Jump to content

Das Credo


dalet

Recommended Posts


Zitat von EXPLORER am 22:08 - 3.Mai.2001

Mein Bekenntnis (und ich halte mich für katholisch):

 

Ich glaube an den einen, allmächtige Gott,

der unseren Kosmos mit all seinen Phänomenen schuf,

darunter das Leben, die Intelligenz, die Materie, die Kraft.

 

Ich glaube an den Gott, den Jesus seinen Vater nannte -

ich bete voll Freude "Vater unser", das Gebet unseres Herrn,

eines jüdischen Wanderpredigers,

der voller Mut bis zuletzt, bis zu seiner Marter am Kreuz, für seine Ziele einstand:

Die Bereitschaft zur Vergebung,

Die Liebe zum Nächsten,

Das Vertrauen zu Gott

und die Hoffnung auf mehr Menschlichkeit.

Er stellte den Menschen über das Gesetz -

und starb für seine Überzeugungen.

 

Ich glaube an den Gott, der uns durch seinen Geist stärkt und durchdringt.

Dieser Geist gibt uns die einzige Fähigkeit, die uns von unseren tierischen Verwandten unterscheidet -

die Fähigkeit zu denken.

Er gibt sie jedem von uns. Niemand soll für uns denken.

 

Ich glaube an die Kirche im ursprünglichen Sinn,

erbaut auf das Fundament Jesu und seiner Jünger

und die Gemeinschaft der Bischöfe als ihre Nachfolger und Hirten der Glaubenden.

 

Ich glaube an die Freiheit, die Gleichheit und die Brüderlichkeit aller Menschen,

unabhängig von Rasse, Sprache, Religion, Nationalität oder Gesinnung.

 

Ich glaube an die Zehn Gebote, in denen Gott die Menschen unterweisen wollte,

und an die Bibel als Heilige Schrift.

 

Und wird mein Leben dereinst zuende gehen,

so glaube ich an meine und die Auferstehung aller Menschen am jüngsten aller Tage,

an dem der Herr in Güte über mich richten wird.

Im Vertrauen auf diesen Gott, an den ich glaube, erwarte ich seine Wiederkunft am Ende der Zeit

und das Leben einer kommenden Welt.

 

Amen

 


Link to comment
Share on other sites

Das Credo hat eine lange Geschichte und jedes Wort hat seinen Sinn. Ich halte es nicht für gut, daran etwas zu ändern, weil dadurch zudem nicht mehr eindeutig ist, dass der katholische Glaube immer noch derselbe ist wie er 325 war, und weil es so ziemlich das einzige ist, was die Christen an Liturgie noch gemeinsam haben (obwohl die Evangelen daran Hand angelegt und die „katholische“ unnötigerweise durch eine „christliche Kirche“ ersetzt haben). Gegen wir nun mal das Credo von Explorer durch:

 


Ich glaube an den einen, allmächtige Gott,

der unseren Kosmos mit all seinen Phänomenen schuf,

darunter das Leben, die Intelligenz, die Materie, die Kraft.

 

Glückwunsch, mir scheint, das ist das, was das „normale“ Credo auch sagt.

 

Ich glaube an den Gott, den Jesus seinen Vater nannte -ich bete voll Freude "Vater unser", das Gebet unseres Herrn,

eines jüdischen Wanderpredigers,

der voller Mut bis zuletzt, bis zu seiner Marter am Kreuz, für seine Ziele einstand:

Die Bereitschaft zur Vergebung,

Die Liebe zum Nächsten,

Das Vertrauen zu Gott

und die Hoffnung auf mehr Menschlichkeit.

Er stellte den Menschen über das Gesetz -

und starb für seine Überzeugungen.


 

Jesus nannte JHWH(!) nicht seinen Vater, sondern JHWH war sein leiblicher Vater, und nicht irgendein Wanderprediger. Wenn Du hier Abstriche machst, muss ich Dir leider sagen: das ist nicht mehr katholisch, ja das ist schlicht nicht christlich. Schön, dass Du das „Vaterunser“ betest, aber was hat diese Aussage im Credo zu suchen? Die Ziele Jesu sind schön wiedergegeben, allerdings fehlt das wichtigste: sein Versöhnungswerk zwischen Gott und den Menschen. Er war präexistent und wurde doch von Maria als Mensch geboren. Jesus starb nicht für seine Überzeugungen, sondern für unsere Sünden, und er ist außerdem auferstanden – sonst gäbe es keinen christlichen Glauben; des weiteren ist er auch zum Vater heimgegangen.

 


Ich glaube an den Gott, der uns durch seinen Geist stärkt und durchdringt.

Dieser Geist gibt uns die einzige Fähigkeit, die uns von unseren tierischen Verwandten unterscheidet -

die Fähigkeit zu denken.

Er gibt sie jedem von uns. Niemand soll für uns denken.

 

Die Eigenständigkeit der Person des Geistes und sein Ursprung wird hier nicht deutlich. Der Geist gibt nicht nur die Fähigkeit zu denken, sondern überhaupt die Fähigkeit zu leben.

 


Ich glaube an die Kirche im ursprünglichen Sinn,

erbaut auf das Fundament Jesu und seiner Jünger

und die Gemeinschaft der Bischöfe als ihre Nachfolger und Hirten der Glaubenden.

 

Das ist zwar etwas schwach, ich könnte es aber so akzeptieren.

 


Ich glaube an die Freiheit, die Gleichheit und die Brüderlichkeit aller Menschen,

unabhängig von Rasse, Sprache, Religion, Nationalität oder Gesinnung.

 

Das hat mit dem Glauben an den dreifaltigen Gott nichts zu tun, sondern ist ein Ergebnis von Überlegungen. Das solltest Du vielleicht besser „bekennen“ statt glauben.

 


Ich glaube an die Zehn Gebote, in denen Gott die Menschen unterweisen wollte,

und an die Bibel als Heilige Schrift.

 

Das ist, denke ich, im Glauben „an“ die Kirche bereits enthalten.

 

Und wird mein Leben dereinst zuende gehen,

so glaube ich an meine und die Auferstehung aller Menschen am jüngsten aller Tage,

an dem der Herr in Güte über mich richten wird.

Im Vertrauen auf diesen Gott, an den ich glaube, erwarte ich seine Wiederkunft am Ende der Zeit

und das Leben einer kommenden Welt.

 

Ein sehr schöner Schluss.  

 

Fazit: es ist nicht so einfach, das originale Credo ins heutige Deutsch zu übersetzen. Vor allem ist es nicht möglich, etwas wegzulassen und Neues hinzuzufügen.

 

Weitere Versuche allezeit erwünscht.

Link to comment
Share on other sites

Bleib' bei Deinem Credo, Explorer!

 

Im Gegensatz zu den offiziell kirchlichen ist es auch für Atheisten und Agnostiker erträglich.

Besonders positiv an Deinem Credo finde ich, daß Du die jungfräuliche Gottesmutter, die Göttlichkeit ihres Sohnes und die Dreifaltigkeit, alles Dinge, von denen Jesus selbst nichts wußte, wegläßt.

 

In katholischen Kreisen kannst Du mit einem solchen Credo natürlich keinen Staat machen. Es ist einfach nicht genügend heidnisch-mythologisch und mysteriös. Es leidet nachhaltig darunter, daß man es in großen Teilen mit dem gesunden Menschenverstand nachvollziehen kann.

 

Gruß

Cano

 

 

(Geändert von Cano um 16:07 - 4.Mai.2001)

 

 

(Geändert von Cano um 16:08 - 4.Mai.2001)

Link to comment
Share on other sites

Lieber Dalet!

Also, dann drösle ich mein Glaubensbekenntnis mal auf:

 

Ich glaube an den einen, allmächtige Gott,

der unseren Kosmos mit all seinen Phänomenen schuf,

darunter das Leben, die Intelligenz, die Materie, die Kraft.

 

Für mich existiert ein Wesen, das den Anfang der Welt einläutete, sozusagen ein "unbewegter Beweger" als Auslöser der Schöpfung. Ich nenne ihn "Gott".

Ich glaube, dass er allmächtig ist, nicht aber, dass wir prädestiniert sind. "Gott" greift nicht unmittelbar in die Welt ein.

Ich glaube ebenfalls, dass es nur EIN Wesen war und ist, dem ich den Namen "Gott" geben kann.

Dieser Gott schuf jedoch nicht nur den Kosmos, sondern auch die Wissenschaft: Leben - Biologie, Materie & Kraft - Physik und er wollte, dass der Mensch diese Phänomene mit seiner Intelligenz versteht.

 

Ich glaube an den Gott, den Jesus seinen Vater nannte -

ich bete voll Freude "Vater unser", das Gebet unseres Herrn,

eines jüdischen Wanderpredigers,

der voller Mut bis zuletzt, bis zu seiner Marter am Kreuz, für seine Ziele einstand:

 

Ich bestätige hier Jesus als "Sohn Gottes" und die "Sohnschaft" von uns allen gegenüber "Gott, dem Vater". Ich weis auch, dass Jesus nicht der erste Christ, sondern zeit seines Lebens Jude war.

 

Die Bereitschaft zur Vergebung,

Die Liebe zum Nächsten,

Das Vertrauen zu Gott

und die Hoffnung auf mehr Menschlichkeit.

Er stellte den Menschen über das Gesetz -

und starb für seine Überzeugungen.

 

Die grundlegenden Aussagen Jesu über Ethik und Glauben. Das mit dem "Er stellte den Menschen über das Gesetz" ist auch als Kritik zur Haltung der kath. Kirche in Sachen Schwangerschaftsabbruch gedacht: Man darf sich nicht sklavisch an den Buchstaben des Gesetzes (in diesem Fall "Du sollst nicht morden&quot halten, man muss auch die Umstände berücksichtigen. Dasselbe gilt für Ehescheidungen usw. - man kann nicht einen Schwur über das Glück eines Menschen stellen.

 

Ich glaube an den Gott, der uns durch seinen Geist stärkt und durchdringt.

Dieser Geist gibt uns die einzige Fähigkeit, die uns von unseren tierischen Verwandten unterscheidet -

die Fähigkeit zu denken.

Er gibt sie jedem von uns. Niemand soll für uns denken.

 

Im allgemeinen bin ich kein Freund des HeiGei, weil mit ihm immer sofort der Papst verbunden wird. Grundsätzlich glaube ich aber an ihn. Er wirkt in jedem Menschen, nicht in dem einen (Papst) mehr, in dem anderen weniger!

Ich erkenne hier auch die Evolutionstheorie an, die ja solange umstritten war.

 

Ich glaube an die Kirche im ursprünglichen Sinn,

erbaut auf das Fundament Jesu und seiner Jünger

und die Gemeinschaft der Bischöfe als ihre Nachfolger und Hirten der Glaubenden.

 

Wieder eine Kritik an der (heutigen) Kirche und ihrer absolutistischen Regierung durch den Papst. Gleichzeitig aber eine Anerkennung des Episkopats in seiner Gesamtheit als Nachfolger Jesu.

 

Ich glaube an die Freiheit, die Gleichheit und die Brüderlichkeit aller Menschen,

unabhängig von Rasse, Sprache, Religion, Nationalität oder Gesinnung.

 

Diesen Absatz habe ich hauptsächlich in Erinnerung an den Spruch "Außerhalb der Kirche kein Heil" eingefügt. Ich bin der festen Überzeugung, auch ein Buddhist, Hindu oder Moslem kann in das Paradies kommen, wenn er ein gutes und rechtschaffenes Leben geführt hat.

Auch der Anspruch der Kath. Kirche als "Haupt und Mutter" aller anderen Konfessionen wird hier zurückgewiesen.

 

Ich glaube an die Zehn Gebote, in denen Gott die Menschen unterweisen wollte,

und an die Bibel als Heilige Schrift.

 

Dazu gibt es eigentlich wenig zu sagen. Die Zehn Gebote (unabhängig vom Christentum als Religion) als Basis einer jeden Gesetzgebung und die Bibel als meine Heilige Schrift.

 

Und wird mein Leben dereinst zuende gehen,

so glaube ich an meine und die Auferstehung aller Menschen am jüngsten aller Tage,

an dem der Herr in Güte über mich richten wird.

Im Vertrauen auf diesen Gott, an den ich glaube, erwarte ich seine Wiederkunft am Ende der Zeit

und das Leben einer kommenden Welt.

 

Ich glaube, dass mein Leben mit meinem Tod nicht zuende ist, es geht in irgendeiner Form weiter - für alle Menschen "guten Willens" unabhängig von ihrer Religion.

Und ich glaube auch, dass sich die Erde nicht ewig drehen wird, sondern, dass irgendwann Schluss ist - das "Ende der Zeit", ein Zustand höchster Seligkeit, eine Art "Erlösung" für die Seelen.

 

Amen

 

So ist es! - Hoffe ich!

 

Auf deine Kritik, ich gehe zu wenig auf die Zusammenhänge zwischen den drei Personen ein, wer wann aus wem entstanden ist oder wer seit wann schon immer da war, kann ich nur sagen, ich bete auch das Credo von Nicäa und glaube seinen Aussagen, aber die "große Theologie" stand für mich nicht im Mittelpunkt.

Im übrigen sagt z.B. das Apostol. Glaubensbekenntnis über den Geist auch nur "Ich glaube an den Heiligen Geist", da wird noch weniger als in meinem Credo vom HeiGei gesprochen!

Link to comment
Share on other sites

Lieber Cano,

 

das Credo hatte bei seiner Einführung den Sinn der Abgrenzung von Irrgläubigen. Nur wer dieses Credo sprach, war katholisch. Das darf heute nicht anders sein, sonst riecht es stark nach Synkretismus.

 

Lieber Explorer,

 

bezüglich Gott, dem Vater, bin ich vollkommen mit Deiner Interpretation einverstanden. Der eine Gott hat alles geschaffen.

 

Was nun Jesus betrifft, muss ich sagen, Deine Interpretation (ich bestätige Jesus als „Sohn Gottes“) finde ich in Deinem Credo so nicht wieder – außer Du hast die Anführungszeichen mit dem Sinn gesetzt, dass er nicht wahrer Sohn sei. Sein eigentlicher Auftrag war nicht die Verkündigung von ethischen Normen, sondern sein Sterben und sein Auferstehn. Das andere ist ein Darumherum, sind Geschichten aus seinem Leben mit hoher Bedeutung für ein christliches Leben. – Deshalb starb er nicht für seine Überzeugungen, sondern für unsere Sünden.

 

An den HeiGei wirst Du ja zwangsläufig glauben müssen, weil er in der Bibel (schon in Gen 1) ausdrücklich erwähnt ist; mit dem Papst hat das erstmal gar nichts zu tun.

 

Mit Deinen Aussagen zur Kirche stehst Du genau auf der Linie des II. Vatikanums. Ich verstehe nur eines nicht: ist der Bischof nicht auch ein „absolutistischer Regent“ in seinem Bistum? Die Interpretation von „Gleichheit und Brüderlichkeit aller Menschen, unabhängig von Rasse, Sprache, Religion, Nationalität oder Gesinnung“ sind dagegen wieder weit von den Aussagen des Konzils entfernt: diese Idee der Aufklärung, dass alle Religionen den Glauben an den gleichen Gott hätten, ist eindeutig ein Irrtum.

 

Zu Deiner Eschatologie kann ich Dich nur nochmal beglückwünschen. Die hast Du sehr schön und richtig in Worte gefasst.

Link to comment
Share on other sites

"An den HeiGei wirst Du ja zwangsläufig glauben müssen, weil er in der Bibel (schon in Gen 1) ausdrücklich erwähnt ist; mit dem Papst hat das erstmal gar nichts zu tun."

 

Richtig, mit dem Papst hat der HeiGei relativ wenig zu tun - aber das hätte mal jemand dem ersten Vatikanum sagen sollen...

 

"Mit Deinen Aussagen zur Kirche stehst Du genau auf der Linie des II. Vatikanums. Ich verstehe nur eines nicht: ist der Bischof nicht auch ein „absolutistischer Regent“ in seinem Bistum?"

 

Hat je ein Bischof (ausser der von Rom) "Unfehlbarkeit" für sich beantsprucht? Oder die Kompetenz, die Weltkirche absolutistisch zu führen?

 

"Die Interpretation von „Gleichheit und Brüderlichkeit aller Menschen, unabhängig von Rasse, Sprache, Religion, Nationalität oder Gesinnung“ sind dagegen wieder weit von den Aussagen des Konzils entfernt: diese Idee der Aufklärung, dass alle Religionen den Glauben an den gleichen Gott hätten, ist eindeutig ein Irrtum."

 

Mooooooment, das habe ich nicht gesagt!

Ich meine damit nicht, dass alle Religionen „eigentlich an den selben Gott glauben und daher alle mehr oder minder gleich(wertig) sind“.

Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass ein Hindu, der sein Leben lang "recht" gelebt hat, in die "ewige Verdammnis hinabgestürzt wird", nur weil er eben Hindu ist und obwohl er vielleicht nie die Möglichkeit hatte, von Christus erzählt zu bekommen!

Link to comment
Share on other sites

dalet zu Explorer:

 

>An den HeiGei wirst Du ja zwangsläufig glauben müssen, .........<

 

bluegrab.gif

 

jarswim.gif

Link to comment
Share on other sites

Lieber Explorer,

 

ich misch mich mal auch wieder ein:

 

 

>> Ich glaube, dass er allmächtig ist, nicht aber, dass wir prädestiniert sind. <<

 

Das Neue Testament deutet sogar an, daß Jesus an der Erschaffung der Welt beteiligt war

Kolosser 1,15 „Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene aller Schöpfung, weil in ihm alles erschaffen worden ist im Himmel und auf Erden, Sichtbares und Unsichtbares, seien es Throne oder Herrschaften, Fürstentümer oder Mächte: Alles ist durch ihn und auf ihn hin erschaffen.  Er ist vor allem und alles hat in ihm seinen Bestand“

 

 

"Gott" greift nicht unmittelbar in die Welt ein. <<

 

wenn das stimmt, dann sind Gebete sinnlos!

 

 

>>Ich glaube ebenfalls, dass es nur EIN Wesen war und ist, dem ich den Namen "Gott" geben kann. <<

 

Dann ist also bei Dir nix mit „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ – Lieberaler Jude sag ich noch mal ! xyxwave.gif

 

 

>> Ich bestätige hier Jesus als "Sohn Gottes" und die "Sohnschaft" von uns allen gegenüber "Gott, dem Vater". Ich weis auch, dass Jesus nicht der erste Christ, sondern zeit seines Lebens Jude war.<<

 

auch Du bist dann  „Sohn Gottes“ so wie Jesus. Was hat Jesus, was Du  nicht hast und warum nicht?

 

 

>>Die grundlegenden Aussagen Jesu über Ethik und Glauben.<<

 

sind ein alter Hut, denn die Sachen stehen  alle schon im AT.

 

 

>>Im allgemeinen bin ich kein Freund des HeiGei, <<

 

kein Wunder – Du meidest ihn ja wie die Pest und lässt ihn nicht an Dich ran!

 

 

>>Ich bin der festen Überzeugung, auch ein Buddhist, Hindu oder Moslem kann in das Paradies kommen, wenn er ein gutes und rechtschaffenes Leben geführt hat.<<

 

also hat es keinerlei „Vorteile“, dass Du Christ bist – denn ein lieber Mensch bist Du doch bestimmt! xyxwave.gif

 

Lieben Gruß

Erich

Link to comment
Share on other sites

>also hat es keinerlei „Vorteile“, dass Du Christ bist – denn ein lieber Mensch bist Du doch bestimmt! <

 

Ohne Worte.

Link to comment
Share on other sites

>>Ohne Worte.<<

 

schwach, liebe Ute, schwach!!

 

Ein nettes Smiley hätte ich ja wenigstens erwartet !

 

Gruß

Erich

Link to comment
Share on other sites


Richtig, mit dem Papst hat der HeiGei relativ wenig zu tun - aber das hätte mal jemand dem ersten Vatikanum sagen sollen...

Ach was, der Papst war auch schon vor dem I. Vatikanum unfehlbar, sonst könnte es ja kein Dogma sein - als beispielsweise Pius IX. 1854 das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis verkündet hat, war er bereits unfehlbar - und niemand hat sich aufgeregt. Das erkläre mir mal einer...

 


Hat je ein Bischof (ausser der von Rom) "Unfehlbarkeit" für sich beantsprucht? Oder die Kompetenz, die
Welt
kirche absolutistisch zu führen?

 

Du scheinst zu vergessen, dass es auch Aussage des II. Vatikanums ist, dass Bischöfe (bzw. Bischofskonferenzen)
unfehlbare
Entscheidungen treffen können.

 

Mooooooment, das habe ich nicht gesagt!

Ich meine damit nicht, dass alle Religionen „eigentlich an den selben Gott glauben und daher alle mehr oder minder gleich(wertig) sind“.

Ich kann mir nur nicht vorstellen, dass ein Hindu, der sein Leben lang "recht" gelebt hat, in die "ewige Verdammnis hinabgestürzt wird", nur weil er eben Hindu ist und obwohl er vielleicht nie die Möglichkeit hatte, von Christus erzählt zu bekommen!


 

Gut, wieder ein Stückchen geklärt. Das ist katholisch.

Link to comment
Share on other sites


Zitat von Erich am 19:52 - 4.Mai.2001

 

>>Ich glaube ebenfalls, dass es nur EIN Wesen war und ist, dem ich den Namen "Gott" geben kann. <<

 

Dann ist also bei Dir nix mit „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ –

Lieben Gruß

Erich


Hallo Erich,

 

Gott ist ein Wesen.

Er offenbart sich in Vater, Sohn und Heiligem Geist.

 

Das sagt du übrigens selbst in deinem Schlemil-Thread:

>>Denn Jesus, der ans Kreuz geht, das ist Gott selber. In Jesus ist Gott Mensch geworden. (Erich) <<

 

Liebe Grüsse

Angelika

Link to comment
Share on other sites

Lieber Erich,

 

manchmal fällt auch mir nix mehr ein. Nich ma'n Smiley.

Link to comment
Share on other sites


Zitat von Ute am 23:09 - 4.Mai.2001

Lieber Erich,

 

manchmal fällt auch mir nix mehr ein. Nich ma'n Smiley.

 

Oh ja, Ute, Oh ja!

Link to comment
Share on other sites

Zitat von dalet am 21:28 - 4.Mai.2001

 

"Ach was, der Papst war auch schon vor dem I. Vatikanum unfehlbar, sonst könnte es ja kein Dogma sein - als beispielsweise Pius IX. 1854 das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis verkündet hat, war er bereits unfehlbar - und niemand hat sich aufgeregt. Das erkläre mir mal einer..."

 

SCHMARREN!

 

"Du scheinst zu vergessen, dass es auch Aussage des II. Vatikanums ist, dass Bischöfe (bzw. Bischofskonferenzen) unfehlbare Entscheidungen treffen können."

 

Gegen die Bischöfe habe ich ja nichts, weil das Weltepiskopat aus mehreren Tausend besteht. Wenn diese Bischöfe einer Meinung sind, könnte man das mit der Unfehlbarkeit erklären. Aber niemand kann mir weismachen, dass EIN Mensch in gewissen Dingen nicht irren kann!

 

"Gut, wieder ein Stückchen geklärt. Das ist katholisch."

 

Puhh, bin ich froh! ;)

Link to comment
Share on other sites


Zitat von EXPLORER am 10:09 - 5.Mai.2001

"Ach was, der Papst war auch schon vor dem I. Vatikanum unfehlbar, sonst könnte es ja kein Dogma sein - als beispielsweise Pius IX. 1854 das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis verkündet hat, war er bereits unfehlbar - und niemand hat sich aufgeregt. Das erkläre mir mal einer..."

 

SCHMARREN!


 

Interessante Erklärung

Link to comment
Share on other sites

Ich hab's schon x-Mal erklärt:

Der Papst ist ein Mensch wie jeder andere!

Er denkt, handelt und entscheidet wie ein Mensch!

Sicher, er hat eine große Autorität, aber eine Unfehlbarkeit definitiv NICHT!

Link to comment
Share on other sites

>>Ich glaube an den Gott, den Jesus seinen Vater nannte -ich bete voll Freude "Vater unser", das Gebet unseres Herrn,

eines jüdischen Wanderpredigers,

der voller Mut bis zuletzt, bis zu seiner Marter am Kreuz, für seine Ziele einstand:

[...]

Er stellte den Menschen über das Gesetz -

und starb für seine Überzeugungen.

[...]

Und wird mein Leben dereinst zuende gehen,

so glaube ich an meine und die Auferstehung aller Menschen am jüngsten aller Tage [...].<<

 

 

Also ich lese hier vom Glauben an einen Gott, den ein jüdischer Wanderprediger "Vater" nannte,

ich lese davon, dass dieser Wanderprediger gestorben ist, und ich lese vom Glauben an die eigene Auferstehung.

 

Habe ich da nun was überlesen oder fehlt der Glaube an Jesus Christus und seine Auferstehung absichtlich?

 

Gruß

Falk

Link to comment
Share on other sites

Lieber Explorer,

 

danke für Dein "Credo" und der Annahme das Du katholisch bist. Ich möchte diese Annahme in einem wesentlichen Punkt widerlegen. Denn Du bist vieles, aber nicht katholisch. Dein "Credo" bleibt Dir unbelassen, es ist allerdings nicht die Frucht der katholischen Lehre wie Du freimütig bekennst sondern viele verschiedene Früchte des Subjektivismus und Pluralismus die weite Teile der sog. katholischen Welt, hier vor allem Theologen alla Deschner, Küng und Co. ergriffen hat. Du nimmst von jedem etwas und rührst Dir Deine eigen Glaubenssuppe zusammen, gefällig und homogen, sogar für unsere A+A`s trefflich zu lesen.

 

Es gehört schon ein ganzes Stück Selbstüberschätzung dazu, damit solche Gefälligkeits -und Modebotschaften (hier Dein Credo) sich mit dem Anspruch auf das Ganze verlautbaren lassen können. Das unterscheidet sie von einer immer schon gepflegten und notwendigen theologischen >Streitkultur<. Solche Herauslösung von Teilaspekten (Dein Credo wimmelt nur so davon), und ihre willkürliche Ingeltungsetztung (hier erst mal in Deinem privaten Bereich) ohne ihre bleibende Zugehörigkeit zum übergreifenden und es bergenden Ganzen geht nicht ohne Verlust seines Wahrheitsgehaltes.

 

Du sitzt einem falsch verstandenen Pluralismus in der Kirche auf. Dieser Pluralismus geht davon aus, dass die Wahrheit nicht EINE ist, sondern vielfältig sei, wie Du ja immer wieder betonst. Nur im freien Spiel der Meinungen und Überzeugungen unter den Gläubigen unserer Zeit soll sich die Glaubenswahrheit immer nur annäherungsweise und wiederum anders zur Aussage bringen.

 

Im Mittelpunkt Deines Credos steht der Mensch und sein Glaube, genauer gesagt: die Vielzahl der möglichen Glaubensüberzeugungen. Wer, wie Erich, noch davon ausgeht, dass katholischer Glaube als gemeinsamer Glaube der Kirche einer und ein bestimmter ist, der als solcher auch gemeinsam bezeugt werden kann, gilt für Pluralisten als zeitfremder, steriler Dogmatiker. Er versagt sich dem freien Spielfeld des Diskurses. In ihm allein bleibt man im erwünschten Vorläufigen. Sich offen halten für solche Team-work in Glaubenssachen gilt gemeinhin bei Pluralisten als höchste Tugend, das Motto lautet: Alle mögen sich doch >einbringen< in den bunten Reigen der vielerlei Erfahrungen und Gläubigkeiten.

Je vielfältiger diese individuellen Beiträge sind, desto vollständiger erscheint das neue große gemeinsame Glaubenpuzzle. Wie gesagt, die Betonung liegt hier auf das NEUE!!

 

Wehe dem aber, der bei solcher >Diskurseuphorie< noch der Meinung ist, es könnte darüber hinaus etwas geben, was sich dem munteren Wechselspiel der >eingebrachten< Beiträge entzieht. Etwas das seine Gültigkeit in sich hat, weil es sich nicht in dem erschöpft, was der einzelne davon wahrzunehmen und einzubringen vermag.

 

MfG

Link to comment
Share on other sites

>Habe ich da nun was überlesen oder fehlt der Glaube an Jesus Christus und seine Auferstehung absichtlich?<

 

Welch überaus intelligente Frage ... oder absichtlich. Dann wären wir aber wieder genau da angelangt wo sich die Gedanken des Verfassers gekreuzt haben. Im willentlichen Nichts.

 

rolleyes.gif

 

Torsten

 

(Geändert von Torsten um 21:20 - 5.Mai.2001)

Link to comment
Share on other sites

Guest Ketelhohn


Zitat von Torsten am 5. Mai 2001

... wo sich die Gedanken des Verfassers gekreuzt haben ...

Das bringt mich auf die Preisfrage: Was käme heraus, wenn wir die Gedanken – hm, sagen wir: von Lissie mit denen unsres guten Explorers kreuzten? Wer hat eine Idee?

Link to comment
Share on other sites

An alle, denen ich in meinem Credo zuwenig theologisch geworden bin:

 

Solche Credos wie das meinige werden heute zu hunderten in Jugendgottesdiensten gebetet.

Es interessiert Jugendliche relativ wenig, dass der HeiGei vor aller Zeit oder ein bischen später aus dem Vater und dem Sohn oder auch nur aus dem Vater oder als dritte Möglichkeit aus dem Vater durch den Sohn hervorging...

 

Uns interessieren keine hochgestochenen Theologischen Aussagen! Wir wollen wissen, wie man christlich LEBEN soll!

Wir wollen nicht eineinhalb Seiten lang die Dreifaltigkeit erklärt bekommen!

Link to comment
Share on other sites

Guest Ketelhohn


Zitat von EXPLORER am 13:24 - 6.Mai.2001

An alle, denen ich in meinem Credo zuwenig theologisch geworden bin:

Solche Credos wie das meinige werden heute zu hunderten in Jugendgottesdiensten gebetet.

Es interessiert Jugendliche relativ wenig, dass der HeiGei vor aller Zeit oder ein bißchen später aus dem Vater und dem Sohn oder auch nur aus dem Vater oder als dritte Möglichkeit aus dem Vater durch den Sohn hervorging...

Uns interessieren keine hochgestochenen Theologischen Aussagen! Wir wollen wissen, wie man christlich LEBEN soll!

Wir wollen nicht eineinhalb Seiten lang die Dreifaltigkeit erklärt bekommen!

Lieber Explorer,

 

es wäre vielleicht höchst lehrreich für dich, einmal die Geschichte des altkirchlichen Katechumenats zu studieren, die Abfolge der einzelnen Etappen in der Vorbereitung auf die Taufe, wie verschiedene Skrutinien („Erforschungen“, der Katechumenen nämlich), traditio symboli (Übergabe des Glaubensbekenntnisses), redditio symboli (Wiedergabe des Glaubensbekenntnisses) etc. Die Umkehr steht am Anfang, sie ist Voraussetzung der Aufnahme in den Katechumenat. Dann lernt der Bewerber, was es näherhin heißt, „christlich zu leben“. In Skrutinien wird überprüft, ob die Umkehr sich im Leben des Katechumenen manifestiert. Erst auf diesem Fundament erfolgen weitere Unterweisungen, wie die Übergabe (und dann die freie Wiedergabe) des Symbolums. Die Einführung in die Mysterien, die Sakramente (die sogenannte Mystagogie) findet überhaupt erst nach der Taufe statt, für die Neophyten, die „Neugepflanzten“.

 

Dein fettgedrucktes Anliegen kann ich also sehr gut nachvollziehen. Da liegt ja gerade ein Hauptproblem in der Kirche heute, daß angesichts allgemeiner Beliebigkeit keiner mehr was Sicheres weiß. Man wird als Säugling getauft und dann weitgehend allein gelassen. Ich kann dir da nur einen Rat geben: Suche Gemeinschaften, an denen du das christliche Leben förmlich „riechst“. Keine Gruppen, die selber bloß suchen und basteln. Nein, echte christliche Gemeinschaften brauchen wir in einer feindlichen Umwelt, sonst bleiben wir hilflos isoliert und ersaufen im Ozean des Weltgetriebes.

 

Sich selber ein Glaubensbekenntnis zu basteln, nützt überhaupt nichts. Den Glauben bekommt man von der Kirche, nicht umgekehrt. „Einbringen“ sollen wir uns mit unserer ganzen Person, mit unserm Leben, nicht mit unseren Vorstellungen und Projektionen. Kurz, laß das mit dem Glaubensbekenntnis erst mal auf sich beruhen und suche die Gemeinschaft von Christen. Alles andere findet sich, jedes zu seiner Zeit.

 

Gruß

Robert

Link to comment
Share on other sites

Lieber Robert,

 

"Den Glauben bekommt man von der Kirche, nicht umgekehrt. " (Robert)

 

Ich hoffe, Du gestattest, daß ich hier eine etwas direktere Formulierung vorziehe:

 

" 2,8 Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, 2,9 nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. " (Epheser)

 

viele Grüße

 

Olli

Link to comment
Share on other sites

×
×
  • Create New...