Gefühl dabei, seine andere Hälfte zu Hause zu lassen :) sind halt noch frisch verleibt, die 2 :blink:

 

Was würde mein Vater als zu katholisch empfinden: Nun, eigentlich alles, was über reine Fakten hinausgeht. Sprich, alles was in das mystische hineingeht. Verlesen der Weihnachtsgeschichte- kein problem. Vorletztes Jahr habe ich die Komplet gebetet- sie hörten höflich zu, fühlten sich jedoch merklich unwohl.

 

100%...Protestant: Er geht nicht zur Kirche und ist auch nicht im Kirchenchor/in der Gemeinde aktiv, ist aber gläubig dh er glaubt an Gott im protestantischen Sinne (also Abendmahl als ZEICHEN und nicht als Realpräsenz), betet wohl auch auf seine Art, hat aber keine konkreten Vorstellungen .Ist Luther und Bonhoeffer- Fan.

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Tja, was könnte man da tun?

 

- Christmette suchen, die nicht so spät anfängt, aber auch nicht so weit weg ist.

 

- Mutter ermuntern, das Hochamt zu besuchen, ohne Text mitzusprechen. Bei den Bewegungen kann sie sich ja an die Tochter und andere Kirchenbesucher halten.

 

- Ein Text von Bonhoeffer oder Luther bietet sich doch an. Den Vater bitten, etwas entsprechendes auszusuchen.

 

- Ökumenische Weihnachtslieder auswählen.

 

- Die Entstehungsgeschichte mancher Weihnachtslieder ist auch recht interessant; ich hatte da mal ein Buch in der Hand mit einer Sammlung solcher Hintergrundsgeschichten. Titel oder Autor weiß ich jetzt aber nicht mehr.

 

- Familientraditionen aufgreifen. Wie habt Ihr denn früher, vor Deiner Konversion, gefeiert?

 

- Das Komplet beten würde ich weglassen, wenn Deine Eltern sich beim letzten Mal unwohl fühlten.

 

 

Liebe Grüße, GAbriele

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- Das Komplet beten würde ich weglassen, wenn Deine Eltern sich beim letzten Mal unwohl fühlten.

Gabriele, ich an meiner Stelle würde keine halbherzigen Sache machen. Meine Mutter und meine Brüder sind alle atheistisch. Wie ich noch in der protestantischen Kirche war, habe ich meine Konfirmierung nachgeholt. Meine Mutter hat dazu nur gemeint, warum ich so einen Unsinn betreibe.

 

Ich nehme auf meine Familie keine Rücksicht im Bezug auf meinen Glauben. Ich würde dann lieber allein in die Kirche gehen, als Kompromisse zu schliessen.

 

Hat nicht Jesus gesagt, wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht würdig?

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- Das Komplet beten würde ich weglassen, wenn Deine Eltern sich beim letzten Mal unwohl fühlten.

Gabriele, ich an meiner Stelle würde keine halbherzigen Sache machen. Meine Mutter und meine Brüder sind alle atheistisch. Wie ich noch in der protestantischen Kirche war, habe ich meine Konfirmierung nachgeholt. Meine Mutter hat dazu nur gemeint, warum ich so einen Unsinn betreibe.

 

Ich nehme auf meine Familie keine Rücksicht im Bezug auf meinen Glauben. Ich würde dann lieber allein in die Kirche gehen, als Kompromisse zu schliessen.

 

Hat nicht Jesus gesagt, wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht würdig?

tomlo, Du an Deiner Stelle würdest auch nicht hier im Forum nachfragen, wie der Heilige Abend gestaltet werden könnte. Denn Du weißt es, Du brauchst keine Tipps.

 

Wenn Dio hier nachfrägt, und dabei erwähnt, dass ihre Eltern sich beim letzten Mal sichtlich unwohl fühlten, dann finde ich es besser, dass sie es weglässt, anstatt demonstrativ etwas zu tun, was ihre Eltern möglicherweise, da im Wiederholungsfall, verletzt. Und ich finde es falsch, das Jesuswort dazu zu verwenden, die Eltern zu brüskieren und zurückzustoßen. Heißt es nicht auch: "Du sollst Vater und Mutter ehren"?

 

Wie feierst Du denn Weihnachten mit Deiner atheistischen Familie?

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Da stimme ich Gabriele zu. Weihnachten ist für mich auch ein Fest der Liebe und des Friedens. Und da würde ich auch kein Unwohlsein bei meinen Eltern hervorrufen wollen. Aber ich habe das Glück, dass meine komplette Familie gläubig ist, so dass wir alle zusammen am Abend in die Christmette gehen. Das gehört schon seit so vielen Jahren dazu und ich möchte es nicht missen.

Bevor wir am Heiligen Abend die Geschenke auspacken (sie sind bei uns eher sekundär), liest mein Vater das Weihnachtsevangelium vor und anschließend wird erst mal ordentlich gesungen.

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Vor meiner Konversion haben wir halt noch alle zusammen ganz normal gefeiert. Alle = die gesamte Verwandschaft samt Oma Und Opa, die inzwischen verstorben sind, und ganz normal = wie andere atheistische Familien auch. Die ersten beiden Jahre meines Katholisch Seins ging ich dann um 22 h allein in die Mette (Oma lebte da noch). Außer, daß ich von Onkels aufgezogen und ausgelacht wurde war keine Reaktion. Seit Oma nun auch tot ist feiere ich mit meinen Eltern allein.

Edited by Dio
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- Das Komplet beten würde ich weglassen, wenn Deine Eltern sich beim letzten Mal unwohl fühlten.

Gabriele, ich an meiner Stelle würde keine halbherzigen Sache machen. Meine Mutter und meine Brüder sind alle atheistisch. Wie ich noch in der protestantischen Kirche war, habe ich meine Konfirmierung nachgeholt. Meine Mutter hat dazu nur gemeint, warum ich so einen Unsinn betreibe.

 

Ich nehme auf meine Familie keine Rücksicht im Bezug auf meinen Glauben. Ich würde dann lieber allein in die Kirche gehen, als Kompromisse zu schliessen.

 

Hat nicht Jesus gesagt, wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht würdig?

tomlo, Du an Deiner Stelle würdest auch nicht hier im Forum nachfragen, wie der Heilige Abend gestaltet werden könnte. Denn Du weißt es, Du brauchst keine Tipps.

 

Wenn Dio hier nachfrägt, und dabei erwähnt, dass ihre Eltern sich beim letzten Mal sichtlich unwohl fühlten, dann finde ich es besser, dass sie es weglässt, anstatt demonstrativ etwas zu tun, was ihre Eltern möglicherweise, da im Wiederholungsfall, verletzt. Und ich finde es falsch, das Jesuswort dazu zu verwenden, die Eltern zu brüskieren und zurückzustoßen. Heißt es nicht auch: "Du sollst Vater und Mutter ehren"?

 

Wie feierst Du denn Weihnachten mit Deiner atheistischen Familie?

Hallo Gabriele und Gina,

 

ich weiss, das es sehr hart klingt, aber Jesus war in dieser Frage radikal. Wenn die eigene Familie (Vater, Mutter, Brüder) sich gegen das Evangelium stellen, dann sollte man lieber alte Zöpfe abschneiden. In diesen Fall ist das Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren, zweitrangig. In der Meinung stehe ich nicht alleine da.

 

Nun, bei Dio scheint das nicht der Fall zu sein, da der Vater ja gläubig ist. In diesen Fall sollten die Eltern ihr zuliebe mit in die Kirche kommen. Sie müssen ja nicht aktiv mitmachen.

 

Du rätst Dio, dass sie Kompromisse mit ihren Eltern schliessen soll. Das mag für Weihnachten gut gehen, aber was ist mit Ostern, Pfingsten, etc.... ?

 

Zu meinen Fall. Ich feiere Weihnachten mit meinen zwei Kindern und meiner Frau bei uns zuhause. Da wir ja alle katholisch sind, ist die Sache klar. Meine Mutter und meine Brüder feiern für sich. Ich werde aber mti meinen Kindern meine Mutter besuchen.

 

Grüsse, Thomas

Edited by tomlo
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ich weiss, das es sehr hart klingt, aber Jesus war in dieser Frage radikal. Wenn die eigene Familie (Vater, Mutter, Brüder) sich gegen das Evangelium stellen, dann sollte man lieber alte Zöpfe abschneiden. In diesen Fall ist das Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren, zweitrangig. In der Meinung stehe ich nicht alleine da.

[...]

Zu meinen Fall. Ich feiere Weihnachten mit meinen zwei Kindern und meiner Frau bei uns zuhause. Da wir ja alle katholisch sind, ist die Sache klar. Meine Mutter und meine Brüder feiern für sich. Ich werde aber mti meinen Kindern meine Mutter besuchen.

Das Wort Christi in Ehren - diese Situation ist für mich unvorstellbar.

 

Sorry, aber es gibt für mich definitiv keinen größeren Wert als die Familie.

 

In diesem Sinne hätte ich übrigens gerne mal eine sachgerechte Interpretation zu Can. 2232 KKK.

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Tip, für Weihnachten: das Weihnachtsevangelium. Einfach ausdrucken und laut vorlesen, dann.

 

 

 

Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie dort waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

 

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

 

Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

 

Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Laßt uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

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ich weiss, das es sehr hart klingt, aber Jesus war in dieser Frage radikal. Wenn die eigene Familie (Vater, Mutter, Brüder) sich gegen das Evangelium stellen, dann sollte man lieber alte Zöpfe abschneiden. In diesen Fall ist das Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren, zweitrangig. In der Meinung stehe ich nicht alleine da.

[...]

Zu meinen Fall. Ich feiere Weihnachten mit meinen zwei Kindern und meiner Frau bei uns zuhause. Da wir ja alle katholisch sind, ist die Sache klar. Meine Mutter und meine Brüder feiern für sich. Ich werde aber mti meinen Kindern meine Mutter besuchen.

Das Wort Christi in Ehren - diese Situation ist für mich unvorstellbar.

 

Sorry, aber es gibt für mich definitiv keinen größeren Wert als die Familie.

 

In diesem Sinne hätte ich übrigens gerne mal eine sachgerechte Interpretation zu Can. 2232 KKK.

1) zu Jesus Radikalität werde ich mich später anhand der Bibel äussern, aber in einen eigenen Thread.

 

2) Für mich ist Familie auch heilig, aber an erster Stelle in meinen Leben kommt der dreifaltige Gott

 

3) alles zu seiner Zeit :blink:

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Danke, Petrus :blink:

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