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Reiselust


Beutelschneider
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Beutelschneider

Hallo allerseits,

da der Frühling naht und mich wieder das Fernweh packt, habe ich für meine Frau und mich Anfang Mai eine Reise nach Rom geplant. Hat vielleicht jemand gute Tipps und Warnungen, Hinweise, Ratschläge oder eigene Erlebnisse hierzu?

Übrigens, ich bin nicht katholisch und Kirchen interessieren mich nur aus historischer und künstlerischer Sicht.

 

Grüße

 

Beutelschneider

Edited by Beutelschneider
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Hat vielleicht jemand gute Tipps und Warnungen, Hinweise, Ratschläge oder eigene Erlebnisse hierzu?

Frag doch Deine Frau, was sie gerne in Rom machen möchte.

 

Aus eigener Erfahrung kann ich Dich nur davor warnen, ein komplettes Programm aufzustellen, ohne nachzufragen, woran sie interessiert ist und was sie gerne machen möchte. :blink:

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Beutelschneider

@Explorer: Ja, die erste Maiwoche. Und danke für den Link!

 

@Gabriele: Danke für den Tipp! :blink:

nach 11 Ehejahren weiß ich ziemlich gut wieviel Planung meinerseits meine Gute erwartet.

 

Grüße

 

Beutelschneider

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Ein kleiner Tip am Rand noch: Ich bin noch nie irgendwo so dauerhaft, professionell und erfolgreich wo ich ging und stand bestohlen worden wie in Rom.

 

(Es ist dennoch meine Lieblingsstadt).

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Ich dachte, das wär New York? (Die Lieblingsstadt)

 

Ja, einige Römer sind sehr "erleichternd" :blink:

Edited by EXPLORER
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Beutelschneider

In New York habe ich bisher genausowenig schlechte Erfahrungen machen müssen wie anderswo.

 

Ausgenommen sind natürlich die räuberischen Parkgebühren...

 

 

Grüße

 

Beutelschneider

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Ein kleiner Tip am Rand noch: Ich bin noch nie irgendwo so dauerhaft, professionell und erfolgreich wo ich ging und stand bestohlen worden wie in Rom.

 

(Es ist dennoch meine Lieblingsstadt).

Unser Reiseleiter gab uns den Tip: Taschen immer über die Schulter hängen, und mit der einen Hand immer festhalten. In der überfüllten U-Bahn musste ich mich dann während eines Bremsvorganges an der Haltestange festhalten.

Was habe ich gestaunt, als von meiner Tasche nur noch die beiden Riemen über der Schulter hingen. :blink:

Heute kann ich darüber lachen, damals war es mehr als ärgerlich

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Um Himmels willen - in Rom bitte weder Handtaschen noch Rucksäcke mitnehmen!

Ausweis und das meiste "Großgeld", evt auch die Kreditkarte im Safe lassen, falls der Portier / das Hotel vertrauenswürdig ist. :blink:

Ausweiskopie und weiteres Großgeld in einem Bauchgurt tragen und zwar in der Hose.

Kleingeld in den vorderen Hosentaschen verstauen, ebenso Bustickets etc.

Die Kamera am besten in der Hand behalten oder - wenn größer - einwickeln und in eine Plastiktüte (z.B. von Upim), ggfs Aktentasche stecken.

Höchste Vorsicht bei "Zigeuner"kindern (Roma wäre hier irreführend) mit beschriebeen Pappkartons!

Wenn euch jemand antatscht, gleich nach Geldbeutel, Foto etc schauen.

Gefährlichste Stellen: rund ums Kolosseum, Metro, Buslinie 64

"Echte" Romtipps gerne später.

Gruß

Sophia (sehr Rom-erfahren)

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Der Clou ist einfacher: Pseudohandtasche mitnehmen und seine dreckige Unterwäsche reinstopfen :blink:

Dann braucht man sich um seine Wertsachen am Körper keine Sorgen mehr machen ...

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Der Clou ist einfacher: Pseudohandtasche mitnehmen und seine dreckige Unterwäsche reinstopfen :)

Dann braucht man sich um seine Wertsachen am Körper keine Sorgen mehr machen ...

*LOL* :blink:

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Beutelschneider

Hi Sophia,

der Nick ist ein Überbleibsel aus meiner Studentenzeit, als ich noch ziemlich aktiver PC-Spieler war und durch meine , sagen wir mal *kreativen* Lösungsansätze aufgefallen war.

 

Grüße

 

Beutelschneider

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Hier also meine Rom-Tipps: (ursprgl für einen guten Freund)

Vorab: Rom ist etwas ganz Eigenes, mit Italien in Touristensicht hat es wenig gemeinsam. Die Stadt gleicht eher einem Meer mit verschiedenen Schichten. Je tiefer man dringt, desto faszinierender und fremder und doch vertrauter wird sie einem. Schließlich legt man das alte Bild von der heiligen, der Haupt-, der Stadt der Sehenswürdigkeiten ab und hat am Ende das Gefühl daheim in Omas Küche zu sitzen und sich wohl zu fühlen:

 

Erdgeschoss:

Die Ankunft mit dem Bus ist wohl die harmloseste; denn du betrachtest die Stadt noch durchs Glas - seien es die Busfenster oder die des Hotelzimmers. Dort (im Hotelzimmer) sollte sich deine Frau ihrer Handtasche entledigen, ihr solltet alle Wertsachen (Personalausweis, größere Geldsummen etc.) im Safe lassen oder direkt am Körper tragen. Besser als Brustbeutel sind Bauchgurte (z.B. bei Adventure Company oder Jack Wolfskin), aber keinesfalls die außen, sondern die innen unter der Hose zu tragen sind - das solltest du übernehmen als Kavalier. Die hintere Hosenntasche ist tabu, das kennen die Langfinger (die ja übrigens nur da sind, weil die Touristen kommen). Kleingeld bis zu 20 Euro in der vorderen Hoaentasche verstauen.

Auf den Foto müsst ihr anfangs aufpassen; beim ersten Kaufhaus (UPIM, STANDA o.ä.) eine Kleinigkeit kaufen, eine Plastiktüte verlangen (sacchetto - sprich: sacketto) und Foto dort verstauen.

Die Ankunft mit dem Zug ist weitaus schöner! Tibertal... *schwärm*

 

1. UG:

Sich auf die Straße trauen. Je nach Entfernung zur Stadtmitte lohnt sich eine Wochenkarte (tessera per una settimana),gibt’s am Bahnhof oder evtl. in der Metro. Gilt für alle Verkehrsmittel. In der Stadt selber erstmal laufen, erleben, genießen. In eine Bar gehen und einen Kaffee trinken, evtl. einen Amaro (Magenbitter, ich empfehle Averna, ist milder als Ramazotti) oder ein Glas Weißwein.

Sehenswertes in der Stadt: Piazza Venezia ist die Stadtmitte, sozusagen der Bertoldsbrunnen. Von da aus leicht zu erreichen:

die Piazza Navona: der Lieblingsplatz der Römer wie der Touristen, Bernini (Brunnen) konnte Borromini (Sant'Agnese) nicht leiden, deswegen wehren die Figuren seines Vier-Ströme-Brunnens die Hände gegen die Kirche. Wenn du vom Corso Vittorio Emanuele (Hauptstraße) kommst: hinten links ist die Bar Tre Scalini, in der es eines der 2 besten Eiskrems Roms gibt: Schon vor 13 Jahren kostete eine Portion Tartufo 10,000 Lire, aber es ist etwas exquisites und lohnt sich (göttlich).

In der Nähe ist Santa Maria sopra Minerva: eine Kirche über einem Minerva-Heiligtum gebaut. Davor der berühmte Elefant von Bernini.

Ebenfalls in der Nähe. Das Pantheon. Ehemals ein Tempel aller Götter Roms, dann sehr früh allen Heiligen geweiht. Hier leben die Römer wirklich. Das definitiv beste Eis Roms gibt es in einer kleinen Eisdiele rechts neben dem Pantheon, davor steht ein hölzernes Bengele (Pinocchio). Man wird euch erzählen, es gebe das beste Eis bei Giolitti (Via Uffici del Vicario 40), aber das hat stark nachgelassen. Dafür kann man da gut zu Mittag essen (man sieht die Gerichte und deutet darauf).

Übrigens ESSEN: Man muss bei Bars immer zuerst an die Kasse, dort sagen, was man will und bezahlen und bekommt dann einen Bon, den man abgibt.

Am Pantheon befindet sich auch das Caffee Tazza d'oro (goldene Tasse). Spezialität: Granita di caffee - da mag selbst ich die Sahne.

In eine Cantina werdet ihr nicht gehen wollen (einfaches Essen, z.B. Linsen), die wäre in der Via dei Banchi Nuovi.

Pizza auf die Hand: am Mittag empfehlenswert, wird nach Gewicht verkauft. Die beste gibt’s in der Via Pie di Marmo (auch in der Nähe, bei der Via del Gesù).

Abendessen (sofern nicht im Hotel): Da Giovanni in der Via Servio Tullio (hausgemachtes). Exquisiter ist: Tre mori in der Via S. Nicolo da Tolentino.

Von der Piazza di Spagna aus kann man den Sonnenuntergang über der Peterskirche betrachten.(Trinità dei Monti). Achtung Taschendiebe! In der Nähe ist auch die Fontana di Trevi (Anita Ekberg lässt grüßen).

 

2. UG:

Zu den Katakomben fahren (Bus 118 oder 170 ab Kolosseum, Achtung am Kolosseum die meisten Taschendiebe), vorher auf jeden Fall die herrlichen Mosaiken in San Clemente anschauen und den Circus Maximus). Bei den Katakomben ist die beste San Sebastiano. Die französischen Führungen sind die längsten, die englischen die kürzesten, die deutschen mittel. Der Bus fährt über die alte Via Appia! Echt sehenswert! Auf dem Rückweg vielleicht über den Aventin: gleich beim Circus Maximus hoch. Santa Sabina hat die schönsten und ältesten Holzportale. Am Ende der Straße rechts ist das berühmte Schlüsselloch... steht in jedem Reiseführer.

Zurück und über den Tiber rüber nach Trastevere. Bei S. Maria in Cosmedin die Hand in die "Bocca della Verità" legen... dann den Abend in Trastevere genießen.

 

3. UG:

Wenn ihr in den 'Papstgottesdienst wollt ... verpasst ihr die Gelegenheit, die Vatikanischen Museen ohne allzu viele Leute zu genießen.

Sehenswert in den Museen sind (für uns) die Kartenräume (+ schöner Blick in die Vatikanischen Gärten), die Sixtinische Kapelle und das Museum für neue Kunst, u.a. ein wunderschöner Rodin: die Schöpfung.

Weiterhin wenn möglich: die Grotten unter S. Peter: Eingang links neben der Kirche, die Schweizergarden sprechen deutsch, man muss sich voranmelden. Wenn es nicht klappt, den Schweizergarden sagen, man wolle zum deutschen Friedhof. Ansonsten: die Kuppel besteigen, wunderschöner Ausblick.

Nach dem heiligen Bezirk einen Spaziergang über den Gianicolo machen. Mein Lieblingshügel, um diese Zeit müssten diese Bäume mit den altrosa Blüten blühen (findet man in FR unterhalb des Colombischlössle). Wenn ihr Glück habt, findet ihr das Kasperletheater). Der Weg führt wieder nach Trastevere, jetzt kennst du dich gut genug aus um selber zu planen!

Oder über die Engelsbrücke und vorher ins Fegefeuer-Museum: Chiesa del Cuore del Suffragio, Lungotevere Prati 12: leicht skurrile Zeugnisse Verstorbener, höchst amüsant. Danach zur Piazza dei Fiori mit der Statue von Giordano Bruno.

Achtung an der Chiesa Nuova: der Küster tatscht gerne Frauen an!

 

Noch ein paar Büchertipps:

Eckart Peterich: Rom. Ein Führer

Herbert Rosendorfer: Rom. Eine Einladung

Ders.: Mitteilungen aus dem poetischen Chaos. Römische Geschichten

 

Ich war eine Zeitlang etwa alle 3 Monate in Rom, habe nach dem Examen 2 Wochen alleine dort verbracht, einer meiner Freunde ist gebürtiger Römer.

Die Stadt ist meine zweite (oder dritte) Heimat! Wenn ich könnte, würde ich sofort hin ziehen...

 

Gruß Sophia

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Wenn jemand noch so viele tolle Tipps für Neuseeland hat, dann her damit! Ich spiele mit dem Gedanken, mich dort ein paar Woche aufhalten zu wollen... :blink:

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Hab mir gerade noch mal all die nützlichen Rom-Tips hier durchgelesen. Mal schauen, was wir davon noch hinkriegen, wir sind jetzt den ersten Tag hier und bleiben noch bis Samstag.

 

Zum ersten Mal mit Kindern!

 

Die haben es noch viel mehr auf unser Geld abgesehen als alle Taschendiebe, vor denen Ihr hier immer so eindringlich warnt!

 

Was mir auffällt: die Globalisierung hat auch die kleinen "Alimentari"-Läden erreicht - überall Knorr und Bahlsen... Und: seit wann haben die Italiener neue Autokennzeichen? Heute habe ich höchstens fünf gesehen, die noch das alte "Roma" tragen.

 

Schärfstes Souvenir: ein Wackelbild, das wahlweise Johannes Paul oder Benedikt darstellt.

 

Buchtipp für Familien: Rom. Ein Reiseführer für Kinder, von Reinhard Keller u.a. Eine sinnvolle Auswahl und das, was empfohlen wird, wird ziemlich ausführlich beschrieben. Für Kinder ab 9,10.

Der Nachteil ist, dass man den Wein abends auf dem Balkon trinken muss anstatt auf einer Piazza - also unbedingt ein "Zimmer mit Aussicht" buchen!

 

Schöne Grüße aus Rom!

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Meine Eindrücke aus dieser wunderschönen Stadt (Rom), wo ich drei Jahre meines Lebens verbracht haben, ohne jemals etwas gesehen zu haben.

 

- Antrang an die (kirchliche, vatikanische, italienische?) staatliche und kommunale Macht:

Ich bitte Sie alle Steine, Säulen und sonstige Bauelemente, die Sie für den Kirchenbau verwendet haben, nachdem Sie sie von den alten Forum Romanun, Palatinum und Colosseum geklaut haben, sofort zurückzugeben. Sie werden dringend benötigt. Im augenblicklichen Zustand sind die Ruinen nicht wirkich sehenswert. Grazie.

- Antrag an die SPQR (Stadtverwaltung?):

Ich bitte Sie, mehr erklärende Schilder an den Bauten anzubringen. Man weiß nie, wovor man gerade ist. Man kann nicht verlangen, daß man vor Anreisen alles das erdenkliche gelesen und Kurse von Althistorikern besucht hat. Das ist nicht zu erwarten, mindest nicht von Süditalienern.

- Antrag an die archeologischen Behörde:

Liebe Archeologen, wo sind die Tierkulten des antiken Christentums? Ich nehme nämlich stark an, daß die Urchristen die Tiere verehrt haben, die ihre Martyren gefressen haben.

 

Mehr Anträge werden folgen. Lebt wohl Mykath-gemeinde. Jossi.

Edited by Jossi
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