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4. Sonntag der Osterzeit, Tag der geistlichen Berufe


Stefan M.
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Stefan M.

Woran liegt es, daß immer weniger junge Menschen sich für einen geistlichen Beruf entscheiden? Es kann unmöglich der Zölibat oder die "verstaubte Kirche" sein!

Bitte schreibt, was Euch hindert!

 

Liebe Grüße von einem Theologiestudenten...

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Vielleicht liegt es daran, daß heute immer mehr junge Menschen nicht mehr bereit sind, ihr Leben mit der Verkündung von Lehren zu verbringen, die sie selbst nicht glauben.

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Zitat von Stefan Mellentin am 10:51 - 5.Mai.2001

 

Es kann unmöglich der Zölibat oder die "verstaubte Kirche" sein!


 

Wieso bist du dir da sooo sicher?

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Stefan M.

Lassen wir einmal die Frage der Unfehlbarkeit des Papstes weg, was ist denn so unglaubwürdig, so nicht-verkündigungswürdig???

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Stefan M.

Sicher mag die Kirche nicht in allem perfekt sein, denn sie wird von Menschen geleitet. Auch ich, der ich aktives Mitglied in dieser Kirche bin, würde sie manchmal am liebsten auf den Mond schießen, das hindert mich aber nicht, die für mich wahre Botschaft von der Auferstehung in ihr zu verkünden. Würde mich die "verstaubte Kirche" davon abhalten, würde ich diesem Aspekt mehr Gewicht beimessen als der Botschaft.

Jedenfalls ist die katholische Kirche nicht die einzige, die verstaubt ist.

Liebe Grüße

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>Es kann unmöglich der Zölibat oder die "verstaubte Kirche" sein!<

 

Wieso denn nicht?

 

>Bitte schreibt, was Euch hindert!<

 

Hm. Wenn ich ganz ganz ehrlich sein soll, dann ist der einzige Grund, den ich mir vorstellen kann, der, dass mein Geschlecht mich für derartige Dienste disqualifiziert.  

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Stefan M.

Ha, ha, liebe Ute!

 

Jetzt kommt wieder das Gejammer von wegen Frau und so weiter. Es gibt genügend Möglichkeiten, wie sich auch Frauen in der Kirche engagieren können, ich bin auch nicht der Papst, so daß ich das Frauenpriestertum einführen könnte, wenn ich es wäre, so hat trotzdem, weder Mann noch Frau, ein RECHT AUF WEIHE, es geht um Berufung zum Priesteramt und diejenigen, die am meisten wettern, sie seien berufen, sind es gerade nicht. Aber: Ich will keinem verwehren, seine Berufung in der Kirche auf andere Weise zu leben. Wie das aussehen kann, tja, da gibt es viele Möglichkeiten...

 

Liebe Grüße

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Na gut. Wo du Recht hast, hast du Recht.

 

Die Wahrheit ist: ich engagiere mich ehrenamtlich in diesem Forum.

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Stefan M.

Cool, ich glaub Du bist gar nicht so übel, wie "Gnom" Dich nebenan hinstellen will :-)

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Hast du eine Ahnung!

 

Ich bin nämlich noch sehr viel übler.

 

Sehr sehr viel übler.

 

wavey.gif

 

 

 

 

(Geändert von Ute um 9:14 - 7.Mai.2001)

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Zitat von Stefan Mellentin am 11:51 - 5.Mai.2001

Woran liegt es, daß immer weniger junge Menschen sich für einen geistlichen Beruf entscheiden? Es kann unmöglich der Zölibat oder die "verstaubte Kirche" sein!

Bitte schreibt, was Euch hindert!

 

Liebe Grüße von einem Theologiestudenten...


 

Hallo Camello,

vor eine Menschenmenge hinstellen und Predigen ist nicht so ganz meine Begabung.

Schon im persönlichen Gespräch, hab ich oft meine Schwierigkeiten dem Gesprächspartner meine Meinung zu vermitteln.

Aber ich üb´ schon mal.

Hier im Forum und im Hauskreis bei Gesprächen über das Wort Gottes.

Schliesslich soll man ja bereit sein Rede und Antwort zu stehen, wenn man zu seinem Glauben gefragt wird.

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Stefan M.

Lieber Raphael!

 

Toll, daß Du so ehrlich antwortest! Toll, daß Du den Glauben lebst und von ihm Zeugnis gibst!

 

Ich habe auch noch immer Lampenfieber, wenn ich vor einer großen Gruppe etwas frei sagen soll. Aber irgendwie komme ich doch immer ganz gut dabei weg. Der gute Hirte des Evangeliums ist es eben, der verkündet und nicht ich. Gott sei Dank ist das so.

Aber ich denke, wenn ich in vier bis fünf Jahren Sonntag für Sonntag predigen muß, wird auch das Lampenfieber vergehen, es wird sich eine Art Routine einstellen, hoffe ich.

 

Liebe Grüße

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Stefan, DU bist es, der verkündet, niemand anders. Du konditionierst dich dementsprechend.

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Stefan M.

Ich kann gar nicht verkünden, daß irgendwelche Sünden vergeben werden, Tote auferweckt werden und sagen "Das ist mein Leib", wenn nicht ER durch mich verkündet.

 

Liebe Grüße

:)

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Doch. Du kannst ne Menge erzählen...

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Zitat von Stefan Mellentin am 17:56 - 7.Mai.2001

Ich kann gar nicht verkünden, daß irgendwelche Sünden vergeben werden, Tote auferweckt werden und sagen "Das ist mein Leib", wenn nicht ER durch mich verkündet.

 

Liebe Grüße

 


 

Jeder kann verkünden, was er will.

 

Beim Satanismus behauptet der Kultdiener des Satans, daß der Satan durch ihn verkünde. Beim Ahnenkult spricht der Ahne durch den Medizinmann (oder eine sonstige "Fachkraft&quot.

 

Was behauptet und verkündet wird, ist immer nur eine Frage des Inhalts des jeweiligen Kults.

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So sehe ich das auch, Steffen,

 

wobei ich mich allerdings nicht darauf festlegen will, daß nur ein einziger Kult wahr sein könnte.

 

Nachdem im Forum schon von subjektiver, objektiver und absoluter Wahrheit gesprochen wurde, fehlt nun noch der Begriff der "relativen Wahrheit", der mir von allen Wahrheitsbegriffen besonders zusagt.

 

Es handelt sich um eine Wahrheit, die nicht für jedermann gilt, sondern nur für einen eingeschränkten Personenkreis (zuerst hatte ich "beschränkten Personenkreis" geschrieben, aber das könnte mißverstanden werden und meine Moderatorenposition gefährden).

 

Eine Wahrheit also, die im Kontext des Kultes durchaus als absolut und für die Kultanhänger verbindlich gesetzt werden kann - aber eben nur dort.

 

Gruß

Cano

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Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kult wahr sein könne, setze ich recht gering an.

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Zitat von Ute am 8:10 - 8.Mai.2001

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kult wahr sein könne, setze ich recht gering an.

 

Optimistisch ausgedrückt tendiert die Wahrscheinlichkeit gegen null.

 

Die Verwendung des Wortes "wahr" im Zusammenhang mit einem Kult ist lediglich ein Synonym für hilfreich, nützlich, zweckdienlich.

 

Die Wahrheit eines Kultes ist vergleichbar mit der Wahrheit der Schachregeln. Was wahr ist, ist lediglich eine Frage der Konvention. Und solange die Sache funktioniert, kann man kultinterne Wahrheit pflegen.

 

Innerhalb des Kultes stellt sich die Frage nach objektiver oder absoluter Wahrheit im Grunde überhaupt nicht. Die Wahrheit wird als absolute fingiert und konstituiert - und damit hat es sich.

 

Wer diese Wahrheit annimmt, kann in den Kult integriert werden, wer sie ablehnt, der muß draußen bleiben.

 

Cano

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Stefan M.

Wenn kein Kult wahr sein kann, wie feiert dann die MÄPSTIN UTE I. ihre Pontifikalliturgien im Petersdom????

;)

 

Liebe Grüße

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Kein Kult außer meinem, selbstverfreilich! koenig.gif

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Stefan M.

Wenn ich jetzt fies wäre, würde ich Dich unter Beschuß nehmen und sagen, die Wahrscheinlichkeit, daß der Kult eines Einzigen wahr sein kann geht gegen Null, aber ich bin ja nicht so, ich weiß ja wie es ist, an die Wand gedrückt zu werden von jemandem, der meint er schreibe Wahres und habe gut argumentiert.

;)

 

Liebe Grüße

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Lieber Cano,

 

abgesehen davon daß ich diesen "Kindergarten"(Thomas B.) hier oft auch nicht verstehen kann und auch nur dann was gegen überspitzte Kommentare habe, wenn sie wirklich grob verletzen und auch so gemeint waren:

 

 

"Eine Wahrheit also, die im Kontext des Kultes durchaus als absolut und für die Kultanhänger verbindlich gesetzt werden kann - aber eben nur dort."

 

Diese Ansicht stützt sich wohl darauf, daß objektiv keiner entscheiden kann, welche Meinung die Richtige ist.

Wenn eine Wahrheit jedoch nur relativ wäre, so wären dann z.B. die Menschenrechte ebenfalls nicht universell gültig.

 

Glaube und Moral haben eines gemeinsam: In beiden Fällen gibt es keine objektive Wahrheit, die man aus der Natur ableiten könnte, wie z.B. die Wissenschaften es machen.

Der naturwissenschaftliche Wahrheitsbegriff gilt bereits in der Moral nicht.

 

Was ist wichtiger? Gleichheit oder Freiheit?

So etwas ist nunmal nicht exakt wissenschaftlich entscheidbar. Utes Denk- und Wissenschaftsansatz, der immer rein materiell bleibt, funktioniert bereits in der Moral nicht.

Daß sie trotzdem für die Menschenrechte eintritt, ist Konvention, sie weiß, daß sie sich bewährt haben, aber mit ihrem materiell-wissenschaftlichen Weltbild ist das nicht vereinbar (ich provozier mal ein bißchen, sonst krieg ich keine Antwort ), da es hier um Wertentscheidungen geht, die sich der naturwissenschaftlichen Begründung entziehen.

Sie müßte dann akzeptieren, daß es in der Moral andere Kriterien für Wahrheit gibt, als in den Naturwissenschaften.

Das wäre jedoch ein Dammbruch, und ich bin mir daher nicht sicher, ob sie es mitmacht, oder erstmal versucht, so hinzubiegen, als könnte sie es mit ihrem naturwissenschaftlichen Weltbild doch vereinbaren.

 

Egal wie sie sich entscheidet:

Entweder sie gibt die Theorie der Relativität aller Meinungen auf, so daß es doch absolute Wahrheiten geben kann, oder sie verzichtet auf die Verteidigung der absolut und für alle Menschen gültigen Menschenrechte.

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Zurück zur Ausgangsfrage: Könnte es an der mangelnden Wertschätzung der Lebensform und des Dienstes der Priester liegen? Damit einhergehend eine Geringschätzung der Sakramente insgesamt, wobei gleichzeitig in Lippenbekenntnissen die flächendeckende Versorgung mit Eucharistiefeiern angemahnt wird.  In Gemeinden und Gemeinschaften, in denen die Sakramente geschätzt, um Berufungen gebetet und die Entscheidung junger Menschen geachtet wird, wachsen erfahrungsgemäß auch Berufungen. Damit meine ich nicht die Omas, die junge Männer zum Priestertum drängen wollen und sie am Ende in die Flucht schlagen .

 

Häufig zu finden ist in den Gemeinden leider die Haltung: Ja, ja, wir bräuchten mehr Priester, aber bloß nicht mein Junge. Soll doch die Kirche verheiratete und Frauen weihen. Wie sagte Jesus? "Organisiert, daß genug Arbeiter in meinem Weinberg sind"? Ich glaube, es war etwas anders .

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