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Begegnungen mit dem Ewigen


Flo77
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Hallo Zusammen,

 

gründet Euer Glaubensleben auf einer eher alltäglichen Begegnung mit Gott oder hattet Ihr überwältigende Damaskusartige Erlebnisse?

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Mein Glaubensleben gründet eher auf meine Erziehung und meine Weltanschauung. Ich kann auch nicht von mir behaupten, dass ich Gott täglich begegne - jedenfalls nicht bewusst. Ein überwältigendes Erlebnis ist mir auch noch nicht widerfahren. Ich lebe meinen Glauben still und versuche einfach, jedem Menschen, jedem Tier und jedem Ding die größtmöglichste Achtung entgegenzubringen. Dabei hilft mir meine Religion und das Evangelium ermahnt mich, über Gott und die Welt nachzudenken.

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Hallo Flo,

 

das Buch "1984", als ich lass (muss so um 1975 rumgewesen sein) und Nein sagte,

da hatte ich mein "Damaskus"-Erlebnis.

 

Ich kann es schwer beschreiben,

aber ich bin in Seiner Hand,

in Seiner Hand wachse und lebe ich und Ihr alle auch.

 

 

(mir kommen die tränen,

betet das Vater unser mit offenem Herzen)

 

gruss

peter

Edited by pmn
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sowohl als auch

Wie äußert sich denn "Damaskus"?

Damaskus-Erlebnis würd ich es nicht nennen (ich war vorher kein Saulus), aber ich war vor ein paar Jahren mehrere Monate zur Reha, hatte dort Kontakte zu einem Kloster und habe überdies viele versch. Menschen kennengelernt (in Klinik und Kloster), das war eine sehr intensive und fruchtbare Zeit, neben all den Menschen bin ich auch Gott begegnet und habe zum ersten mal echte Spiritualität erlebt

Ich habe in dieser Zeit einige Entscheidungen getroffen, die sehr wichtig für meine Zukunft waren/sind und habe mich auch auf eine neue Beziehung mit Gott eingelassen, ich kann seitdem beten, was ich m.E. vorher nicht konnte. Ich hatte sicherlich auch vorher Begegnungen mit Gott - auch im Alltag, aber seit dieser Zeit sind sie für mich irgendwie tiefer und bedeutsamer.

 

Sorry, aber es fällt mir schwer so was persönliches hier gut auszudrücken bzw. zu formulieren (vielleicht auch immer mit dem Gedanken im Hintergrund, das alles verrissen wird, was anderen nicht katholisch genug ist...).

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Es ist die Musik. Es sind die Rituale. Es ist Psalm 139 und Prediger Salomo 3-11. Begegnung mit Spiritualität und die Frage, was jenseits des gefüllten Bankkontos und der bezahlten Rechnungen wirklich wichtig ist. Also: Vor allem ist es der Alltag, aber es gab auch ein paar Erlebnisse, die ich als Gotteserfahrungen deute.

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ich hatte das Glueck, ins groesste Ungluck geboren zu werden und um mich Menschen zu haben, die dem glaubhaft ihre Religion zur Verfuegung stellten, sich nun zu bewaehren - das waren mehrere Konfessionen, auch Nicht-Glaeubige darunter, also ein guter Punkt, das Eigene harmonisierend zu erleben, danach hatte ich eine ueberaus gern fromme Kindheit - dann durch Umzug und etwas, das man heute Mobbing nennt, aus Ratlosigkeit fast den Kurs verloren, lief 11-14jaehrig eben nur noch so mit, wie man sagt Minimal-Glaeubiger - dann eine Predigt miterlebt, die mich damaskus-artig durchsiebte und wieder auf den "fliegenden Teppich" absetzte - das hat sich nun etwa 45 Jahre feurig so gehalten.

 

persoenlicher mag ich's auch so nicht erzaehlen

mfG WiT :.)

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Hallo Zusammen,

 

gründet Euer Glaubensleben auf einer eher alltäglichen Begegnung mit Gott oder hattet Ihr überwältigende Damaskusartige Erlebnisse?

Hallo,

 

auf diese Frage gibt es für mich eine eindeutige Antwort:

 

Damaskus-Erlebnis!

 

Liebe Grüsse

 

Sainty

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Das ist eigentlich eine sehr private Angelegenheit und ich habe auch oft Angst, dass man mich auslacht, wenn ich es erzähle. Aber vielleicht ist es doch gut, wenn man sich ein bisschen öffnet. Ich denke, dass Gott mir immer wieder Zeichen gibt.

 

Nun.... in der Zeit, bevor ich mich zur Konversion entschlossen hatte, war ich oft sehr niedergeschlagen. Es ist auch viel passiert... manchmal habe ich Gott eigentlich nicht mehr getraut. Ich habe ja auch schon an anderer Stelle berichtet, was mich letzten Endes dazu bewegt hat, zu konvertieren.

Nach meinem Entschluss habe ich damit begonnen, ein geistiges Tagebuch zu führen. Ein befreundeter Geistlicher hatte mir mal dazu geraten, täglich über eine bestimmte Bibelstelle zu meditieren (wenn die Zeit reicht) und mir vielleicht etwas dazu zu notieren.

Nun ja, ich habe damit angefangen und fand das eigentlich nach einer Weile ziemlich gut. Dann fing der Terror von meiner Ex-Sekte an. Die haben dauernd angerufen, Briefe geschrieben, bei meinen Verwandten nachgefragt , gesagt, dass sie dafür beten würden, dass mich Satan aus seinen Klauen läßt etc. pp. Manchmal habe ich abends nur noch geheult. Ich hatte so eine erbärmliche Angst....

 

An einem Abend war ich fertig mit den Nerven und habe gebetet, weil ich keine Kraft mehr hatte. Und da lag die Bibel, mit der ich den ganzen Tag gearbeitet hatte. Ich nahm sie, schlug sie auf und fand folgenden Vers:

"Wenn Gott bei dir ist, was können dir Menschen tun?"

Ich weiss jetzt nicht mehr wo das stand, aber ich hatte es wirklich ganz spontan aufgeschlagen... ich las es und fing an wieder an zu heulen, aber irgendwie überkam mich dann eine große Ruhe.

 

Am nächsten Tag kam wieder ein Brief, diesmal vom Bezirksältesten. Ich drohte mit rechtlichen Konsequenzen. Hatte ich die Briefe bislang einfach weggeworfen, hatte ich plötzlich die Kraft, mich zu wehren, das erste Mal seit langer Zeit. Sektenaussteiger haben ja oft Panik bei sowas, aber ich spürte in mir eine so große Kraft. Und es kam nie wieder etwas...

 

Abends bin ich dann in die Kirche und habe lange gebetet und für die Kraft gedankt. Dann habe ich gebetet, dass ich endlich meinen Weg finden möchte und darum, dass Gott mich zu sich führen möchte. Ich bin zu meinem Pfarrer und er sagte mir, er würde mich dann in vier Wochen firmen, am Pfingstfest. Ganz schön schnell, dachte ich bei mir. Abends habe ich wieder die Bibel aufgeschlagen und was kam:

Jes. 43, 1ff:

Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein! 2Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, daß dich die Ströme nicht ersäufen sollen; und wenn du ins Feuer gehst, sollst du nicht brennen, und die Flamme soll dich nicht versengen. 3Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein Heiland. Ich habe Ägypten für dich als Lösegeld gegeben, Kusch und Seba an deiner Statt, 4weil du in meinen Augen so wertgeachtet und auch herrlich bist und weil ich dich liebhabe. Ich gebe Menschen an deiner Statt und Völker für dein Leben. 5So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir.

Das kann man nun als Zufall betrachten oder als Spinnerei, aber in dem Augenblick war es für mich so offensichtlich, dass Gott mit mir gesprochen hat. Nochmal: Ich habe nicht gesucht, ich habe die Bibel jedesmal ganz spontan aufgeschlagen...

 

Am Tag meiner Firmung schliesslich spürte ich seine Liebe einfach in mir.... und das kam so. Als der Priester meine Stirn mit Chrisam salbte und mir den Segen gab, fühlte ich mich von einer solchen Kraft durchströmt, dass es mir fast unheimlich war. Und dann sah er mir in die Augen, dieser strenge und nüchterne Mann und sagte: Der Friede sei mit dir. Und schloss mich in die Arme. Der Amplexus, d.h. die liturgische Umarmung gehört eigentlich nicht mehr zur Liturgie dazu, aber in diesem Augenblick kam es so spontan...

Hinterher sagte mein Vater, der eigentlich nicht an Gott glaubt, etwas, was mir zu denken gab: "Heute hat dich Gott umarmt." :lol:

Nun... und was kam mir abends als Bibelvers entgegen?

Psalm 84.... und den halte ich für mich heilig... und heute schenke ich ihn Euch:

 

2Wie lieb sind mir deine Wohnungen, HERR Zebaoth! 3Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des HERRN; mein Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.  4Der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen - deine Altäre, HERR Zebaoth, mein König und mein Gott. 5Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. SELA.

6Wohl den Menschen, die dich für ihre Stärke halten und von Herzen dir nachwandeln! 7Wenn sie durchs dürre Tal ziehen, wird es ihnen zum Quellgrund, und Frühregen hüllt es in Segen. 8Sie gehen von einer Kraft zur andern und schauen den wahren Gott in Zion. 9HERR, Gott Zebaoth, höre mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs! SELA. 10Gott, unser Schild, schaue doch; sieh doch an das Antlitz deines Gesalbten! 11Denn ein Tag in deinen Vorhöfen ist besser als sonst tausend. Ich will lieber die Tür hüten in meines Gottes Hause als wohnen in der Gottlosen Hütten. 12Denn Gott der HERR ist Sonne und Schild; der HERR gibt Gnade und Ehre. Er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen. 13HERR Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verläßt!

 

Ich gebe zu, das klingt schwärmerisch, aber es hat mich einfach erfüllt... und so gibt es noch eine ganze Reihe von Begegnungen, aber vieles ist einfach zu privat und ich möchte es (noch) nicht hierher tragen.

Gruss, Katta

Edited by Katta
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Liebe Katta,

 

bei mir gibt es zwar keine Damaskus-Erlebnisse, aber hinsichtlich der Bibel machen wir die gleiche Erfahrung. Ich nehme sie morgens als Start in den Tag und abends als Beendigung desselben in die Hand, und in den allermeisten Fällen schlage ich einfach eine beliebige Seite in der Mitte auf (außer ich will mich einmal wieder ganz konkret mit einem Text auseinander setzen).

 

Das mache ich jetzt seit 15 Jahren und habe die Erfahrung gemacht, dass die "zufällig" gewählte Stelle mir nahezu immer etwas zu meiner eigenen, aktuellen Situation zu sagen hat. Bei mir ist diese "Trefferwahrscheinlichkeit" so hoch, dass ich mir inzwischen jedesmal sicher bin, dass wenn ich die Schrift "zufällig" aufschlage, ich auch sofort eine Antwort auf meine persönliche Situation erhalte. Man könnte das als "unheimlich" bezeichnen, wie zielsicher die Stellen passen, für mich ist es eine Form, in welcher Gott mit mir kommuniziert.

 

Liebe Grüße,

Wolfgang

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Am Tag meiner Firmung schliesslich spürte ich seine Liebe einfach in mir.... und das kam so. Als der Priester meine Stirn mit Chrisam salbte und mir den Segen gab, fühlte ich mich von einer solchen Kraft durchströmt, dass es mir fast unheimlich war.

Kattilein,

 

das Gefühl hatte ich bei meiner Firmung auch, das kann man mit Worten gar nicht beschreiben, wenn der heilige Geist in dich fährt.

Edited by tomlo
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Ui vielen Dank Katta :lol:

 

Mal sehen ob ich das hinbekomme ehe ich zum Zug muß.

 

Für mich gab es zwei Erfahrungen, die mich neben vielen anderen geprägt haben.

 

Da war zum einen eine Situation in der mir durch einen anderen Menschen Unrecht widerfahren war und ich litt darunter, dass ich nicht genau wusste wie ich nun damit umzugehen wusste und ich habe Gott um Antwort gebeten.

In der Messe, die meinem Gebet folgte, kam das Gleichnis vom verlorenen Sohn als Evangelium. Anschliessend sagte der Pastor in seiner Predigt die Worte "Und die, die Probleme machen, die sollen sich wegscheren - das hört man oft von den Menschen ..." diese Worte haben mich in dieser Situation ganz unmittelbar angesprochen und mir ganz deutlich den Weg gezeigt.

 

Auf dieser Erfahrung fusst die für mich wichtigere zweite Gotteserfahrung. Ich war in einer Glaubenskrise, ich konnte Gott nicht fühlen und litt sehr darunter nie seine Stimme vernommen zu haben. Das war nach der oben geschilderten Erfahrung. Ich stand im Bad, eine Viertelstunde vor Messbeginn und sagte "Also sprich zu mir Gott, wie Du es schon einmal gemacht hast". Ich ging mit der festen Erwartung in die Kirche eine Antwort zu bekommen und gleichzeitig hatte ich Angst.

Dann kam die erste Lesung und was hatte sie zum Inhalt?

Die Suche des Propheten Elia nach Gott und nach der Stelle "Und nach dem Feuer kam die Stimme eines sanften Säuselns ..." (1. Könige 1 - 13) hatte ich meine Antwort :)

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Ich habe in verschiedenen Erlebnissen Gott kennegelernt als jemand, der wie ein Vater zu mir ist.

 

Er ist immer für mich da wenn ich Ihn brauche, Er stützt mich, ich kann mit allem zu Ihm kommen, Er hat immer ein offenes Ohr für mich.

 

Ich treff Ihn viel zu selten, wie das bei erwachsenen Kindern, die nicht zu Hause wohnen, ja leider oft der Fall ist....

 

Ich bin aber trotzdem froh daß ich Ihn habe.

 

Ich gehe aber nur noch äusserst selten zu Familientreffen, denn diejenigen meiner Brüder und Schwestern, die dort das Wort führen, geben mir regelmäßig das Gefühl, nicht willkommen zu sein.

 

Aber Er trifft sich mit mir auch privat, und darüber bin ich sehr froh.

 

Werner

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Es gibt eine Erfahrung, die würde ich als nicht direkt von Gott verursachte Gotteserfahrung bezeichnen (ich bin da ganz schön feige :lol: )

 

Es ging auf die Nacht zu und ich sinnierte so vor mich hin und kam dabei auf die Gottesliebe. Plötzlich schoss mir der Gedanke durch den Kopf "Gott liebt Dich so wie Du bist." "Wirklich?" habe ich mich gefragt. Statt aber nun an meiner Fehlerhaftigkeit zu verzweifeln und diese Liebe als unmöglich zu verneinen, habe ich mir ganz genau angeschaut was für eine miese kleine Kröte ich manchmal bin, dann habe ich mir vorgestellt, dass jemand genau das weiss, dann kam der Gedanke "Und trotzdem werde ich geliebt" -> das hat in mir eine unglaubliche Euphorie ausgelöst und in meiner Erinnerung wird das wohl auch immer der Moment sein, wo ich am meisten Glück empfunden habe (meine Freundin möge es mir verzeihen :) ).

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Glaubt Ihr, dass Gott einen Menschen Leid erfahren läßt, um ihn zu beeinflussen oder inwiefern ist Gott in unserem persönlichen Erleben wahrnehmbar?

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Sam_Naseweiss

Wenn ich in der Natur unterwegs bin, so erlebe ich Gott als Erhabenheit und Glück.

Wenn ich mich in mir selbst versinke, dann als Ruhe und Kraft.

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Das geht mir auch so.

Aber manchmal könnte man das Gefühl haben, dass er einen erdrückt.

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Glaubt Ihr, dass Gott einen Menschen Leid erfahren läßt, um ihn zu beeinflussen oder inwiefern ist Gott in unserem persönlichen Erleben wahrnehmbar?

Die Tatsache, dass Menschen Leid erfahren, lässt sich meiner Meinung nach in keiner Weise mit Finalsätzen oder Formulierungen mit "um-zu" verknüpfen. Wir leiden, weil das nun mal die Folge ist, wenn wir mit der Unzulänglichkeit von uns selbst oder der Welt in Berührung kommen. Gut, wenn wir Trost finden. Aber der Zweck des Leids ist das auch nicht.

 

Soviel zum einen.

Zum anderen:

Inwiefern Gott in deinem persönlichen Erleben wahrnehmbar ist, das weiß ich nicht.

In meinem kommt das gelegentlich vor. Ich habe keine Ahnung, warum so oft oder so selten, warum gerade dann und dann oder dort und da, und ich tu nichts dazu und nichts dagegen.

Manchmal ist er einfach unübersehbar und unverwechselbar da, und im Bruchteil eines Augenblicks ist es auch schon wieder vorüber. Und wenn mich bald darauf jemand fragt, ob mir etwa Gott begegnet sei, sag ich einfach ja, und er glaubt mir's.

Vielleicht hilft's, die Sprache beim Wort zu nehmen: wahr-nehmen.

Es ist wohl wie im Tausend-Türen-Tempel in Endes Unendlicher Geschichte.

Die Türen, die du durchschreiten musst, sind extra für dich da, du musst auswählen, aber es ist eigentlich ausgeschlossen, dass du eine falsche wählst.

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Glaubt Ihr, dass Gott einen Menschen Leid erfahren läßt, um ihn zu beeinflussen oder inwiefern ist Gott in unserem persönlichen Erleben wahrnehmbar?

 

Das Leid und die Schwierigkeiten werden nicht von Gott als bewußtes pädagogisches Mittel geschickt, sie sind einfach Bestandteil der conditio humana. Wenn man dabei aber auf Gott vertraut, ergeben sich oft erstaunliche Lösungen. Grüße, KAM

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aristoteles

Glaubt Ihr, dass Gott einen Menschen Leid erfahren läßt, um ihn zu beeinflussen oder inwiefern ist Gott in unserem persönlichen Erleben wahrnehmbar?

 

Das Leid und die Schwierigkeiten werden nicht von Gott als bewußtes pädagogisches Mittel geschickt, sie sind einfach Bestandteil der conditio humana. Wenn man dabei aber auf Gott vertraut, ergeben sich oft erstaunliche Lösungen. Grüße, KAM

Genau so sehe ich es auch. KAM hat es gut auf den Punkt gebracht.

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Glaubt Ihr, dass Gott einen Menschen Leid erfahren läßt, um ihn zu beeinflussen

 

Ich glaube es nicht. Es ist ein notwendiger Bestandteil meines Glaubens, Gott nicht als "jemanden" zu sehen, der mit Not und Elend beeinflusst. Würde ich mir Gott so vorstellen müssen, würde ich vom Glauben abkommen bekämpfen. Ich müsste ihn bekämpfen, da er den Menschen Schlimmes wollte....

 

Leid bringe ich sehr wenig in Zusammenhang mit dem Glauben - allerhöchstens bei Verfolgungen von Menschen aufgrund ihrer Religion, was ich allerdings bisher nicht erlebt habe und im Zusammenhang mit "religiösem Wahnsinn", dessen Problem aber aus meiner Sicht nicht der Glaube, sondern der Wahnsinn ist. Gäbe es keine Religionen, wäre der betroffene Mensch eben mit einer anderen Grundlage wahnsinnig.

 

Ansonsten ist Leid für mich etwas, was mit der "Natur" des Menschen zu tun hat und nicht mit der Frage, wie intensiv oder wie richtig jemand glaubt. Oder auch nicht. Es gibt weitgehend "leidfreie" Atheisten und Christen, und es gibt furchtbar leiderfüllt lebende Atheisten und Christen. In den Lagern in Magadan haben sowohl Kommunisten als auch Christen gelitten.....

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