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Literatur zum katholischen Glauben


Lutheraner
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Hallo,

 

kann mir jemand ein Buch empfehlen, in dem die Besonderheiten des katholischen Glaubens erklärt sind ( z.B. Abendmahlsverständnis, Sakramente, Zölibat), also eine Art Gegenstück zu Luthers reformatorischen Schriften.

 

Danke im voraus für eure Hilfe.

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Mir ist nicht ganz klar was Du meinst.

 

Den "authentischen" Überblick über die Glaubenslehre?

 

Den Katechismus der katholischen Kirche (KKK) wirst Du vllt. schon kennen - ist allerdings extrem umfangreich.

 

Dazu gibt's die Kurzfassung KKK K

 

Dann bietet die Ostpriesterhilfe "Ich glaube - kleiner katholischer Katechismus" an. Gut zu lesen, die Bilder sind allerdings recht naiv.

 

Dann gibt es noch das Buch Katholisch und trotzdem okay ist als Comic gestaltet.

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Hallo Flo,

 

mich würde z.B. interessieren, wie die KK begründet, dass die Firmung ein Sakrament ist.

 

Der Katechismus ist ja so wie ich ihn verstehe eher ein Regelwerk und enthält keine Erläuterungen, wie die Regelungen entstanden sind.

 

Was ich suche wäre eher ein Gegenstück zu Luthers Schriften oder vielleicht auch eine Antwort als Widerlegeung darauf.

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Hallo Flo,

 

mich würde z.B. interessieren, wie die KK begründet, dass die Firmung ein Sakrament ist.

 

Der Katechismus ist ja so wie ich ihn verstehe eher ein Regelwerk und enthält keine Erläuterungen, wie die Regelungen entstanden sind.

 

Was ich suche wäre eher ein Gegenstück zu Luthers Schriften oder vielleicht auch eine Antwort als Widerlegeung darauf.

Dann hast Du noch nicht reingelesen :lol:

 

Z.B. über die Firmung:

 

I Die Firmung in der Heilsökonomie

 

 

 

1286 Im Alten Bund haben die Propheten angekündigt, daß auf dem erhofften Messias aufgrund seiner Heilssendung [Vgl. Lk 4,16-22; Jes 61,1] der Geist des Herrn ruhen werde [Vgl. Jes 11,2]. Daß der Heilige Geist auf Jesus bei dessen Taufe durch Johannes herabkam, war das Zeichen dafür, daß er es ist, der kommen soll: Er ist der Messias, der Sohn Gottes [Vgl. Mt 3,13-17; Joh 1,33-34]. Weil Jesus durch den Heiligen Geist empfangen wurde, verläuft sein ganzes Leben und seine Sendung in völliger Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist, den der Vater ihm „ohne Maß" gibt (Joh 3,34).

 

 

 

1287 Diese Fülle des Geistes sollte jedoch nicht einzig dem Messias, sondern dem ganzen messianischen Volk mitgeteilt werden [Vgl. Ez 36,25-27; Joël 3,1-2]. Christus verhieß wiederholt die Ausgießung des Geistes [Vgl. Lk 12,12; Joh 3,5-8; 7,37-39; 16.7-15; Apg 1.8] und löste sein Versprechen vorerst am Ostertag ein [Vgl. Joh 20,22] und noch offensichtlicher am Pfingsttag [Vgl. Apg 2,1-4]. Vom Heiligen Geist erfüllt, beginnen die Apostel „Gottes große Taten zu verkünden" (Apg 2,11). Petrus erklärt, daß diese Ausgießung des Geistes Zeichen der messianischen Zeiten sei [Vgl. Apg 2,17-18]. Wer der Predigt der Apostel Glauben schenkte und sich taufen ließ, erhielt die Gabe des Heiligen Geistes [Vgl. Apg 2,38].

 

 

 

1288 „Von da an vermittelten die Apostel den Neugetauften gemäß dem Willen Christi durch Auflegung der Hände die Gabe des Geistes zur Vollendung der Taufgnad [Vgl. Apg 8,15-17;19,5-6]. So wird im Hebräerbrief unter den Elementen der ersten christlichen Unterweisung die Lehre von der Taufe und von der Auflegung der Hände genannt [Vgl. Hebr 6,2]. Diese Auflegung der Hände wird in der katholischen Überlieferung zu Recht als Anfang des Firmsakramentes betrachtet, das die Pfingstgnade in der Kirche auf eine gewisse Weise fortdauern läßt" (Paul VI., Ap. Konst. „Divinæ consortium naturæ").

 

 

 

1289 Um die Gabe des Heiligen Geistes noch besser zu bezeichnen, kam zur Handauflegung sehr bald eine Salbung mit wohlriechendem Öl [Chrisam]. Diese Salbung veranschaulicht den Namen „Christ", der „Gesalbter" bedeutet und von Christus selbst abgeleitet ist, den „Gott ... gesalbt hat mit dem Heiligen Geist" (Apg 10,38). Der Salbungsritus besteht im Osten wie im Westen bis heute. Deshalb nennt man im Osten dieses Sakrament Chrismation, Salbung mit dem Chrisam, oder Myron, was „Chrisam" bedeutet. Im Westen weist die Bezeichnung Firmung einerseits auf die „Bestätigung" der Taufe hin, womit die christliche Initiation vervollständigt wird, und andererseits auf die Stärkung der Taufgnade - beide sind Früchte des Heiligen Geistes.

 

 

 

Zwei Traditionen: der Osten und der Westen

 

 

 

1290 In den ersten Jahrhunderten bildet die Firmung allgemein zusammen mit der Taufe eine einzige Feier, ein „Doppelsakrament", wie der hl. Cyprian sagt. Die Häufung der Kindertaufen, und zwar zu jeder Zeit des Jahres, und die Vermehrung der (Land-)Pfarreien lassen es dann, neben anderen Gründen, nicht mehr zu, daß der Bischof bei allen Tauffeiern anwesend ist. Weil man die Vollendung der Taufe dem Bischof vorbehalten möchte, kommt im Westen der Brauch auf, den Zeitpunkt der Spendung beider Sakramente voneinander zu trennen. Der Osten hat die beiden Sakramente miteinander vereint erhalten; die Firmung wird durch den Taufpriester erteilt. Dieser darf sie allerdings nur mit dem von einem Bischof geweihten „Myron" spenden [Vgl. CCEO, cann. 695,1; 696,1].

 

 

 

1291 Ein Brauch der Kirche Roms - eine nach der Taufe erfolgende zweimalige Salbung mit dem heiligen Chrisam - hat die Entwicklung der westlichen Praxis gefördert. Eine erste Salbung des Neugetauften wurde durch den Priester gleich im Anschluß an die Taufe vorgenommen und dann durch eine zweite Salbung vollendet, bei der der Bischof die Stirn jedes Neugetauften salbte [Vgl. Hippolyt, trad. ap. 21]. Die vom Priester vorgenommene erste Chrisamsalbung blieb mit dem Taufritus verbunden; sie bedeutet die Teilhabe des Getauften am Propheten-, Priester- und Königsamt Christi. Falls die Taufe einem Erwachsenen gespendet wird, findet nach der Taufe nur eine einzige Salbung statt: die der Firmung.

 

 

 

1292 Die Praxis der Ostkirchen verdeutlicht vor allem die Einheit der christlichen Initiation; die der lateinischen Kirche veranschaulicht die Gemeinschaft des neuen Christen mit seinem Bischof als dem, der die Einheit seiner Kirche, ihre Katholizität und ihre Apostolizität gewährleistet und dadurch auch den Zusammenhang mit den apostolischen Ursprüngen der Kirche Christi sichert.

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Irgendwer hat doch hier mal nen Thread eröffnen, in dem Standardwerke der katholischen Theologie gesammelt wurden...

Warst das nicht sogar du, Flo?

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Irgendwer hat doch hier mal nen Thread eröffnen, in dem Standardwerke der katholischen Theologie gesammelt wurden...

Warst das nicht sogar du, Flo?

Ich hatte mal die Frage gestellt, was in eine katholische Hausbibliothek gehört - als Standardwerke würde ich das, was sich da bei mir angesammelt hat nun wirklich nicht bezeichnen (auf meinem Religionsregal stehen u.a. neben Bibel, KKK, "Ich Glaube", Gotteslob und "Neue Echter Bibel - Kohelet" auch das Buch Mormon, "Die Heimkehr" v. Ben-Chorin, Seder-ha-Tefilloth, "Eingestimmt" (altkatholisches Gesangbuch), etc.

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Hier ist der Thread:

http://www.mykath.de/index.php?showtopic=10058&hl=Zenger

 

Darin werden genannt:

Gerhard Ludwig Müller: Katholische Dogmatik. Für Studium und Praxis der Theologie. Freiburg u.a.: Herder 2005 [u.ö.]. 922 S., 29,90 €.

Theodor Schneider [Hrsg]: Handbuch der Dogmatik 2 Bände, Düssseldorf, 2002.

Zenger, Erich: Einleitung in das Alte Testament, 5. Auflage, Stuttgart 2004.

 

 

Was wären denn Standardwerke zur christlichen Ethik/Moraltheologie und zum NT?

Edited by Explorer
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Hallo Lutheraner,

 

ich kann Dir zu Deinem Thema sehr empfehlen:

 

Alan Schreck: Katholik und Christ

Dieses Buch erklärt die wichtigsten Lehraussagen im Grenzbereich Kath./Evg. auf eine sehr gut lesbare Art.

 

Ein Lebensbild einer konvertierten Familie, das ich noch mehr mochte und meine Fragestellungen sehr gut getroffen hat:

 

Scott und Kimberley Hahn: Unser Weg nach Rom.

 

Beide gibt es als Paperback und auf jeden Fall viel leichtere Lektüre als der KKK.

 

gby

 

Amatus

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Alan Schreck: Katholik und Christ

Wow, das klingt ja geradezu, als geht beides auch gleichzeitig. Wer hat sich denn den Titel ausgedacht? :lol::)

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Dann gibt es noch das Buch "Katholisch und trotzdem okay"

...eine extrem blöde Übersetzung des Titels übrigens, wie ich finde. Das Original heißt "How to survive being married to a catholic". Was will man mit der Übertragung "...und trotzdem OK" denn bitte suggerieren? Ohne die käme wahrscheinlich niemand auf die Idee, daß daran etwas nicht "OK" sein könnte <grumpf> :lol:

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Hallo,

 

kann mir jemand ein Buch empfehlen, in dem die Besonderheiten des katholischen Glaubens erklärt sind

hier ein Buch speziell für Lutheraner :lol:

 

Heinz Schütte: Um die Wiedervereinigung im Glauben.

 

gibt's antiquarisch bei www.zvab.com

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ich kann das von flo empfohlene buch: "katholisch und trotzdem okay" ebenfalls sehr empfehlen, hat mir schon oft geholfen, firmanden etwas näher zu bringen und ist einfach ein sympathisches lesevergnügen.

 

im übrigen möchte ich mein lieblings-standard-werk für hilfreiche und verständliche erklärungen hier gerne empfehlen:

 

von ferdinand krenzer, dem gründer der katholischen glaubensinformation (kgi), Morgen wird man wieder glauben, ist in der zigsten auflage erschienen.

 

die internetseite der kgi (eine der ersten kirchlichen online-auftritte seiner art) ist übrigens ebenfalls sehr lohnenswert: Autobahnkirche

Edited by ramhol
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Dann gibt es noch das Buch "Katholisch und trotzdem okay"

...eine extrem blöde Übersetzung des Titels übrigens, wie ich finde. Das Original heißt "How to survive being married to a catholic". Was will man mit der Übertragung "...und trotzdem OK" denn bitte suggerieren? Ohne die käme wahrscheinlich niemand auf die Idee, daß daran etwas nicht "OK" sein könnte <grumpf> :lol:

Als Diaspora-Katholik kann ich den Titel sehr gut verstehen und evtl. kommt es ja auch von hier, denn da wird man immer noch angeguckt wie ein Ölgötze und oft für dumm, ferngesteuert und gehirnamputiert gehalten - kein Witz!

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Nicht wenige Katholiken wissen einfach zu wenig über ihren Glauben und sollten deshalb - um des mit dem hl. Augustinus zu sagen - einfach mal nehmen und lesen.

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Grüß Gott und Hallo Zusammen,

 

bin neu hier und noch ein wenig am Stöbern. Natürlich interessiert mich Kontroverstheologie, auf die ich wohl im weitesten Sinne bei der Frage von Lutheraner gestoßen bin.

 

Leider kann ich nur englischsprachige Pages anbieten (suche selber noch deutsche), aber die haben es in sich:

 

http://ic.net/~erasmus/RAZ24.HTM

 

Ich denke, ohne andere herabwürdigen zu wollen (was Gott verhüten möge), dass sämtliche auf den klassischen "sola-Dogmen" (sola scriptura, et al.) beruhenden Einwände gegen den katholische Glauben entkräftet werden können bzw. im wesentlichen schon durch die Gegenreformation entkräftet wurde.

 

Einiges "will" ich davon auch nicht - aber wie sagte der Herr? Nicht mein Wille geschehe, sondern der des Vaters.

 

Liebe Grüße

Belli

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Natürlich interessiert mich Kontroverstheologie

wat is dat?

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Das ist ja ein ganzes Meer an Literatur. Sollten wir nicht erst mal mit den zwei Büchern des Katechismus anfangen?

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Natürlich interessiert mich Kontroverstheologie

wat is dat?

Eine Theologie, die v.a. die Unterschiede zwischen Katholiken und Protestanten hervorhebt und dabei (meist) den anderen möglichst schlecht darstellen will (also für alle, die lieber raufen als kuscheln, gell E. :lol:)

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also für alle, die lieber raufen als kuscheln

ey geil! Wo finde ich mehr darüber?? Her mit den Quellen!!

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Sollen wir uns bald wieder eine neue Ausgabe der hl. Schrift kaufen?

 

Welche sprachliche Wandlungen werden darin auftauchen?

 

Werden Evangelische sie auch weiterhin neben der Lutherbibel lesen dürfen?

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