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Geschrieben
vor 18 Minuten schrieb rorro:

Es ist auch keine Christenverfolgung, es ist nur dumme Bevormundung erwachsener Menschen.

Damit haben wir ja seit Corona schon kirchlich-liturgische Erfahrung.

Geschrieben
Am 1.3.2026 um 11:17 schrieb rorro:

 

Ach was.

 

🥱

Naja, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft waren sie nicht. Damit gälten sie heute nicht als Christen.

Aber natürlich kann man das heutige Christentum nicht mit den Aposteln vergleichen, das wäre ja wie Äpfel mit Birnen 

 

Werner

Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb Werner001:

Naja, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft waren sie nicht.

 

Woher weißt Du das?

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Shubashi:

Zu welcher Diözese gehört eigentlich Jerusalem?

Dad Bistum umfasst Israel, die Palästinensergebiete, Jordanien und Zypern.

Ziemlich groß…

 

Werner

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb rorro:

 

Woher weißt Du das?

Im Zweifel musst du belegen, dass sie es wurden, denn dass sie es nicht wurden, kann man ja nicht beweisen.

Man möchte aber doch meinen, etwas so Wesentliches sei irgendwo in den Schriften vermerkt worden, wenn es denn passiert wäre. Es müsste ja vor dem Gründonnerstag passiert sein, da wurden sie ja dann zu Bischöfen geweiht, was ohne vorherige Taufe ja nicht möglich gewesen wäre

 

Werner

Geschrieben
1 hour ago, Flo77 said:

Das lässt mich jetzt allerdings an der Idee einer gezielten "Christenverfolgung" zweifeln...

 

(Und es ist kurz vor Pessach...)


Ich finde, der Rabbi hat das passende dazu gesagt….ganz ohne jede Verschwörungstheorie. Auch, oder gerade in Kriegszeiten, sollte man weder Synagogen, noch Kirchen oder Moscheen schließen, wenn von ihnen keine Gefahr ausgeht.

Papst Leo hat gerade darauf hingewiesen, dass Gott in seiner Sicht gerade nicht vorzüglich das Kriegs- und Siegesgeheul hört, sondern auf die Sehnsucht der Menschen nach Frieden.

(Die Waffen wird es wohl nicht zum Schweigen bringen, aber vielleicht die Angst der Menschen vor der Gewalt lindern…)

Geschrieben
vor 20 Minuten schrieb Werner001:

Im Zweifel musst du belegen, dass sie es wurden, denn dass sie es nicht wurden, kann man ja nicht beweisen.

 

Dann lassen wir die Frage doch einfach offen.

Geschrieben
vor 8 Stunden schrieb rorro:

Dann lassen wir die Frage doch einfach offen.

Wie schätzt Du denn die Wahrscheinlichkeit ein, dass sie in der aktuellen katholischen Definition (trinitarische Formel, Übergießen mit Wasser, der Taufspender benutzt die 1. Person Singular) getauft waren?

Geschrieben
vor 20 Minuten schrieb gouvernante:

Wie schätzt Du denn die Wahrscheinlichkeit ein, dass sie in der aktuellen katholischen Definition (trinitarische Formel, Übergießen mit Wasser, der Taufspender benutzt die 1. Person Singular) getauft waren?

 

Gering. Ich nehme eher an, sie nutzten die Formel des Ostens. Waren ja keine Lateiner. 😉

Geschrieben

Erstaunt (und sehr erfreut) habe ich im Bayerntext gelesen, dass Kardinal Marx in seiner Predigt die Arbeit der "Blauen" (also Feuerwehr, Sanka usw) nicht nur gelobt, sondern auch 12 von ihnen (Männer und Frauen) die Füße gewaschen hat.

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Flo77:

Aha. Keine Ahung, keine Erfahrung, aber "Befremdlich".

 

 

(Und ja, in meiner Stammgemeinde gehört(e) das Osterlachen zu den Ostersonntagsmessen dazu.)

 

"Osterlachen" ... ich sag ja ... befremdlich ... aber das ist vermutlich nicht das einzig Befremdliche bei den Römisch-Katholischen.

Nicht dass ich ihnen diese Freude nicht gönnen würde ... aber vielleicht ist's auch nur ein Extrem, welches aus der extremen Fasterei natürlicherweise folgen muss (va wenn letztere nicht aus dem Herzen kommt, sondern Pflichtübung ist).

 

Geschrieben

Veranstaltung auch innerhalb der Kirche umstritten - "Marsch fürs Leben" demonstriert in München – Grußworte von Bischöfen

 

Einige Bischöfe haben sich in Grußworten mit dem "Marsch fürs Leben" solidarisiert. Unter ihnen sind der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki, der Passauer Bischof Stefan Oster, der bisherige Papstbotschafter in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterovic, und US-Bischof Robert Barron.

 

Also, "Marsch fürs Leben", das ist ja sehr lobenswert ... wenn dabei auch das Leben der alleinerziehenden Mütter in ökonomischer Not berücksichtigt wird, die trotz dieser Not nicht abtreiben. Haben die Bistümer dafür Mittel zurückgelegt?

 

Und dann das:

Als ein Hauptredner auf dem Königsplatz ist in diesem Jahr Mathias von Gersdorff angekündigt. Der Politaktivist bezeichnet sich als "christlich-konservativ" und firmiert unter anderem als Vorsitzender der "Deutschen Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum". Diese Gesellschaft katholischer Laien stehe heute "mit Tausenden von aktiven Mitgliedern, Freiwilligen und Spendern an vorderster Front des Kulturkampfes" um eine Wiederherstellung der "christlichen Zivilisation".

 

Ein "von und zu" also, der einer "Deutschen Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum" vorsitzt. Ob die vielleicht etwas ihres geschützten Privateigentums zur Unterstützung notleidender Mütter abgeben? Oder müssen sie v.a. ihre Stellung "an vorderster Front des Kulturkampfes" halten und brauchen dafür alle Ressourcen?

Wiederherstellung der "christlichen Zivilisation" ... das ist auch gut ... in einem inzwischen multi-kulturell/religiösen Land die "christliche Zivilisation" wieder herstellen ... was ist da nach einer solchen Wiederherstellung mit all den anderen? Da lassen die Worte "Kampf" und "Front" wirklich nichts Gutes ahnen.

 

Geschrieben
Am 14.4.2026 um 16:39 schrieb SteRo:

Veranstaltung auch innerhalb der Kirche umstritten - "Marsch fürs Leben" demonstriert in München – Grußworte von Bischöfen

 

Einige Bischöfe haben sich in Grußworten mit dem "Marsch fürs Leben" solidarisiert. Unter ihnen sind der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki, der Passauer Bischof Stefan Oster, der bisherige Papstbotschafter in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterovic, und US-Bischof Robert Barron.

 

Also, "Marsch fürs Leben", das ist ja sehr lobenswert ... wenn dabei auch das Leben der alleinerziehenden Mütter in ökonomischer Not berücksichtigt wird, die trotz dieser Not nicht abtreiben. Haben die Bistümer dafür Mittel zurückgelegt?

 

Und dann das:

Als ein Hauptredner auf dem Königsplatz ist in diesem Jahr Mathias von Gersdorff angekündigt. Der Politaktivist bezeichnet sich als "christlich-konservativ" und firmiert unter anderem als Vorsitzender der "Deutschen Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum". Diese Gesellschaft katholischer Laien stehe heute "mit Tausenden von aktiven Mitgliedern, Freiwilligen und Spendern an vorderster Front des Kulturkampfes" um eine Wiederherstellung der "christlichen Zivilisation".

 

Ein "von und zu" also, der einer "Deutschen Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum" vorsitzt. Ob die vielleicht etwas ihres geschützten Privateigentums zur Unterstützung notleidender Mütter abgeben? Oder müssen sie v.a. ihre Stellung "an vorderster Front des Kulturkampfes" halten und brauchen dafür alle Ressourcen?

Wiederherstellung der "christlichen Zivilisation" ... das ist auch gut ... in einem inzwischen multi-kulturell/religiösen Land die "christliche Zivilisation" wieder herstellen ... was ist da nach einer solchen Wiederherstellung mit all den anderen? Da lassen die Worte "Kampf" und "Front" wirklich nichts Gutes ahnen.

 

 

Ich denke mit meinem Kommentar habe ich hinreichend das framing der liberalen Infotainment-Plattform katholisch.de aufgenommen und darauf elaboriert.

 

Spannend ist nun, das framing der Gegenseite (der KNA ... "N" steht dabei für "Nachrichten", obgleich idR ebenso unverblümt Politik gemacht werden soll):

 

Ehemaliger Nuntius Eterović und US-Bischof Barron grüßen Münchner Marsch fürs Leben

Die geben die Grußworte Barrons ausführlich wieder und erwähnen, dass Unterstützer Eterovic sich ausdrücklich auf Papst Leo bezieht und erwähnen auch explizit, wer kein Grußwort geschickt hat:

Kardinal Reinhard Marx, der Erzbischof von München und Freising, sowie der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Heiner Wilmer SCJ, ließen den Lebensschützern hingegen ein solches Zeichen der Unterstützung nicht zukommen.

Für ein Grußwort ließ sich der im Februar neu gewählte DBK-Vorsitzende Bischof Heiner Wilmer SCJ seinerseits nicht gewinnen. Auf Anfrage des Online-Magazins Corrigenda teilte er mit, die DBK nehme „als Zusammenschluss der Bischöfe in Deutschland vor allem bundesweite und übergreifende Aufgaben wahr. Daher werden regionale Veranstaltungen in der Regel nicht begleitet.“

Trotz mehrfacher Anfragen reagierte das Erzbistum München und Freising auf Anfrage von Corrigenda tagelang nicht. Schließlich kam von der Pressestelle eine knappe Antwort: „Sie müssen nicht mehr auf unsere Antwort warten, die Erzdiözese wird sich dazu nicht äußern.“

Am Marsch im Mai 2025 hatte Bischof Rudolf Voderholzer (Bistum Regensburg) persönlich teilgenommen.

Damals hatten Mitglieder des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) gegen die Veranstaltung demonstriert und die Parole „My body, my choice, raise your voice“ gerufen. Auch zu jenem Vorfall hatte das Erzbistum München damals keine Stellungnahme abgegeben.

Die Organisatorin des Marsches, Silja Fichtner, zeigte sich von dem Verhalten des Münchner Erzbischofs enttäuscht. „Eigentlich könnte Kardinal Marx stolz darauf sein, dass Katholiken seiner Diözese eine der größten Lebensschutzveranstaltungen im deutschsprachigen Raum organisieren“, sagte sie. „Es ist traurig, wenn weder der Sache noch dem Engagement die entsprechende Wertschätzung entgegengebracht wird.“

 

Und schließlich:

Menschliches Leben steht nach kirchlicher Lehre von der Empfängnis an unter dem besonderen Schutz Gottes. Papst Johannes Paul II. erklärte in der Enzyklika Evangelium vitae von 1995: „Mit der Petrus und seinen Nachfolgern von Christus verliehenen Autorität bestätige ich daher in Gemeinschaft mit den Bischöfen der katholischen Kirche, daß die direkte und freiwillige Tötung eines unschuldigen Menschen immer ein schweres sittliches Vergehen ist.“

 

Also ich finde, dass es immer gut ist, wenn einer vermeintlichen "Nachrichten"meldung auf katholisch.de eine entsprechende vermeintliche "Nachrichten"meldung auf KNA gegenübergestellt werden kann. Beide Plattformen verfolgen ganz offensichtlich konträre politische Agenden und man kann dann beide lesen und für sich selbst abwägen.

 

 

 

 

Geschrieben
vor 12 Stunden schrieb SteRo:

Also ich finde, dass es immer gut ist, wenn einer vermeintlichen "Nachrichten"meldung auf katholisch.de eine entsprechende vermeintliche "Nachrichten"meldung auf KNA gegenübergestellt werden kann. Beide Plattformen verfolgen ganz offensichtlich konträre politische Agenden und man kann dann beide lesen und für sich selbst abwägen.

 

Anderes hätte mich ehrlich gesagt auch überrascht. Bei den nichtkirchlichen Portalen, Communitys, Onlineangeboten hast Du immer eine politische Ausrichtung, bei den kirchlichen dürfte es nie anders sein. Wobei ich es bei den nichtkirchlichen Angeboten normal finde, bei den kirchlichen halte ich es für eine Fehlentwicklung. 

Geschrieben
vor 18 Minuten schrieb taupunkt:

Anderes hätte mich ehrlich gesagt auch überrascht. Bei den nichtkirchlichen Portalen, Communitys, Onlineangeboten hast Du immer eine politische Ausrichtung, bei den kirchlichen dürfte es nie anders sein. Wobei ich es bei den nichtkirchlichen Angeboten normal finde, bei den kirchlichen halte ich es für eine Fehlentwicklung. 

 

Wenn "Kritische Berichterstattung" zum Selbstprofil gehört, kann man sicher sein, daß Selbstkritik nicht dazugehört.

Geschrieben
1 hour ago, taupunkt said:

 

Anderes hätte mich ehrlich gesagt auch überrascht. Bei den nichtkirchlichen Portalen, Communitys, Onlineangeboten hast Du immer eine politische Ausrichtung, bei den kirchlichen dürfte es nie anders sein. Wobei ich es bei den nichtkirchlichen Angeboten normal finde, bei den kirchlichen halte ich es für eine Fehlentwicklung. 


Wenn man eins aus der Kirchengeschichte lernen kann, dass Kirche schon immer von theologischen als auch politischen Auseinandersetzungen geprägt war, was sich im Extremfall in diversen Schismen niedergeschlagen hat.
In der katholischen Kirche hat sich das mit Glück oder Bestimmung häufig im Rahmen gehalten, wenn am Ende alle Akteure sich dem Urteil des Papstes unterwarfen - der in meinen Augen letztlich der Garant einer funktionierenden Weltkirche ist. Das wiegt für mich heute viele Nachteile einer letztlich autokratischen Kirchenverfassung auf, wenn ich es mit vielen eher unzulänglichen Versuchen der Menschheit vergleiche, zu globaler Einheit und Frieden zu finden.

Mir scheint es daher auch wichtig, immer abzuwägen, ob eine Kritik letztlich auf diese kirchliche Einheit zielt, um die Botschaft des Evangeliums in der Welt zu verbreiten, oder ob Gruppen jeweils eigene reaktinär-kulturalistische oder sozialprogressiv-politische Süppchen kochen wollen, die am Ende die Kirche in sinnlose Streitigkeiten verstrickt.

 

Geschrieben

Eine Schande für die deutschen Römisch-Katholischen ist es trotzdem wie sich die meisten deutschen Bischöfe zur Abtreibung in D verhalten.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb SteRo:

 

Machen wir uns nichts vor: das wird kommen, ebenso wie eine GG-Änderung, die das kirchliche Arbeitsrecht einmottet und die ersatzlose Streichung der Staatsleistungen. Ob ich das noch erlebe weiß ich nicht, aber eine ehemals große Gemeinschaft, deren Hauptereignis weniger als 1% der Deutschen besuchen, wird eben zusehends hinterfragt, ob es Sonderbehandlungen verdient.

Natürlich ist das jetzt Oppositionsgeplänkel, doch die Tendenz ist seit Jahren klar.

Entscheidend wird sein, ob die dt. Bischöfe dann den Kotau vor dem Staat machen und sogar in kirchlichen Kliniken das Töten Ungeborener zulassen oder eben nicht.

Wir werden es dann sehen…

Geschrieben
vor 26 Minuten schrieb rorro:

 

Machen wir uns nichts vor: das wird kommen, ebenso wie eine GG-Änderung, die das kirchliche Arbeitsrecht einmottet und die ersatzlose Streichung der Staatsleistungen. Ob ich das noch erlebe weiß ich nicht, aber eine ehemals große Gemeinschaft, deren Hauptereignis weniger als 1% der Deutschen besuchen, wird eben zusehends hinterfragt, ob es Sonderbehandlungen verdient.

Natürlich ist das jetzt Oppositionsgeplänkel, doch die Tendenz ist seit Jahren klar.

Entscheidend wird sein, ob die dt. Bischöfe dann den Kotau vor dem Staat machen und sogar in kirchlichen Kliniken das Töten Ungeborener zulassen oder eben nicht.

Wir werden es dann sehen…

Da würde ich mal grundsätzlich ganz entspannt bleiben und die Kirche im Dorf lassen:

 

Es wurde ja gerade mal über einen Antrag der Grünen im Gesundheitsausschuss des Bundestages beraten, mehr nicht. In dem verlinkten Artikel steht ja, dass es schon ganz grundsätzlich überaus strittig ist, wie genau die „Versorgungslage“ bezüglich möglicher Abtreibungen in Deutschland ist. Laut des verlinkten Artikels gaben die medizischen Fachverbände an, dass die grundsätzliche medizinische „Versorgung“ ausreichend ist. 

 

Bisher ist es ja nach wie vor so, dass in der Regel eine Abtreibung nach dem Urteil des 

Bundesverfassungsgerichtes rechtswidrig ( aber unter bestimmten Voraussetzungen straffrei ) ist. Es kann dann aber schwerlich jemand zur Mitwirkung an einer rechtswidrigen Tat gezwungen werden.

Bisher gehört ja auch zur aktuellen Rechtslage beim Schwangerschaftsabbruch dazu, dass niemand zur Mitwirkung am einer Abtreibung gezwungen werden. 

 

Was die Ablösung der Staatsleistungen angeht, so wurde selbst unter der „Ampel-Regierung“ nichts erreicht. Darüber hinaus sind ja zunächst mal die einzelnen Bundesländer zuständig. Vorab haben schon verschiedene Ministerpräsidenten klar gemacht, dass sie nicht daran denken, die Staatsleistungen abzulösen, weil sie das Geld bei den Kirchen für gut angelegt halten. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb Cosifantutti:

Da würde ich mal grundsätzlich ganz entspannt bleiben und die Kirche im Dorf lassen:

 

Es wurde ja gerade mal über einen Antrag der Grünen im Gesundheitsausschuss des Bundestages beraten, mehr nicht. In dem verlinkten Artikel steht ja, dass es schon ganz grundsätzlich überaus strittig ist, wie genau die „Versorgungslage“ bezüglich möglicher Abtreibungen in Deutschland ist. Laut des verlinkten Artikels gaben die medizischen Fachverbände an, dass die grundsätzliche medizinische „Versorgung“ ausreichend ist. 

 

Bisher ist es ja nach wie vor so, dass in der Regel eine Abtreibung nach dem Urteil des 

Bundesverfassungsgerichtes rechtswidrig ( aber unter bestimmten Voraussetzungen straffrei ) ist. Es kann dann aber schwerlich jemand zur Mitwirkung an einer rechtswidrigen Tat gezwungen werden.

Bisher gehört ja auch zur aktuellen Rechtslage beim Schwangerschaftsabbruch dazu, dass niemand zur Mitwirkung am einer Abtreibung gezwungen werden. 

 

Was die Ablösung der Staatsleistungen angeht, so wurde selbst unter der „Ampel-Regierung“ nichts erreicht. Darüber hinaus sind ja zunächst mal die einzelnen Bundesländer zuständig. Vorab haben schon verschiedene Ministerpräsidenten klar gemacht, dass sie nicht daran denken, die Staatsleistungen abzulösen, weil sie das Geld bei den Kirchen für gut angelegt halten. 

 

Nun ich sagte ja, dass es kommen wird. Nicht wann.

 

Und da es der Staat schon schafft, eine breite Versorgung der Bevölkerung mit rechtswidrigen Taten zu fordern (und das auch noch bezahlt!), wäre ich nicht überrascht, wenn das Ganze schneller kommt als gedacht.

bearbeitet von rorro
Geschrieben
8 hours ago, rorro said:

Nun ich sagte ja, dass es kommen wird. Nicht wann.


Ich bin ein ganz klein wenig amüsiert über Deine Sicherheit bei so einer Langfristprognose. Ich bin mir nicht mal sicher, ob dieses Land oder die Welt solange besteht, geschweige denn, wohin sich der politische Wind dreht.

Bei uns im Norden sind die Leute v.a. sauer, dass die Kirchen Kliniken ganz dichtmachen, weil ihnen das Geld ausgeht. Sprich: eine noch weitere Reglementierung für nur zu weiteren Schließungen von Abteilungen und Gesundheitseinrichtungen , und die großen privaten Krankenhausunternehmen würden die Grünen zu ihrer Lieblingspartei erklären

Geschrieben (bearbeitet)

Mich überrascht ein bisschen der Fokus der Grünen. Die Krankenhausreform führt ganz allgemein zu inakzeptablen Zuständen in den Kliniken, z.b. wird das Küchenservicepersonal nicht mehr über die Krankenkassen refinanziert, so dass diese Tätigkeiten vom Pflegepersonal übernommen werden müssen. Unabhängig von der Mehrbelastung des Pflegepersonals, das damit auch weniger Zeit für pflegerische Tätigkeiten hat, führt das natürlich auch zu Entlassung der Serviceassistenten, die eher im Niedriglohnsektor einzuordnen sind und oft im höheren Alter waren und nicht mehr so einfach umschulen können. Das scheint die Grünen nicht so sehr zu interessieren, weshalb das ganze für mich eher wie Symbolpolitik als wie eine ernsthafte Sorge um unser Gesundheitswesen klingt.

bearbeitet von taupunkt

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