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Evangelium vom 7. Sonntag der Osterzeit


Martin
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In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und betete:

Heiliger Vater, ich bitte nicht nur für diese hier,

sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben.

Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin,

sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.

Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast;

denn sie sollen eins sein, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir.

So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt,

dass du mich gesandt hast und die Meinen ebenso geliebt hast wie mich.

Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin.

Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast,

weil du mich schon geliebt hast vor der Erschaffung der Welt.

Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt,

und sie haben erkannt, dass du mich gesandt hast.

Ich habe ihnen deinen Namen bekannt gemacht und werde ihn bekannt machen,

damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und damit ich in ihnen bin.

 

Johannes 17,20-26

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>die Herrlichkeit gegeben, die du MIR gegeben hast; <

 

> und die Meinen ebenso geliebt hast wie MICH. <

 

> Sie sollen MEINE Herrlichkeit sehen, <

 

>weil du MICH schon geliebt hast vor der Erschaffung der Welt. <

 

>die Welt hat dich nicht erkannt, ICH  aber habe dich erkannt, <

 

>damit die Liebe, mit der du MICH geliebt hast, in ihnen ist und damit  ICH  in ihnen bin. <

 

Dieses "ICH, ICH , ICH" ist mir schon öfter unangenehm aufgefallen und ich finde es zum pukeface.gif .

 

 

Außerdem: Warum betet ein Teil des trinitären  Gottes zu sich selbst?

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"In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und betete:"

 

 

Treffender hieße es wohl: "In jener Zeit verdrehte Jesus seine Augen und sprach:"

 

Es handelt sich hier offensichtlich um die wirre Rede eines größenwahnsinnig Gewordenen.  

 

Zur Ehrenrettung des Zimmermannssohnes aus Nazareth sei gesagt, daß er so nie gesprochen hat. Jedes Wort wurde ihm von dem Johannes-Evangelisten, der Jesus nie gehört oder gesehen hatte, in den Mund gelegt.

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Zitat von Cano am 9:20 - 24.Mai.2001

"In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und betete:"

 

 

Treffender hieße es wohl: "In jener Zeit verdrehte Jesus seine Augen und sprach:"

 

Es handelt sich hier offensichtlich um die wirre Rede eines größenwahnsinnig Gewordenen.  

 

Zur Ehrenrettung des Zimmermannssohnes aus Nazareth sei gesagt, daß er so nie gesprochen hat. Jedes Wort wurde ihm von dem Johannes-Evangelisten, der Jesus nie gehört oder gesehen hatte, in den Mund gelegt.


 

Lieber Cano,

 

nach der Gereitzheit Sola Fide`s im Ökumene Thread von Falk nun wieder so ein Ausfall Deinerseits. Liegts am Wetter??? Irgendwie scheint Dir Deine Gelassenheit abhanden gekommen zu sein. Wenn Du mit Jesus solche Probleme hast, mit seinen Aussagen und so weiter, eine Frage an Dich, mit der Bitte um Beantwortung: Zwingt Dich irgend jemand dazu ihn als wirr oder schwachsinnig zu bezeichnen? Oder machst Du das freiwillig? Wenn ich Dich als wirr und schwachsinnig bezeichnen würde,(auch wenn du tot wärst) kann mein Beitrag mit Recht gelöscht werden, wenn dem so ist, sollte man dann nicht grundsätzlich auf solche "Aussagen" verzichten, um zumindest den Gläubigen keinen Anlass zur Retourkutsche zu geben.

 

MfG

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Lieber HAbeNUs,

 

zunächst einmal zur Klarstellung: Ich habe mit Jesus keine Probleme. Ab und an kann ich ihm sogar sympathische Züge abgewinnen.

 

>> Zwingt Dich irgend jemand dazu ihn als wirr oder schwachsinnig zu bezeichnen? <<

 

Wiederum zur Klarstellung: Ich habe Jesus nicht als wirr oder schwachsinnig bezeichnet. Meine Kritik bezieht sich nicht auf Jesus, sondern auf den oder die Verfasser des Johannes-Evangeliums.

 

Der synoptische Jesus ist zwar recht widersprüchlich, ich würde ihn jedoch nicht als wirr bezeichnen wollen. Das richtig Wirre kam erst, als Jesus sich nicht mehr wehren konnte, als aus der kleinen Gemeinschaft seiner Verehrer eine große organisierte Religion wurde, die es darauf anlegte, die ganze Welt mit dem zu infizieren, was sie zum Unheil von Millionen unter Heil verstand.

 

Gruß

Cano

 

 

 

 

(Geändert von Cano um 12:03 - 24.Mai.2001)

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Zitat von Cano am 10:53 - 24.Mai.2001

Lieber HAbeNUs,

 

zunächst einmal zur Klarstellung: Ich habe mit Jesus keine Probleme. Ab und an kann ich ihm sogar sympathische Züge abgewinnen.

 

>> Zwingt Dich irgend jemand dazu ihn als wirr oder schwachsinnig zu bezeichnen? <<

 

Wiederum zur Klarstellung: Ich habe Jesus nicht als wirr oder schwachsinnig bezeichnet. Meine Kritik bezieht sich nicht auf Jesus, sondern auf den oder die Verfasser des Johannes-Evangeliums.

 

Der synoptische Jesus ist zwar recht widersprüchlich, ich würde ihn jedoch nicht als wirr bezeichnen wollen. Das richtig Wirre kam erst, als Jesus sich nicht mehr wehren konnte, als aus der kleinen Gemeinschaft seiner Verehrer eine große organisierte Religion wurde, die es darauf anlegte, ganze Welt mit dem zu infizieren, was sie zum Unheil von Millionen unter Heil verstand.

 

Gruß

Cano

 


 

Lieber Cano,

 

>>zunächst einmal zur Klarstellung: Ich habe mit Jesus keine Probleme. Ab und an kann ich ihm sogar sympathische Züge abgewinnen.<<

 

Was ist mit dem Rest? Gelassenheit?

 

>>Wiederum zur Klarstellung: Ich habe Jesus nicht als wirr oder schwachsinnig bezeichnet.<<

 

Du selbst:

 

>>"In jener Zeit verdrehte Jesus seine Augen und sprach:"

Es handelt sich hier offensichtlich um die wirre Rede eines größenwahnsinnig Gewordenen.<<

 

 

 

Im übrigen solltest Du Dich ab und zu schon mal fragen, ob nicht einige Gläubige hier, sich von diesen Aussagen verletzt fühlen. Oder scheidet das von vornherein für Dich aus.

 

MfG

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Lieber HAbeNUs,

 

stell dir mal dieselben Worte vor, nicht Eurem Gott in den Mund gelegt, sondern z.B. von einem deiner Freunde oder Nachbarn.

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Lieber Habenus,

 

>Im übrigen solltest Du Dich ab und zu schon mal fragen, ob nicht einige Gläubige hier, sich von diesen Aussagen verletzt fühlen. <

 

Ich verstehe ja die Empfindlichkeit religiös Denkender und Fühlender Menschen in unserer Zeit zum Teil. Nur: Hast Du schon einmal daran gedacht, daß Ihr Euer religiöses Marktprodukt Christus schließlich öffentlich - heute sicher nicht mehr so exzessiv wie in den vergangenen zwei Jahrtausenden - zur Schau stellt?

 

Soll man sich  aus Mitleid mit Euren Gefühlen einen ehrlichen Kommentar verkneifen? Das fällt besonders dann schwer, wenn man an die verbalen Maschinengewehre einiger Kirchenfürsten a la Dyba oder Ratzinger denkt, die sich auch nicht groß frgaen, ob sie mit ihren meinungen, Überzeugungen, hetztiraden u.ähnl. evtl. Nicht-Gläubige verletzen könnten. Wer also groß im Austeilen ist, sollte auch groß im Einsteckenkönnen sein, meine ich.

 

Zur Figur (nicht Person!) des Christus-Jesus muß ich sagen, daß er auch mir punktuell sympathisch ist, über den echten Wanderprediger weiiß ich nichts, aber zu dem literarischen Produkt erlaube ich mir sehr wohl, eine eigene meinung abgeben zu dürfen. Leider überwiegt bei mir unterm Strich das Unsympathisch-Größenwahnsinnige, so daß ich im Gegensatz zu Cano sagen kann: Ja, ich habe mit Eurem Religionsstifter Probleme (wenn man Probleme jetzt nur auf die literarische Bewertung bezieht, selbstverständlich beeinflussen diese Probleme mein Privatleben genausowenig, wie meine geringe Begeisterung für Peter Handke, mit dessen Literatur ich auch "Probleme" habe).

 

Mir drängt sich  immer wieder dieses permanente "ich, ich, ich" auf, das - selbst bei jemandem, der sich für besonders göttlich hält oder es sogar ist - ein wenig in den Hintergrund stellen sollte, wenn er gerade als "Mensch" unterwegs ist.

 

Daß Euch Christen diese auch für archaische Figurenzeichnungen heftige und unsympathische

Egozentrik nicht auch mitunter unangenehm auffällt, wundert mich wirklich. Da ich seit meiner Anwesenheit in diesem Forum einzelne Christen kennen- und schätzengelernt habe, liegt es mir eigentlich seit einiger Zeit am herzen, ihrer Religion oder wenigstens dem Zentrum ihrer Religion etwas Positives abgewinnen zu können.  Dabie spielt es für mich nichteinmal eine Rolle, ob das Zentrum (also Christus) eine Dichtung des Markus, Matthäus, Lukas oder Johannes ist, sogar bei dem wesentlich unangenehmeren Paulusprodukt wäre ich bereit mich ansprechen zu lassen.

 

Leider kommt mir bei jedem Versuch immer gleich besagte größenwahnsinnige Egomanie dazwischen. Ich weiß nicht, ob ich die eher  übersehen könnte, wenn die zwischendurch gebotene Message mich stärker beeindrucken würde. Mag sein.

 

 

 

Liebe Grüße,

 

 

Lissie

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>>Wiederum zur Klarstellung: Ich habe Jesus nicht als wirr oder schwachsinnig bezeichnet.<<

 

Du selbst:

 

>>"In jener Zeit verdrehte Jesus seine Augen und sprach:"

Es handelt sich hier offensichtlich um die wirre Rede eines größenwahnsinnig Gewordenen.<<

 

 

Du brauchtest doch nur weiterzulesen, HAbeNUs,

 

dann hättest Du gemerkt, daß ich Jesus mit der "Rede des Größenwahnsinnigen" überhaupt nicht in Verbindung bringe:

 

Cano: > Zur Ehrenrettung des Zimmermannssohnes aus Nazareth sei gesagt, daß er so nie gesprochen hat. Jedes Wort wurde ihm von dem Johannes-Evangelisten, der Jesus nie gehört oder gesehen hatte, in den Mund gelegt. <

 

Der Größenwahn liegt beim Johannes-Evangelisten, der uns mit Jesus einen Gott verkaufen will. Da die Trinitätslehre noch nicht ausgefeilt war, gelingt ihm dies allerdings nicht so recht. Man hätte es geschickter machen können.

 

Auffallend ist doch, daß derselbe Jesus, der noch bei den Synoptikers sagt, daß niemand außer Gott gut sei, sich hier sozusagen als Klon dieses Gottes ausgibt. Die Absicht der Vergöttlichung Jesu springt fast aus jedem Kapitel (weshalb die Kirche auch so gerne auf Johannes zurückgreift). Hier wird nicht viel Historisches berichtet, sondern zweckgerichtete Theologie betrieben, wenn auch auf vordergründigste Art.

 

>> Was ist mit dem Rest? Gelassenheit? <<

 

Meine Gelassenheit hat nicht gelitten. Du kennst mich doch lange genug, um zu wissen, daß ich mich hier mal sanft, mal unsanft ausdrücke. Nachdem ich zuvor in der Offenbarung des Johannes gelesen hatte

 

"Wer siegt und bis zum Ende an den Werken festhält, die ich gebiete, dem werde ich die Macht über die Völker geben. Er wird über sie herrschen mit eisernem Zepter und sie zerschlagen wie Tongeschirr;"

 

war ich auf unsanft eingestimmt.

 

Was die Verletzung der Gefühle der Gläubigen anbelangt, wollen wir das mal nicht so eng sehen. Insoweit darf ich auf Lissies Posting verweisen.

 

Da der Menschensohn kein Erbarmen kennt und sich nicht zurückhält, MEINE Gefühle gröblich zu verletzen, sehe ich keine Veranlassung, seine Anhänger mit Samthandschuhen anzufassen.

 

Gruß

Cano

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>>Hast Du schon einmal daran gedacht, daß Ihr Euer religiöses Marktprodukt Christus schließlich öffentlich - heute sicher nicht mehr so exzessiv wie in

den vergangenen zwei Jahrtausenden - zur Schau stellt?<<

 

Liebe Lissie,

 

das ist doch zumindest mein gutes Recht oder etwa nicht? Mein gutes Recht ist es auch zu verlangen, bei meiner Meinung die ich hier ja öffentlich mache, nicht in die Nähe von Größenwahnsinnigen oder Irren gestellt zu werden. Allein der Gebrauch der Wörter sollte sich aus Anstand schon verbieten. Aber Anstand.......

 

>>Soll man sich  aus Mitleid mit Euren Gefühlen einen ehrlichen Kommentar verkneifen?<<

 

Das ist die Frage. Natürlich muss man nicht! Lissie ist eine alte fette Schlampe! Ich habe Mitleid weil sie so alt ist und dazu nicht die Idealfigur hat, so wie ich sie mir vorstelle. Wie gesagt: Das alles nur aus Mitleid. Besser ist wenn ich´s mir verkneife.    

 

>>Wer also groß im Austeilen ist, sollte auch groß im Einsteckenkönnen sein, meine ich.<<

 

Ja, dann lasst uns nur alle schön austeilen und einstecken, nur den Begriff der Dialogkultur sollte man dann vergessen.

 

Mir geht es in dieser Sache, die ja eigentlich nicht in diesen Thread gehört, tschuldigung Martin, um den gegenseitigen Respekt. Allein der Menschenverstand sollte dies gebieten. Die Knüppel-aus-dem-Sack Mentalität, mit Schlagwörtern wie "wahnsinnig", "irre", "Augenverdreher", kann einer Diskussion, wenn sie den ernsthaft geführt werden soll, nicht dienlich sein. Für lustige Polemik bin ich allerdings immer zu haben. Also noch mal: Lissie ist keine alte fette Schlampe, um Gottes Willen.

 

MfG

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Aber wie würdest du denn derartige Worte nun beurteilen, wenn sie von einem deiner Bekannten gesprochen würden?

 

Ich vermute, du würdest den Notarzt rufen.

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Lieber Habenus,

 

>Also noch mal: Lissie ist keine alte fette Schlampe, um Gottes Willen. <

 

Angenommen Du fändest ich bin eine. Und angenomen, es würde eine Weltanschauungsgemeinschaft geben, die nichts anderes im Sinn hat, als allen anderen weiszumachen, ich sei die perfekteste, jüngste, schlankste und unschlampigste Figur der Weltgeschichte?

 

Also dann fände ich es schon ok, wenn Du gelegentlich daran erinnern würdest, daß >Lissie eine alte fette Schlampe> ist .... !

 

 

Gute Nacht,

 

 

Lissie

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Ich finde, daß das "hohepriesterliche Gebet" Jesu ganz und gar nicht egozentrisch oder egomansich ist. Wer das behauptet, hat den Text einfach nicht gelesen. Da geht es um die Einheit der Jünger untereinander, da geht es um die Liebe zu den Menschen und die Herrlichkeit Gottes, die allen Menschen offenbart werden soll. Seit dem letzten Semester (ich habe ja schon an anderer Stelle von der Vorlesung über die Johannes-Passion berichtet...) ist das Joh. eigentlich mein Lieblingsevangelium geworden. Auch, wenn es in manchen Dingen nicht ganz historisch ist, so beinhaltet es doch eine unglaubliche Botschaft.

Natürlich ist dieses "hohepriesterliche Gebet" Jesu nicht ein Redemitschnitt, nein, im Gegenteil, es ist ein Text, der um 100 n.Chr. entstanden ist und der in vielen Dingen auf die Gemeindesituationen eingeht. Da gab es wohl auch Zank und Streit, da gabe es vielleicht auch wenig Liebe unter den ersten Jüngern, und in diese Situation hinein wird diese Rede Jesus in den Mund gelegt.

Klar ist auch, daß Jesus ganz besonders im Joh. eher gottgleicher wird als in den Synoptikern. Das liegt einfach an der Zeit. 70 Jahre nach Ostern ist der Mensch Jesus fast ganz in den Hintergrund getreten und nur der Gott ist noch übrig. Das stimmt so auch nicht ganz, denn das Wort IST FLEISCH GEWORDEN UND HAT UNTER UNS GEWOHNT. Das Joh. hat mich irgendwie gepackt. Auch die sehr feierliche und hymnische Sprache an einigen Stellen ist eine beeindruckende literarische Komposition. Das muß nicht heißen, das es fiktiv ist, aber es ist AUCH literarische Komposition.

Ob sich Glaubende beleidigt fühlen? Mittlerweile bin ich daran gewöhnt, daß man hier nicht gerade mit Samthandschuhen angefaßt wird. Ich bin nicht deswegen beleidigt, weil Jesus hier als "irre" bezeichnt wird. Beleidigt bin ich nur, wenn bei der "Argumentation" die Keule ausgepackt wird und dann die Kirche orentlich einen auf den Deckel kriegt, nur weil es eben schön ist, ihr einen auf den Deckel zu geben, da brauchen wir dann auch keine Argumente mehr...

 

Interessant ist jedenfalls, daß manche hier genau DAS Verhalten an den Tag legen, das sie in der Vergangenheit der Kirche kritisieren. Darüber sollten manche vielleicht einmal nachdenken. Wenn Ihr Euch so verhaltet, seid ihr nicht besser als die Kirche der Vergangenheit (und z.T. auch der Gegenwart).

 

Und angesichts dieser Dispute hier spreche ich doch aus vollem Herzen, DASS ALLE EINS SEIN mögen und DASS DIE LIEBE, von der das Joh. spricht nicht ganz abhanden kommt.

 

Nachdenkliche Grüße

 

(Geändert von Stefan Mellentin um 10:21 - 25.Mai.2001)

 

 

(Geändert von Stefan Mellentin um 10:22 - 25.Mai.2001)

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>> Interessant ist jedenfalls, daß manche hier genau DAS Verhalten an den Tag legen, das sie in der Vergangenheit der Kirche kritisieren. << (Stefan M.)

 

 

Lieber Stefan,

 

im Hinblick auf das Verhalten der A&A sehe ich hier doch noch einen feinen Unterschied gegenüber dem Verhalten der Kirche in der Vergangenheit.

 

In diesem Forum gibt es niemand, der von den Christen verlangt, ihrem Glauben abzuschwören. Erst recht gibt es niemanden, der für den Fall der Beibehaltung des christlichen Glaubens irgendwelche Sanktionen androht oder gar die Absicht hat, gewaltsam gegen die Christen vorzugehen.

 

Das einzige, worunter die Christen hier zu leiden haben, ist die von unserer Verfassung garantierte Religions- und Meinungsfreiheit. Das mag zwar manchem bedauerlich erscheinen, aber meines Erachtens kann man auch als gläubiger Christ ganz gut damit leben.

 

Gruß

Cano

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Meinungsäußerung - ja!

 

verletzende Meinungsäußerung - nein!

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Hallo, ich schreibe hier zum ersten Mal, bitte also um Nachsicht. Beim Lesen bin ich doch überrascht, wie ein solcher Text zu so negativen Äußerungen führen kann. Hier wird vieles vermengt und eine Menge Ressentiments - die man alle schon kennt - wieder und wieder vorgebracht. Ist das Selbstbestätigung? Solche Texte schließen sich nicht auf wie Veröffentlichungen in der Illustriertenwelt. Manchmal bekomme ich den Eindruck, die Schreiber(innen) haben "Angst" vor dem Text, der könnte sie berühren. Also niedermachen!

Offen gestanden, das verstehe ich nicht. Damit löst man doch keine Probleme. tötet nur den Dialog.

Gruß, Eli.

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>> Manchmal bekomme ich den Eindruck, die Schreiber(innen) haben "Angst" vor dem Text, der könnte sie berühren. Also niedermachen! << (Eli)

 

Liebe® Eli,

 

die Schreiber(innen) haben weder Angst vor dem Text, noch die Befürchtung, er könnte sie berühren. Die Schreiber(innen) wissen nämlich, wes' Geistes Kind der Text ist. Sie wissen, daß hier jemand zum Gott hochstilisiert werden soll, der sich nie für Gott oder auch nur göttlichen Ursprungs hielt.

 

Solche leicht durchschaubaren literarischen Konstruktionen können die Schreiber(innen) in keinster Weise beeinrucken.

 

>> Damit löst man doch keine Probleme. <<

 

Das mag sein. Mit dem Glauben an den selbstgemachten Gott wurden allerdings auch keine Probleme gelöst. Im Gegenteil - er hat neue geschaffen.

 

Gruß

Cano

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Hallo, Cano! Zu Deiner Information: Eli ist die Abkürzung von Elisabeth.

Der zum Gott "hochstilisierte" Jesus. Was soll das heißen?

Keine Probleme gelöst, neue geschaffen?

Ersteres stimmt nicht, letzteres ja, aber anders als Du das wohl meinst.

Wer Jesus glaubt, weiß um das Ziel seines Lebens.

Neue Probleme: man muß sich mit ihm auseinandersetzen. Er bleibt der "Stein des Anstoßes".

Für mich ist die Nachfolge von Menschen wie Maximilian Kolbe z.B.  e i n Grund, der Aussage, Jesus sei Gottes Sohn, zu glauben. Der selbstlose Einsatz vieler - ohne auf das eigene Leben zu schauen, sind für mich weitere Anzeichen.

Grüße, Eli

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>Der zum Gott "hochstilisierte" Jesus. Was soll das heißen? <

 

Hochstilisieren heißt, daß man eine (real existierende oder auch fiktive) Person oder Figur künstlich zu etwas frisiert was sie faktisch nicht sind oder nicht sein wollen.

 

Meist trifft es Heilsfiguren am heftigsten: So wurde zum Beispiel ein gewisser A.Hitler durch Medienpropaganda und demagogische Indoktrination (rechtzeitig, d.h. bei intelektuell noch schutzlosen Kindern und Jugendlichen klappt es am besten) zur Führer- und Heilsfigur für ein ganzes Volk und bald auch die ganze Welt "hochstilisiert")

 

Im Gegensatz zu Hitler kann man dem historischen Jesus von Nazareth aber kaum Eigenschuld uns Eigenbeteiligung an seiner Vergottlichung nachweisen. Hier zeichnen eher die Autoren des NT verantwortlich.

 

Allerdings waren die Auswirkungen, um auf Deine nächste Frage nach den Problemen zu kommen, im Falle des Christentums insgesamt verheerender, da es kein so schnelles Ende nahm wie der Nationalsozialismus.  

 

 

Grüße

 

 

Lissie

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Danke Lissie für Deine Aufklärung. Für Dichsind also die Evangelisten absolut unglaubwürdig? Wieso? Sie haben also nichts erfahren, auch die Auferstehung nicht? Alles erdichtet, ohne Hintergrund? Wieso hast Du doch eine

gewisse Achtung vor Jesus, wenn Du den Berichten nicht Glauben schenkst?? Nur menschlich, alles?

Was die Wirkung des Christenums betrifft: natürlich gab es und wird es schlimme Ereignisse geben. Menschen können aus allem Gutem etwas Schlechtes machen.

Ich empfehle Dir aber das Buch von Hans Maier: Welt ohne Christentum - was wäre anders (wenn Du Dich wirklich informieren willst).

Grüße,Eli

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Tja HAbeNUs,

 

da hast du Recht mit deinem Hinweis in meine Richtung als demjenigen, der einen regelmäßigen Meinungsaustausch zum jeweils aktuellen Sonntagsevangelium angeregt hat.

 

Ich werde das in Zukunft so gestalten, daß den "Bedürfnissen" aller Fraktionen Rechnung getragen wird.

 

Ich werde eine Version zum inner-christlichen Gedankenaustausch (denn darauf kommt es mir an) in das Forum "Fragen und Antworten" stellen - und eine in das Forum "Gladiatoren-Arena"; wer meint, die Texte unter Beschuß nehmen zu wollen/müssen, kann es ja dann dort in Angriff nehmen.

 

Herzliche Grüße

Martin

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>Gerechter Vater,

die Welt hat dich nicht erkannt,

ich aber habe dich erkannt<

 

Dieser Satz hat mich zuerst angesprochen.

Gott ist Gott, war immer Gott und wird immer Gott sein.

In der Erkenntnis Gottes ist hier aber ein neues Kapitel aufgeschlagen worden.

 

Wenn man die Textzeile in den Kontext stellt,

wurde allerdings nicht EIN neues Kapitel aufgeschlagen,

sondern durch Christus Jesus DIE Brücke :) zu Gott eröffnet.

 

Gott bleibt nicht eine ferne anonyme Macht;

die Einheit mit Gott - über Jesus Christus - wird in Aussicht gestellt.

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Guest Ketelhohn


Betrifft: Beitrag von Martin, 27. Mai 2001.

Zitat: »Tja HAbeNUs, da hast du Recht mit deinem Hinweis in meine Richtung als demjenigen, der einen regelmäßigen Meinungsaustausch zum jeweils aktuellen Sonntagsevangelium angeregt hat. Ich werde das in Zukunft so gestalten, daß den "Bedürfnissen" aller Fraktionen Rechnung getragen wird. Ich werde eine Version zum inner-christlichen Gedankenaustausch (denn darauf kommt es mir an) in das Forum "Fragen und Antworten" stellen - und eine in das Forum "Gladiatoren-Arena"; wer meint, die Texte unter Beschuß nehmen zu wollen/müssen, kann es ja dann dort in Angriff nehmen. «

Lieber Martin,

 

das ist keine gute Idee. Ich empfehle, statt dessen ein ganz neues Forum eigens für Lissie, Cano & Co. einzurichten. Als Name eines solchen Forums drängt sich „Gummizelle“ förmlich auf.

 

Gruß

Robert

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Lieber Martin,

 

dürfen wir das so verstehen, dass du eine Art "ernsthafte" Frage hier posten wirst, und darüber hinaus bei den Gladiatoren dasselbe noch einmal spaßeshalber als Spielwiese für Kritiker?

 

Naja. Wenigstens teilst du deine eigenartige Absicht mit.

 

Ich habe gerade bemerkt, dass mein Posting bereits von der Wirklichkeit überholt wurde. naja.

 

(Geändert von Ute um 21:36 - 27.Mai.2001)

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Guest Ketelhohn
Und wenn ich schon mal dabei bin: Ein Forum namens „Eiertanz“ wäre auch nicht übel. Ich schätze, mancher unsrer Forumskatholen könnte sich da ebenso wohlfühlen wie im alltäglichen Spagat zwischen Kirche und Welt.
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