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Beichte


ave_maria

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Hab schon ein bißchen Angst vor der Beichte....
Hast Du Dir schon überlegt, ob es eine "klassische Ohrenbeichte" oder ein Beichtgespräch werden soll?

 

Bei den angesprochenen Fragen würde ich zu Letzterem tendieren (aber das ist eine Typfrage - ich empfinde Beichtstuhl als "fast-confession" analog zum Fast-food) weil es mMn wenig Sinn macht erst mit dem Beichtvater alles durchzugehen und dann im Beichtstuhl alles zu wiederholen).

 

Achso: die Fragen, Schwierigkeiten etc. würde ich übrigens grundsätzlich weniger hier als vielmehr mit deinem Priester/Katecheten besprechen. Insbesondere natürlich mit dem Priester, der Dir die Beichte abnehmen soll.

 

Immerhin geht es nicht um ein Tribunal sondern darum Dir ein Geschenk Gottes zu überreichen.

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Angst solltest du nicht haben, sondern einfach mit dem Priester aich über Dinge sprechen, die dir zweifelhaft sind. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Priester auf das eingeht, was man als Problem oder als Sünde sieht (selbst wenn es nicht dem Schema Gewissensspiegel entspricht oder vielleicht gerade dann, weil er persönliches Mühen um ein christliches Leben erkennt oder mindestens vermutet).

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Von einem Gewissensspiegel würde ich sogar ganz absehen.

 

Der ist mMn nur was für Leute mit einer gewissen Erfahrung.

 

 

Warum ich von Gewissenspiegeln generell nur wenig bis gar nichts halte behalte ich besser für mich.

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Ob Beichtgespräch oder Ohrenbeichte weiß ich noch gar nicht. Ich weiß nur, daß ich bei unserem Pfarrer beichten werde, und nicht bei unserem Kaplan: den kenne ich zu gut, und irgendwie ist mir jemand, den ich nicht jede Woche sehe und mittlerweile duze lieber. Der Beichtstuhl bei uns ist recht flexibel, man kann da entweder vor diesem Holzgitter knien, oder sich dem Priester direkt gegenübersetzen, so daß man sich offen gegenübersitzt und sich richtig sieht. Das einzige blöde an dem Beichtstuhl ist, daß er etwas nach Keller riecht. Kann man eigentlich auch ganz woanders beichten? Beim WJT ging das ja.

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Kann man eigentlich auch ganz woanders beichten? Beim WJT ging das ja.
Klar.

 

Meine Beichtgespräche fanden bisher entweder im Büro, im Wohnzimmer oder auf der Terrasse des jeweiligen Beichtvaters statt.

 

Ich würde ja gerne mal eines in der Kirche machen, aber irgendwie komme ich da nie zu.

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Was den Gewissensspiegel angeht, habe ich das Gefühl (aus den Gesprächen mit meinen Schülern), dass da in der Beichtvorbereitung vor der Erstkommunion ein -sagen wir mal- ziemlich seltsamer Gebrauch angeraten wurde (in manchen Pfarreien mehr, in amderen weniger), später kommt man doch eher zu selbstständigen Überlegungen.

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Was den Gewissensspiegel angeht, habe ich das Gefühl (aus den Gesprächen mit meinen Schülern), dass da in der Beichtvorbereitung vor der Erstkommunion ein -sagen wir mal- ziemlich seltsamer Gebrauch angeraten wurde (in manchen Pfarreien mehr, in amderen weniger), später kommt man doch eher zu selbstständigen Überlegungen.

 

Ich denke, dieses Phänomen existiert deutschlandweit....

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Hab das hier mal ausgegraben: auch bei mir steht recht bald die erste Beichte an, bevor ich dann in der Osternacht Erstkommunion und Firmung habe. Und jetzt kommt ja erstmal noch die Fastenzeit, die ich gerne zur Vorbereitung nutzen würde. Habt Ihr Tipps? Wie bereitet man sich denn am Besten auf eine Beichte vor, die 23 Jahre Lebenszeit umfasst (naja die ersten paar Jahre fallen wohl weg...Ihr wisst schon.)

Zuerst mal wünsche ich Dir, dass die Beichte für Dich ein befreiendes, frohes Erlebnis ist. Pater Denfile schreibt in einem Buch, dass Gott mehr darnach verlangt, uns unsere Sünden zu vergebe, als wir darnach verlangen, die Vergebung zu empfangen. Wenn wir also Reue über unsere Sünden empfinden, einen Schlußstrich ziehen wollen, und unsere Seele in der Barmherzigkeit Gottes rein waschen- dann sollten wir uns über die Beichte freuen- und keinesfalls Ängste haben. Wer wird sich vor einer Freuden - Feier (wie sie uns im Beispiel vom verlorenen Sohn vor Augen gestellt wird "fürchten"??

 

Dass verschiedene Beichtspiel eine Hilfe sein können, ist das eine. Meist orientieren sich diese Beichtspiefel an den Geboten Gottes. Ich halte es für wichtig, zum Heiligen Geist um die rechte Erkenntnis zu beten und um göttliche Hilfe bei der Beichte. Sodann soll man mit gutem Mut und froher Zuversicht an die Beichte herangehen, die ein Mittel der Befreiung und nicht der Beklammung sein sollte.

 

Und wie ist das eigentlich mit Sachen, wo ich zwar weiß, daß das eigentlich Sünde ist, ich selbst das aber nicht als Sünde empfinde? Beichte ich das dann, oder nicht? Oder sag ich dazu, daß ich trotz des Wissens, daß etwas als Sünde gilt, dies nicht so sehe?
Dazu sind die Beichtväter da, dass sie Dir bei Gewissensfragen helfen. Sprich dich also bei dem Priester über alles aus, worüber du dir nicht sicher bist.
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upps... *aufdieuhrschau*

 

ist ja schon heute dran!

 

ave_maria

 

denn man tau!

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So...

jetzt wo ich es hinter mich gebracht habe, fühle ich mich sehr erleichtert.

Haben `nen guten Pfarrer!

 

ave_maria

 

schön

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Wenn wir also Reue über unsere Sünden empfinden, einen Schlußstrich ziehen wollen, und unsere Seele in der Barmherzigkeit Gottes rein waschen- dann sollten wir uns über die Beichte freuen- und keinesfalls Ängste haben. Wer wird sich vor einer Freuden - Feier (wie sie uns im Beispiel vom verlorenen Sohn vor Augen gestellt wird "fürchten"??

Nun ja - vielleicht diejenigen, die den Teufel und die Hölle ernst nehmen, diejenigen, die wissen, dass Gott kein Kuschelgott ist und das Katholischsein nichts mit Friede-Freude-Eierkuchen zu tun hat? Diejenigen, die sich nicht nur die angenehmen Seiten aus dem Evangelium herausnehmen und die mahnenden Worte Jesu über die Hölle durchaus auch anhören? Kurz diejenigen, die keine lieberalen Katholiken sind?

 

Dass verschiedene Beichtspiel eine Hilfe sein können, ist das eine. Meist orientieren sich diese Beichtspiefel an den Geboten Gottes. Ich halte es für wichtig, zum Heiligen Geist um die rechte Erkenntnis zu beten und um göttliche Hilfe bei der Beichte.

B)

Ich weiß ja, wie schnell ein Vertipper überlesen und abgesendet wird, aber dass ausgerechnet Du bei ausgerechnet diesem Wort gleich zwei Mal daneben greifst - gibt Dir das eigentlich selber zu denken?

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Liebe Gabriele!

 

Nun ja - vielleicht diejenigen, die den Teufel und die Hölle ernst nehmen, diejenigen, die wissen, dass Gott kein Kuschelgott ist und das Katholischsein nichts mit Friede-Freude-Eierkuchen zu tun hat? Diejenigen, die sich nicht nur die angenehmen Seiten aus dem Evangelium herausnehmen und die mahnenden Worte Jesu über die Hölle durchaus auch anhören? Kurz diejenigen, die keine lieberalen Katholiken sind?
Die haben keine Angst, sondern die nehmen Gott einfach ernst.

 

Ich weiß ja, wie schnell ein Vertipper überlesen und abgesendet wird, aber dass ausgerechnet Du bei ausgerechnet diesem Wort gleich zwei Mal daneben greifst - gibt Dir das eigentlich selber zu denken?
Liebe Gabriele - du bist sehr aufmerksam. Da ich nicht immer voll bei Kräften bin und auf Grund des schnellen Schreibens Tippfehler passieren, wundert es mich nicht.

 

Wie ich bei einem Nachlesen sah, passierten die Tippfehler am Freitag den 24.2.2004 um 23.33. Nur eine kleine Anmerkung: Am Freitag bin ich meist über 4 Stunden mit dem Zug unterwegs- da kann es nach einer solchen Reise passieren, dass ich dann mit der Tippkoordination etwas daneben bin. Ich bitte herzlich um Vergebung und Verständnis.

 

Sollte ich dadurch mal zur Erheiterung meiner lieben Brüder und Schwestern beitragen können- umso besser. Man sollte ja nicht vermuten dass mir bei der geringen Anzahl an Postings solche Fehler passieren. Es gibt mir sehr zu denken. Was für ein oberflächlicher Mensch muss dich doch sein. Gott schenke mir die Gnade der Umkehr. Amen.

 

PS. Edit: Tippfehler gorrikiert B)

bearbeitet von Mariamante
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Wenn wir also Reue über unsere Sünden empfinden, einen Schlußstrich ziehen wollen, und unsere Seele in der Barmherzigkeit Gottes rein waschen- dann sollten wir uns über die Beichte freuen- und keinesfalls Ängste haben. Wer wird sich vor einer Freuden - Feier (wie sie uns im Beispiel vom verlorenen Sohn vor Augen gestellt wird "fürchten"??

 

 

Liebe Gabriele!

Die haben keine Angst, sondern die nehmen Gott einfach ernst.

Habe ich das falsch verstanden, gehört zum "ernst nehmen" nicht auch "fürchten"?

Genau das aber hattest Du in Abrede gestellt.

ave_maria hatte davon berichtet, dass sie ein etwas mulmiges Gefühl hat und nicht eben fröhlich zur Beichte marschiert, und damit ging es ihr genauso wie dem verlorenen Sohn, der auch nicht fröhlich den Weg entlanghüpfte. Zur echten Reue gehört eben auch, die Freuden-Feier nicht schon vor der Beichte ins Auge zu fassen.

 

. Da ich nicht immer voll bei Kräften bin und auf Grund des schnellen Schreibens Tippfehler passieren, wundert es mich nicht.

....

Ich bitte herzlich um Vergebung und Verständnis.

Schon klar, Peter, Verständnis ist vorhanden, Vergebung braucht es nicht.

Aber bei der Fülle von Möglichkeiten, Tippfehler einzubauen, hat es nun gerade den "Beichtspiegel" gleich zweimal kurz hintereinander erwischt.

Ich will ja nicht psychologisieren (nö, ich doch nicht B) ), ich meine nur, wenn mir das passiert wäre, ich würde mir schon so meine Gedanken machen.

(Beichtspiel - ja nee is klar :lol: )

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Habe ich das falsch verstanden, gehört zum "ernst nehmen" nicht auch "fürchten"?

Genau das aber hattest Du in Abrede gestellt.

Zwischen Angst die Eng macht und aus der Enge kommt und der Ehrfurcht, die weit und Weise macht sehe ich einen Unterschied.

 

ave_maria hatte davon berichtet, dass sie ein etwas mulmiges Gefühl hat und nicht eben fröhlich zur Beichte marschiert, und damit ging es ihr genauso wie dem verlorenen Sohn, der auch nicht fröhlich den Weg entlanghüpfte. Zur echten Reue gehört eben auch, die Freuden-Feier nicht schon vor der Beichte ins Auge zu fassen.

Die Hoffnung, den Vater wieder zu sehen, seine Liebe zu erfahren uns bei aller "Mulmigkeit" auch mit Freude erfüllen. Kennst Du das Erlebnis von dem Mann, der im Gefängnis war und ich glaube seiner Schwester schreib: Wenn man ihm vergeben hat, dann möge man ein weißes Tuch auf einen Baum hängen. Wenn er kein weißes Tuch sieht, fährt er mit dem Zug, und kommt nicht nach Hause. Als er mit Bangen an dem Baum vorbei fuhr- was sah er? Der ganze Baum war voller weißer Tücher.

 

Über einen Sünder der umkehrt und Buße tut ist im Himmel mehr Freude als über 99 Gerechte, die der Umkehr nicht bedürfen.

 

Schon klar, Peter, Verständnis ist vorhanden, Vergebung braucht es nicht.

Aber bei der Fülle von Möglichkeiten, Tippfehler einzubauen, hat es nun gerade den "Beichtspiegel" gleich zweimal kurz hintereinander erwischt.

Ich will ja nicht psychologisieren (nö, ich doch nicht B) ), ich meine nur, wenn mir das passiert wäre, ich würde mir schon so meine Gedanken machen.

(Beichtspiel - ja nee is klar :lol: )

Hmmm- ich mache mir ernsthaft Gedanken wenn es Menschen, die ich liebe schlecht geht, wenn ich Menschen leiden sehe z.B. unter Depressionen. Aber mir wegen Verschreibungen zu viele Gedanken zu machen - dazu reichte es bis jetzt noch nicht. Vielleicht helfen mir dabei ja Deine Anregungen?
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ave_maria hatte davon berichtet, dass sie ein etwas mulmiges Gefühl hat und nicht eben fröhlich zur Beichte marschiert, und damit ging es ihr genauso wie dem verlorenen Sohn, der auch nicht fröhlich den Weg entlanghüpfte. Zur echten Reue gehört eben auch, die Freuden-Feier nicht schon vor der Beichte ins Auge zu fassen.

Die Hoffnung, den Vater wieder zu sehen, seine Liebe zu erfahren uns bei aller "Mulmigkeit" auch mit Freude erfüllen. ...

Ja, ja. Ich kenne das eben aus eigenem Erleben, dass ich nicht mit Freude erfüllt zur Beichte gehe, sondern bedrückt, belastet, kummervoll. Erst dort lege ich meine Last ab, erst danach bin ich mit Freude erfüllt.

Wenn Du dagegen schon voller Freude zur Beichte schreitest, dann bist Du mir einen großen Schritt zur Heiligkeit voraus, ich schaffe das noch nicht.

 

Hmmm- ich mache mir ernsthaft Gedanken wenn es Menschen, die ich liebe schlecht geht, wenn ich Menschen leiden sehe z.B. unter Depressionen. Aber mir wegen Verschreibungen zu viele Gedanken zu machen - dazu reichte es bis jetzt noch nicht. Vielleicht helfen mir dabei ja Deine Anregungen?

Wenn Du Dein Leben so tadellos und unhinterfragbar hältst, dann bin ich die Letzte, die Dir nahelegen könnte, Dich selbst zu hinterfragen. Dann vergiß meine Hinweise und lebe fein weiter, die Gedanken fest auf die leidende Menschheit gerichtet.

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Ja, ja. Ich kenne das eben aus eigenem Erleben, dass ich nicht mit Freude erfüllt zur Beichte gehe, sondern bedrückt, belastet, kummervoll. Erst dort lege ich meine Last ab, erst danach bin ich mit Freude erfüllt.

Wenn Du dagegen schon voller Freude zur Beichte schreitest, dann bist Du mir einen großen Schritt zur Heiligkeit voraus, ich schaffe das noch nicht.

So würde ich das nicht sehen- im Gegenteil: Sollte ich mit zu viel Vorfreude zur Beichte marschieren, könnte man das als Zeichen der Oberflächlichkeit und des Leichtsinns sehen.

Wenn Du Dein Leben so tadellos und unhinterfragbar hältst, dann bin ich die Letzte, die Dir nahelegen könnte, Dich selbst zu hinterfragen.
Soll das Ein Faschingsscherz sein? Ich halte mich für einen Sünder- darf das aber gar nicht zu laut sagen, weil das einigen hier ein Ärgernis ist. Und wie viele Fehler und Schwächen ich habe geht auf keine Kuhhaut. Aber gerade weil ich sehe, wie armselig ich bin, vertraue ich umso mehr auf Gott. So weit es mir möglich ist, hinterfrage ich mich sehr wohl sehr stark- allerdings ohne die Absicht, in Skrupel und Ängste zu verfallen (die halte ich für scharfe Waffen des Teufels). Und in mancher Hinsicht sind mir ja einige Diskussionsfreunde hier eine wertvolle Hilfe.
Dann vergiß meine Hinweise und lebe fein weiter, die Gedanken fest auf die leidende Menschheit gerichtet.
Deinen Hinweis nehme ich dankbar wahr. Gott möge es Dir vergelten. Du zeigst mir, dass ich die Beichte noch viel ernster nehmen soll, und sie nicht als Spiel betrachten soll. Danke für Deine Aufmerksamkeit. bearbeitet von Mariamante
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Ja, ja. Ich kenne das eben aus eigenem Erleben, dass ich nicht mit Freude erfüllt zur Beichte gehe, sondern bedrückt, belastet, kummervoll. Erst dort lege ich meine Last ab, erst danach bin ich mit Freude erfüllt.

 

Ich habe eigentlich vor fast jeder Beichte, auch wenn es mir vorher tagelang ganz wichtig war, bei nächster Gelegenheit beichten zu gehen, irgendwann kurz davor einen kleinen Panikanfall - kurz vor Betreten der Kirche, während ich mich vorm Tabernakel vorbereite, wenn ich mich aufraffen muß, die Beichtklingel zu drücken ...

Ich denke dann: nein, sooo dringend ist es gar nicht, ich mag jetzt nicht, ich kann jetzt nicht. Man kann das als kleinen Angriff des Versuchers betrachten oder als ganz menschliches Gefühl, egal - jedenfalls: ich komme da inzwischen am besten drüber weg, indem ich mir klarmache, daß da Christus auf mich wartet, mir begegnen, mich beschenken will ... und dann kann ich schon mit (zumindest anfanghafter) Freude hingehen.

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Ich habe eigentlich vor fast jeder Beichte, auch wenn es mir vorher tagelang ganz wichtig war, bei nächster Gelegenheit beichten zu gehen, irgendwann kurz davor einen kleinen Panikanfall - kurz vor Betreten der Kirche, während ich mich vorm Tabernakel vorbereite, wenn ich mich aufraffen muß, die Beichtklingel zu drücken ...

Ihr habt eine Beichtklingel? Hab ich ehrlich gesagt noch nie gesehen. Hier (in Regensburg) ist die Karmeliterkirche eine der beliebtesten Beichtkirchen, die haben (fast) jeden Tag feste Beichtzeiten, nach Voranmeldung ist auch ein Zimmer für Beichtgespräche zu haben und je nach Andrang (meistens vor Ostern und Weihnachten B) ) ist der ganz Warteraum gesteckt voll. Das wäre auch mal eine gute Idee für so manchen Nörgler, der sein Bild von der ungläubigen Jugend in Frage stellen will.

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Ihr habt eine Beichtklingel? Hab ich ehrlich gesagt noch nie gesehen.

Gibt es in vielen Klöstern und Ordenshäusern - spontan fallen mir die Franziskaner in Düsseldorf und (früher) Mönchengladbach, die Minoriten in Kaiserslautern, die Karmeliten in Bamberg, die Augustiner in Würzburg, die Herz-Jesu-Priester in Freiburg und die Dominikaner in Köln ein.

 

Habe ich alle schon selbst gedrückt (die Klingeln, nicht die Patres B) ).

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Auch wenn lange niemand auf dieser Seite war. Ich bin ganz neu hier im Chat und habe gerade diese Seiten gelesen. Vielleicht beantwortet mir jemand meine Frage

Da ich erst vor 9 Mon wieder zurück zur Mutter Kirche gekommen bin, hab ich zum Thema Beichte doch noch einige Fragen.

Immer wieder habe ich gelesen, dass man einen Termin für ein Beichtgespräch mit dem Pastor vereinbaren kann. Geht das grundsätzlich? Oder sollte man sich an die angegebenen Zeiten halten und dann in diesen "kleinen Kasten" gehen. Auch wenn eine Seite für das Beichtgespräch hergerichtet ist. Da kommt zu der Angst vor der Beichte auch noch Platzangst zu.

Also meine Frage: Kann ich den Pastor einfach mal fragen oder ist das zu aufdringlich?

Dass so viele schreiben, sie hätten Angst vor der Beichte, das beruhigt mich übrigens ungemein. Ich dachte , meine Angst lägen nur an den schlechten Kindheitserfahrungen.

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Also meine Frage: Kann ich den Pastor einfach mal fragen oder ist das zu aufdringlich?
Dafür ist er da.

 

Bis man einen Beichtvater gefunden hat, mit dem die "Chemie" stimmt kann allerdings etwas dauern.

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Immer wieder habe ich gelesen, dass man einen Termin für ein Beichtgespräch mit dem Pastor vereinbaren kann. Geht das grundsätzlich? Oder sollte man sich an die angegebenen Zeiten halten und dann in diesen "kleinen Kasten" gehen. Auch wenn eine Seite für das Beichtgespräch hergerichtet ist. Da kommt zu der Angst vor der Beichte auch noch Platzangst zu.

Also meine Frage: Kann ich den Pastor einfach mal fragen oder ist das zu aufdringlich?

Dass so viele schreiben, sie hätten Angst vor der Beichte, das beruhigt mich übrigens ungemein. Ich dachte , meine Angst lägen nur an den schlechten Kindheitserfahrungen.

 

 

Hallo Antonie,

 

erstmal herzlich willkommen.

 

Also, wenn Du lange nicht mehr beichten warst und Du Angst davor hast, würde ich Dir sowieso empfehlen, einen Termin für ein Beichtgespräch zu machen. Da ist dann auch einfach mehr Zeit, und Du kannst mit dem Pfarrer auch erstmal in Ruhe über Deine Ängste reden oder Fragen stellen, ist besser, als wenn man unter Zeitdruck ist, weil da noch andere Leute warten. Ich bin erst zu Ostern konvertiert und hatte kurz vor Ostern meine Erstbeichte und hatte auch Angst und hatte viele Fragen und Unklarheiten. Das, was ich nicht mit Hilfe dieses Forums loswerden konnte, hat sich dann beim Beichtgespräch geklärt. Such Dir für die erste Beichte nach vielen Jahren einen Beichtvater aus, der Dir sympathisch ist- das kann, muß aber nicht der Gemeindepfarrer sein. Ich bin auch zu einem anderen gegangen, weil es mir komisch war, bei einem Priester zu beichten, den ich persönlich kenne und Duze und so weiter. Und es war auch gut, einen Termin zu haben, hat ganz schön lange gedauert, und es war einfach genug Zeit da, weil er sich diese Zeit dafür eben nehmen konnte: er wusste ja, worum es geht, und eine Erstbeichte oder eine erste Beichte nach langer Pause dauert natürlich länger, als wenn man alle 6 Wochen geht. Wir haben dann erstmal den Beichtstuhl angeguckt, und ich hab mich dann- für mich erstaunlicherweise- dagegenentschieden, und haben das dann in lockerer Atmosphäre im Büro gemacht, wo er eine Beichtgesprächecke mit bequemen Sesseln, einem Tisch mit Kerze und Bibel usw eingerichtet hatte (hätt so lange auch gar nicht Knien können, die Beichtstühle in der Kirche waren ohne Beichtgespräch- Ecke). Selbst wenn es im Beichtstuhl die Möglichkeit gibt, sich gegenüber zu sitzen für ein Beichtgespräch: Du musst da nicht rein. Auf dem Weltjugendtag wurde die Beichte zum Teil auf Verkehrsinseln sitzend, bei Parkspaziergängen oder auf einer Wiese abgenommen. Die Frage des Ortes ist eine, die Du einfach mit Deinem Beichtvater klären musst, daran sollte es jedenfalls nicht scheitern.

 

So, und obwohl ich unheimlich Angst davor hatte, war es so, daß ich, sobald wir begonnen hatten, sehr ruhig war, und mich in der Situation eigentlich sehr wohlgefühlt habe. Der Pfarrer meinte auch, wenn ich Angst hab, oder mich geniere, etwas zu sagen oder so, soll ich mir einfach sagen, daß ich mich einfach in die Arme des Vaters fallen lassen soll. Er weiß sowieso alles, ich muß es nur nochmal sagen, und es geht nicht darum, was der Priester dann von mir denkt oder so. Außerdem gibts glaub ich nichts, was er nicht schon mehrfach gehört hat- und auf das Beichtgeheimnis kann man sich verlassen. Tja, und nach der Beichte hab ich mich unheimlich gut gefühlt. Es ist wirklich ein Neuanfang. Ich war lange nicht mehr so glücklich, hat sich angefühlt, wie frisch verliebt zu sein...naja, besser sogar.

 

Also, such Dir in Ruhe einen Pfarrer, bei dem Du Dich wohl fühlst, und ansonsten- mach Dir keine Sorgen, Beichte ist was schönes. Hätt ich auch nie gedacht.

 

Viele Grüße,

 

abitibi

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